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felix181 08.06.2020 21:53

Zitat:

Zitat von nex69 (Beitrag 2142619)
Wieso? Das Taschentuch berührt die Nase und nicht die Hand.

Wenn du vorher durch ein Krankenhaus oder ein anderes öffentliches Gebäude gelaufen bist und diverse Türgriffe angefasst hast, würde ich dir allerdings raten, die Hände zu desinfizieren oder zu waschen...

Wie gesagt, bei Maske, Taschentuch und Brille komm ich schon gern einmal mit den Händen ins Gesicht und ich schätze, dass ich da nicht der einzige bin. Ich seh da aber nicht das grosse Problem - wenn man es genau nimmt, ist die Schmierinfektion ja auch nicht zu 100% erwiesen. Was uns wieder zu einem mangelhaften Wissen über das Virus bringt... ;)

Ich versuche trotzdem halbwegs sauber zu leben und hab während der Pandemie jetzt sicher so oft wie noch nie meine Hände desinfiziert, aber andererseits muss mein Leben auch ohne völliger Sterilität funktionieren. Wenn nicht, hab ich halt Pech gehabt. Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Eigentlich ging´s mir aber um die für mich vielleicht nicht ganz logische Annahme, dass ein Desinfizieren vor dem Maske aufsetzen schützt und beim Rest kann nichts passieren. Daher unterscheide ich da nicht so gewissenhaft, weil es aus meiner Sicht inkonsequent wäre und ich es einfach nicht schaffe mit den Händen immer wieder ins Gesicht zu kommen.

P.S.: trotzdem k... ich nicht ins Zimmer und wasche mir auch die Hände nachher :lol::lol::lol:

minfox 08.06.2020 22:12

Zitat:

Zitat von nex69 (Beitrag 2142603)
Wichtig ist auch die Hände vor dem aufsetzen zu desinfizieren.

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2142614)
Naja, da ich normalerweise ein Taschentuch verwende schaff ich es zum Beispiel nicht die Nase zu putzen ohne mit den Händen ins Gesicht zu kommen. Beim Aufsetzen und Abnehmen der Lesebrille schaut´s ähnlich düster bei mir aus und - so selbstkritisch muss ich auch sein - da ist gar kein Unterschied zum Desinfizieren vor dem Maskenaufsetzen.

Zitat:

Zitat von Friesenbiker (Beitrag 2142623)
Viel schlimmer sind Menschen wie ich dran die ein ausgeprägten Juckreiz haben und einige meiner Medikamente juckreiz verstärken, auslösen oder fördern, besonders bei meinen Augen, die sind durch das mehrfache Tropfen täglich eh ständig leicht gereizt und ein super Zugang in den Körper für Viren.

Wo ist denn die Schwierigkeit, vor dem Aufsetzen und nach dem Absetzen des Nase-Mundschutzes die Hände, die Taschentücher, die Taschentücherverpackung, die Brille und die Arzneimittelverpackung zu desinfizieren? :roll: So viel Achtung gegenüber eurer und eurer Mitmenschen Gesundheit ist doch das Mindestmaß an Anstand!

felix181 08.06.2020 22:19

Zitat:

Zitat von minfox (Beitrag 2142628)
Wo ist denn die Schwierigkeit, vor dem Aufsetzen und nach dem Absetzen des Nase-Mundschutzes die Hände, die Taschentücher, die Taschentücherverpackung, die Brille und die Arzneimittelverpackung zu desinfizieren? :roll: So viel Achtung gegenüber eurer und eurer Mitmenschen Gesundheit ist doch das Mindestmaß an Anstand!

Also ich mach das nicht - und damit gefährde ich von mir aus mich selbst, aber nicht meine Mitmenschen, weil der von meinem Kontakt z.B.: mit der Brille um nichts gefährdeter ist.
Ich verzichte auf ein Dauerbad im Desinfektionsmittel, weil ich, wenn ich das Haus verlasse das Risiko auf mich nehme nicht wiederzukommen. So oder so.

Aber jeder wie er sich wohler fühlt!

dey 09.06.2020 09:38

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2142629)
Also ich mach das nicht -

Also ich bin da bei der Perfektion bei weitem nicht angekommen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und die Masken verschlimmern Juckgefühle ja noch.

Letztlich denke ich, dass es für den Alltag übertrieben wird. Die Maske soll das Verbreiten der Tröpchenwolke so weit es geht einschränken. Und das tut sie auch wenn ich dranfasse.

