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steffenl 16.06.2023 21:36

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278137)
In Berlin muss man sich daher langfristig entscheiden: Duschen oder Tesla. Und Raumplanung mit Bevölkerungsobergrenzen.

Nun, mit Ansage eben. Klar, wirtschaftliche Entwicklung sichert den Wohlstand, wenn der Umweltschutz aber derart hinten angestellt wird, geht's eben auch mal an die Lebensexistenz und das Tesla-Werk ist dann schneller wieder dicht, als aufgebaut. Enen Schaden haben die dann vermutlich auch nicht wegen Abschreibungsmöglichkeiten etc.

Bevölkerungsobergrenzen klingen im ersten Gedanken sinnvoll. Ohne Marktverzerrungen lässt sich sowas aber nicht umsetzen und spätestens dann treten die ersten auf den Plan und rufen irgendwas von Planwirtschaft und Kommunismus und rotgrünlinksversifft.

P.S. in Berlin müsste "man" sich entscheiden, das wird aber nicht geschehen. Das würde ja bedeuten, dass agiert und nicht nur reagiert werden müsste. Sience fiction.

steve.hatton 17.06.2023 18:26

Ich finde es schon interessaant, dass Aussagen von Bürgerinitiativen immer dann herangezogen werden wenn sie argumentativ ins Bild passen - ansonsten sind das zu Wirtschaftsblockierer....siehe Aussagen zu verhinderten Windrädern und Stromtrassen.

Und es gibt Neuigkeiten zum Wasser:
https://www.tagesspiegel.de/potsdam/...h-9763646.html

Porty 17.06.2023 18:39

Tesla in Berlin ist wie Stuttgart 21 Von Seiten der Gegner ist kein Argument zu haarsträubend, als dass es breit ausgewalzt wird.
Wo zum Teufel wird bei der Autoproduktion viel Wasser gebraucht? Ok , in der Lackiererei werden die Rohkarossen mit Wasser gereinigt, aber da sind eh Kreislaufprozesse Pflicht.

Vermutlich sind die Sanitärräume der Beschäftigten der größte Wasserverbraucher....

Ich bin mir sicher, würde dort VW, Daimler oder gar Porsche fette SUV bauen, würde es keine Probleme geben....


Übrigens haben die führenden Umweltorganisationen festgestellt, dass Heizen mit Holz doch keine so gute Idee ist.
https://home.1und1.de/magazine/ratge...-holz-38304024
Wer hätte es gedacht.....

Gepard 17.06.2023 20:00

Das Heizen mit Holz wird den Grünen noch mächtig auf die Füße fallen.
Aber die EU hat das Verbrennen von Holz als nachhaltig eingestuft, sofern es aus nachhaltigem Anbau ist.
Wo sollen den diese ganzen Holzabfälle herkommen? Das ist doch schon jetzt ein großer Ettiketenschwindel. Es gibt Wärmekraftwerke die mit Pellets arbeiten und in Polen hat man alte Kohlekraftwerke auf Holz umgestellt. Die CO2 Mengen zählen nicht mit.
Holz kommt sogar aus den USA dafür. Natürlich mit Zertifikat, ist klar.
Auch in Deutschland stehen schon Investoren bereit, die alte Kohlekraftwerke umrüsten wollen.

turboengine 17.06.2023 21:13

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2278471)
Aussagen von Bürgerinitiativen

Zitat:

Gegen solche Projekte hat der WSE, der für die Versorgung eines Gebietes um Erkner, Strausberg und 14 weitere Gemeinden mit 170.000 Einwohnern zuständig ist, seit Monaten regelmäßig sein Veto eingelegt – und dies mit der nicht ausreichenden Verfügbarkeit von Wasser begründet.
Seit wann ist ein Wasserverband eine Bürgerinitiative? :shock:

Tesla und noch weitere Baugebiete ging nicht.

steve.hatton 18.06.2023 13:17

Ebenfalls in der von Dir zitierten Aussage über geplante Rationierungen:

"Solche Einschränkungen seien "ein einmaliger Vorgang in Deutschland", kritisiert Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide. "

turboengine 19.06.2023 14:32

https://www.nzz.ch/wirtschaft/evonik...cht-ld.1743080

Aus einem Interview mit Christian Kullmann, Vorstandschef des Chemiekonzerns Evonik in der NZZ von heute:

Zitat:

Evonik-Chef warnt vor Wirtschaftskollaps: «Die Deutschen müssen schmerzhafte Einschnitte hinnehmen»

(NZZ) Für die chemische Verbindung Isophoron, die ebenfalls für Windkraftanlagen benötigt wird, plant Evonik den Bau einer neuen Anlage. Zieht es Sie damit auch ins Ausland?

