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Richtig: eine bilnde Fensterscheibe.... |
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Linsensystem eingebaut, welches von einer Softwarekorrektur unterstützt wurde. Diese Korrekturen sind mittlerweile wieder entfernt und durch ein andres Instrument ersetzt worden. Ohne den Spiegelfehler hätte Hubble sein rein optisches Ergebnis direkt weitergeben können. Die alten analogen Objektive funktionierten auch ohne rechnerische Nachkorrektur und die heutigen, modernen Objektive sollten das eigentlich auch können. Die wirklich guten Objektive können das auch, bei vielen jedoch muss Software die optischen Fehler ausbügeln. |
Leica korrigiert bei der Q die ziemlich deutliche Verzeichnung übrigens auch elektronisch. Habe ich kein Problem mit. Die Möglichkeiten, die es heute gibt, hätten die Objektive-Bauer vor 30 Jahren auch gerne gehabt. Vor 100 Jahren hätten sie sich über ED-Glas, Asphären und Vergütung gefreut. Wollen wir das alles auch wieder abschaffen, weil es irgendwie "geschummelt" ist?
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Pfff, da sind aber einige Dinge "erklärt" worden, die so nicht stimmen!
1. Beim Hubble wurde der Spiegel "perfekt falsch" geschliffen, weil eine Projektions-Linse beim Testen um ca. 1mm falsch positioniert wurde. D.h. nicht bei den Linsen wurde was falsch gemacht, sondern beim Hauptspiegel! Und "blind" war er auch nicht: statt 70% der Lichtenergie in 0,1" zu konzentrieren, wurde nur 0,7" erreicht. Wäre aber auch besser als das Seeing auf der Erdoberfläche. 2. Die Infrarotempfindlichkeit hat nichts mit der Dicke des Filterstapels vor dem Sensor zu tun. Die IR-Filter sind Mehrschichtsysteme ähnlich den Entspiegelungsschichten der Objektive. 3. Das Bayer-Filter sitzt nicht im Filterstapel, sondern direkt am Sensor. |
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In der vordigitalen Zeit hat man hochwertigen Objektive hergestellt, die über jeden Zweifeln erhaben waren. Wenn man diese denn bezahlen konnte. Traurig ist nur, dass überhaupt getrickst werden muss. |
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Die Anforderungen, die heutige Kameras ans Objektiv stellen, sind enorm hoch. Viel höher, als in den guten alten analogen Zeit. Jedes optische System ist ein Kompromiss aus einer Vielzahl mehr oder weniger gut korrigierter Fehler. Merze ich den einen mit optischen Mittel vollständig aus, handle ich mir an anderer Stelle u. U. sehr große Probleme ein. Wenn ich heute etwas mehr Verzeichnung und Randlichtabfall problemlos elektronisch korrigieren kann, dafür aber CA, Bildfeldwölbung und Auflösung (weit jenseits dessen, was auf KB-Film jemals möglich war) besser im Griff habe, wäre ich doch blöd, das nicht zu machen. Ich habe mal ein Nikkor AiS 2.8/20 mm und ein AiS 2.5/105 mm an eine D800 angesetzt. Beide galten noch in den frühen 90ern als Spitzenoptiken. An 36 MP hatten sie vielleicht noch "Charakter", sonst war es aber ernüchternd. |
Tscha, wer mit 36mp fotografiert, ist selber schuld. Dieser Megapixelwahn ist eigentlich das Hauptproblem. Versuche das mal mit der Hälfte und die Ergebnisse sehen auch bei Altglas ganz anders aus.
Das bei 24 oder 36 mp korrigiert werden muss, wundert mich da nicht. |
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Hehe, ist noch viel schlimmer! Es sind jetzt 42 MP [emoji6] Früher habe ich dafür analoges Mittelformat mit mir 'rum geschleppt. Stimmt aber, bis 12, 16 MP geht's auch mit gutem Altglas noch ganz gut. Wer 36 oder 42 MP Auflösung rein optisch und ohne modernes Teufelszeug will, für den hat Zeiss formschöne Otus-Linsen im Angebot. Da soll dann nur keiner über den Preis meckern... [emoji39] |
Das Thema mag ja für eine bestimmte Zielgruppe relevant sein. Aber kann mal jemand den Titel ändern? Ob man Test manipuliert ist ja noch was anderes als grundsätzlich Algorithmen zum Ausgleich optischer Fehler der Objektive einzusetzen. Dass das gemacht wird, ist ja auch nichts neues, sondern wurde immer mehr oder weniger offen kommuniziert.
Stephan |
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Und eventuell ist es Dir aufgefallen, dass wir uns hier im Café befinden. Wollte ich Sony an Bein pinkeln, hätte ich einen bösen Thread im Objektivbereich aufgemacht. Viele Wege führen nach Rom und es ist selbstverständlich eine Möglichkeit, die Objektivkorrektion so vorzunehmen, dass mit Software "leicht" korrigierbare Objektivfehler in Kauf genommen werden, um andere Objektivparameter zu optimieren, das Objektiv kompakter zu machen oder einfach mehr Geld zu verdienen. Vermutlich alles drei gleichzeitig. Es ist aber auch halt so, dass Softwarekorrekturen immer die Bildqualität beeinträchtigen. Ausserdem hat es den netten Nebeneffekt, dass die Objektive bei den üblichen Tests bei photozone, DXO etc. gut abschneiden, obwohl es die Optik alleine nicht hergibt. Wenn aber schon im RAW z.B. Kantenschärfung vorgenommen wird, habe ich mit dieser Datei weniger Möglichkeiten bei der Bildverarbeitung als mit einem anderen Objektiv das ohne Korrektur die gleich Leistung abliefert. Ich kann nochmals nachschärfen. Insofern gibt schon Unterschiede - vermute ich mal. Den Beweis könnte man mit dem Sigma 1.4/35 vs. Sony FE1.4/35 antreten. Wenn das Sigma nach perfekter Bearbeitung in Photoshop bessere Ergebnisse zeitigt als das Sony, wäre das Testergebnis von lensrentals m.E. belegt. Ich stelle fest, dass das Thema zumindest interessant ist, die vielen Posts seit heute morgen beweisen es. Insofern dient es der Unterhaltung. |
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