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Anthem 19.01.2015 21:51

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 1667095)
...Wer an sich arbeiten möchte, soll es machen, wie hennesbender und sich eine Filmkamera kaufen. Kostet keine 50€.

Ist es nicht genau das, was er kritisiert: Unvermögen (sonst müsste man ja nicht an sich arbeiten) durch weitere Investitionen ausgleichen wollen?

Gruss
Michael

dey 19.01.2015 22:13

Zitat:

Zitat von Anthem (Beitrag 1667296)
Ist es nicht genau das, was er kritisiert: Unvermögen (sonst müsste man ja nicht an sich arbeiten) durch weitere Investitionen ausgleichen wollen?

Gruss
Michael

Was hat das mit Unvermögen zu tun, wenn man back to the roots konsequent durchführt?

flattwinfan 19.01.2015 22:48

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1667016)
Moin

...
ich habe noch nicht alles gelesen...weils auch echt schwierig ist den Überblick zu behalten...
kann mir dazu noch kein abschließendes Urteil bilden

ein paar "Wahrheiten" habe ich aber schon enddeckt :crazy:
Mfg gpo

Dem kann ich mich ganz und gar anschliessen. Ich bin auch noch nicht durch. Aber das, was ich bisher gelesen habe, macht auf mich nicht den Eindruck, daß sich hier jemand ständig widerspricht. Es ist sicher stellenweise radikal formuliert und erinnert mich schon ein wenig an Satire. Und sicher ist es auch manchmal schwer auszuhalten, wenn man so den Spiegel vorgehalten bekommt. Aber es ist auch eine Chance sich zurückzulehnen und sich mal all sein Handeln durch den Kopf gehen zu lassen. Wenn man sich dazu aufraffen und ehrlich zu sich selbst sein kann.

So gesehen: Danke für den Link! :top:

VG, Guido

gpo 19.01.2015 23:13

Moin

...sich den Spiegel vorhalten lassen....
:top:

ist eine schöne Formulierung die mir gefällt :cool:
und ich wette, das sich manch einer dort wiederfindet...

damit das klar ist, ich verlange von keinem, das er das Zeugs auswendig lernt...:P
ich habe im Moment nur zu wenig Zeit mir jeden Artikel einzeln vorzunehmen
und dann zu kommentieren...
vieleicht schreibt dort ja eine geklonter Ken Rockwell (den ich gut finde)


ich stelle aber fest das>>>
seit der Industriealisierung...die heutigen > Computer+Software mehr "umbrechen"
als uns wahrscheinlich lieb sein kann...

in diversen Dokus der letzten Zeit kann man "Töne raushören" das reichlich Dinge schieflaufen....
heute mag man Fratzenbuch und das PS-Gedödel noch lustig finden....
woanders frage einer nach> "ist die Cloud sicher".....nö ist sie nicht

und alles hat eben auch mit Fotografie zu tun...:crazy:
"die Geister die man rief".....:roll:
Mfg gpo

hajoko 19.01.2015 23:41

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1667344)
Moin

...sich den Spiegel vorhalten lassen....
:top:

Ja, da ist was dran, sehe ich auch so. Auch ich habe mich noch nicht ganz durchgearbeitet. Der Stil ist mir zwar oft zu arrogant, zu rüde, zu fundamentalistisch ABER der Spiegel ist vorhanden und ein wenig Selbstreflektion tut durchaus gut. Technik ersetzt nicht die Kreativität und Masse erzeugen, um mit PS das eine oder andere hinzubekommen, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Da kann ein wenig Zen vor der Aufnahme durchaus mehr als alle Technik bewirken.
Aber wir werden die Zeit auch nicht zurückdrehen können, die Technik vielleicht eines Tages nicht mehr verstehen, da sie uns lenkt und nicht mehr wir sie. Die nächste Generation der Smartphones ist schon in der Entwicklung.
Solange ich Hardware und Software noch überschaue, versuche ich für mich Hilfreiches herauszufiltern und zu nutzen aber nicht jeden Hype mitzumachen.

Anthem 19.01.2015 23:45

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 1667095)
.....Wer an sich arbeiten möchte, soll es machen, wie hennesbender und sich eine Filmkamera kaufen. Kostet keine 50€.

Zitat:

Zitat von Anthem (Beitrag 1667296)
Ist es nicht genau das, was er kritisiert: Unvermögen (sonst müsste man ja nicht an sich arbeiten) durch weitere Investitionen ausgleichen wollen...

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 1667307)
Was hat das mit Unvermögen zu tun, wenn man back to the roots konsequent durchführt?

Der Autor bekrittelt ja durchweg, das alle anstatt fotografieren zu lernen, sich dem Konsum ergeben und kaufen anstatt an sich zu arbeiten, um bessere Fotos zu machen. In diesem Kontext klang deine Antwort für mich nach "Wer ein Ziel erreichen will... soll sich was kaufen".

Ich stimme mit vielem überein, was dort geschrieben wird. Nichts liegt mir allerdings ferner, als Fotografen ob ihrer Gründe zu kritisieren, warum sie so oder so fotografieren. Ob ein Fotograf was kann oder nicht, kann ich ja gar nicht beurteilen. So manche Kunst habe ich nur deshalb erkannt, weil der Boden gefegt war und ich Eintritt bezahlt habe. Ich weiß nur, wann mir etwas gefällt oder nicht.

