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eggett 09.02.2009 18:52

Zitat:

Zitat von duncan.blues (Beitrag 786220)
Das Problem ist, um heutzutage in irgend einem selbstständigen Bereich halbwegs erfolgreich sein zu können, muss man was können was möglichst wenig andere können. Das trifft beileibe nicht allein auf Fotografie zu. :?

Natürlich. Spezialisierung und das thematische Ausfüllen von Nischen ist bei der mannigfaltigen Konkurrenz sicher nicht die dümmste Idee :top: Sagt jeder vernünftige Berater bei Gründungsseminaren. Ohne Nische kein seriöser Kredit, davon ab.

Deshalb bleibe ich bei meinem Rat an den TO, sich erst nebenberuflich darüber klar zu werden, ob seine Kreativität ausreicht. Wenn ja, kann der Übergang fließend sein. Wenn nein, nützt auch keine Fotografenausbildung, die ohnehin schwer zu bekommen ist. Zumindest, wenn sie nachhaltig sein soll.

gpo 09.02.2009 19:50

Zitat:

Zitat von eggett (Beitrag 786254)

Deshalb bleibe ich bei meinem Rat an den TO, sich erst nebenberuflich darüber klar zu werden, ob seine Kreativität ausreicht.

Dann solltest du ihm auch glasklar erklären wie das gehen soll:roll::roll::roll:

ich beziehe mich mal auf das, was in Foren für profimäßig gehalten wird...
und das sind Dinge die einer braucht der halbwegs späteres berufmäßiges fotografieren betreiben will=>

1) Profikamera= 3-5.000
2) 3x Objektive= 3-6.000
3) fetter Rechner inkl Software= 4.000+++

und....
die Kosten für die "Lehrstunden" (wie berechnet man das???)

damit wird jeder locker über 10.000 Euro in Vorkasse gehen müssen ohne....
auch nur deine Frage ob er denn ....creativ ...ist, beanwortet zu bekommen:top:


die Frage was Frau und Kinder dazu sagen...klammer ich Großmaul mal aus:evil:
(...kennne außer mir leidern KEINEN verheirateten Fotografen!)

so nun bist du wieder dran:top::cool:
Mfg gpo

jameek 09.02.2009 19:52

Praktikum bei einem guten Fotografen, wo er evtl. auch mal 2 Wochen Zeit hat hinter die Kulissen zu blicken, fällt mir grad noch ein...

eggett 09.02.2009 21:34

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 786304)

1) Profikamera= 3-5.000
2) 3x Objektive= 3-6.000
3) fetter Rechner inkl Software= 4.000+++

so nun bist du wieder dran:top::cool:
Mfg gpo

Wer kreativ ist, diese Kreativität ausleben will, braucht keine Ausrüstung für 15.000.- . Das weißt Du auch, das ist ja mit einer Deiner gern angeführten Kritikpunkte. Um zu erfahren, ob man der Sache gewachsen ist, reicht eine Einsteigerkamera.

Nebenberuflich kann man einiges machen, ich hatte zum Beispiel Verkaufsgalerien angesprochen, wo man mit kreativen Ideen durchaus noch punkten kann. Nun komm schon, Du weißt doch ganz genau, wie man nebenberuflich seine Kreativität ausleben, und etwas verdienen kann.

Zitat:

die Kosten für die "Lehrstunden" (wie berechnet man das???)
Learning by doing. Wenn deutlich mehr Lehrstunden gebraucht werden, ist sowieso Ende. Oder würdest Du ihm tatsächlich eine mehrjährige Lehre mit Ausbildungsvergütung empfehlen? Wir sollten ehrlich sein: mehr als Nebenberuf ist nicht drin, ansonsten würde er nicht nach Dingen fragen, die absolute Basis sind.

gpo 09.02.2009 23:19

Zitat:

Zitat von eggett (Beitrag 786391)
Wer kreativ ist, diese Kreativität ausleben will, braucht keine Ausrüstung für 15.000.- .

Beispiel Verkaufsgalerien angesprochen,

Learning by doing. .

Es ist schon interessant....

