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aidualk 31.03.2023 16:53

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2272143)
Ich verweise an dieser Stelle auf den auch schon eingangs zitierten englischsprachigen Artikel, in dem auch darauf eingegangen wird, um zu schauen, ob das einen Einfluss hat. Hat es nicht.

Was meinst du mit 'hat es nicht'? Die Dynamikunterschiede bei hohen ISO sind sehr groß (im Grenzbereich). Farben bekommst du irgendwann überhaupt nicht mehr, nur noch ein roter oder grüner Matsch. Teste es einfach mal selbst. Ich habe das mit jeder neuen Kamera ausgetestet, einfach um die Fähigkeiten und Grenzen meiner Kameras kennen zu lernen und entsprechend einsetzen zu können.

Schura 31.03.2023 16:55

Ein Trabbi ist schneller als ein Ferrari.
Es soll eine Strecke von 500m gefahren werden.
Um die Mehrleistung des Ferrari auszugleichen wird dem Ferrari ein Pflug angehängt.
Überraschung: Der Trabbi war schneller im Ziel als der Ferrari

Ja, der Vergleich hinkt, soll aber nur zeigen, dass man nicht hergehen kann, dem VF-Sensor nur die Hälfte an Licht geben, und dann behaupten, dass der APS-C Sensor lichtstärker ist

peter2tria 31.03.2023 16:55

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2272139)
Der Zusammenhang ist mir auch klar. Aber im Ergebnis heißt das doch, dass der APS-C-Sensor der "lichtstärkere" ist, weil ich im Zweifel an der APS-C-Kamera das identische(!) Bild für die halbe Belichtungszeit bzw. den halben ISO-Wert bekomme. Der VF-Sensor ist genau genommen also lichtschwächer :shock: er kann es nur durch offenblendigere Objektive kompensieren.

Es ist doch nicht der Sensor sondern das Objektiv, dass bestimmt wieviel Licht drauf fällt.
Bei APS-C verengt man den Blickwinkel und dann kommt genausoviel Licht am Sensor an, wie bei VF (gleiches Bild). Jetzt schließt jemand die Blende bei VF ..... äh warum ... ah, wegen der Schärfentiefe .... ok, kann man machen.

Aber mit der geschlossenen Blende kommt eben weniger Licht an - Voila, doppelte Belichtungszeit.

Sind wir uns soweit einig ?

lampenschirm 31.03.2023 16:57

die Sache ist doch völlig vertrackt

was alles willl man bei behalten bzw. wo will man was auf die Gegenseite drehen.....welche Art "Einbussen" will man dafür tolerieren....

wir haben jetzt nicht mehr nur 3 Parameter zur Auswahl sondern z.b. auch die Pixelgrösse (+Dichte ? ) Betrachtungswinkel


--------------------------------------------------------------------
und was danebst die reslutierende BQ in Sachen erkennbaren Details betrifft bei vielen Pixel, wenn mans allenfalls runter rechnet kommt unterzwischen auch noch dazu

Porty 31.03.2023 16:59

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2272139)
Der Zusammenhang ist mir auch klar. Aber im Ergebnis heißt das doch, dass der APS-C-Sensor der "lichtstärkere" ist, weil ich im Zweifel an der APS-C-Kamera das identische(!) Bild für die halbe Belichtungszeit bzw. den halben ISO-Wert bekomme. Der VF-Sensor ist genau genommen also lichtschwächer :shock: er kann es nur durch offenblendigere Objektive kompensieren.

Dein Denkfehler ist, dass die Zielgröße eine identische Schärfentiefe ist.

Brauche ich eine maximale Schärfentiefe, wie z.B. im Miniatur- Wunderland ist man mit dem Handy am besten aufgestellt. Will man gezielt mit der Unschärfe arbeiten, landet man immer beim größeren Sensor.
Die Empfindlichkeit des Sensors hängt nur von der Technologie des Sensors und der Größe des einzelnen Pixels ab. Wie viele Pixel rechts und links und oben und unten noch auf dem Sensor sind, spielt für die Empfindlichkeit (oder eben Rauschen) keine Rolle.
Oder anders ausgedrückt: Der Sensor einer A 1 mit 50 MPix rauscht genau so stark, wie der Sensor einer A6600. Nur hast du auf dem Sensor der A1 doppelt so viel Informationen.

turboengine 31.03.2023 17:17

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2272123)
Das stimmt so auch nicht Klaus.
Wenn man den gleichen Ausschnitt hat - also die Brennweite entsprechend anpasst-

Das habe ich nicht geschrieben - mit demselben Objektiv.

turboengine 31.03.2023 17:24

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2272126)
[*]ich: a6500 mit 28/2.8 bei ISO 1000[*]Du: mit a7III und 42/4 bei ISO 1000[/LIST]Wir machen beide gleichzeitig ein Bild vom gleichen Motiv. Das Bild ist absolut identisch, die Bokeh-Bubbles sind genau gleich groß und auch der Bereich, in dem das Bild scharf ist, ist identisch. Aber Du brauchst eine 1/50 Sek., ich eine 1/100 Sek. Warum komme ich mit der Hälfte der Belichtungszeit aus??? Das wird im Video gezeigt. Erklär es mir.