Gruss
Michael

gpo 20.01.2015 00:17

Zitat:

Zitat von Anthem (Beitrag 1667365)
Der Autor bekrittelt ja durchweg, das alle anstatt fotografieren zu lernen, sich dem Konsum ergeben und kaufen
Gruss
Michael

diesen Kommentar konnte man auch oft genug von mir hören :top:

und der Witz an der Geschicht>>>
ich hatte früher über ein paar Jahre so an die 100(!!!) Schulpraktikanten durchgeschleust,
alle bekamen eine klare Ansage> wie sie was zu machen hatten, warum und wozu...

die Blitzanlage, mein teurstes Stück ...war in einer halben Stunde erklärt
ebenso eine Großbildkamera...da ist reichlich Physik verbaut,
brauchte auch nur eine Stunde :top:

und sie haben sich gut angestellt und nix kaputt gemacht....
konnten alleine damit arbeiten und bekamen Ergebnisse raus :cool:

und nun vergleiche mal dazu meine Wortbeträge und die Reaktionen darauf....
die oft genug gegen NULL gehen :roll:
und das....in der heutigen Informationsgesellschaft :!:
Mfg gpo

Dimagier_Horst 20.01.2015 08:17

Zitat:

Zitat von Anthem (Beitrag 1667365)
Der Autor bekrittelt ja durchweg, das alle anstatt fotografieren zu lernen, sich dem Konsum ergeben und kaufen anstatt an sich zu arbeiten, um bessere Fotos zu machen.

Er versäumt es aber aufzuzeigen, was ihn auszeichnet, sich über andere zu erheben und deren Verhalten negativ zu kritisieren. Er erläutert nicht, warum es ihm von wem oder durch was erlaubt ist, andere durch seine Wortwahl niederzumachen. Er lässt keine Rückschlüsse darüber zu, warum seine Sichtweise die einzig zulässige sein soll. Schade, dass er alles Nachdenkenswerte umschifft.

Ich bin auf der Welt um Spaß zu haben. Ich bin nicht auf der Welt, Missionaren hinterherzurennen um mich zum homo oeconomicus zu geißeln. Mit der nächsten Generation neuer Kameras, überflüssiger Features und überteuertem Zubehör werde ich wieder viel Spaß haben :top:! Und meine schlechten Bilder sind meiner Lebensfreude förderlich, sie stehen ihr nicht im Wege :cool:.

teefit 20.01.2015 08:45

Die Zielgruppe der Artikel sind Berufsfotografen im Alter 40+
Böse Zungen könnten behaupten, dass da jemand schreibt der "der guten alten Zeit" hinterhertrauert, weil er mit der modernen nicht zurecht kommt.
Und er hält sich selbst keinen Spiegel vor.

In der heutigen Zeit wie auch damals kommt es bei einem Bild auf das Motiv an.
Das Fotografieren dient dazu das Bild zu erstellen, und dabei geht es NUR um Technik, Technik, Technik! Kameratechnik (inkl. Blitz), die man beherrschen sollte, Aufnahmetechnik (inkl. Gestaltungsregeln, Bildaufbau, usw.) die man Verstehen und Umsetzen können sollte, und Bearbeitungstechnik: "früher" war die im Labor, jetzt am PC, aber die gab es schon immer...

Ist denn jeder der bereit ist Geld für einen Kamera auszugeben verpflichtet alle drei Techniken zu erlernen; von einem Meister?!
Sollen denn alle die gerne Fotos machen das Handwerk lernen? Wie viele Berufsfotografen soll es denn geben?

Oder ärgert sich da vielleicht einfach nur jemand darüber, dass mitlerweile jeder dritte 500 Euro für ne Kamera ausgibt, aber keiner mehr 50,- Euro an ihn bezahlt um ein anständiges, korrektes und gutes Foto (er hat es ja gelernt) OOC zu bekommen.

Ich frage mich ja auch nicht wie es passieren konnte, dass nun jeder ins Internet darf, ja dass Leute sogar selbst Seiten erstellen dürfen, owohl sie html für ne Programiersprache halten.
Die Qualität geht dabei auch den Bach runter, weil keiner das Handwerk gelernt hat und da ist es auch so, dass es hunderte Möchtegernprofis mit Tutorials gibt, die einem die Welt (falsch) erklären. Drüber aufregen? Nööö! Wenn man trotzdem sein Geld verdienen möchte heißt es am Ball bleiben, spürbar besser sein als die Hobby-Bastler und die Preise auch argumentieren können. Dann muss man sich nicht aufregen sondern kann drüber lächeln! :crazy:

Aber was weiß ich schon als Hobby-Fotograf der gerne eine Vollformat hätte.....

Anthem 20.01.2015 09:00

Zitat:

Zitat von teefit (Beitrag 1667464)
Die Zielgruppe der Artikel sind Berufsfotografen im Alter 40+...

Ganz im Gegenteil. Er richtet sich an Hobbyisten, Amateure, Forenten. Das wird an vielen Stellen deutlich, besonders aber hier:

Zitat:

Aus: Die kommerzielle Verblödung der Fotografie, 1. Digitale Technik als Verblödungsfaktor: Denn der Profi hat einen Auftrag, der ihn verpflichtet, ein bestimmtes Ergebnis in einer bestimmten Qualität abzuliefern, jeweils ganz abhängig davon, welcher Verwendung das Ergebnis zugeführt werden soll. Genau dafür, für dieses im Auftrag definierte Soll an Qualität sucht sich der Profi sein Werkzeug zusammen, erwirbt es oder leiht es. Nicht weniger und aber auch nicht mehr, denn mehr ist teurer und teurer schmälert den Ertrag. Equipment ist in der Berufsfotografie ein Investitionsgut und wird dementsprechend bedarfsfokussiert dimensioniert.

Der Amateur hat keinen Auftrag. Somit auch keine Qualitätsforderung in einem Pflichtenheft. Für ihn gibt es bezüglich der Qualität deshalb keine Bedarfsfokussierung, sondern nur ein Limit, und das ist sein Geldbeutel. ...
Michael


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