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-   -   α700: Farbraum: Adobe vs. sRGB (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=44022)

PauloG 26.10.2007 12:22

Zitat:

Zitat von rmaa-ismng (Beitrag 553390)
Servus Carlo,

Glückwunsch zur 200 - und weiter so - a bisserl flotter - gell :lol::lol:


Also wie sehe ich das?

AdobeRGB oder sRGB !! Alles nur Glaubenskrieg, oder was?

Jein, aber es gibt da draußen leider viele (Laien-) Wanderprediger. Das Gleiche triff auch auf R A W zu. Diskussionen zu beiden Themen arten immer wieder in Kreuzzüge aus ;) :lol: Als Hobbyist sollte man nicht zuviel Zeit drauf verschwenden. Es gibt Wichtigeres. Zum Beispiel ein gutes Buch lesen, von Mante zum Beispiel ;);)

Grüsse
Paulo

binbald 26.10.2007 17:41

Zitat:

Zitat von PauloG (Beitrag 553466)
Oh mein Gott, meine Bilder sehen woanders nicht so aus, wie bei mir. Wie schlimm :P

Für den Hausgebrauch und für Familie und Freunde ist es ja auch egal - nur: wenn Deine Bilder publiziert werden und dann für alle erkennbar Dein Name darunter steht, ist es Dir nicht mehr egal.
Uns ging das beim ersten Mal auch so - das Ergebnis im Bildband war im Allgemeinen recht in Ordnung, aber so manches (wie z.B. die Grünwiedergabe) hat unseren eigenen Ansprüchen nicht mehr genügt. Und dann fängt man an... und muss sich zügeln... endloses Thema...
Wenn Du nur für Dich selber fotografierst (und das war der Ausgangspunkt) kann es Dir egal sein, dann nimm sRGB oder aRGB oder sonstwas. Aber sobald Deine Bilder Deinen Dunstkreis verlassen, gibst Du eine Visitenkarte Deiner Fähigkeiten ab; und manchmal sollte die schon gut aussehen.

Edit: wie Du schon sagst: "als Hobbyist",...

PauloG 26.10.2007 19:00

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 553603)
Für den Hausgebrauch und für Familie und Freunde ist es ja auch egal - nur: wenn Deine Bilder publiziert werden und dann für alle erkennbar Dein Name darunter steht, ist es Dir nicht mehr egal.
Uns ging das beim ersten Mal auch so - das Ergebnis im Bildband war im Allgemeinen recht in Ordnung, aber so manches (wie z.B. die Grünwiedergabe) hat unseren eigenen Ansprüchen nicht mehr genügt. Und dann fängt man an... und muss sich zügeln... endloses Thema...
Wenn Du nur für Dich selber fotografierst (und das war der Ausgangspunkt) kann es Dir egal sein, dann nimm sRGB oder aRGB oder sonstwas. Aber sobald Deine Bilder Deinen Dunstkreis verlassen, gibst Du eine Visitenkarte Deiner Fähigkeiten ab; und manchmal sollte die schon gut aussehen.

Edit: wie Du schon sagst: "als Hobbyist",...

Und was hat der Farbraum mit der Weitergabe der Bilder oder dem Zeigen im Netz zu tun? Was nützt der tollste, grösste Farbraum, wenn die Bilder an einem Monitor korrigiert werden, der nicht ansatzweise kalibriert wurde? Da kann man sich noch so sehr den Kopf über den richtigen Farbraum machen, wenn der Monitor schon was Falsches zeigt kann man nur in die falsche Richtung korrigieren.
Jetzt fehlt nur noch der Beitrag mit dem hardwarekalibrierten Monitor . . . ;)

Hansevogel 26.10.2007 20:33

Zitat:

Zitat von PauloG (Beitrag 553617)
Jetzt fehlt nur noch der Beitrag mit dem hardwarekalibrierten Monitor . . . ;)

Jau, da kennen wir doch einen, der... :lol:

binbald 26.10.2007 22:02

Zitat:

Zitat von PauloG (Beitrag 553617)
Und was hat der Farbraum mit der Weitergabe der Bilder oder dem Zeigen im Netz zu tun? Was nützt der tollste, grösste Farbraum, wenn die Bilder an einem Monitor korrigiert werden, der nicht ansatzweise kalibriert wurde? Da kann man sich noch so sehr den Kopf über den richtigen Farbraum machen, wenn der Monitor schon was Falsches zeigt kann man nur in die falsche Richtung korrigieren.
Jetzt fehlt nur noch der Beitrag mit dem hardwarekalibrierten Monitor . . . ;)

Eben... da hilft nur ein schlüssiges Gesamtkonzept von vorne bis hinten. Sag ich doch. Das fängt bei der Hardwareausstattung an und hört bei detaillierten Absprachen mit dem Empfänger auf; aber der Farbraum ist ein Aspekt, der ebenso beherrscht werden muss.
Wenn Du Deine Bilder bloß im Netz herumzeigst, kannst Du ja ruhig weiterschlafen. Ich jedenfalls warte auf eine Kamera, die aRGB wirklich unterstützen kann.

gpo 26.10.2007 23:50

na dann warte mal....

noch ein paar Jahre.
Mfg gpo

bleibert 27.10.2007 01:19

Zitat:

Zitat von LensView (Beitrag 553383)
Also wenn ich Bilder die wirklich sehr gut, aber halt von wegen Beleuchtung, Kontrast, etc schwieriger sind, weiter verarbeiten möchte, dann mach ich das grundsätzlich im AdobeRGB und 16bit.

