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Hansevogel 29.03.2005 22:22

Zitat:

Zitat von res
vielleicht gabs ja bei der übersetzung vom englischen ins japanische missverständnisse beim wort autofocus, ...

Hat schon mal jemand auf Autos fokussiert? :lol:

Gruß: Hansevogel

presseplus 30.03.2005 01:24

@ allgeier123 (Robert)

Da da ja ziemlich zur Attacke reitest ("Kann das Gemotze nicht mehr hören....") möchte ich hier nur einmal kurz etwas erklären:

Meine erste Minolta hatte ich, als ich 14 war. Seit mehr als zehn Jahren habe ich ein Gewerbe für Pressefotografie und mein Spezialgebiet ist die Sportfotografie. Während fast alle Kollegen nur mit Nikon und Canon fotografieren, gehörte ich leider aufgrund der vielen Investitionen (über 20 Objektive) zu den Minolta-Abhängigen. In den vergangenen Jahren habe ich mich mit einer digitalen RD-175 beholfen. Die kostete Mitte der 90er Jahre soviel wie ein Kleinwagen, heute gibt es sie gebraucht für 250 Euro. Von der Exaktheit des Autofokus her ist dieser Oldtimer der 7D absolut überlegen. Klingt frech, ist aber leider die bittere Wahrheit.

Ich habe Jahr für Jahr den Tag ersehnt, an dem Minolta endlich wieder eine digitale SRL herausbringt - und glaub mir, ich weiß wo an einer Kamera der An-und-Aus-Knopf sitzt. Deswegen geht es Dir wie mir: Du kannst das "Gemotze" nicht ertragen und ich habe kein Verständnis dafür, wenn man glaubt, seine Kamera erst nach Monaten in den Griff zu bekommen oder die massiven Schwierigkeiten, die vorhanden sind, einfach nicht sehen will. Das Forum hier ist voll von Leuten mit Problemen. Es sind nicht 0,1 Prozent der User, die ihre Kamera zur Kur geschickt haben - sondern mittlerweile ist es offensichtlich jeder Dritte.

Ich komme gerade von einer Sportveranstaltung. Musste dort beruflich hin und wollte meine Kamera zugleich einem Härtetest unterziehen. Schnelle Objekte bzw. Motive in Bewegung - aber alles unter Flutlicht gut ausgeleuchtet. Es geht dabei auch nicht um stilistische und künstlerische Perfektion und um absolut korrekt wiedergegebene Farbnuancen - sondern es geht einfach darum, dass Du anschließend mit 300dpi scharfe, deutlich erkennbare Motive für den Zeitungsdruck liefern kannst.

Mein langjähriger Kollege hat mit seiner Nikon D100 (die ja bekanntlich sogar einen eher üblen Ruf genießt) null Problem. Nicht nullkommaeins sondern null. Was macht er? Isozahl auf Maximum hochgeschraubt, ein Nikon 2,8/80-200 vor den Body geknallt und das wars. Es geht nicht um totale Perfektion, sondern um akzeptable Fotos. Ein bißchen grobes Korn und ein bißchen Rauschen darf's schon sein.

So, und nun ich: Mit dabei im Einsatz extra zwei Festbrennweiten, das Minolta 2,8/200 Apo G und das 1,4/85 G. Zwei hervorragende Objektive und der Grund, warum ich Minolta lange geschätzt habe. Das Ergebnis: Alles absoluter Schrott. Ich habe jede Möglichkeit ausprobiert: Großes AF-Feld, Ansteuerung nur über Zentralsensor usw. Nicht ein einziges Foto kann ich verwenden. Belichtung funktionierte unter der hohen ISO-Einstellung akzeptabel, Autofokus absolute Katastrophe.

Mal derbe ausgedrückt: Seit es die 7D gibt, habe ich vergessen, was Schärfe ist. Eine Aufnahme von einer zwei Meter entfernten Person wird zum riskanten fotografischen Experiment :shock: So, und nun werde ich diejenigen, die diese Probleme nicht sehen wollen, nicht länger frusten. Ich kann ja auch verstehen, dass man sich die Laune nicht verderben will. Bitte also um Nachsicht, aber ich bin einfach maßlos von der lang ersehnten 7D enttäuscht. Ich brauche keine Kamera, die erst ab Blende 11 Schärfe liefert.

U.Schaffmeister 30.03.2005 01:47

@presseplus

Mit dem 1.4/85 und dem 2.8/200 habe ich selbst in einer Halle ohne helles Flutlicht wenig Probleme. Speziell das 2.8/200 springt in den Fokus. Da stören dann eher Personen die auf einmal im Vordergrund durchs Bild laufen.

