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Fischvati 04.02.2010 00:10

Zitat:

Zitat von Wild! (Beitrag 964380)
Wenn man keine Ahnung von den einfachsten Basics hat, dann hilft entweder lernen oder zum Fotografen gehen und die Bilder machen lassen.

Aber nicht über einen Weißabgleich einer Kamera lästern, wenn der Fehler zwischen den Ohren desjenigen liegt, der bei den Aufnahmen durch den Sucher schaut.

Bitte begründet meckern...oder sein lassen!

Meine Alpha oder D5D kann heute noch nicht einmal das Grün meines Autos wiedergeben, selbst bei manueller Einstellung!!!!! Das kann jede andere meiner Kameras!!!!

Camobs 04.02.2010 00:14

@Wild!:
Deinen Zynismus kannst Du Dir sparen. Wenn Du schon über einen zu langen Thread meckerst, dann halt Dich doch wenigstens Du mit Deinen unqualifizierten Bemerkungen raus, schon wird er kürzer. Ich habe eine vernünftige Frage gestellt und habe mir kompetente Antworten erhofft (die ich im übrigen auch bekommen habe). Im übrigen fotografiere ich schon seit über 20 Jahren und hab wahrscheinlich mehr Ahnung als so mancher hier - aber das ist eine andere Geschichte.
Dies soll eine Kritik sein, die Dich vielleicht zum Nachdenken anregen soll, wie man mit Menschen umgeht. Ich hoffe es bewirkt etwas.

Viele Grüße,
Frank

Photongraph 04.02.2010 00:43

Zitat:

Zitat von Fischvati (Beitrag 964484)
Meine Alpha oder D5D kann heute noch nicht einmal das Grün meines Autos wiedergeben, selbst bei manueller Einstellung!!!!! Das kann jede andere meiner Kameras!!!!

Um wirklich das Grün deines Autos bzw. Farben eines Motivs annähernd realistisch zu treffen, müsste man kurzgefasst neben einen richtigen Weißabgleich noch:

-die Kamera profilieren (Farbprofil erstellen),
-den Monitor,
-den Drucker kalibrieren bzw. beim Druckdienst auf einen gemeinsamen korrekten Farbraum etc. einigen
-etc. etc...

=>Der Workflow muss eben stimmig sein. Und ich glaube kaum, wenn du keinen solchen Workflow hast, dass man wirklich annähernd die Farben eines Motivs richtig reproduzieren kann. Kann sein, dass deine anderen Kameras da näher an der Realität sind, aber bin mir sicher es ginge noch besser bei deinen Kameras und die Alpha und D5D könnte sicherlich dieselben oder gar bessere Ergebnisse mit den richtigen Einstellungen und Weißabgleich und Farbprofilierung erreichen.

Für richtige Farbgenauigkeit bzw. korrekte Farben ist es alleine mit dem Weißabgleich mit der Kamera nichts getan, sondern ist vielmehr ein Schritt von vielen.

Auch zeichnet jedes Kameramodell oder wenn nicht gar jede Kamera unterschiedliche Farben auf. Kalibrierung beginnt eben nicht nur am Monitor, sondern bereits schon an der Kamera. :(

Fischvati 04.02.2010 10:39

Zitat:

Zitat von Photongraph (Beitrag 964506)
Um wirklich das Grün deines Autos bzw. Farben eines Motivs annähernd realistisch zu treffen, müsste man kurzgefasst neben einen richtigen Weißabgleich noch:

-die Kamera profilieren (Farbprofil erstellen),
-den Monitor,
-den Drucker kalibrieren bzw. beim Druckdienst auf einen gemeinsamen korrekten Farbraum etc. einigen
-etc. etc...
Kalibrierung beginnt eben nicht nur am Monitor, sondern bereits schon an der Kamera. :(

Genau das ist das Problem, ich nehm eine Canon oder Nikon in die Hand und ohne irgendwie einzustellen, abzugleichen, Farbe zu messen usw. usw. liefern die gerade bei Kunstlicht einwandfreie Fotos. Ich denke mal, das die hier, die so eifrig den AWB der Minolta/Sony Kameras verteidigen, mit noch keiner Kamera anderer Marken fotografiert haben und sich, wie soviele, nur auf theoretischen Krimskram verlassen und dann schlau rumreden. Ich besitze seit dem Erscheinen der ersten DSLR von Minolta nahtlos bis jetzt von Sony, diese Kameras und meine diese sehr gut zu kennen.
Meiner Meinung nach ist dies ein eindeutiges Herstellerproblem, denn an allen anderen Kameras die ich besitze und besaß gab es das Problem nicht! Aber, damit hier nicht die Meinung entsteht, warum hat der die dann noch, im RAW und manuellen WB mit anschließender Bearbeitung sind die Ergebnisse sehr gut und es gibt schließlich noch viele andere Funktionen an den Cams, die Minolta/Sony ganz klar für mich favoritisieren.

