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usch 08.03.2022 17:47

Wenn du gar nicht nachbearbeiten willst, brauchst du ja auch kein Raw. Dann machst du JPEG und der Drops ist gelutscht. Hier geht es aber doch gerade darum, wie man am besten belichtet, um sich für die Nachbearbeitung noch alle Möglichkeiten offen zu halten.

fritzenm 08.03.2022 17:49

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 2236445)
... Aber wenn ich genau weiß, was ich erzielen will, dann belichte ich auch entsprechend...

Lieben Gruß
Ralf

Kein Zweifel. Genau so. - Und dann auch wieder nicht, weil diese Strategie im Grundsatz unabhängig vom Aufnahmemedium ist. Für analoge Medien (Film, insbesondere Dias), ebenso für aus-der-Kamera-JPGs auch fraglos der zielführende Ansatz. Allerdings lässt man so Möglichkeiten der digitalen Fotografie liegen. Kein Problem. Dennoch sind dies "Potenziale" die das Medium bietet.

Der "Weg zum Ziel" ist ähnlich, nur umfasst er ein Zwischenstadium: das des "Datensammelns". Später folgt dann die Ausarbeitung zum gewünschten Look.

kiwi05 08.03.2022 17:57

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2236418)
...und der Entwicklung des RAWs. Das alles gehört untrennbar zusammen, wenn man in RAW fotografiert.

Viele Grüße

Ingo

Es gab Zeiten, da wäre ein solche Satz von vielen gekommen, aber nie von Ingo.;)

The Times They Are A-Changin (Bob Dylan)

ingoKober 08.03.2022 18:04

Der Satz hätte schon kommen können, denn WENN man in RAW knipst, ist das halt so.
Zu meinen JPG Zeiten hätte ich mich halt persönlich wenig angesprochen gefühlt :crazy:

Aber selbst ich entwickle mich weiter :D

Viele Grüße

Ingo

Man 08.03.2022 18:41

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 2236445)
..Da mir überwiegend das Motiv am wichtigsten ist, bevorzuge ich wahrscheinlich auf die an den Fokuspunkt gebundene Belichtung...

Ja, man muss sich alleredings darüber im klaren sein, wie die (dumme) Belichtungsmessungn in der Kamera arbeitet:
- schwarzer Hund wird angemessen (nur der Hund, also Spotmessung oder man geht sehr nah ran) = der schwarze Hund wird grau wiedergegeben
- weisser Hund wird angemessen (nur der Hund, also Spotmessung oder man geht sehr nah ran) = der weisse Hund wird grau wiedergegeben
- grauer Hund (wenn es diese Fellfarbe denn wirklich geben sollte) wird angemessen (nur der Hund, also Spotmessung oder man geht sehr nah ran) = der graue Hund wird (in diesem Fall korrekt) grau wiedergegeben
- schwarz-weiss karrierter Hund mit identisch hohem Anteil weiss und schwarz (den gibt es garantiert nicht - soll ja auch nur ein Beispiel sein) wird angemessen (nur der Hund, also Spotmessung oder man geht sehr nah ran) = der schwarz-weiss karrierte Hund wird schwarz-weiss karriert wiedergegeben, wenn der Messpunkt identische Anteile schwarz und weiss gemessen hat.

Es schadet ja nichts, wenn man der Belichtungsmessung über die Belichtungskorrektur hilft. Also bei dunklem Motiv (schwarzer Hund) unter- und bei hellem Motiv (weisser Hund) überbelichten.
Theoretisch ein typisches Problem in der Hochzeitsfotografie: weisses Brautkleid und schwarzer Anzug.
In der Praxis dann häufig aber doch nicht, da neben den Textilien ja meist auch noch die Gesichter (und ggf. Hände) wiedererkennbar abgebildet werden sollen.
Konzentration (Spotmessung) auf das weisse Kleid (überblichten, ettr) führt zu hellen/käsigen Gesichtern und einem gräulichen Anzug., Konzentration (Spotmessung) auf den schwarzen Anzug (unterblichten, ettl) führt zu dunklen/grauen Gesichtern und einem gräulichen Kleid.
Das mit den 18%grau (Belichtungskorrektur = 0) ist für die Haut von uns Mitteleuropäern gar kein schlechter Ansatz und den dunklen Anzug / das helle Brautkleid bekommt man über EBV bei den heute sehr großen Dynamikumfängen der VF-Kameras dann auch wieder hin.

Also wie eigentlich immer: es kommt darauf an, was man möchte.

Jan 09.03.2022 11:59

Eine Integralmessung mittelt bestenfalls aus der Helligkeit von weißem Kleid, schwarzem Anzug und Haut die passende Belsichtung,
aber mittlerweile machen doch die Automatiken viel mehr, viele Messfelder werden aufgenommen und daraus über welche Algorithmen auch immer eine "optimale" Belichtung berechnet, ist da die Spotmessung auf die Haut tatsächlich noch überlegen?

Jan

Man 09.03.2022 13:08

Zitat:

Zitat von Jan (Beitrag 2236509)
...ist da die Spotmessung auf die Haut tatsächlich noch überlegen?

Ich arbeite nie mit Spotmessung (und halte die auch nicht für überlegen) - in der Erklärung war Bezug auf Spotmessung aber notwendig, um Einflüsse des mehr oder weniger hellen/dunklen Hintergrundes auf die Belichtungsmessung zu vermeiden.
Matrixmessung und je nach Motiv eine Belichtungskorrektur - das reicht für meine Ansprüche völlig.

Ernst-Dieter aus Apelern 18.03.2022 08:31

Zitat:

Zitat von fritzenm (Beitrag 2236409)
Ändert sich das Licht im Aufnahmezeitraum wesentlich? Wenn nein, dann ist auch keine Änderung erforderlich. Deshalb fotografiere ich viel in M und belasse die Belichtungsparameter solange konstant, solange sich am Licht nichts wesentliches ändert.

Da kann man sich sogar die Zeit nehmen, die Auswirkungen der auf ETTR mittels Zebra gewählten Belichtungsparameter auf die Form des Histogramms bei einem "Probeschuss" anzusehen. Wie gesagt, es sollte idealerweise nach rechts verschoben sein, aber nicht "angelehnt" - was dann in Richtung echter "Überbelichtung" ginge, die nicht gewünscht ist.

Habe es versucht mit ETTR und ,Ihr habt recht behalten.

Ernst-Dieter aus Apelern 18.03.2022 10:41

Eine Frage noch.
Einstellungsstufe Zebra als Überbelichtungswarnung, welche Stufe erachtet Ihr als sinnvoll bei Vogelfotos am Futterhaus z.b.?
Ich habe ersteinmal 100+ eingestellt

felix181 18.03.2022 12:10

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2237412)
Ich habe ersteinmal 100+ eingestellt

Zumindets bei der RIV und der A1 habe ich da 105+ eingestellt


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