Nicht ganz richtig, denn das kann Deine Kamera nicht - Du meinst, Du "machst" dann Raw, und wandelst im Raw-Konverter nach 16 Bit und nach AdobeRGB. Hier geht es aber ursächlich um den in der Kamera einzustellenden Farbraum, also auch um die JPEG-Ausgabe - selbstredend in 8 Bit. Deine Aussage ist zwar richtig, aber passt nicht in diese Diskussion.

Zitat:

Zitat von Viktor (Beitrag 553433)
Das wäre neu für mich. Kannst du mir erklären, warum z.B. beim Übergang von AdobeRGB zu sRGB kein perzeptives Rendering möglich ist (gerne mit Quellenangabe)?

Na weil AdobeRGB und sRGB Matrix-Profile sind, und keine Wandlungstabellen enthalten. Ist der Unterschied zwischen Matrix- und LUT-Profilen bekannt?

Zitat:

Innerhalb der color engine wird doch bei Anwendung eines Profils von z.B. AdobeRGB grundsätzlich vom RGB-Raum in den sogenannten PCS (profile conversion space, meist XYZ oder LAB) gewandelt. Vom PCS geht's dann via gewünschtem rendering intent zum Zielfarbraum, z.B. sRGB.
Nein, so kann man das nicht sehen. Das CMM verrechnet direkt die Profile, und hievt nicht jede Farbe einzeln in den PCS, und dann wieder zurück. Der PCS wird nur als Referenz benutzt, es wird nicht direkt darin gerechnet. Und das CMM kann nur rechnen, wie und wohin, muss ihm das Profil mitteilen. Für perzeptiv benötigt es sogenannte A2B- B2A-Tabellen, die festlegen, welche Farbe wie auf den PCS abgebildet werden. Ist Dir denn noch nie aufgefallen, dass es bei der Wandlung von AdobeRGB nach sRGB zwischen RelCol und Perzeptiv keinen Unterschied gibt?

Zitat:

Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob Quell- und Zielfarbraum beide RGB-Räume sind.
Grundsätzlich theoretisch nicht, nur verfügt quasi kein RGB-Profil über die A2B- und B2A-Tabellen, die für ein perzeptives Rendering notwendig sind.

Zitat:

Zitat von PauloG (Beitrag 553466)
Oh mein Gott, meine Bilder sehen woanders nicht so aus, wie bei mir. Wie schlimm :P Ab welcher Abweichung in Prozent (oder Delta sonstwas?) sollte man sich Sorgen machen?

Ja, allerdings. Da kann beispielsweise ein heller Sandton ins rotzgrüne oder ins schweinchenrosafarbene kippen. Oder die Schatten können völlig zulaufen, oder die Lichter ausfressen, oder das Bild insgesamt eine ganz andere Helligkeit oder Farbigkeit haben - auf dem einen Monitor hast Du dann rote Pausbacken, und auf dem anderen siehst Du aus, wie eine Leiche. Wir reden hier nicht von leichten Tendenzen, sondern von kräftigen Verschiebungen, die den Charakter des Bildes beeinflussen.

Zitat:

Zitat von PauloG (Beitrag 553617)
Und was hat der Farbraum mit der Weitergabe der Bilder oder dem Zeigen im Netz zu tun?

ALLES!

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 553646)
Ich jedenfalls warte auf eine Kamera, die aRGB wirklich unterstützen kann.

Entschuldige bitte, aber bei dieser Äußerung kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, als seien die gesamten Diskussionen bzgl. Farbmanagement und ICC-Profilen spurlos an Dir vorbeigegangen.
Das Problem liegt nicht bei AdobeRGB, sondern beim 8-bittigen JPEG-Format. Außerdem: Was willst Du überhaupt mit AdobeRGB? Dein Monior kann nur sRGB, Dein Drucker kann nur sRGB, der Fotoausbelichter kann nur sRGB - oder befindest Du Dich in einer HiTech-Umgebung, wo Du das nutzen könntest? Weiter: Warum soll AdobeRGB besser zur Kamera passen? AdobeRGB hat rein gar nichts mit Deiner Kamera zu tun. Das ist ein hypothetischer, von Adobe frei erfundener Farbraum, der schon lange vor Deiner Kamera existierte, und nicht im geringsten auf sie zugeschnitten ist. Wenn Du eine Kamera willst, die nur AdobeRGB "kann", wäre das aber ein arger Rückschritt. Schließlich kann heute jede handelsübliche DSLR schon mehr.
Bei Dir hört sich das so an, als sei AdobeRGB eine Art Allheilmittel gegen (*irgendwas*). Das stimmt nicht. AdobeRGB ist eine Krücke für Spezialfälle, in denen Leute auf minderwertigen Medien ausgeben müssen - minderwertiger, als alle Tintenstrahler oder Fotoausbelichter, die der "Hobbyist" so nutzt.