Jan 04.02.2010 11:34

Immer dieses Jammern.
Also das Probloem vom Anfang ist gelöst, der Vergleich zum Vorgänger entkräftet, das zweite Beispielbild ist ebenfalls ungeeignet (fast keine Farben, weiße, grau oder schwarz helfem dem AWB nicht).

Was bleibt, ist

1.) das Problem mit der ungeeingeten Einstellung Glühlampe, das kenne ich ähnlich von meiner Nikon, aber ein Workaround ist so einfach zu finden, dass es m.E. nicht weiter stört (Messung auf Graukarte/Eingabe einer geeigneten Farbtemperatur oder raw).

2.) das Problem mit dem Grün, ich denke, auch ohne Farmanagement sollte es möglich sein, einen Farbton halbwegs abzubilden. Ich würde es zunächst mit manuellem Weißabgleich probieren (oder das Auto nur klein im Bild haben, damit der AWB eine Chance hat), wenn das nicht hilft und Deines Erachtens die Mitbewerber das viel besser können, musst Du wechseln. Aber es könnte sein, dass dann bei Deinem nächsten Auto in rot oder violett ein entsprechendes Problem mit der Canon oder Nikon auftritt.

Jan

P.S.: Ich habe eine Nikon und lese in einem Nikonforum mit, leider gibt es auch da Probleme mit dem Weißabgleich, gerade bei Kunstlicht. Ich vermute, bei etwas längerer Beschäftigung mit Canon, Olympus, Panasonic, Pentax und vermutlich auch Leica oder Hasselblad wirst Du Probleme bekommen. Aber warum hängst Du das so hoch auf? Früher war es extrem aufwändig und teuer selber farbrichtige Abzüge von Dias oder Farbnegativen zu machen, aus den normalen Labors bekam man eigentlich nie die richtigen Farben. Dank EBV und bestenfalls mit Farbmanagement (aber halbwegs auch ohne) geht das heute viel leichter und besser.

StefH 04.02.2010 12:00

Mein Männe fotografiert mit Canon, eine Freundin mit Nikon und die haben in Räumen genau das gleiche Problem.
Wo liegt das Problem, für wirklich farbtreue Aufnahmen einen manuellen Weißabgleich zu machen??

Wild! 04.02.2010 20:44

@Camobs:
Erst verstehen, dann blöd kommen!

Eine Graukarte ist eine Karte, die einen genormten Farbton aufweist. Mit einer Aufnahme diese Farbtones kann man in der Nachbearbeitung die originale Lichtfarbe wieder entstehen lassen und Farbstiche vermeiden. Die Betonung liegt hier auf "Nachbearbeitung".

Meine Graukarte ist über 25 jahre alt. Früher hab ich mein Densitometer über die Negative laufen lasssen (bei S/W-Filmen) bzw. meinen Wallner Farbcomputer mittels der obligatorischen Graukartenaufnahme die Farbmaske der Negativfilme herausrechnen lassen und die Lichtfarbe korrekt am Vergrößerer eingestellt, heute in PS nutze ich die Pipette.
Schreibe mir nach deiner Fragestellung bitte nie wieder so einen Schwachsinn in einen Thread, auch wenn du ihn aufgemacht hast. Wenn man die Problematik des Weißabgleiches verstanden hat, wird man so fotografieren (!), dass selbst eine A700 in Mischlichtsituationen noch vernünftig mit automatischem Weißabgleich arbeitet. In meinem ersten Beitrag über meine damals neue A700 habe ich auch den Weißabgleich moniert. Meine alte A100 konnte das nach dem ersten Eindruck mit der A700 besser. Mittlerweile weis ich, das die A700 einen wesentlich besseren Weißabgleich hat, man muss ihr nur die Chance geben, vernünftig zu arbeiten. Die A700 ist und bleibt keine Knipserkamera. Sie ist zickig, aber darum auch sehr leistungsfähig, wenn man sie halbwegs verstanden hat.

