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ISO-Star 20.04.2004 11:12

Zitat:

Zitat von Dat Ei
... Die EBV kann nur bei sachgerechtem Einsatz die Veredlung eines Rohdiamanten sein.....

Dat Ei



Eine bessere Umschreibung kann ich mir nicht vorstellen. Ein Rohdiamant lässt sich weiter zum Brillanten veredeln, ein Flußkiesel wohl kaum. :!:

finger-bundy 20.04.2004 11:21

Zitat:

Zitat von ISO-Star
Ein Rohdiamant lässt sich weiter zum Brillanten veredeln, ein Flußkiesel wohl kaum. :!:

Aber wenn man einen veredelten Diamanten dann Brillanten nennt, wie nennt man dann ein veredeltes (aufbereitetes) Foto :?: :?: ;)

Ernst 20.04.2004 11:25

Zitat:

Zitat von finger-bundy
Zitat:

Zitat von ISO-Star
Ein Rohdiamant lässt sich weiter zum Brillanten veredeln, ein Flußkiesel wohl kaum. :!:

Aber wenn man einen veredelten Diamanten dann Brillanten nennt, wie nennt man dann ein veredeltes (aufbereitetes) Foto :?: :?: ;)

" Brillantes Foto " :lol: :lol: :lol:

Gruß Ernst
Meine 4 Alternativen zum GFW

finger-bundy 20.04.2004 11:28

Zitat:

Zitat von Ernst

" Brillantes Foto " :lol: :lol: :lol:

Was bedeuten würde, dass jedes aufbereitete Foto brillant ist, interessant...... ;)

ISO-Star 20.04.2004 11:34

Zitat:

Zitat von finger-bundy
Zitat:

Zitat von Ernst

" Brillantes Foto " :lol: :lol: :lol:

Was bedeuten würde, dass jedes aufbereitete Foto brillant ist, interessant...... ;)

STOP! Stimmt nicht! ;) Nach der Yvan'schen Aussage ist eine Aufbereitung noch keine Nachbearbeitung. Anders ausgedrückt: Der Rohdiamant (das hervorragende, aber unbearbeitete Ausgangsprodukt) braucht nicht mehr viel "Nachhilfe". Beim Flußkiesel (dem weniger gelungenen Foto) muss sehr viel geschliffen, poliert und getrickst werden, um diesen in die Vitrine legen zu können. :top:

A-Storch 20.04.2004 11:36

Zitat:

Zitat von Norbs
Was ist, wenn man bei der A2 die von WinSoft empfohlenen Grundeinstellungen eingespeichert hat? Sind dann Fotos von "gewöhnlichen" Motiven (d.h. ohne extreme Licht- oder Kontrastverhältnisse) möglich, die man nicht nachbearbeiten muss. Oder gibt es dennoch trotzdem die weiter oben im Thread beschriebene Überbelichtung?

Das muss ich erst mal testen.
Meine Abweichungen von der Winsoft-A2-Einstellung sind diese:

LCD/EVF-Helligkeit: beides 1 unter Maximum (hatte die A1 parallel daneben und die A2-Displays rein optisch an die der A1 angepasst)
Qualität: Extrafine
Schärfe: Soft
Direct-MF: ON
Blitz EV: +0,7EV (das verändere ich aber je nach Motiv auch mal auf -0,7)
Col: 0
KOntrast: 0
EV: -0,7EV (auch hier ändere teilweise bis zu -2,0, jedoch nie über 0,0EV)

Ansonsten ist alles, was das Bild betrifft, identisch.



Zitat:

Zitat von Norbs
Und was ich schon längst wissen wollte:
Muss ein manueller Weissabgleich (oder ein in der Kamera voreingestellter) vor der Aufnahme JEDEN Motivs oder nur bei grösseren Änderungen bei aufgenommenen Lichtquellen (Sonnenlicht, Kunstlicht) durchgeführt werden?

