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usch 17.01.2014 15:47

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1537663)
Darum habe ich ja geschrieben, dass dieses Purple Fringing erst im digitalen Zeitalter deutlich wahr genommen wurde. mMn ist die Ursache die CAs (welche auch immer) - aber es wird durch elektronische Eigenschaften bzw. Eigenschaften der Mikrolinsen verstärkt.

Wir reden ja hier von lokaler Überbelichtung um mehrere EV. Könnte es nicht sogar umgekehrt sein, daß der Effekt gar nicht durch die Digitaltechnik verstärkt, sondern auf Filmmaterial nur durch zusätzliche andere Störungen überdeckt wird, z.B. Lichtstreuung innerhalb der Emulsionsschicht?

TONI_B 17.01.2014 18:21

Nein, das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Denn sollte wirklich Streuung in der Emulsion eine Rolle spielen, würde man den Effekt eher stärker sehen.

Sind aber natürlich nur alles Vermutungen...

EDIT:
Hab ein wenig gegoogelt zum Thema Sphärochromatismus...

http://www.telescope-optics.net/seco...chromatism.htm
http://www.maa.mhn.de/Scholar/chromatic_aberration.html
http://www.optics1.com/pdfs/removing_mystique.pdf
http://www.brayebrookobservatory.org...chromatism.htm
http://www.lensrentals.com/blog/2010...ly-aberrations
http://jkellerphoto.com/blog/2012/02...erochromatism/

KunstAusLicht 22.01.2014 21:44

Soooo, nach einigen Tagen Abstinenz habe ich heute eine Blendenreihe zur Beurteilung der Bildschärfe sowohl im Zentrum als auch in den Bildecken geschossen.

Die 100% Crops findet ihr - natürlich - im Blogeintrag.

Plumpaquatsch 08.02.2014 00:47

erst mal vielen Dank für die Bemühungen des Threaderstellers beim Testen des Nokton.

Ich habe mir dieses Objektiv ebenfalls gegönnt und war zunächst etwas enttäuscht. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund der doch recht euphorischen Beschreibung des Objektives (die ich nicht hier sondern über Google fand) in dem Blog fast gewillt war, meines für unzureichend zu erklären und zurück zu geben. Hier in diesem Thread fand ich dann Klaus' Bilder, die mit den Leistungen meines Objektives eher vergleichbar sind.

Auffällig (bei mir) ist eine Neigung zum "Ghosting" oder "Glow" bei großen Blenden, auftretend meist leicht vor der Schärfeebene. Zu sehen ist das nicht unbedingt auf jedem Motiv. Das Objektiv ist wunderbar geeignet, es abhängig vom Motiv entweder als schlecht oder als gut zu beurteilen - ja nach Intension ;-)

Die Fähigkeiten reichen bei weitem nicht an die eines Sigma 35 f1.4 heran, aber das Sigma ist mir für die A7 einfach zu groß und die Blendeneinstellung am Adapterring (ich habe ein Nikon-Exemplar) zu fummelig.

Viele Grüße

Andreas

RainerV 08.02.2014 01:17

Zitat:

Zitat von Plumpaquatsch (Beitrag 1546260)
...
Die Fähigkeiten reichen bei weitem nicht an die eines Sigma 35 f1.4 heran, ...

Bitte bedenke, dass M-Bajonett-Objektive für Meßsucherkameras gedacht sind. Und das hat gerade bei den Weitwinkelobjektiven zumeist einen sehr großen Einfluß auf die Leistung.

Rainer

turboengine 08.02.2014 01:29

Zitat:

Zitat von Plumpaquatsch (Beitrag 1546260)
Die Fähigkeiten reichen bei weitem nicht an die eines Sigma 35 f1.4 heran, aber das Sigma ist mir für die A7 einfach zu groß und die Blendeneinstellung am Adapterring (ich habe ein Nikon-Exemplar) zu fummelig.

Viele Grüße

Andreas

Andreas, ich habe auch die beiden Objektive (Sigma an Nikon D800 und VL1.2/35 II) und käme nie auf den Gedanken, die Leistung bei Offenblende vergleichen zu wollen. Das Sigma ist im Vergleich schon fast "steril". Man muss das Voigtländer sehr sauber fokussieren und bei Motiven mit etwas Tiefe ggf. einen Handgriff bei der Bildbearbeitung investieren, dann erhält man auch bei Offenblende tagsüber an der A7 wunderschöne Ergebnisse.


Bild in der Galerie


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Plumpaquatsch 08.02.2014 01:32

@Rainer: Nach allem was ich so gehört und gelesen habe scheint der Bereich um 35mm bereits als nicht mehr soo kritisch zu gelten, aber wenn man sich die Konstruktion mal zur Hand nimmt und betrachtet, wie nah die (konkave!) Hinterlinse (Durchmesser ca. 25mm) bereits am Sensor liegt, dann kommen einem gewisse Bedenken, stimmt ;).

