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cdan 12.03.2009 12:07

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 803075)
[...] Entschuldige meinen etwas barschen Ton, aber mich macht schon der Versuch, den Bestitz von Waffen zu rechtfertigen, richtig stinkig. Es ist unsinn, wir brauchen keine Waffen, niemand braucht sie wirklich. [...]

Ich will Waffen nicht rechtfertigen, nicht ohne Grund habe ich den Dienst mit der Waffe verweigert. Deine Forderungen kann ich zu 100% unterschreiben denn auch ich bin absolut gegen Waffen. Luftgewähre für Sportschützen als Maximum findet auch meine Unterstützung. Realistisch gesehen ist das jedoch nie durchsetzbar.

cdan 12.03.2009 12:10

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 803080)
Leute, ich kann eure Betroffenheit wirklich nachvollziehen. Mein Sohn geht in die 5. Klasse und da kommt auch bei mir schon ein ganz mulmiges Gefühl auf.

Ich würde euch aber bitten, hier nicht in eine gesellschaftspolitische Diskussion abzugleiten.

Martin

Mir war nicht klar, dass sowas im Café unzulässig ist.

eggett 12.03.2009 12:53

...

ddd 12.03.2009 13:13

moin,
Zitat:

Zitat von Mikosch (Beitrag 803042)
Um jemanden zu trauern ist etwas anderes als Mitleid zu haben. [...]
Ja, und mit dem Tod des Täters [...] Problem gelöst?
Hm, dass PAS [...]

Auch auf die Gefahr, die Forenregeln zu verletzen, möchte ich den mglw. falschen Eindruck, den mein post hervorgerufen haben könnte, korrigieren:
Trauer um eine/einen zu Tode gekommene/n stelle ich nicht in Frage. Der Tod des Täters beendet die akute Gefahr für Dritte, ein Problem löst dieser nicht.
PAS - "police assisted suicide"
Zitat:

Zitat von Mikosch (Beitrag 803042)
Für das Töten oder Verletzen von Menschen gibt es meines Erachtens sowieso keine hinreichende Begründung!!!
Für Dich offensichtlich schon. Was wären solche Gründe?

Das philosophische Problem, welches unter dem Begriff Brett des Karneades seit über 2000 Jahren bekannt ist, kann nicht aufgelöst werden. Nur in solchen Situationen kann es unvermeidlich sein, eine Wahl zu treffen. Auch "Nichthandeln" ist eine Wahlmöglichkeit, deren Konsequenzen der Wählende für sich selbst tragen muss. Juristisch steht derjenige, welcher in solchen Situationen die Möglichkeit einer Wahl hat, ausserhalb des Rechts, sein Handeln oder Unterlassen ist nicht justiziabel.
Zitat:

Zitat von Mikosch (Beitrag 803042)
Fair wird solch ein Verfahren niemals für alle Beteiligten sein, weil Fairness von jedem Menschen anders wahrgenommen wird.
Ein (Ermittlungs-)Verfahren kann rechtmäßig oder nicht rechtmäßig sein.
Die Waffen allein töten nicht. Wie Du schon schreibst können selbst stumpfe Messer tödlich sein. Und gerade in Europa werden erheblich mehr Menschen mit Hieb- und Stichwaffen umgebracht als mit Schusswaffen. Was bringt dann ein Verbot von Schusswaffen? UND: Wenn jemand solch eine Tat plant, findet er auch OHNE Schusswaffen einen Weg um genau das auszuführen!!!

Fair meinte hier regelgerecht im Sinne des abstrakten Rechtsstaates.
Für solche Taten sind Sprengmittel oder mindestens halbautomatische Waffen notwendig. Solche Mittel haben in privater Hand keinerlei Berechtigung. Die illegale Beschaffung oder Selbstanfertigung bleibt immer möglich, der Traum einer waffenlosen Welt ist leider eine Utopie. Bei den meisten Fällen dieser Art wurden aber legale Waffen benutzt.

