![]() |
Da bist du ja sehr lange auf geblieben! Milchstraßenzentrum um diese Jahreszeit? Sportlich...:cool:
Aber ich bin auch g erade nach zwei Stunden Schlaf aufgestanden, weil die nächste Session beim Fernrohr ansteht - super Himmel im Moment. Und mein Apo-Lanthar braucht schon 12 Tage von D nach Ö. :crazy::crazy: |
Zitat:
Ja, ich musste einfach mal raus. :crazy: |
Na hoffentlich hat das Glas keinen Virus...:lol:
|
Noch eine Aufnahme mit dem Apo-Lanthar. In der Praxis absolut Offenblendtauglich.
![]() → Bild in der Galerie |
Jetzt, endlich nach zwei Wochen Transport :twisted: von D nach A, ist mein APO Lanthar 2/50mm auch eingetroffen. Der erste Eindruck ist hervorragend: die Verarbeitung ist perfekt! Klein & leicht, Fokus- und Blendenring laufen super spielfrei und nicht zu leicht oder zu schwer. Die Gegenlichtblende ist genial mit einem Filtergewinde von 49mm beim Objektiv und mit 58mm am anderen Ende. :top: Da muss ich für Astroaufnahmen noch eine Heizung anbringen, damit der Tau keine Chance hat. Wobei die kleine Frontlinse tief in der Taukappe versenkt ohnehin nicht so anfällig wäre. Aber sicher ist sicher.
Ich habe dann auch gleich ein paar Testaufnahmen gemacht und der allgemeine Tenor zu diesem Objektiv hat sich bestätigt: schon bei Offenblende eine nahezu perfekte Abbildung! In der Bildmitte ist die Auflösung bei f/2 extrem hoch - viel mehr ist nicht notwendig. Hier eine gestackte Aufnahme bei f/2, ISO200 und 22x2min: ![]() → Bild in der Galerie In Forumsgröße stecknadelfeine Sterne bis in die äußersten Ecken der A7R. Wenn man aber genauer schaut, kann man erkennen, dass die Sterne in den Bildecken leicht elongiert sind. Da war ich vorerst etwas verwirrt um nicht zu sagen enttäuscht, da die Aufnahmen von Oli in den Ecken etwas besser waren. Doch dann kam mir eine Idee: in der A7R war ein sog. ClipIn-Filter zur Streulichtunterdrückung montiert. D.h. dieses Filter sitzt knapp hinter dem Bajonett vor dem Sensor. Sollte etwas dieses Filter die Abbildungsqualität in den Ecken verschlechtern? Also raus damit! Und siehe da, die Abbildung in den Ecken wird sichtbar besser. Die Aufnahme oben wurde ohne dem Filter gemacht! Das ist ein Vergleich einer Bildecke, mit unf ohne Filter: ![]() → Bild in der Galerie Man sieht die bessere Abbildung, wenn kein Filter im Strahlengang sitzt. Jetzt liegt für mich der Verdacht nahe, dass bei der Astromodifikation die Dicke des Filterstapels vor dem Sensor nicht perfekt angepasst wurde. D.h. das APO-Lanthar könnte in einer "normalen" Kamera in den Bildecken bei Offenblende vielleicht ein noch besseres Ergebnis liefern! Wobei man schon sagen muss, dass das eher Jammern auf hohem Niveau ist, denn Sterne in den Bildecken müssen einmal so schön bei einem 500% crop aussehen, noch dazu bei Offenblende. Für herkömmliche Aufnahmen ist dieses Objektiv sicher bei Offenblende nahezu perfekt in der Abbildungsqualität! Wenn Verdacht erhärtet sich auch dadurch dass beim Abblenden dieser Fehler kaum geringer wird. Jeweils 500x500Pixel aus den Ecken und der Bildmitte bei f/2: ![]() → Bild in der Galerie f/2,8: ![]() → Bild in der Galerie f/4: ![]() → Bild in der Galerie Jetzt bräuchte ich halt eine nicht modifizierte A7R um zu testen, ob meine Theorie stimmt... ...vielleicht finde ich ja wo eine gute Gebrauchte! |
Vor ein paar Tagen konnte ich dann die erste "richtige" Astroaufnahme mit dem 50er APO machen:
![]() → Bild in der Galerie SONY A7Rmod; APO Lanthar 2/50mm @ f/2,8; ISO400; 48x2min Es sind immer wieder Cirren durchgezogen, was sich aber in diesem Fall eher positiv ausgewirkt hat, denn das hat einen schönen Weichzeichner-Effekt an den hellen Stern verursacht, was das Bild plastischer macht. Aber für die Kontrolle der Sternabbildung in den Bildecken unerheblich ist. Ja, die Bildecken, mit denen ich bei den ersten Testaufnahmen etwas gehadert habe, schauen so aus: ![]() → Bild in der Galerie Für f/2,8 halt nicht perfekt, und sicher Jammern auf hohem Niveau, da es sich doch um die äußersten Ecken vom FF handelt. Aber die neue, gebrauchte A7RII ist ja schon da und sobald das Wetter es zulässt, wird getestet, ob es an der Astromodifikation liegt oder am Objektiv. :cool: |
Einen wirklich schönen Schwan hast du fotografiert :top:
und Wega ist auch noch dabei. ;) Die Ausschnitte sind mehr als 100% crop, oder? Finde ich jetzt nicht soo schlecht. |
Zitat:
Zitat:
|
Meine Theorie hat sich (leider oder zum Glück?) bestätigt: Das APO-Lanthar bringt an der A7RII bei Offenblende bis in die äußersten Bildecken vom FF absolut perfekte Sterne. D.h. bei der Astromodifikation wurde offenbar ein Filter eingebaut, das geringfügig dicker ist als das Originalfilter. Damit dürfte ein minimaler Astigmatismus entstehen.
![]() → Bild in der Galerie Auch wenn der Effekt nicht wirklich dramatisch ist, so ist er erkennbar und speziell bei lang belichteten gestackten Aufnahmen doch etwas störend - speziell, wenn man weiß, dass das Objektiv es noch besser kann. |
Das ist schade. Jeder Umbau hat neben den Vorteilen, dem eigentlichen Zweck des Umbaus, auch irgendwo ein paar Nachteile dabei. Letztes Jahr auf La Palma wollte ich dieses Bild auch mit der umgebauten A6000 machen. Der neue Filterstack ist aber nicht so gutmütig (hochwertig vergütet?) gegenüber Spitzlichtern wie der Originale. So gab es einen Flare um das Licht, der doppelt so groß war wie der ganze Leuchtturm. :shock:
Ich werden bei Gelegenheit das Apo-Lanthar auch mal auf meine umgebaute A7S setzen und genauso mit der A7RII vergleichen - wobei ich aber nicht sicher bin, ob ich einen solchen Effekt bei der geringen Auflösung der A7S überhaupt sehen kann. |
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:36 Uhr. |