Kein, aber wirklich gar kein automatischer Weißabgleich arbeitet von vorneherein optimal. Geht auch gar nicht. Die Automatik ist ein Rechenmodell, in dem die Kamera versucht, das aufgenommene Motiv zu verstehen und zwischen Lichtquellen und Reflektionsflächen zu unterscheiden. Das kann kein Computer in Kameragröße letztendlich immer sicher. Ich fotografiere grundsätzlich immer mit der Automatik und korrigiere den Weißabgleich anhand grauer Motivflächen (grau reicht, egal welches) oder (wenn ich bei der Aufnahme schon weis, dass da nichts graues im Motiv ist) mit einer Graukartenaufnahme nach. Ganz ehrlich, ich nutze meine Graukarte nur sehr selten. Aber ich hab sie immer dabei. Und wenn du dich mal durch meine Bilder klickst, wirst du feststellen, dass ich mit dem Weisabgleich auch in schwierigsten Situationen keinerlei Probleme habe.

Das war auch zu analogen Zeiten immer so.

Fotografie hat sich noch nie auf das Betätigen des Auslösers beschränkt. Wer das glaubt, hat die ganze Geschichte nicht richtig verstanden. Das Werkzeug Kamera ist, wie jedes andere Werkzeug auch, eines, welches verstanden sein will.

Auch den optimalen Dynamikumfang erhalte ich nie aus einer Kamera, mit der ich nur in der Automatikfunktion JPG's fotografiere. Wenn man nur automatisch arbeitet, dann muss man mit gewissen Einschränkungen eben leben.

Liebe Grüße

Roland

Reisefoto 04.02.2010 21:09

Zitat:

Zitat von Camobs (Beitrag 964318)
...und hier noch ein Bild, bei dem der Weißabgleich auf Glühlampe gestellt war:

Das ist schon etwas ungewöhnlich. Probiere ergänzend mal die Einsstellung Glühlampe-2 aus (bei WB-Einstellung das hintere Rad drehen). Der AWB ist markenübergreifend schlecht bei DSLRs, wobei mir die A550 dabei etwas besser als die A700 zu sein schein. Mit manuellen Einstellungen bin ich allerdings zurechtgekommen.

Camobs 04.02.2010 21:12

Hi Roland!

Deine Fachkenntnisse sind sehr hilfreich und die bezweifle ich auch gar nicht.
Da ich wie gesagt fast ausschließlich in RAW fotografiere, war meine Frage glaube ich schon gerechtfertigt, da ich mit JPG´s out of cam wenig Erfahrung habe und einfach wissen wollte, ob das normal ist.
Aber bekanntlich macht der Ton die Musik. Und mich in einem Beitrag als lernfaulen Idioten hinzustellen kann ich mir einfach nicht gefallen lassen.
Da ich aber mit niemandem hier Ärger haben möchte, weil ich das Forum eigentlich sehr mag, ist die Sache für mich jetzt gegessen, also Schwamm drüber. Einverstanden?

Viele Grüße,
Frank

Photongraph 04.02.2010 21:15

Einfach hier lesen und gut ist.

Zitat:

Zitat von Photongraph (Beitrag 964353)
Die AWB-Methode ist die völlig falsche Herangehensweise um mit einer Weißabgleichskarte oder weißen Karte einen korrekten Weißabgleich zu erstellen AWB ist hierfür völlig ungeeignet, man muss schon in der Weißabgleichseinstellung: einen manuellen Weißabgleich machen und eben das von der Kamera geforderte Testfoto von der Weißabgleichskarte machen. ;)

EDIT: Das AWB von Herstellern wie Nikon und Canon mag zwar subjektiv evtl. gefälliger oder besser sein für manche bzw. teilweise besser gelöst zu sein, aber in Wahrheit hat jeder Hersteller eigentlich keine korrekten Weißabgleich parat für bestimmte Lichtsituationen a la Mischlicht oder Kunstlicht, dass ist die Wahrheit. Mit anderen Worten die Hersteller haben unterschiedliche Lösungsansätze bzw. Einstellungen für's AWB-Weißabgleich unter bestimmten Lichtsituationen, deswegen die Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern. Einen wirklich fast oder annähernd perfekten AWB bietet kein Hersteller. Deswegen kommt man für einen annähernd korrekten Weißabgleich nicht um Hilfsmittel wie beispielsweise der manuelle Weißabgleichsmethode per Weißabgleichskarte rum.