#wie man eine "billige a900" für nicht professiomell genug hält
und einige schon mit "deutlich" teureren Boliden unterwegs sind
(D700 + 5DMII...CZ Linsen usw)
und du gleichzeitig 15.000 ...für zuviel hälst???

was machst du denn wenn dein erster Job...Architektur mit geraden Linien ist:roll:
dann würde ich gerne mal...deine gemeinte Creativität sehen was davon übrigbleibt :cool:

#Verkaufs....bilder
ich nehme an du meinst Web?...
tja schönes Thema denn...
ich habe noch nie creative Webgalerien gesehen die sich auch verkaufen lassen...
denn die vorgefertrigten...hat ja mittlerweile jeder...was ist daran creativ und...

welchen Kunden willst du damit beeindrucken:roll:
bekanntlich haben die Leute die noch Geld haben(ausgeben)...
keine Zeit hundert oder tausende von "creativen Galerien" durch zu forsten!

# Learning by....GPO
könnte funktionieren aber nur, wenn auch Amateure das machen was Berufsfotografen machen müssen...
nämlich unendlich lange lernen,
dagegen ist selbst eine 3jährige Lehre ein Witz:evil:( oder wie Urlaub)

nur ein Beispiel weil ich weiß das du sie liebst...
seit 88 als ich die ersten PCs kaufte...
habe ich bis heute mehr IT Fachliteratur gelesen...als Schule, Ausbildung und sämtliche Bücher zusammen!!!

wenn man das mal ins Verhältnis stellt...
ist learning by doing....schlicht vertane Zeit
denn woher weißt du eigentlich....was du lernen must:?::?::?:

----
an anderer Stelle hatte ich es schon erwähnt...
von 100 Leuten die als Quereinsteiger anfangen...
sind nach drei Jahren noch 10-20% dabei....

selbstständiger Fotograf mit halbwegs abgesichertem Einkommen....
nach 5 Jahren noch 3:top:

nach 10 Jahren noch ...einer:roll:
...und das ist keine DM-Zeiten-Analyse sondern heutige Realität...
sag wenn du bessere Zahlen hast:oops::cool:

natürlich würde ich heute KEINEM eine typische Lehre empfehlen aber...
wenn sich einer trauen würde, gegen Bezahlung versteht sich....

würde ich den in einem Jahr fit für die Meisterprüfung* machen:top::top::top:
* damit ist nur das Maß der Dinge gemeint, weil diese Prüfung heute nicht mehr notwendig ist!

###
und wann ein Fotograf ...creativ sein muss...wird mein Geheimnis bleiben:cool:
denn dieser Thread war auf Geld verdienen mit Fotografie ausgelegt:top:
Mfg gpo

eggett 10.02.2009 12:15

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 786475)
[...]

Hast Du eigentlich nur im Ansatz verstanden, worum es geht? Meine Überlegung für den Threadstarter ist, neben seinem Beruf seine Kreativität auf die Probe zu stellen. Online-Galerien, private Kinderfotos für die Eltern seiner Schützlinge usw.
Er kann da sicher besser selbst für sich sagen, was ihn besonders interessiert.

Auch heute noch, kann man mit Online-Galerien ein bisschen Geld machen. Und damit meine ich die diversen Vermittlergalerien, die sehr wohl Umsätze verbuchen, wenn auch keine Reichtümer bringen. Das hat folgende Vorteile:

-> die eigene Kreativität kann verglichen werden, sprich: der Marktwert
-> null Risiko, keine Investitionen
-> ob 1 Bild, ob 1.000 sind erst mal egal
-> man bekommt ein Gefühl für Aufwand, Wirkung und Erfolg von Fotoarbeiten
-> sowas kann im Prinzip zuhause gemacht werden
-> die Familie kann eingebunden werden
-> man geht damit nicht an die Öffentlichkeit, kein Gesichtsverlust bei Fehlschlag
-> kein Gewerbe für Auftragsfotografie nötig

=> der TO kann ausprobieren, ob seine Kreativität die Mühe und den typisch geringen Lohn überlebt, ob er weitere Mühen und Risiken auf sich nehmen will.

Zitat:

# Learning by....GPO
könnte funktionieren aber nur, wenn auch Amateure das machen was Berufsfotografen machen müssen...
nämlich unendlich lange lernen,
dagegen ist selbst eine 3jährige Lehre ein Witz:evil:( oder wie Urlaub)
:roll: man kann nun wirklich nicht sagen, Du hättest kein Selbstbewusstsein. Aber Foren sind geduldig, kennt man ja.

Zitat:

#wie man eine "billige a900" für nicht professiomell genug hält
und einige schon mit "deutlich" teureren Boliden unterwegs sind
(D700 + 5DMII...CZ Linsen usw)
und du gleichzeitig 15.000 ...für zuviel hälst???
Man kann auch mit einer Kompaktknipse bewundernswerte Kreativität zeigen. Was irgendwer in Foren für das Hobby für nötig oder zu billig hält, ist doch vollkommen egal.

