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baerlichkeit 04.03.2010 09:10

Vor zwei Jahren war für das 135mm 2.8 ca. 150€ angesagt, und selbst das habe ich sein gelassen :shock: Stempelfix hat das gut auf den Punkt gebracht.

Ich kann nicht begreifen, warum man sich mit einem adaptierten Altmetall rumschlagen will, ausgenommen man tut es weil man genau daran Spaß hat. Das möchte ich natürlich keinem absprechen.

Ich denke aber wenn man einfach was funktionierendes braucht, kauft man in der Preisklasse ein Makro. Aber das sage ich jetzt nicht noch einmal, keine Sorge :D

Grüße Andreas

lüni 04.03.2010 09:14

Pentacon 135mm F2,8 aber das mit den vielen Blenden Lamellen :top:

Mit der 100 konnte ich so lala Fokussieren, mit der 700 gings fast garnicht.
An der 550 ist es echt cool, mit "Fokus confirm" Adapter ist es noch besser...

Steffen

Joshi_H 04.03.2010 09:22

Zitat:

Zitat von baerlichkeit (Beitrag 982787)
...

Ich kann nicht begreifen, warum man sich mit einem adaptierten Altmetall rumschlagen will, ausgenommen man tut es weil man genau daran Spaß hat. Das möchte ich natürlich keinem absprechen.

...

Grüße Andreas

Andreas, das adaptierte Altmetall hat seinen ganz eigenen Charakter und irgendwie sieht man den Bildern an, dass anderes Glas verwendet wurde. Ich kann es nicht besser in Worte fassen, aber die Bilder wirken wärmer und weicher, obwohl es nicht an Schärfe und Auflösung fehlt. Und natürlich macht es auch Spaß ... - aber das kommt in der technisierten Welt immer zu kurz.

Grüße,

Jörg

baerlichkeit 04.03.2010 09:25

Zitat:

Zitat von Joshi_H (Beitrag 982795)
Andreas, das adaptierte Altmetall hat seinen ganz eigenen Charakter und irgendwie sieht man den Bildern an, dass anderes Glas verwendet wurde. Ich kann es nicht besser in Worte fassen, aber die Bilder wirken wärmer und weicher, obwohl es nicht an Schärfe und Auflösung fehlt. Und natürlich macht es auch Spaß ... - aber das kommt in der technisierten Welt immer zu kurz.

Grüße,

Jörg

Hallo Jörg,
du hast meinen Nachsatz gelesen? Ich verstehe gut was du meinst und halte mich jetzt auch raus. :top:

Taniquetil 04.03.2010 10:05

Zitat:

Zitat von Blue Ice (Beitrag 982592)
Guten Abend,

ich bin auf der Suche nach Portraitobjektiven.
Vielleicht kann ja der ein oder andere aus dem Nähkästchen plaudern und wertvolle Tipps weitergeben..

Gerne.
Aber warum mehr Geld ausgeben als nötig?

Das Jupiter ist heute m.E. völlig überteuert. Es ist gar nicht so lange her, da wollte die Linse keiner für 30 Euro bei ebay haben.
Qualitativ untere Schublade, es ist im Grunde nur eine schlechtere Kopie eines westlichen Objektivs.
Ich hatte mit den ganzen russischen Nachbauten àla Jupiter, Industar usw nie so richtig gute Ergebnisse.
Die 58er Rokkore erleben seit Jahren einen ungebrochenen Hype, heute völlig überteuert.
Denke daran, auch hier KEIN AUTOFOKUS. Viele vergessen an der Stelle, welchen Luxus sie aufgeben.

Das AF 135/2.8 von Minolta würde ich nicht mal für 150 Euro nehmen, das ist es m.E. schlicht und einfach nicht wert.

Ich denke vom Preis-Leistungs-Verhältnis fährt Du für den Anfang mit dem Minolta AF 100-200/4.5 am besten.
- Gut geeignet für Portraits (mit offener Blende für Portraits sehr brauchbar, hier kommt es eh nicht auf allerhöchste Schärfe an)
- Durchgehende Lichtstärke von 1:4.5
- 49mm Filtergewinde (kannst jede Menge Portrait-Filter günstig kaufen)
- Autofokus
- Preis so um die 50 Euro
- Was mir noch wichtiger erscheint: es ist kaum Gegenlichtempfindlich! Ich schieße Portraits häufig im Gegenlicht, das ging mit der Linse wunderbar, vermutlich wegen des einfachen optischen Aufbaus.

Oder wenn es doch ein Makro sein darf, dann irgendwas zwischen 90 und 105 nehmen. Die sind alle gut genug für Portraits.

Die ganzen Standardzooms àla 28-75 wären mir persönlich viel zu kurz von der Brennweite.

Viele Grüße,
Tani


P.S. Das M42 Pentacon 135mm/2.8 habe ich auch da. Es ist eine meiner schlechtesten Linsen, schärfemäßig kommt es an kein Ofenrohr ran und sehr Streulicht-empfindlich. Zum Ausprobieren der Brennweite für 20 Euro ganz gut, aber für alles weitere...:flop:

modena 04.03.2010 10:25

Das 100-200mm F4.5 hat zwar den Vorteil, dass es günstig, klein und leicht, optisch nicht übel ist und deutlich weniger CA als die Ofenrohre hat.
Allerdings gefällt mir das etwas unruhige Bokeh nicht ganz so gut...