Das hilft Dir natürlich nur insofern weiter als das deine Kamera evtl. eine Chefarztbehandlung braucht. Und das Schöne ist das Komi jetzt nur noch 2 Versuche frei hat bis dir der Kaufpreis erstattet wird.

presseplus 30.03.2005 02:07

@ schaffmeister

Meinst Du wirklich ...... noch ein zweites Mal zur Kur? :oops: :oops:

Das erste Mal hat mir eigentlich schon gereicht. Kamera kam super verpackt zurück (ungefähr so sicher wie ne Bananenkiste), Rechnung und Garantieschein halb zerknüllt, kein Kunden-Anschreiben oder Hinweis darauf, das man einen Reset durchgeführt hat usw..

Und das zum Justieren beigelegte Objektiv (das billige 3,5-5,6/28-80) weist danach den allerschlimmsten Backfokus überhaupt auf.

Soll ich mir das alles wirklich nochmal antun? Du bringst mich zum Grübeln ......

Habe da übrigens mal ne Frage: Falls ich mich tatsächlich zur Zweitkur durchringe, möchte ich eigentlich darauf bestehen, dass Minolta die Kamera bei mir via UPS abholen lässt und ich nicht wieder zur Post stiefel und zehn Euro Porto auf den Tisch lege. Hat jemand schon mal Ähnliches durchgesetzt?

Allgaier123 30.03.2005 06:16

Guten Morgen,

sorry Presseplus aber solche Fehlfunktionen wie an Deiner Kamera kann ich nicht nachvollziehen, auch nicht bei schlechtem Licht.
Sicher bei meinen Skibildern war bestes Sonnenlicht aber bei meienen Vogelbildern mit den Meisen war das Licht auch oft schlecht und trotzdem mit dem Fokus keine Probleme.
Klick
Schick Deine Kamera nochmal ein oder tausch sie um, gib ihr noch eine Chance, denn ich glaube Du hast wirklich nur ein Montagsgerät erwischt.

tgroesschen 30.03.2005 07:28

Zitat:

Zitat von presseplus
Habe da übrigens mal ne Frage: Falls ich mich tatsächlich zur Zweitkur durchringe, möchte ich eigentlich darauf bestehen, dass Minolta die Kamera bei mir via UPS abholen lässt und ich nicht wieder zur Post stiefel und zehn Euro Porto auf den Tisch lege. Hat jemand schon mal Ähnliches durchgesetzt?

Hi!

Genau diese Vorgehensweise hat mir Minolta sogar vorgeschlagen!
Ich habe die Kundennummer von Minolta bekommen und soll mit
dieser die Kamera per UPS verschicken.

UPS holt zu Hause ab.

Wo ist also das Problem?

U.Schaffmeister 30.03.2005 10:57

Zitat:

Zitat von presseplus
@ schaffmeister

Meinst Du wirklich ...... noch ein zweites Mal zur Kur? :oops: :oops:

Das erste Mal hat mir eigentlich schon gereicht. Kamera kam super verpackt zurück (ungefähr so sicher wie ne Bananenkiste), Rechnung und Garantieschein halb zerknüllt, kein Kunden-Anschreiben oder Hinweis darauf, das man einen Reset durchgeführt hat usw..

Und das zum Justieren beigelegte Objektiv (das billige 3,5-5,6/28-80) weist danach den allerschlimmsten Backfokus überhaupt auf.

Soll ich mir das alles wirklich nochmal antun? Du bringst mich zum Grübeln ......

Habe da übrigens mal ne Frage: Falls ich mich tatsächlich zur Zweitkur durchringe, möchte ich eigentlich darauf bestehen, dass Minolta die Kamera bei mir via UPS abholen lässt und ich nicht wieder zur Post stiefel und zehn Euro Porto auf den Tisch lege. Hat jemand schon mal Ähnliches durchgesetzt?

@presseplus
Überleg doch mal welche Alternativen du hast:

1. Dein Händler schickt die Kamera für dich an Minolta und stellt eine Leihkamera. (leider nur noch selten zu finden)

2. Minolta schafft es bei der zweiten Reparatur. Schön für dich, denn nun wirst du auch die Vorzüge der Kamera nutzen können.

3. Minolta schafft es nicht. Nun hast du wirklich Anspruch auf den vollen Kaufpreis. Mit dem Geld und den 3-2-1-Deins Objektiven dürfte eine brauchbare Ausrüstung eines anderen Herstellers zusammenkommen.

4. Du läßt alles so wie es ist. Naja geht auch, aber für die Vitrine ist die Kamera dann doch zu teuer, und als Sammelobjekt ist eine Digikam nicht zu gebrauchen.