Friesenbiker 17.06.2020 19:43

Puha, schon wieder ein Massenausbruch und wieder in einem Schlachtbetrieb.
https://www.tagesschau.de/regional/n...orona-101.html

Bei uns in S-H wird gerade sehr heiß debatiert wie man das ausnutzen der Osteuropäischen Arbeiter (Sklaven) ein für alle mal beenden kann.
Erstaunlicherweise sind sich alle Parteien einig das da jetzt hart eingegriffen und durchgegriffen werden soll. Auch über das abschaffen der Werksverträge über die wohl ole ausgeheberte werden kann/soll wird nachgedacht.
Wäre schön wenn da eine vernünftige Regelung bei rauskommt bei denen der Arbeitnehmer am Ende besser da steht.

steve.hatton 17.06.2020 19:52

Zitat:

Zitat von Friesenbiker (Beitrag 2144309)
Puha, schon wieder ein Massenausbruch und wieder in einem Schlachtbetrieb.
https://www.tagesschau.de/regional/n...orona-101.html

Bei uns in S-H wird gerade sehr heiß debatiert wie man das ausnutzen der Osteuropäischen Arbeiter (Sklaven) ein für alle mal beenden kann.
Erstaunlicherweise sind sich alle Parteien einig das da jetzt hart eingegriffen und durchgegriffen werden soll. Auch über das abschaffen der Werksverträge über die wohl ole ausgeheberte werden kann/soll wird nachgedacht.
Wäre schön wenn da eine vernünftige Regelung bei rauskommt bei denen der Arbeitnehmer am Ende besser da steht.

Und wie oft wurde hierüber schon nachgedacht und dann ist wieder nichts passiert?

Ausrede, Arbeitsplätze oder jeder soll sich täglich Fleisch leisten können etc.....
Immer die gleiche Leier.

Crimson 17.06.2020 19:56

das Problem ist neben der tatenlosen Politik (vorsichtig ausgedrückt, tatsächlich agiert JK in gegensätzliche Richtung) leider auch aum anderen Ende der Fleischtheke - solange dieser Billigscheiß gekauft wird.

minfox 17.06.2020 22:06

Aus fleisch.net:

"Von bis zu 6.000 Beschäftigten am Standort Rheda-Wiedenbrück seien rund 2700 fest angestellt, erklärte Tönnies. „In Deutschland finden wir für die schwere Arbeit keine Mitarbeiter in der Güte und Masse”, sagte Tönnies. Der Markt sei leer gefegt. „Ich würde jeden, der will, morgen fest einstellen.“ Die meisten über Werkverträge Beschäftigten, die über Subunternehmer aus Polen, Rumänien und Bulgarien in die Schlachtbetriebe gebracht würden, wollten aber auf begrenzte Zeit so viel wie möglich in Deutschland verdienen, um sich anschließend in der Heimat eine Existenz aufzubauen."

Herr Tönnies ist ein ehrlicher Mann. Es stimmt, was er sagt. Die aus Rumänien und Bulgarien aus dem einwöchigen Urlaub zurückgekehrten Tönnies-Mitarbeiter mussten bei der Wiedereinreise nach Deutschland nicht in Quarantäne. Sie haben sich in ihrer Heimat angesteckt und dann das Virus bei der Arbeit weitergegeben.

guenter_w 17.06.2020 22:34

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2144312)
das Problem ist neben der tatenlosen Politik (vorsichtig ausgedrückt, tatsächlich agiert JK in gegensätzliche Richtung) leider auch aum anderen Ende der Fleischtheke - solange dieser Billigscheiß gekauft wird.

Schlechter Spruch in diesem Zusammenhang, aber er passt halt: die Katze beißt sich in den Schwanz!

Der Handel braucht für den Wettbewerb Billigprodukte, damit die Kunden in seinen Laden kommen. Fleisch lässt sich industriemäßig billig und dennoch gewinnbringend produzieren, nicht zuletzt aufgrund jahrzehntelanger verfehlter Agrarpolitik der EU, die den Landwirt zu hemmungsloser Vergrößerung zwingt. Dazu haben die Regeln der Schlachtung in der EU zur Rationalisierung und Verindustrialisierung gezwungen. Das führte dazu, dass das ehemalige Luxusprodukt Fleisch dank seiner Attraktivität immer leichtter erreichbar wurde. Solange das Produkt billig ist, wird es auch gekauft werden. Nicht zuletzt ist das auch eine Frage des Geldbeutels. Als Nicht-Tafel-Kunde kann ich mich leicht über die dummen Verbraucher erregen, die billig kaufen...

Ist nebenbei auch eine Form des Rassismus! Mal darüber nachgedacht?

kilosierra 17.06.2020 22:50

Nicht Rassismus.
Hat mit "Rasse" im Sinne von körperlichen, stabil vererbbaren Merkmalen, ich denke da an Hunde-, Katzen-, Schafsrassen, nun wirklich nichts zu tun.

Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen ok, das kann man vielleicht so akzeptieren.
Armut ist immer mit Diskriminierung verbunden. Man kann dann nicht so leben, wie es als "normal" in den Medien gezeigt wird und das ist schmerzhaft.
Hat aber mit Rassismus, der Diskriminierung von Menschen aufgrund genetischer Merkmale, nichts zu tun.


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