Artur 27.10.2007 12:30

Perfektes (?) Farbmanagement
 
Zitat:

Zitat von PauloG (Beitrag 553250)
Seit dem ich das Thema ignoriere, schlafe ich besser. Ich wache auch nachts nicht mehr schweißgebadet auf mit dem Gedanken " oh mein Gott, ich habe Abrisse im Gelb...

In diesem Sinne ein schönes Wochenende.
Auch ich schlafe nun besser.

Grüße
Artur

binbald 27.10.2007 15:58

Zitat:

Was willst Du überhaupt mit AdobeRGB? Dein Monior kann nur sRGB, Dein Drucker kann nur sRGB, der Fotoausbelichter kann nur sRGB - oder befindest Du Dich in einer HiTech-Umgebung, wo Du das nutzen könntest?
Ich nicht, aber der Verlag (schwedischer Verlag, Landschafts-/Naturaufnahmen). Und der war mit dem, was ich mit der 7D liefern sollte (u.a. keine RAWs und von richtiger RAW-Konvertierung hatte ich damals so gut wie keine Ahnung) nicht so glücklich; gerade aber in den Grünabstufungen hätte mir aRGB mehr Möglichkeiten liefern sollen - wie die das dann in ihrem Haus umsetzen, davon habe ich keine Ahnung, das gebe ich gerne zu. Nur wurde ich durch die Möglichkeiten der 7D limitiert, die ja nur jpg oder RAW kennt.

Zum Herumzeigen meiner privaten Familien-/Urlaubsbilder reicht mir ein Notebook-Bildschirm und ab und zu mein Farblaser. :) Da mache ich mir erst recht keine umfassenden Gedanken zu Kalibrierung etc. oder sonstige Spezialisierungen, sondern bleibe bei sRGB.

Bitte versteh' mich richtig: Ich habe bei weitem nicht die Erfahrung wie Du, und aRGB ist auch kein Allheilmittel. Nur beim damaligen Projekt war ich etwas enttäuscht von den Ergebnissen... Ist eine ziemlich lange Geschichte.

bleibert 27.10.2007 20:03

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 553803)
Ich nicht, aber der Verlag (schwedischer Verlag, Landschafts-/Naturaufnahmen).

Ja, das ist etwas anderes - das ist ja schließlich auch eine professionelle Nutzung im Druck. Da ist AdobeRGB sinnvoller, als sRGB, aaaaber nicht im JPEG-Format! Sondern als Raw, das dann nach AdobeRGB gewandelt wird. Gegen AdobeRGB ist an sich gar nichts zu sagen (außer dass ECI RGB V2 auf unsere Druckprozesse sehr viel besser passt), nur die Kombination eines Datenformates mit 8 Bit Farbtiefe passt halt nicht zu einem so großen Farbraum, wie AdobeRGB. Dadurch, dass der sehr viel größere Farbraum AdobeRGB mit der gleichen Anzahl an Farben ausgestattet wird wie sRGB, werden die Abstände zwischen den Farben größer. In 16 Bit gibt's da keine Probleme.

Zitat:

gerade aber in den Grünabstufungen hätte mir aRGB mehr Möglichkeiten liefern sollen
Auf jeden Fall, aber eben als sauber entwickeltes Raw.

Zitat:

Nur wurde ich durch die Möglichkeiten der 7D limitiert, die ja nur jpg oder RAW kennt.
Nein, Du wurdest nur durch Dich selber begrenzt. Raw-Entwicklung kannst Du von der Druckvorstufe nicht erwarten, das ist Aufgabe des Fotografen - es ist ja schließlich das digitale Pendant zur Entwicklung und ein kreativer Prozess. Die Kamera ist für den Zweck ausreichend, nur der Fotograf war wohl technisch nicht auf der Höhe ;)

Zitat:

Nur beim damaligen Projekt war ich etwas enttäuscht von den Ergebnissen... Ist eine ziemlich lange Geschichte.
Ja, das lag aber nicht an der Technik, sondern nur daran, dass Du sie nicht beherrscht hast. Was ja auch keine Schande ist, denn Farbmanagement von der Fotografie zur Druckvorstufe ist keine triviale Sache, die sich selber erklärt. Da muss man sich voll reinhängen, oder eben die arbeit einem Profi überlassen - was dann wieder Geld kostet, was nur in Frage kommt, wenn man das auch kommerziell betreibt.


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