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HoSt 01.06.2023 13:21

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2277089)
Eine Klimaanlage ist auch eine Wärmepumpe wenn sie „rückwärtsläuft“. Hättest Du auch nur ein paar Sekunden auf die verlinkte Website geschaut, wäre das klargeworden.
Aber das war wohl zu viel verlangt…

Das Prinzip kenne ich und habe es auch verstanden.

Aber seine Frage war immer noch, ob man mit einer Wärmepumpe auch kühlen kann und nicht ob man mit einer Split-Klima-Anlage im Winter auch heizen kann.

turboengine 01.06.2023 13:27

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2277091)
Das Prinzip kenne ich und habe es auch verstanden.

Aber seine Frage war immer noch, ob man mit einer Wärmepumpe auch kühlen kann und nicht ob man mit einer Split-Klima-Anlage im Winter auch heizen kann.

Eine Split-Klima-Anlage ist auch eine Wärmepumpe. So schwer ist das eigentlich nicht zu verstehen.

Klar kann man auch eine Fußbodenheizung zum Kühlen nehmen - Aber nicht jeder mag kalten Fußboden. Richtig gut funktioniert das nur mit einer Split-Klimaanlage. Selbst Kühldecken sind of zuwenig.

HoSt 01.06.2023 13:33

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2277093)
Eine Split-Klima-Anlage ist auch eine Wärmepumpe. So schwer ist das eigentlich nicht zu verstehen.

Für Dich nochmal
Zitat:

Zitat von Rudolfo (Beitrag 2277060)
Wie sieht es den mit technischen Lösungen für das Kühlen von Wohnungen in den Hitzemonaten Juni bis September aus? Kann man das auch mit ein und derselben Wärmepumpe erledigen?

DAS war die Ursprungsfrage.

Und ich glaub immer noch nicht, dass die Standard-Wärmepumpe, die zum Heizen eingebaut werden soll, eine Split-Klimaanlage ist.

Ja... auch das ist eine Wärmepumpe, das habe ich verstanden!.

turboengine 01.06.2023 13:44

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2277094)
Und ich glaub immer noch nicht, dass die Standard-Wärmepumpe, die zum Heizen eingebaut werden soll, eine Split-Klimaanlage ist.

Eine Luft-Luft Wärmepumpe ist in in vielen Fällen tatsächlich die optimale Lösung für kleinere Altbauten die keine Fußbodenheizung haben.

https://www.youtube.com/watch?v=X0r7chzlfW0

ha_ru 01.06.2023 14:44

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2277091)
Das Prinzip kenne ich und habe es auch verstanden.

Aber seine Frage war immer noch, ob man mit einer Wärmepumpe auch kühlen kann und nicht ob man mit einer Split-Klima-Anlage im Winter auch heizen kann.

Nicht mit jeder, weil nicht jede dafür ausgelegt ist (Rückwärtsgang nicht eingebaut...). Aber mit vielen.

Wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe an Heizkörpern betrieben (was beim Heizen in der Regel, also wenn maximal 55 Grad Vorlauftempertur ausreicht, gut funktioniert) ist das Problem, dass die Kühlleistung sehr gering ist, da die Differenz zwischen 28° im Raum und 18° im Heizkörper klein ist. Beim Heizen haben wir ja 21° Raum zu 50° Wasser. Bei einer Fussboden- oder Deckenheizung hat man dagegen eine genügend große Fläche.

Bei Luft-Luft-WP entfällt das Problem der zu geringen "Wärmetauscherflächen", weshalb die viel besser Kühlen.

Dat Ei 01.06.2023 15:55

Moin Stephan,

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2277090)
Und Gratulation zum Engagement! :top:

unterm Strich kann ich nur jeden dazu animieren, eine IG zu bilden. Das schafft Know-How, weil jeder etwas beitragen kann, Transparenz, wenn man offen über Angebote und Zahlen spricht (oder wie wir diese per OneDrive allen zur Verfügung stellt) und spart Geld, weil man gemeinschaftlich gegenüber Anbietern auftreten kann, um Rabatte auszuhandeln. Zu guter Letzt schafft man ein Mehr-Als-Vier-Augen-Prinzip, um Ungereimtheiten oder Windschiefen auf die Schliche zu kommen und eigene Fehler zu verhindern.