PeterHadTrapp 12.03.2009 13:26

Um es ganz klar und deutlich zu sagen:

wir haben diesen Thread (zunächst) zugelassen, weil das Team und ich aus eigener Bestürztheit (ich habe auch schulpflichtige Kinder) sehr gut verstehen können, dass man ein Bedürfnis hat, seine Betroffenheit auszudrücken.
ABer jedwede Diskussionen über gesellschaftliche oder psychosoziale Ursachen solcher Phänomene sind hier wirklich fehl am Platz.

Ich bitte Euch also in aller Form um Verständnis.

eggett 12.03.2009 13:34

ok, dann nehme ich meine Überlegungen wieder raus.

klaeuser 12.03.2009 13:38

Zitat:

Sonst braucht niemand so was, kein Sportschütze, kein Jäger niemand!!! Man sieht ja was dabei heraus kommt.
Wie soll den ein Jäger ohne Waffe auskommen. Wenn ich an die aktuelle Wildschweinplage denke, dürfte es recht schwierig werden die mit Argumenten zu überzeugen sich nicht mehr zu vermehren.

clickpet 12.03.2009 15:08

Die Entscheidung zum tun trifft jeder selbst
 
Zitat:

Zitat von ddd (Beitrag 803125)
Das philosophische Problem, welches unter dem Begriff Brett des Karneades seit über 2000 Jahren bekannt ist, kann nicht aufgelöst werden. Nur in solchen Situationen kann es unvermeidlich sein, eine Wahl zu treffen. Auch "Nichthandeln" ist eine Wahlmöglichkeit, deren Konsequenzen der Wählende für sich selbst tragen muss....

Da ich in der Schweiz lebe bin ich mit zigtausenden von Waffenträgern (Militärwaffen mit MG Funktion) aufgewachsen. Ausserdem war mein Vater Jäger. Durch das verantwortungsbewusste Erklären der Waffen habe ich gelernt, das jede Waffe tödlich sein kann. Durch den ethisch / christlichen Dialog mit Vater, Freunden usw. habe ich gelernt, der Mensch der hinter der Waffe ist ist die Gefahr. Wenn Menschen die Schönheit der Welt nicht mehr sehen und erfahren können verlieren sie die Ehrfurcht vor dem Leben. Gerade mit der Fotografie der schönen, wertvollen Dinge können wir einen Beitrag leisten zum verantwortungsvollen Umgang mit allem was lebt. Angesichts des unaussprechlichen Leides einer solchen Tat und unserer Ohnmacht dem gegenüber können wir vielleicht versuchen da etwas beizutragen. Für alle Betroffenen kann man wirklich nur traurig sein! Und ich persönlich bin überzeugt, dass die gewaltverherrlichenden Spiele (PC, PSP usw) solche Excesse fördern.

CB450 12.03.2009 15:13

Die Gründe für eine solche Tat sind wohl nie ganz zu klären. Was bleibt ist fassungsloses Entsetzen.
Fakt ist für mich allerdings dass dem Täter durch den freien Zugang zu Waffen die Tat erleichtert wurde. Hätte er sich die Waffe auf illegale Weise besorgen müssen, wäre er vielleicht dabei gefasst worden. Dann könnten all diese Menschen noch leben.

Ich finde es gibt keinen Grund für Waffen in Privathaushalten. Doch dieses Eisen wird wohl keiner anfassen.

Basti 12.03.2009 16:04

Ich möchte euch auch nochmals daran erinnern das wir hier keine Gesellschaftspolitischen Diskussionen tolerieren werden. Dazu gehört auch das für und wider von Schusswaffen in Haushalten, Diskussionen über den Einfluss von "Ballerspielen" und die dazugehörige Gesetzeslage. Bitte haltet euch daran, sonst bleibt uns nur noch die Möglichkeit ein Schloss vor diesen Thread zu hängen.
Danke
Basti


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