SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Sony A-Mount Kameras (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=24)
-   -   α57: Verwackelte Bilder (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=171913)

Kreta2 03.07.2016 11:36

An der a57 ist die Lupenfunktion links vorne am Bajonett.Und wenn Du wissen willst,ob die Unschärfe von der Kamera oder vom Stativ kommt,lege die Kamera auf einen festen
Untergrund und fotografiere mit 10 Sek. Selbstauslöser.Das ist die einfachste Methode.
Gruß Thomas

der_knipser 03.07.2016 14:18

Billigstative können unter normalen Bedingungen ganz brauchbar sein. Wenn man die Mittelsäule nicht auszieht und keinen Wind hat (auch nicht ganz leichten), dann bleiben die ohne weiteres stabil stehen. Der Kugelkopf oder Neiger sollte so kräftig sein, dass er nicht nachgibt. Lange schwere Objektive sind dabei eher problematisch als kurze leichte.
Wichtig ist auch ein fester Standort des Stativs. Eine Brücke ist kein fester Standort. ein englischer Rasen auch nicht, sogar viele Böden in Wohnungen geben nach, wenn man direkt neben dem Stativ steht.

Das erschütterungsfreie Auslösen wurde schon genannt, und das ist ziemlich wichtig. Wenn man auf den normalen Auslöser drückt, bringt man Kamera und Stativ ins Schwingen. Das Stativ beruhigt sich je nach Belastung in wenigen Sekunden, wobei 2 sec oft zu knapp sind. Sollte man vergessen haben, den Steadyshot abzuschalten, dann beginnt der beim Auslösen mit dem Wackeln. Das ist auch beim 2-sec-Selbstauslöser so. Beim 10-sec-Selbstauslöser bleibt der SSS ohne Funktion, daher kann dieser anstelle eines Kabel-, Funk- oder IR-Auslösers verwendet werden.

Wenn ich lese, dass das Sucherbild scharf war, jedoch die Sucherlupe noch nicht gefunden wurde, dann lässt mich das bedenklich über den Brillenrand schauen...

Enrico85 03.07.2016 22:03

Ok das mit ferbedienung und nicht das billigste stativ hab ich ja schon verstanden aber hat die a57 einen so viel schlechteren stabilisator als die finepix?

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk

screwdriver 03.07.2016 22:49

Zitat:

Zitat von Enrico85 (Beitrag 1834098)
Ok das mit ferbedienung und nicht das billigste stativ hab ich ja schon verstanden aber hat die a57 einen so viel schlechteren stabilisator als die finepix?

Ich habe selber die HS20 und kann sagen, dass der Stabi der Fuji schon sehr gut ist.
Ich habe damit mit Einbeinstativ auch bei längeren Brennweiten bis ca 1/30s bei maximaler Brennweite und regelmässig mit Pixelbinning (8MP) fotografiert.

Mit meinen 16MP- NEXen sind meine Ergebnisse nicht schlechter.
Da gibt es den Stabi aber nur im Objektiv und meine längste Brenweite damit ist 405mm KB-equivalent vs. 660mm der HS20 (die "aufgemalten" 720mm stimmen nicht!).

Vorteil bei der HS20 ist der kleine Sensor, dessen geringe Masse sehr schnell und mit extrem kurzen Reaktonszeiten bewegt werden kann.

Langzeitbelichtungen mit mehr als 0,5s mache ich seltener, nutze dafür aber als "wackeligstes" Stativ ein Manfrotto 028B und habe keine Verwacklungsprobleme.

sir-charles 03.07.2016 23:30

Ich fasse noch mal etwas zusammen, was bereits kam (und garniere es mit meinen Ideen).

Langzeitbelichtungen = Steadyshot auf AUS.
Stativbenutzung ist Pflicht. Schweres Stativ ist immer besser als ein leichtes Stativ.
Ein leichtes Stativ kann man schwerer machen, wenn man zusätzlich seine Fototasche mit Wasserflasche unten ran hängt.
Das ist billig, hilft aber bei Wind nicht unbedingt.
Die Technologiesprünge im Stativbau bei schweren Stativen waren im letzten Jahrhundert sehr überschaubar. Insofern könnte etwas auf dem Gebrauchtmarkt auftauchen, was Deine Bedürfnisse bei 100 Euronen abdeckt.

Achte auf einen festen Untergrund. Eine Autobahnbrücke sehe ich nicht unbedingt als festen Untergrund an.
Wird die Brücke selber befahren, hast Du oft mit Schwingungen zu kämpfen. Bei manchen Bauwerken reicht es aus, wenn Brummis oder Busse vorbei fahren. Auch das kann Schwingungen auslösen.
Holzbohlen als Untergrund werden auch gerne als sicherer Untergrund verkannt.

