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munichmax 28.07.2010 18:08

Zitat:

Zitat von Karsten in Altona (Beitrag 1048083)
Hä?! Worauf beziehst Du dich? Wie kommst Du auf die Schlussfolgerung? Kann ich grad nicht ganz nachvollziehen.

Wieso fragst Du überhaupt? Es gab anscheinend einen konkreten Anlass, der Dich dazu veranlasst hat. Wäre interessant, die Hintergründe zu erfahren.

Mhm ich hab des im Kroben so verstanden naja kann ich aber auch falsch interpretiert haben.

Ichkam drauf die Frage zustellen als ich die vielen Videos auf youtube von der massenpanik gesehen hab und dann überlegt wie ein Fotograf in dem Falle handeln würde

BicTic 28.07.2010 22:20

Zitat:

Zitat von munichmax (Beitrag 1048181)
Mhm ich hab des im Kroben so verstanden naja kann ich aber auch falsch interpretiert haben.

Ichkam drauf die Frage zustellen als ich die vielen Videos auf youtube von der massenpanik gesehen hab und dann überlegt wie ein Fotograf in dem Falle handeln würde

Da ist wohl kein großer Unterschied zwischen Foto und Video bzw Fotograf und Filmer.
Es gibt sicher eine Menge Bilder, auch wenn (zum Glück) nicht alles veröffentlich wird.
Ich kann mich noch daran erinnern wie die Polizei nach dem Unglück um Videos und Fotos von Amateurfotografen und -filmern gebeten hat, um den Vorfall aufklären zu können.
In dem Fall wäre ich froh helfen zu können. Geld mit dem Unglück anderer zu verdienen ist nicht mein Ding, aber das hängt schon von der Art und Weise der Berichterstattung ab finde ich (World Press Photo Awards vs Klatschpresse).

Gruß Christoph

Kopernikus1966 29.07.2010 17:27

Das mit der Klatschpresse ist halt so, wie mit dem Cousin, der auf jedem Familienfest die jungen Mädels angrapscht und irgendjemand besoffen auf das Auto kotzt...

Es gibt ihn leider, und er gehört zur Familie... aber freiwillig würde man sich nie zu ihm an den Tisch setzen.

Ich bin zum Thema Journalismus gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Eine Annonce in der Lokalzeitung für die ich jetzt arbeite, und *simsalabim* war ich für mein Wohngebiet zuständig...

Egal auf welcher Ebene man tätig ist, ob man den Bundeskanzler bei einer Pressekonferenz fotografiert und hofiert wird wie ein VIP, oder ob man auf einem Feuerwehrfest die schon leicht illuminierten "Feuerwerker" ablichtet, immer muss man sich einiger Sachen bewußt sein:
1) Dein Gegenüber *will* etwas. Dazu benutzt er dich.
2) Du hast es mit Menschen zu tun. Ich hab natürlich auch schon Sachen gehört und Bilder geschossen, die die Portraitierten durch den Kakao gezogen hätten. Sowas kann und will ich nicht publizieren lassen.
3) Der Mensch geht *immer* vor. Wenn ich bei einem Einsatz der Feuerwehr vorbei komme *störe* ich nicht. Ich habe einfach die Fähigkeiten nicht effektiv zu helfen. Wenn ich erste Hilfe leisten muss, auch gut. (Ist bis jetzt nicht vorgekommen) Aber wenn ein gutes Bild rauskommt habe ich auch keine Gewissensbisse.


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