Zitat:

nur ein Beispiel weil ich weiß das du sie liebst...
seit 88 als ich die ersten PCs kaufte...
habe ich bis heute mehr IT Fachliteratur gelesen...als Schule, Ausbildung und sämtliche Bücher zusammen!!!
Was liebe ich Deines Wissens nach? :roll: Jetzt wird Dein Gerede aber etwas wirr.


Zitat:

natürlich würde ich heute KEINEM eine typische Lehre empfehlen aber...
wenn sich einer trauen würde, gegen Bezahlung versteht sich....

würde ich den in einem Jahr fit für die Meisterprüfung* machen
:roll: Daher weht also der Wind. Ich denke, eine fachliche Diskussion wird das unter den Voraussetzungen hier nicht mehr, vielleicht sollten wir das sein lassen. Wenn Du dem TO ein entsprechendes Angebot machen willst, solltest Du das per PN tun.

dialem2000 11.02.2009 08:08

Bis jetzt mußte ich gpo in vielen Punkten rechtgeben. Bei der Sache mit der Ausrüstung eher nicht.

Natürlich erkennt man den Unterschied, ob ein Bild aus einer alpha 900 oder 300 kommt.
Aber bis vor einigen Jahren war eine Canon 1d das Maß der Dinge, hatte aber nur 11 MP.
Eine alpha 700 hat 12 MP.
Erst jetzt seid letzten halb Jahr, gibt es die über 20 MP Cameras. Mit was haben Profi fotografen vorher Fotografiert?

Natürlich kenn ich den Unterschied zwischen APS-C und Vollformat. Aber unter gewissen Umständen sind 11MP, 11MP.

Also wozu eine so teure Camera (auch wenn ich eine alpha 900 nicht von der Bettkante schubsen würde) Wenn günstigere auch gute Bilder macht.

Anders seh ich das natürlich bei Objektiven, eine gute Optik ist ihr Geld wehrt.

Architektur hatte ich nicht vor zu Fotografieren, da ich schon immer mit Menschen arbeite, bleib ich auch dabei.

So muß zur Arbeit, schönen Mittwoch noch.

About Schmidt 11.02.2009 08:34

Zitat:

Zitat von dialem2000 (Beitrag 787138)
Bis jetzt mußte ich gpo in vielen Punkten rechtgeben...

Ich würde sagen, er spricht ja auch aus Erfahrung ;)

Zitat:

Also wozu eine so teure Camera (auch wenn ich eine alpha 900 nicht von der Bettkante schubsen würde) Wenn günstigere auch gute Bilder macht.

Anders seh ich das natürlich bei Objektiven, eine gute Optik ist ihr Geld wehrt.
So sehe ich das in etwa auch. Eine, oder besser zwei gute Kameras und ich rate da im Moment zur Fuji S5 Pro, reichen sicherlich zu Beginn aus. Anders sehe ich das da mit den Objektiven. Das geht richtig ins Geld und ich würde mich da nicht auf ein Tamron 17-50 oder ein Sony 16-105 verlassen. Da ist eher ein 24-70 von Zeiss angesagt, was aber dann auch was für die nächsten 10 Jahre und mehr sein kann.
Dazu kommen dann Beleuchtungssysteme, Hintergründe usw. Da sind schnell 10.000 Euro und mehr weg. Und wo verstaut und transportiert man das alles. Im Fiat Panda funktioniert das sicherlich nicht. Also muss evtl. auch noch das richtige Auto her.

Gruß Wolfgang

eggett 11.02.2009 10:18

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 787148)
Dazu kommen dann Beleuchtungssysteme, Hintergründe usw. Da sind schnell 10.000 Euro und mehr weg. Und wo verstaut und transportiert man das alles. Im Fiat Panda funktioniert das sicherlich nicht. Also muss evtl. auch noch das richtige Auto her.

Mit einem gewichtigen Unterschied, wie ich finde. Seit wann läuft ein Lehrling mit der besten Profiausrüstung herum? dialem will Kreativität ausleben, denkt daran, ein Hobby zum Beruf zu machen.

Auch mit den geringsten Mitteln,dafür aber Kreativität und Überlegung, kann man viele ausstechen, die mit teuerstem Gerät hantieren. Es hat in vielen Posts den Anschein, als wäre eine Profiausrüstung ein unbedingtes Muss.