Ansonsten wer einen Minolta Color Meter oder ähnliches hat, der kann ruhig es komplett selbst an der Kamera einstellen und erhält einen nahezu perfekten Weißabgleich, der nicht verhunzt wird durch einen zu neutralen Weißabgleich per Weißabgleichskarte und der kameraeigenen manuellen Weißabgleichsfunktion, die manchmal zu neutrale Ergebnisse liefert, wo beispielsweise das Licht der Glühlampe fast völlig neutralisiert worden ist, obwohl man selbst mit dem eigenen Augen einen warmen leicht gelblichen Farbton sieht dank der Glühlampen... :roll:

Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 964983)
Das ist schon etwas ungewöhnlich. Probiere ergänzend mal die Einsstellung Glühlampe-2 aus (bei WB-Einstellung das hintere Rad drehen). Der AWB ist markenübergreifend schlecht bei DSLRs, wobei mir die A550 dabei etwas besser als die A700 zu sein schein. Mit manuellen Einstellungen bin ich allerdings zurechtgekommen.

Eben die anderen Hersteller kochen auch nur mit Wasser! Und wer einen einigermaßen korrekten Weißabgleich will, der greift sowieso zur manuellen Einstellung zurück! :top:

Zitat:

Zitat von Fischvati (Beitrag 964600)
Genau das ist das Problem, ich nehm eine Canon oder Nikon in die Hand und ohne irgendwie einzustellen, abzugleichen, Farbe zu messen usw. usw. liefern die gerade bei Kunstlicht einwandfreie Fotos. Ich denke mal, das die hier, die so eifrig den AWB der Minolta/Sony Kameras verteidigen, mit noch keiner Kamera anderer Marken fotografiert haben und sich, wie soviele, nur auf theoretischen Krimskram verlassen und dann schlau rumreden. Ich besitze seit dem Erscheinen der ersten DSLR von Minolta nahtlos bis jetzt von Sony, diese Kameras und meine diese sehr gut zu kennen.
Meiner Meinung nach ist dies ein eindeutiges Herstellerproblem, denn an allen anderen Kameras die ich besitze und besaß gab es das Problem nicht! Aber, damit hier nicht die Meinung entsteht, warum hat der die dann noch, im RAW und manuellen WB mit anschließender Bearbeitung sind die Ergebnisse sehr gut und es gibt schließlich noch viele andere Funktionen an den Cams, die Minolta/Sony ganz klar für mich favoritisieren.

1.) Das AWB von Canon und Nikon sieht aber auch völlig gruselig aus in diversen Kunstlicht bzw. Mischlichtsituationen. An der Realität nah kommt da keine Kamera mit AWB, da hiflt schon vielmehr der gute alte manuelle Weißabgleich oder eben ein Color Meter zum tausendsten und unendlichsten Male. :roll:

Es gibt inbesondere im Netz genügend Fotos von einer Nikon D3 wo bei Kunstlicht das AWB offenbar völig versagt hatte, alles farbstichig bzw. gelbstichig... :roll: Wer's nicht glaub sollte mal eine Nikon D3 in Aktion erlebt haben und mal unter verschiedensten Kunstlichtbedingungen austesten, farbstichig ist der AWB zum Teil bei jeden Hersteller.

2.) Es ist hier bloß kein theoretisches Gelaber sondern Praxiserfahrung eine Weißabgleichskarte zu nehmen und einen manuellen Weißabgleich zu erstellen oder eben einen Color Meter!
3.) Jan gebe ich völlig Recht und stimme ihm völlig zu:

Zitat:

Zitat von Jan (Beitrag 964637)
P.S.: Ich habe eine Nikon und lese in einem Nikonforum mit, leider gibt es auch da Probleme mit dem Weißabgleich, gerade bei Kunstlicht. Ich vermute, bei etwas längerer Beschäftigung mit Canon, Olympus, Panasonic, Pentax und vermutlich auch Leica oder Hasselblad wirst Du Probleme bekommen. Aber warum hängst Du das so hoch auf? Früher war es extrem aufwändig und teuer selber farbrichtige Abzüge von Dias oder Farbnegativen zu machen, aus den normalen Labors bekam man eigentlich nie die richtigen Farben. Dank EBV und bestenfalls mit Farbmanagement (aber halbwegs auch ohne) geht das heute viel leichter und besser.



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