---------- Post added 08.02.2014 at 00:41 ----------

Danke für Deine Tipps und Beispielbilder, Klaus.

Ich habe das Objektiv erst seit 2 Tagen und bin über Testaufnahmen nicht hinaus gekommen, aber ich sehe genau wie Du EBV-technisch etwas größeren Handlungsbedarf (mutmaßlich selektiv und nicht "über alles"). Ich denke, ich werde mich, wenn es das Motiv zulässt, auch nicht (wie beim Sigma) auf Offenblende verlassen und zusätzlich, noch Aufnahmen mit etwas weiter geschlossener Blende vorsehen, wobei man bei der A7 bereits in der Lupenansicht die Leistung live am Motiv durchaus schon ganz gut beurteilen kann.

[EDIT] Das Mövenmotiv sieht sehr schön plastisch aus. Das liebe ich an dieser Brennweite (in Kombination mit großer Blende) :)

RainerV 08.02.2014 01:57

Sean Reid hat gerade heute einen Vergleich von 21mm-Objektiven (Ultron 1,8/21, Skopar 4/21, Elmar 2,8/21) einmal an der A7R und dann der M240 auf seiner Bezahlseite veröffentlicht.

Die Unterschiede sind wesentlich extremer als ich das jemals erwartet hätte. Das symmetrische, winzige Skopar ist an der M ordentlich, das Elmar auch, beide an der A7R sehr mäßig. Das "moderne" Ultron an der M auch im Randbereich allererste Sahne, an der A7R im Randbereich erheblich schwächer. Und die A7R hat ja schon eine spezielle Mikrolinsenanordnung, die solche Objektive "unterstützen" soll.

Klar 21er sind schon extrem weitwinklig, aber das Nokton ist das einzige 35er mit Blende 1,2 überhaupt und sicherlich auch keine ganz alltägliche Konstruktion. Ich würde mal vermuten, dass ein 1,4/35er oder 1,4/40er Nokton an der A7R große Probleme haben dürfte.

Ich besitze ein Nokton 1,2/35 Version I. An der M9 ist es richtig schön (mal von starken Farbsäumen bei Offenblende abgesehen), an der E-M5 ist das nix und die hat gerade mal einen Crop-2-Sensor.

Mein Eindruck ist der, dass der Sensor (Mikrolinsenanordnung, Dicke und Beschaffenheit des IR-Sensors) der Kamera einen extremen Einfluß auf die Abbildungsleistung (Farbverschiebungen, Schärfe im Randbereich) hat.

Spiegelreflex-Weitwinkel müssen starke Retrofokuskonstruktionen sein, da ist das naturgemäß alles ziemlich unkritisch.

Darum ging es mir bei meiner Bemerkung.

Rainer

---------- Post added 08.02.2014 at 01:02 ----------

Zitat:

Zitat von Plumpaquatsch (Beitrag 1546266)
... und betrachtet, wie nah die (konkave!) Hinterlinse (Durchmesser ca. 25mm) bereits am Sensor liegt, dann kommen einem gewisse Bedenken, stimmt ;).[COLOR="RoyalBlue"]

Irgendwo habe ich ein Bild meines sowjetischen Jupiter 12 (2,8/35), ein symmetrisches Biogon. Muß ich mal raussuchen. Dessen riesige Hinterlinse reicht bis auf weniger als einen Zentimeter an den Sensor einer M ran. Das ist wirklich extrem.

Rainer

Plumpaquatsch 08.02.2014 21:42

Zitat:

Zitat von RainerV (Beitrag 1546269)
Ich besitze ein Nokton 1,2/35 Version I. An der M9 ist es richtig schön (mal von starken Farbsäumen bei Offenblende abgesehen), an der E-M5 ist das nix und die hat gerade mal einen Crop-2-Sensor.

Mein Eindruck ist der, dass der Sensor (Mikrolinsenanordnung, Dicke und Beschaffenheit des IR-Sensors) der Kamera einen extremen Einfluß auf die Abbildungsleistung (Farbverschiebungen, Schärfe im Randbereich) hat.


Das scheint wohl so zu sein - und so wie es aussieht sind selbst die schrägen Mikrolinsen der A7r recht kompromissbehaftet. Sie funktionieren sicher nur optimal bei darauf abgestimmter Objektivrechnung (wobei diese Rechnung natürlich auch an einer A7 ohne "r" funktionieren sollte). Es wird halt langsam Zeit für den sphärischen Bildsensor ;)

usch 08.02.2014 22:04

Zitat:

Zitat von Plumpaquatsch (Beitrag 1546518)
Es wird halt langsam Zeit für den sphärischen Bildsensor ;)

Jetzt wird mir auch klar, warum bei den beiden SEL-xx70Z schon mal diese enorme Bildfeldwölbung bei 24mm vorgesehen wurde. :shock:


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