Eine Entscheidung über den Standort werden wir erst zum Jahresende treffen. Aber klar ist: Die Chemie-Industrie hat es schwer, in Deutschland wettbewerbsfähig zu produzieren. Schuld daran trägt vor allem die Energiepolitik der vergangenen Jahre, die sich gegen die Interessen der deutschen Volkswirtschaft gerichtet hat. Wir brauchen also ein neues Wirtschaftsverständnis, das sich leidenschaftlich für dynamisches Wachstum einsetzt. Da sind Habeck und die Bundesregierung jetzt in der Pflicht.
Das ist genau das, was ich hier seit Jahren schreibe: Die extreme Verengung der Energiewende hat heftige negative Nebenwirkungen auf die Wirtschaft ohne global irgendetwas zu verbessern. Wir vernichten hier hoch effiziente Prozesse um sie anderswo mit mehr CO2-Emission wieder aufzubauen. Die Deindustrialisierung ist in vollem Gang.

Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium sollte endlich aufhören sich zu einem Anti-Wirtschaftsministerium zu entwickeln.

twolf 19.06.2023 15:02

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278614)
https://www.nzz.ch/wirtschaft/evonik...cht-ld.1743080

Aus einem Interview mit Christian Kullmann, Vorstandschef des Chemiekonzerns Evonik in der NZZ von heute:



Das ist genau das, was ich hier seit Jahren schreibe: Die extreme Verengung der Energiewende hat heftige negative Nebenwirkungen auf die Wirtschaft ohne global irgendetwas zu verbessern. Wir vernichten hier hoch effiziente Prozesse um sie anderswo mit mehr CO2-Emission wieder aufzubauen. Die Deindustrialisierung ist in vollem Gang.

Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium sollte endlich aufhören sich zu einem Anti-Wirtschaftsministerium zu entwickeln.

Hier auch das etwas ausführlich
https://www.deutschlandfunk.de/evoni...aster-100.html

Aber auch nicht Neu, es wird Intressenpolitk gemacht , Nicht mehr und weniger.
Alles ist schlecht für die Chemische Industrie,.. Bla bla bla, zuviel Steuern, zuviel Auflagen, zuviel Bürokraten usw

Seit Jahren, immer wieder das selbe.

db2gu 19.06.2023 16:18

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2278618)
Hier auch das etwas ausführlich
https://www.deutschlandfunk.de/evoni...aster-100.html

Aber auch nicht Neu, es wird Intressenpolitk gemacht , Nicht mehr und weniger.
Alles ist schlecht für die Chemische Industrie,.. Bla bla bla, zuviel Steuern, zuviel Auflagen, zuviel Bürokraten usw

Seit Jahren, immer wieder das selbe.

Kann ich nur Zustimmen,

unter den hohen Energiekosten im Jahr 2022 haben alle zu leiden trotzdem ein Zitat aus einem Artikel des CHEManager:

" ... So konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie trotz sinkender Absatzmengen ihren Umsatz im Jahr 2022 um 16,6  % auf 265 Mrd. EUR steigern ..."

ja ja, genug ist nicht genug !!!

Porty 19.06.2023 16:48

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2278624)
" ... So konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie trotz sinkender Absatzmengen ihren Umsatz im Jahr 2022 um 16,6  % auf 265 Mrd. EUR steigern ..."

Nun, was heißt das?
Die Einkaufspreise und die Verkaufspreise sind gestiegen, man hat mehr Geld bewegt, aber hat man auch mehr verdient? Selbst wenn, wer hat es bezahlt? Ein Blick auf die Preise im Supermarkt bietet die Antwort............

Übrigens, soeben kam in den Nachrichten, das Deutschland den Gewinn von Intel um 10 Milliarden Euro steigert. Intel ist ja so arm (Gewinn 2021 über 50 Mrd $)


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