Das Problem ist nur das es erst einmal deine Zeit und Nerven kostet. Eine alternative zur zweiten Reparatur sehe ich allerdings nicht.

30.03.2005 11:06

Bin auch schon sehr gespannt (und verärgert), meine 7D ist zum zweiten Mal in Bremen...

presseplus 30.03.2005 13:39

@ schaffmeister: Ich bin auch weiter dazu verdammt, Minolta-Produkte zu kaufen :lol: :lol: Auch wenn ich hier sehr kritische Kommentare abgebe, geht es mir nicht wirklich um einen Systemwechsel, da ich viel zuviel Zubehör besitze und "1, 2, 3 deins" keine echte Alternative darstellt. Die Zweitkur in Bremen ziehe ich aber immer ernsthafter in Erwägung und gegen eine Rückerstattung des Kaufpreises habe ich langsam auch immer weniger einzuwenden - obwohl ich ein Stück Resthoffnung noch nicht aufgebe :top:

@ allgeier: Dein Beispielfoto von dem Vogel ist in der Qualität zweifellos hervorragend und ich wäre mit diesem Ergebnis ebenfalls sehr zufrieden. Aber mit so einem Motiv hat man ja auch keinerlei Probleme, da der Vogel klar den Bildbereich beherrscht und sich deutlich von dem diffusen einfarbigen Hintergrund abhebt.

Probleme entstehen aber sofort bei einem komplexeren Bildaufbau. Nimm mal das Kanisterfoto als Beispiel. Oder stell eine richtig große Figur (also nicht ein Teelicht, sondern einen 70 oder 80 cm großen Gegenstand, der auch deutlich kontrastreicher ist als der erwähnte Kanister) auf einen Tisch, lege den Autofokus per Mittensensor auf diesen Gegenstand und nimm ihn aus unterschiedlichen Entfernungen auf. Schon bei drei Metern Entfernung landet die Schärfe irgendwo im Nirvana. Habe heute wieder ein paar Tests gemacht und der Gesamteindruck ist total muschelig. Aus geringer Entfernung geht es, mit jedem Zentimeter Entfernung wächst der Fehlfaktor.

Oder ein ganz einfaches Beispiel: Mach eine formatfüllende Portraitaufnahme von einer Person. Alles super, Du kannst die Schärfe sogar auf die Wimpern legen wenn Du willst. Nimm die gleiche Person aus drei Meter Entfernung im Türrahmen oder an einer Wand stehend auf und die Schärfe im Gesicht verliert sich bereits in einem Maße, das keinesfalls vertretbar ist.

Mit der digitalen RD-175 habe ich da nie ein Problem gehabt - geschweige denn mit den analogen Minolta-Bodies.

Und das ist es eigentlich auch, was mich in der (ansonsten sehr fachlich und freundlich geführten) Diskussion stört. Es gibt zu oft Erklärungsversuche für misslungene Fotos aus absoluten Standardsituationen, mit denen eine digitale Kamera - selbst die aus den untersten Preisklassen - ganz einfach fertig werden muss. Das schaffen ja sogar schon Fotohandys :lol: :lol:

Grob vereinfacht ausgedrückt: Schärfe mag natürlich bis zu einem gewissen Grad subjektiv empfunden sein - aber eigentlich springt sie dem Betrachter auf den ersten Blick sofort ins Auge. Man muss sie nicht suchen. Bei meiner RD-175 ist sie bei praktisch jeder Aufnahme da. Nur wenn die Belichtungszeiten aus der Hand zu lang werden, schafft sie es natürlich nicht mehr.

Und wenn ich das mit den 7D-Aufnahmen vergleiche ..... einfach gruselig :eek: :eek: Da muss man bei jeder zweiten Aufnahme minutenlang überlegen, wo die Schärfe eigentlich liegt .....

Jerichos 30.03.2005 13:48

Zitat:

Zitat von presseplus
Oder ein ganz einfaches Beispiel: Mach eine formatfüllende Portraitaufnahme von einer Person. Alles super, Du kannst die Schärfe sogar auf die Wimpern legen wenn Du willst. Nimm die gleiche Person aus drei Meter Entfernung im Türrahmen oder an einer Wand stehend auf und die Schärfe im Gesicht verliert sich bereits in einem Maße, das keinesfalls vertretbar ist.

Wenn dem so ist, was überlegst Du eigentlich dann noch so lange?!? :)
Schick das Ding los nach Bremen, ruf eine dieser Nummern an und beschreib Deine aktuelle Lage (erste Kur fehlgeschlagen) mit der Bitte um bevorzugte Behandlung Deiner Zusendung. Und aus die Maus. ;)


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