Dat Ei

Rudolfo 01.06.2023 18:39

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2277097)
Eine Luft-Luft Wärmepumpe ist in in vielen Fällen tatsächlich die optimale Lösung für kleinere Altbauten die keine Fußbodenheizung haben.

https://www.youtube.com/watch?v=X0r7chzlfW0

Herzlichen Dank für die vielen Antworten und Hinweise. Den verlinkten Vortrag habe ich mir bereits angehört und jetzt ist bereits einiges klarer geworden. Diese Klarheit bezieht sich aber nur auf das technische Hintergrundwissen, der jetzt in den Markt gedrückten Energiewendeanlagen. Was daran gut für die Natur und das Klima sein soll, wird leider nicht diskutiert oder hinterfragt.
Wie dem auch sei, ich werde jetzt erstmal alle eure Hinweise und Links abarbeiten. Ich danke euch.

turboengine 01.06.2023 18:53

Zitat:

Zitat von Rudolfo (Beitrag 2277111)
Was daran gut für die Natur und das Klima sein soll, wird leider nicht diskutiert oder hinterfragt.

Eine mit einer effektiven Leistungszahl von zwei laufende Luft-Wasser Wärmepumpe die im Winter mit Kohlestrom betrieben wird ist nicht viel besser als ein Braunkohlebrikett.
Eine moderne Gastherme ist mit dem aktuellen Strommix im Winter nur schwer zu schlagen. Und ich sehe nicht, dass der Strommix im Winter sich verbessern wird. Eher im Gegenteil - die Verbraucher werden mehr aber davon scheint die Sonne auch im Winter nicht.

amateur 01.06.2023 19:36

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2277113)
Eine mit einer effektiven Leistungszahl von zwei laufende Luft-Wasser Wärmepumpe die im Winter mit Kohlestrom betrieben wird ist nicht viel besser als ein Braunkohlebrikett.

Wobei eine Jahresleitzahl von 2,0 dann auch wirklich schon ein extrem schlechter Fall ist. Das muss dann eine echt zugige alte Hütte sein,

Stephan

saiza 01.06.2023 23:46

Ich habe jetzt nicht die 410 Seiten durchgelesen, trotzdem hier mal meine Gedanken (wobei ich kein Experte bin).
Ich finde eine Luft-Luft-Wärmepumpe total ungeeignet für die deutschen Temperaturen, soweit ich gelesen habe ist das das gleiche wie eine Klima-Anlage in Japan.
Japan deshalb, weil ich öfter im Winter dort bin und zwar in einer Gegend, wo es so gut wie nie unter Null Grad wird und wenn selten mal Schnee fällt, taut der am nächsten Tag wieder weg.
Die etwas älteren Häuser sind nicht besonders gut gedämmt, eine Zentralheizung gibt es nicht, sondern in jedem Zimmer ist eine Klimaanlage, die heizen und kühlen kann.
Im Winter sind aber doch öfter Temperaturen unter 10Grad, was bedeutet, dass es im Haus ohne Heizung ungemütlich kühl ist.
Man(wir) benutzt aber dort die Klimaanlage als Heizung nur, wenn man sich in dem Zimmer gerade aufhält oder zum 1-stündigen Vorwärmen des Schlafzimmers. Undenkbar, dass die Heizung immer durchläuft wie die Zentralheizung in Deutschland.
Wenn man direkt im warmen Luftstrom sitzt, ist das sehr unangenehm, ausserden wird die Luft noch viel trockener als bei einer Zentralheizung mit Heizkörpern, sodass wir zusätzlich einen Luftbefeuchter brauchen.
Bei -10 Grad oder darunter, frage ich mich wie warm dann die Wohnung wird mit Luft-Luft-Wärmepumpe wird und wie lange das dauert, wie trocken die Luft wird,wieviel unangenehmer Luftstrom da herumwirbelt und wieviel Unmengen an Strom das verbraucht. Das Schlimmste daran ist das viel schlechtere Raumklima als mit einer herkömmlichen Gasheizung und dass man zwingend noch einen Luftbefeuchter braucht. Die Lautstärke des Außengeräts kommt noch dazu. Für mich erscheint das als Rückschritt um Jahrzehnte.
Bei anderen Typen vom Wärmepumpen mag das besser sein.


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