Nur bei größeren Änderungen.
Am Weißabgleich ändere ich nur bei Innenaufnahmen mit internem oder externem Blitz (besonders bei indirektem Blitzen) und bei Nacht-Langzeitbelichtungen (wobei ich letztere sowieso in Raw mache).


Zitat:

Zitat von Norbs
Die Vorstellung, bei der A2 vor jedem Foto eine Menge Einstellungen machen zu müssen (?) (nicht bloss nur ISO, Brennweite, Blende und Zeit) schreckt mich etwas. Schliesslich will ich mich auch dem Motiv widmen und nicht nur der Kameratechnik alleine.


Nee nee :) Sooo schlimm ist es nun doch nicht.

Ich schraube hauptsächlich an den beiden Belichtungskorrekturen herum (BlitzEV und AllgemeinEV; alle anderen vom Auslieferungszustand abweichenden Einstellungen lasse ich so). Das war ich bisher von meinen Kameras nicht gewöhnt - die konnten in den Grundeinstellungen auch ohne Korrekturen den größten Teil meiner Motive ausreichend korrekt belichten. Auch mit internem Aufhellblitz.

Meine Motive sind noch die gleichen geblieben - aber nun muss ich immer mal auch bei an sich 'harmlosen' Szenen - z.B. Kinder spielen bei bewölktem Himmel im Sandkasten - an der Belichtung ändern, da sonst der Sand überstrahlt wird.
Dito, wenn ich von einem Balkon nach leicht schräg unten fotografiere - es ergibt sich unkorrigiert ein völlig überbelichtetes Bild.
Wobei sich am Display die Belichtung des fertigen Bildes nicht wirklich kontrollieren läßt - so ganz genau stimmt die Anzeige nicht.

Der Auto-Modus, den ich bei der Fuji 602 immer gern empfohlen habe, wenn ich die Kamera jemandem verliehen habe, nutze ich aus den besagten Gründen bei meiner A2 gar nicht mehr.

Da aber hier im Forum auch offensichtlich mit den Grundeinstellungen technisch korrekte Fotos gemacht werden, könnte das auch heißen, dass entweder speziell meine Kamera ein Problem hat oder die Serienstreuung etwas hoch ausfällt.

Ich werde das mal weiter beobachten ...


Grüße
André

ollig 20.04.2004 12:15

Zitat:

Zitat von finger-bundy

Nur jetzt mit EBV anfangen würde für mich bedeuten, mir in Zukunft beim Fotografieren weniger statt mehr Mühe zu geben, da dann ständig der Gedanke "kannst ja per EBV noch was machen" in meinem Hinterkopf rumschwirren würde.

Genau das ist der Punkt, wo ich nämlich für mich ein bißchen Sorge habe!

Zur Zeit scan ich meine tausende von Dias ein und erfreue mich sehr über die alten Aufnahmen. Und zwar nicht über die Qualität sonderen über die Bildgestaltung.
Mir fällt dabei auf, daß ich der Qualität (wie zB Farbnatürlichkeit u.s.w.) unbewusst kaum Beachtung schenke!

Damals sah meine (amateurhafte) Fotopraxis so aus, dass ich mir sehr große Mühe bei der Motivwahl gegaben hatte und kaum ein Motiv zweimal fotografiert hatte und dies auch (für meine amateurhaften Ansprüche) nicht nötig war.

Jetzt mit der Digitalfotografie habe ich ein bißchen "Angst", dass mein Lernfortschritt bzw. meine Kreativität bezüglich Bildgestaltung auf der Strecke bleiben oder sogar zurückfallen könnte. Um diesen Effekt gar nicht erst aufkeimen zu lassen, habe ich für mich beschlossen, i.d.R. keine EBV durchzuführen.

