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steve.hatton 11.03.2014 11:03

Das wird wohl so sein, dass Energie teurer werden wird!

Und plötzlich werden Dinge die ich erst am "St. Nimmerleinstag rechnen" wieder interessant, oder ?

Und sie wird auch sichtbarer werden:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/in...icht-1.1907340

Aber berechnen wir doch mal den "Ablasshandel-Betrag" für Atommüll ?
Oder stellen wir mal die Atommüllfässer "sichtbar" vor die Kernkraftwerke ?

Der oben verlinkte Artikel über ein Wasserkraftwerk in München in welchem u.a. deutlich gemacht wird, dass Alternativen möglich sind, aber eben nicht zum Nulltarif und sicherlich auch sichtbar, zeigt dass die Lösungen möglich sind.

Interessant ist immer wieder. dass der Wasserkraftwerksbetreiber z.B. eine "Fischtreppe" bauen, zahlen und unterhalten muss, der AKW-Betreiber aber nicht mal seine Müllentsorgung.

Vergleichbares Zahlenwerk kann so wohl kaum entstehen !

dey 11.03.2014 14:27

Wir haben uns vor 50 Jahren auf einen Stuhl namens Atomenergie gestellt und knüpfen uns genauso lang eine Schlinge um den Hals mit dem Namen Ernergieverschwendung.

Wir dürfen jetzt nicht (ab)springen!

Die Alternativen (Alternative Energiene) kommen ein paar Flaschen gleich auf denen wir jetzt versuchen dürfen die Balance zu halten, während sich die Schlinge schon etwas zu gezogen hat.

Nein, wir müssen weiter machen.
Außerdem ist es ja letztlich egal, für wie viel Atommüll wir keine Lösung finden.

Ich hoffe nur, dass der Mensch nie mehr so etwas dämliches, wie Atomenergie entwickelt.
Glauben kann ich es nicht!

Die zivile Nutzung der Atomenergie war ein risen Fehler, der (eigentlich) nicht mehr gut zu machen ist. Ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen, wie viele Generationen es brauchen wird, bis dieses Kapitel als abgeschlossen betrachtet werden.
Ich glaube auch nicht, dass wir weltweit so viele atomare Waffen, bzw. Nationen mit atomaren Waffen hätten, wenn es die zivile Koexistenz gegeben hätte.

bydey

steve.hatton 11.03.2014 14:54

Die Atomenergie hatte von Anfang an etwas Verlockendes: Saubere Energie, weil kein Kamin raucht und hohe Leistung.

Die negativen Konsequenzen wie ein nur statistisch kontrollierbares "Restrisiko" sowie die Müllentsorgung glaubte man einerseits statistisch zu lösen und das letzter später irgendwie technisch. Ob man es wirklich glaubte oder verdrängte, um es dem Volk zu "verkaufen" ist letztendlich wurscht.

Mit letztere Annahme lag man halt definitv falsch und bezahlen wird es, wie so oft, die Allgemeinheit - das erinnert irgendwie an einen Ölwechsel beim PKW, wo der "Wechsler" das Altöl einfach in den Gulli kippt.

Robert Auer 11.03.2014 15:00

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 1558459)
Wir haben uns vor 50 Jahren auf einen Stuhl namens Atomenergie gestellt und knüpfen uns genauso lang eine Schlinge um den Hals mit dem Namen Ernergieverschwendung.

Wir dürfen jetzt nicht (ab)springen!

Die Alternativen (Alternative Energiene) kommen ein paar Flaschen gleich auf denen wir jetzt versuchen dürfen die Balance zu halten, während sich die Schlinge schon etwas zu gezogen hat.

Nein, wir müssen weiter machen.
Außerdem ist es ja letztlich egal, für wie viel Atommüll wir keine Lösung finden.

Ich hoffe nur, dass der Mensch nie mehr so etwas dämliches, wie Atomenergie entwickelt.
Glauben kann ich es nicht!

Die zivile Nutzung der Atomenergie war ein risen Fehler, der (eigentlich) nicht mehr gut zu machen ist. Ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen, wie viele Generationen es brauchen wird, bis dieses Kapitel als abgeschlossen betrachtet werden.
Ich glaube auch nicht, dass wir weltweit so viele atomare Waffen, bzw. Nationen mit atomaren Waffen hätten, wenn es die zivile Koexistenz gegeben hätte.

bydey

Die richtige Erkenntnis sollte uns doch nicht zum Kaninchen vor der Schlange erstarren lassen.:oops: Meines Erachtens lohnt sich jede (private und gesellschaftliche) Anstrengung, um einen Ausstieg zu schaffen. Ich bin aber auch für Forschung, die hilft für künftige Generationen die ungeheure Halbwertszeit des bereits verursachten Strahlenmülls zu reduzieren. Machen wir endlich Schluss mit der Verseuchung unseres Planeten, wir haben nur den Einen. Welche Lasten wollen wir unseren Kindern noch aufbürden!?

dey 11.03.2014 15:09

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 1558475)
Welche Lasten wollen wir unseren Kindern noch aufbürden!?