Wie vorauszusehen war, will er im Bereich Menschenfotografie bleiben. Ein Bereich, der nicht gerade einfach ist. Um das mal ganz ehrlich zu sagen: die Idee haben viele, so ziemlich jeder wirklich engagierte Hobbyfotograf träumt davon, seinen manchmal drögen Job gegen das Hobby zu tauschen. Gerade in diesem Winter ist allein die Zahl der Heimstudios sprunghaft angestiegen. Man merkt, dass da Interesse vorhanden ist.

Ich glaube, wir sehen das in diesem naiven Thread viel zu eng, und reagieren über mit unseren eigenen Erfahrungen und Vorstellungen :roll: Wenn man es mal genau nimmt, müsste man auf den Ausgangspost des frisch angemeldeten, unbekannten, Threadstarters antworten:

Zitat:

Hallo an alle. Ich möchte den Beruf des Fotografen erlernen.
Wer kann mir sagen was ich während der Ausbildung verdiene und wie hoch der Verdienst danach sein kann.
-> eine ordentliche Ausbildung ist schwer zu kriegen. Ein Fotograf, der einem auch was Sinnvolles beibringen kann, nimmt nicht jeden. Da muss man schon einiges können, besonders als gestandener Familienvater, der umsteigen will.

-> Verdienst (also Ausbildungsvergütung, mehr nicht) während der Ausbildung im ersten Jahr nach Liste Handwerkskammer Düsseldorf (Beispiel) regional verschieden zwischen 160.- und 220.-

-> Hinterher kann alles drin sein. Von angestelltem Portraitknipser bis selbständiger Fotograf. Das liegt ganz bei einem selber. Je nachdem, wie oft im Monat man seine Familie sehen will ;) Alles in allem ist der Bereich Menschen aber sehr abgegrast.

=> vergiss es, wenn Du nicht Dich und Deine Familie in eine ungewisse Zukunft stürzen willst. In einem hat gpo recht: ohne massig (Lern-) Arbeit ist da nichts zu wollen. Der Beruf Fotograf ist mittlerweile Taxifahren statt Rennfahrer, wenn man es mal realistisch sieht.

gpo 11.02.2009 10:58

Moin
eggett...du machst es ganz geschickt!:evil::top::roll:

du wartest eine Nacht und schreibst dann....
ruhig und gelassen...ein paar nette Zeilen:cool:
damit steht dann "etwas im Raum" was man fast....mittragen könnte wenn,
...es nicht genauso falsch wäre wie deine anderen Ansichten dazu:evil:

ich verzichte mal aufs zitieren...

1) Kreativität...ist uns nicht in die Wiege gelegt...und wird von Kunden zur Zeit NICHT hinterfragt!
alles was die letzten 5 Jahre ablief....waren Preisjobs, beweise mir sonst das Gegenteil:cool:

2) Ausbildungen und Stellen...werden seit Jahren nicht mehr angeboten
Assistellen sind so rar wie schon lange nicht mehr,
damit sind alle Verdienstmöglichkeiten....laue Luft

3)Kosten...
ich muss immer 120% ansagen damit die meisten dann vielleicht 80% verstehen...
klar wenn du ein "erfahrener" bist kannst du mit jeder Kamera ...kreativ sein
nur lese mal die Beispiel im DSLR Forum wo genau diese Kundenschicht rummault,
Beispiel Kinder/Schulfotografie===> die hatte so eine 6MioKnipse blablabla

dazu muss jeder Fotograf egal welcher Status IMMER seinen Job ...vorfinanzieren!
die Banken haben schon vor 10 Jahren den Laden für Fotografen dichtgemacht
und mich mit BaselII fast an den Rand der Pleite getrieben...

wie man man das dann kreativ....beim Kreiditgepräch???

4) Behörden...
hatten schon immer ein gutes Gespür genau die richtigen sich rauszupicken...
also was macht ein 29jähriger der einen "Nebenjob" mit/ohne Rechnung macht
und wo der Kunde dann nicht zufrieden ist...?

also lass uns mal auf dem Boden der Realität bleiben...
ich warte bis heute auf die Erfolgsmeldungen von Quereinsteigern :roll:

Recht hast du....in der Tat, ....Foren sind gedulig:top:
die anderen Mitleser reiben sich munter die Hände:cool:
Mfg gpo


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