Zitat:
Zitat von minfox
(Beitrag 2142054)
Berufsverbote wurden ausgesprochen gegen etwa 80 Prozent der knapp 200.000 Menschen, die mittels der Künstlersozialkasse versichert sind (Schaffende in den Bereichen Wort & Bild, Darstellende & Bildende Kunst, Musik)...
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Ich kenne mich bestens aus in diesem Metier, gehörte selbst über Jahrzehnte der Künstlersozialkasse an, bin Mitglied in der VG Wort und der VG Bild/Kunst. Zum Glück muss ich inzwischen nicht mehr so intensiv für meinen Lebensunterhalt arbeiten, sondern beziehe Altersrente, doch ich kenne viele jüngere Kolleginnen und Kollegen, auf die all das genau zutrifft. Und die wissen nicht, ob sich auf absehbare Zeit je etwas ändert.
Denn viele Unternehmen und Auftraggeber, für die freie Künstler und Medienschaffende bisher tätig waren, fahren immer noch mit halber Kraft (wenn überhaupt), basteln inzwischen am generellen Rückbau bisheriger Strukturen, nutzen die Folgen der (ohne Parlamentsvotum verhängten) Corona-Maßnahmen schlicht zur willkommenen Flurbereinigung.
Zitat:
Zitat von minfox
(Beitrag 2142060)
Vielleicht können sich die, die die Fragestellung nicht verstehen, mit der Kommentierung der Frage etwas zurückhalten? Das wäre nett. :top:
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Ich glaube, das ist ein frommer Wunsch.
In meinem Metier gibt es ein geflügeltes Wort: „Recherche verdirbt die beste Story!“
Soll heißen, je weniger man von einer Sache weiß oder sich aber allein auf schlagzeilenträchtige Stammtischweisheiten beruft, desto klarer und eindeutiger erscheint einem diese. Aber wehe, man beschäftigt sich intensiver damit, dringt, tiefer ein, hinterfragt, differenziert, hört mal Gegenargumente, akzeptiert Widerspruch, denkt überhaupt einfach mal nach... Wie schnell verflüchtigen sich dann scheinbar felsenfeste Wahrheiten!
Das muss man freilich wollen. In der Regel lebt man ruhiger und friedlicher, wenn man sich nicht unter die Oberfläche begibt...
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