Im Moment sind wir die Kinder, die es ausbaden sollen/ müssen/ dürfen.

Im Moment sehe ich das Problem, dass eine (welt)weite Einsicht nicht besteht.
Es scheint, dass sich die halbe bis ganze Welt über uns totlacht.

Die faire Rechnung sollte sein, dass wir unseren Ausstieg jetzt teuer bezahlen und die anderen eben später.
Ich befürchte jedoch, dass wir doppelt bezahlen.

Ich weiss nicht, ob die Rot-Grüne Regierung es hätte besser machen können, wenn sie lange genug an der Macht geblieben wären. Mir scheint es jedoch, als wenn die CDU der Zwangsverwalter einer Idee ist, die nicht die ihre ist.

bydey

Robert Auer 11.03.2014 16:36

Übrigens, nicht jeder Alte trägt Mitschuld an diesem Irrweg. Ich habe mich ein Leben lang gegen die Kernkraft gewehrt und bin dafür, dass wir die Chance des Ausstiegs nun aktiv nutzen. Die Welt schaut auf uns. Bekommen wir dies (trotz der schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen) gebacken, sind wir Nutznießer dieser Technologie. Unser Scheitern würde in erster Linie den "Betonköpfen" und "Profiteuren" der alten Energien nutzen. Bitte keine Resignation!

dey 11.03.2014 16:49

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 1558513)
Übrigens, nicht jeder Alte trägt Mitschuld an diesem Irrweg. Ich habe mich ein Leben lang gegen die Kernkraft gewehrt und bin dafür, dass wir die Chance des Ausstiegs nun aktiv nutzen.

Das ehrt dich!
Zitat:

sind wir Nutznießer dieser Technologie.
Genau da habe ich meine Zweifel. EU wird sich gerne von uns helfen lassen.

bydey

kearny 11.03.2014 17:11

Hier eine ehr vorsichtige Schätzung zu den Kosten der Atomenergie:

In ihrer 60-jährigen Geschichte hat die Atomkraft weltweit Schäden in Höhe von mehr als tausend Milliarden US-Dollar verursacht.

http://www.heise.de/newsticker/meldu...r-2140104.html

Da sehe ich die Peanuts-Beträge, die uns die Energiewende kostet, ganz entspannt.

Porty 11.03.2014 23:37

man was geht denn Hier ab?
Man kommt sich ja vor wie auf einer Propagandaveranstaltung vom BUND.
Für alle Verfechter der Wasserkraft:
Ihr seit euch darüber im klaren, welche Auswirkungen ein Wasserkraftwerk mit 2 GW hat?
Da ist ein Stausee schon mal 300 km lang.
Ein Blick auf die russische Landkarte hilft weiter. Es gibt schon Studien, die Veränderungen im globalen Wetter darauf zurückführen.
Die Auswirkungen des geplanten Lena- Kraftwerkes in Sibirien waren so groß, das das Projekt noch zu Sowjetzeiten aus Umweltschutzgründen eingestampft wurde.
Zum Vergleich: die Hohenwarte- Talsperre an der Saale in Thüringen mit einer Stauhöhe von ca 70 m, ist ca 30 km lang und hat eine installierte Leistung von 63 MW, die allerdings nur im Pumpspeicherbetrieb erreicht wird. Die normale Wasserführung der Saale reicht im Schnitt für 30 MW. Für die Saalekraftwerke mussten damals einige Dörfer und die Stadt Saalburg dran glauben. Aber das ging damals per Führererlass....
Und solche Standorte gibt es wenige in Deutschland.
Für alle, die selber rechnen wollen: für 1 MW braucht man 100m³ Wasser je Sekunde und 1 m Fallhöhe ohne Verluste durch den Wirkungsgrad.....

Michael

steve.hatton 11.03.2014 23:53

Zitat aus Wikipedia:

Gewöhnlich ist die Lena von Oktober bis zum Juni des Folgejahres zugefroren


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