Ich würde das Ofenrohr oder das 70-210mm F3.5-4.5 zum portraitieren vorziehen.
Das Zweite sollte auch für um die 100€ zu haben sein.

LG

Zenzus Bronicus 04.03.2010 11:03

Das Jupiter 9 ist für Portraits super geeignet, es hat durch die kreisrunde Blende ein sehr schönes Bokeh, bei Offenblende ist es weich aber nicht matschig und gut für romantisch angehauchte Bilder. Ab 5,6 schon zu scharf an der A900 - man sieht dann jede Pore und darf retuschieren. Gerade für Portrait ist zu viel Schärfe manchmal gar nicht so gut, vor allem wenn man nicht mit professionell gestylten Models arbeitet. Wer die ollen Russen einfach nur madig macht hat sie entweder nie probiert oder wenig Übung mit manueller Fokusierung. Wobei 100€ echt böse sind, meins hab ich auf einem Flohmarkt für nen 10er mitgenommen, um 40-50€ wäre OK, aber mehr muß nicht sein - da kann man es auch neu kaufen, soweit ich weiß werden die noch immer geschmiedet.

jameek 04.03.2010 11:13

Dieser Thread hat das Potential neue Mythen (vgl. 28-135) zu schaffen.:lol:

Da ich auch immer auf der Suche nach guten und günstigen Portraitobjektiven bin, hier mal meine Erfahrung:
- Minolta/Tamron 28-75/2.8: Bestens geeignet, lange Zeit auch mein Allrounder gewesen
- Sigma 17-70/2.8-4.5: Auch gut, da durchgängig scharf und auch angenehmes Bokeh (28-75 aber hier besser)
- Minolta 50mm/2.8 Makro: Am häufigsten für Portraits eingesetzt (siehe Galerie), da offen scharf (ich mag es jede Wimper zu sehen, weichstempeln kann ich immer noch). Das bekommst Du auch deutlich unter 200 Eur.
- Sigma 50-150/2.8: Sehr schönes Bokeh, schnell, flexibel durch große Brennweite, leise, am langen Ende mir manchmal etwas zu weich
- Minolta 28-135/4-4.5: Draußen genial, drinnen oft zu lichtschwach. Im WW zuviel Verzerrung
- Minolta 50/1.4: Sehr geniale Blendenöffnung, schön mittelscharf, Bokeh besser als beim 1.7, aber auch nicht wirklich schön, wenn wenig Hintergrund zu sehen ist, ist es aber gut
- Minolta 100-200/4.5: Bin nie ganz mit dem warmgeworden, etwas kühle Farben, nicht ganz scharf, grausiges Bokeh (finde ich)
- Minolta 75-300/4.5-5.6 II: Offen schon ok, aber für mich als Portraitlinse einfach zu telelastig, man muss für Anweisungen zu laut brüllen und das Model fühlt sich einfach zu unbeobachtet..

Ich würd an Deiner Stelle mit dem Budget mir folgendes noch mal anschauen:
- Minolta/Tamron 28-75
- Sigma 17-70 / evtl. auch Tamron 17-50/2.8
- Makro (zB 50mm, aber bestimmt auch 90mm etc.)

zync 04.03.2010 11:39

Ich habe jüngst ein Auftrags-Shooting mit dem 28-75/2,8 D von Minolta und dem 135/2,8 von Minolta gemacht. Die Bilder mit dem 135er gefallen mir um einiges besser und für die Leute war es auch angenehmer, dass ich ihnen nicht zu nah gekommen bin - viele sind unsicher, wenn eine Linse auf sie gerichtet wird und werden es noch mehr, je näher der Fotograf ihnen auf die Pelle rückt. Darum hier ein pro: 135/2,8

Taniquetil 04.03.2010 11:50

Zitat:

Zitat von Zenzus Bronicus (Beitrag 982859)
Wer die ollen Russen einfach nur madig macht hat sie entweder nie probiert oder wenig Übung mit manueller Fokusierung.

Entschuldige bitte, ich habe in der Vitrine 5 Stück davon stehen und weiß wovon ich rede.
Der TO hat hier nach Meinungen gefragt.
Ich habe die Linsen ausführlich analog verwendet, nicht nur an SLR, sondern auch an diversen Musssucherkameras, später sogar auch digital um die maximal mögliche Schärfe zu ermitteln und ein eventuelles besonderes "Etwas" zu finden.
Keine gute Vergütung, kontrastarm, die Blenden waren selbst nach einer gründlichen Reinigung schnell wieder verfettet oder vertrocknet und festfahren.

Und ich konnte beim besten Willen kein besonderes "Etwas" daran entdecken. Das besondere "Etwas" (unabhängig ob es hier für Portraits geeignet ist oder nicht) habe ich letztlich bei ganz anderen Objektiven entdeckt, aber das wird Off Topic...

Ich mache hier nichts schlecht, es sind einfach keine guten Konstruktionen. M.E. wären 10 Euro, in gutem Zustand vielleicht 20 Euro dafür angemessen.

Aber 100 Euro ?? Da sind wir uns doch einig, dass das verrückt ist...

Vielleicht hast DU einfach nur ein besonders gutes Exemplar. Sogar sehr wahrscheinlich bei DER Serienstreuung...

Grüße,
Tani


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