Eine berührungslose Kameraauslösung (ob Fernbedienung oder Kabelauslöser) ist auch immer von Vorteil.

Mein Vorschlag: Schaue Dich nach einem älteren schweren Stativ auf dem Gebrauchtmarkt um.
Suche Die einen festen Untergrund.
Praktiziere eine kontaktlose Kameraauslösung.
Das alles sollte für 100,- Euro machbar sein.

Gruß
Frank

usch 03.07.2016 23:45

So wie ich das verstanden habe, sind ihm ja selbst 100€ schon zu teuer:

Zitat:

Zitat von Enrico85 (Beitrag 1833768)
Irgend welche vorschläge aber bitte keine 100€ teile.

Da bleibt dann eigentlich nur ein Bohnensack. Wackelt nicht, und lässt sich für ein paar Cent selber basteln.


Zitat:

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
Das interessiert hier allerdings niemanden. Bitte wegmachen.

der_knipser 04.07.2016 10:58

Zitat:

Zitat von sir-charles (Beitrag 1834125)
...
Ein leichtes Stativ kann man schwerer machen, wenn man zusätzlich seine Fototasche mit Wasserflasche unten ran hängt.
Das ist billig, hilft aber bei Wind nicht unbedingt.

Aus Erfahrung: Es ist sogar kontraproduktiv. Ich hatte eine schwer gefüllte Fototasche an ein Manfrotto 055 (ist ein mittelschweres Stativ) gehängt, weil ich so einen Schmarren hier im Forum gelesen hatte. Meine Langzeitbelichtungen (10 bis 30 sec) waren damit ALLE verwackelt, obwohl nur ein sehr leichter Wind ging.
Erklärung: Der Wind hat die Fototasche ins Pendeln gebracht, und durch die ständige Gewichtsverlagerung kam das Stativ nie zur Ruhe.

Es ist sinnvoller, dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Das bedeutet auch, dass die Kamera ohne pendelnden Gurt auf das Stativ gesetzt werden soll. Windschatten ist besser als Gewichte. Wenn doch Gewichte gewünscht sind, dann unbedingt so anbringen, dass sie unbeweglich sind.

Bei starkem Wind kippt das Stativ sowieso um, daher sind dann besondere Maßnahmen zu treffen. Mäßiger Wind versetzt ein Stativ in Schwingungen, so dass es fühlbar zittert. Hier hilft nach meiner Meinung nur schweres, stabiles Equipment.

Zur Kontrolle der Stabilität reicht es nicht, dass man "sieht", dass das System nicht umkippt. Besser ist, man nimmt eine lange Brennweite in Verbindung mit der Sucherlupe und visiert ein festes Ziel an. Auf dem Display kann man dann auch kleine Bewegungen erkennen, die der Sensor unweigerlich als Verwacklungen festhält. Ohne diese technischen Hilfen erkennt man die Verwacklungen im Vorfeld oft nicht.
Diese Methode ist übrigens auch gut geeignet, um das Stativ absichtlich mal anzustubsen, und eine Vorstellung davon bekommt, wie lange es nachschwingt. Je nach Auszug der Mittelsäule und Gewicht von Kamera und Objektiv ist die Zeit unterschiedlich. Hier zeigen sich auch wesentliche Qualitätsunterschiede zwischen den Stativen.

Oldy 04.07.2016 11:08

Zitat:

Aus Erfahrung: Es ist sogar kontraproduktiv. Ich hatte eine schwer gefüllte Fototasche an ein Manfrotto 055 (ist ein mittelschweres Stativ) gehängt, weil ich so einen Schmarren hier im Forum gelesen hatte.
Zitat:

Erklärung: Der Wind hat die Fototasche ins Pendeln gebracht, und durch die ständige Gewichtsverlagerung kam das Stativ nie zur Ruhe.
Auch aus Erfahrung.
Das klappt wunderbar, wenn man das Gewicht unter dem Stativ so befestigt, dass es ausreichend Bodenkontakt hat und trotzdem das Stativ ruhig hält. Da pendelt dann auch nichts.
Wer das Gewicht freischwingend unter dem Stativ befestigt, darf sich nicht wundern, wenn er genau das Gegenteil des Gewünschten erreicht.;)

der_knipser 04.07.2016 12:02

Alles richtig. Das wurde nur allzu oft verschwiegen... :crazy:

Itscha 04.07.2016 12:23

Zitat:

Zitat von sir-charles (Beitrag 1834125)
Achte auf einen festen Untergrund. Eine Autobahnbrücke sehe ich nicht unbedingt als festen Untergrund an.
Wird die Brücke selber befahren, hast Du oft mit Schwingungen zu kämpfen.

Das kann ich aus Erfahrung nur unterstreichen! Da nutzt dann auch das beste Stativ nix, wenn die Brücke schwingt.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:49 Uhr.