Viele Grüße Olli

PS: Meine Einstellungen während des Fotografierens beschränken sich übrigens ausschließlich auf die Belichtungskorrektur. Und da weiche ich - wie kürzlich während nem Allgäuurlaub mit schwierigen Lichtverhältnissen - bei jedem 2. Bild von den voreingestellten -0,3 ab!
Das erstaunt mich sehr und dies ist auch der für mich geniale Vorteil der Digitalfotografie.

Yvan Boeres 20.04.2004 12:52

Zitat:

Zitat von ollig
Jetzt mit der Digitalfotografie habe ich ein bißchen "Angst", dass mein Lernfortschritt bzw. meine Kreativität bezüglich Bildgestaltung auf der Strecke bleiben oder sogar zurückfallen könnte. Um diesen Effekt gar nicht erst aufkeimen zu lassen, habe ich für mich beschlossen, i.d.R. keine EBV durchzuführen.

Deshalb habe ich auch geschrieben, dass man seinen Bildern sowohl bei der Aufnahme als auch nach der Aufnahme Aufmerksamkeit schenken sollte. Der Aufbereitungsprozess soll nicht dazu dienen, irgendwelche Versäumnisse bei der Aufnahme wieder glatt zu bügeln, sondern kameratechnisch bedingte Fehler zu korrigieren. Sprich: Selbst wenn Du dir bei der Aufnahme die größte Mühe bei der Bildgestaltung und Belichtung gibst bzw. die größte Sorgfalt walten lässt, wirst Du u.U. nicht vor Bildrauschen, Farbsäumen, optischen Abbildungsfehlern (z.B. Vignettierungen und/oder Verzeichnungen), mangelndem Dynamikumfang etc. verschont. Der Sinn der Aufbereitung ist es, an den Faktoren Hand anzulegen, auf die Du normalerweise keinen Einfluss hast, weil die Kamera eben so gebaut ist.

Und nochmals: Zu analogen Zeiten war das nicht anders! Um den Korn zu reduzieren oder stärker zu betonen, hat man verschiedene Film/Entwickler-Kombinationen ausprobiert; stürzende Linien hat man mit Shift-Objektiven korrigiert. Und durch Nachbelichten und/oder Abwedeln bzw. mit der Anfertigung von Silbermasken hat man in der Dunkelkammer punktuell Einfluss auf die Belichtung genommen. Mit dem Zonensystem hat man ebenfalls Einfluss auf das Bild während des Belichtungs- und/oder Entwicklungsprozess genommen und so mit dem Kontrastumfang gespielt. Heutzutage erfolgt alles wesentlich bequemer und z.T. auch ohne grossen finanziellen Aufwand auf dem Computer; aber es gilt nach wie vor, dass man – um seinen Bildern einen "Feinschliff" zu verpassen – auch nach der Aufnahme Hand anlegen muss.

finger-bundy 20.04.2004 12:56

Zitat:

Zitat von Yvan Boeres
Deshalb habe ich auch geschrieben, dass man seinen Bildern sowohl bei der Aufnahme als auch nach der Aufnahme Aufmerksamkeit schenken sollte. Der Aufbereitungsprozess soll nicht dazu dienen, irgendwelche Versäumnisse bei der Aufnahme wieder glatt zu bügeln, sondern kameratechnisch bedingte Fehler zu korrigieren. Sprich: Selbst wenn Du dir bei der Aufnahme die größte Mühe bei der Bildgestaltung und Belichtung gibst bzw. die größte Sorgfalt walten lässt, wirst Du u.U. nicht vor Bildrauschen, Farbsäumen, optischen Abbildungsfehlern (z.B. Vignettierungen und/oder Verzeichnungen), mangelndem Dynamikumfang etc. verschont. Der Sinn der Aufbereitung ist es, an den Faktoren Hand anzulegen, auf die Du normalerweise keinen Einfluss hast, weil die Kamera eben so gebaut ist.

Na, DAS kann ich endlich nachvollziehen und dem - für mich - zustimmen :)


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