Weil Du Blende 2.8 benutzt und ich Blende 4. Also kommt bei mir der halbe Lichtstrom an. Das will die Kamera bei gleicher ISO-Einstellung kompensieren.
Ich könnte aber auch bei ISO 1000 Einstellung einfach eine Blende unterbelichten und in der Nachbearbeitung in Lightroom in RAW die Belichtung wieder eine Blende “hochziehen”. Das erhöht das Rauschen um eine Blende aber durch das grössere Sensorformat muss ich weniger vergrössern als die APS-C Kamera und das Ergebnis wäre “rauschtechnisch” dasselbe - gleiche Sensortechnologie vorausgesetzt.

Bei dem oben diskutierten Vergleich kann man das Bild der Vollformatkamera ein DIN-Format grösser drucken und hätte bei naher Betrachtung immernoch dasselbe Bildrauschen.

Ist doch eigentlich ganz einfach und haben wir schon x-mal durchgekaut als die Sony A900 herauskam. Der APS-C Sensor ist halb so “lichtstark” wie der Vollformatsensor. Einfach weil er die halbe Fläche hat. Und was irgendein Wirrkopf in YouTube zusammendillettiert… :roll:

Ich habe ein Video zur Hand in dem ein Toyota Prius im Dauervollgas einen Rundkurs fährt und ein BMW M3 weniger Sprit braucht. Ist damit bewiesen das der M3 verbrauchsgünstiger ist? Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

https://youtu.be/F04MXepYiBs

Man 31.03.2023 17:44

Das Ergebnis des Versuchs:
Erhöhung der Blende von F/2,8 auf F/4 führt zu einer Halbierung der Lichtmenge und muss z. B. durch Vedoppelung der ISO ausgeglichen werden
finde ich nicht überraschend.

Daraus zu schließen, dass der VF-Sensor nur halb so lichtstark wie ein APS-C-Sensor ist, kann ich nicht nachvollziehen: wenn man möchte, fotografiert man mit dem VF-Sensor halt im APS-C-Modus und die Belichtungsdaten (für identische Bildwirkung) sind identisch.

DerGoettinger 31.03.2023 17:50

Zitat:

Zitat von Schura (Beitrag 2272146)
Ein Trabbi ist schneller als ein Ferrari.
Es soll eine Strecke von 500m gefahren werden.
Um die Mehrleistung des Ferrari auszugleichen wird dem Ferrari ein Pflug angehängt.
Überraschung: Der Trabbi war schneller im Ziel als der Ferrari

Ja, der Vergleich hinkt, soll aber nur zeigen, dass man nicht hergehen kann, dem VF-Sensor nur die Hälfte an Licht geben, und dann behaupten, dass der APS-C Sensor lichtstärker ist

Dann anders:

Ich war letztens mit MiniaturWunderland und habe mit einem 100/2.8 Makro an meiner Sony a6500 fotografiert - aber eher im Bereich Blende 4 aufwärts, weil offenblendig der Schärfebereich so schmal war, dass gar keine sinnvollen Bilder entstanden sind.

Wenn ich das mal umrechne, hieße das, dass ich für Vollformat ein 150mm-Teleobjektiv nehmen müsste (eher ein Zoom, ein Makro in dem Bereich gibt es gerad gar nicht), mich aber im Bereich um Blende 6 aufwärts hätte bewegen müssen, um einen identischen Schärfebereich zu bekommen (den ich ja für vernünftige Bilder dort brauche), ich dann aber die doppelte(!) Belichtungszeit benötigen würde bzw. alternativ auf einen doppelt so hohen ISO-Wert (12800 statt 6400) hätte gehen müssen. Was ist jetzt mit dem angeblich so unglaublichen lichtstarken Vollformat-Sensor? Irgendwie bleibt von der Rechnung ums Bildrauschen oder den besseren Farben nicht viel übrig.

DerGoettinger 31.03.2023 17:52

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2272151)
Das habe ich nicht geschrieben - mit demselben Objektiv.

Ja, klar, wenn Du den Versuchaufbau änderst, dann hast Du natürlich am Ende das Ergebnis, das Du möchtest.


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