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dey 14.12.2012 14:23

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1395094)
Da muß man schon oft ein wenig am Text feilen, dass er noch Biss hat, aber sensible Gemüter nicht über alle Maßen erregt ;-)

Bestimmt hast du nur eine (feine) Feile. Nimm noch eine Grobe dazu und kommst mit unserem Tempo mit.

bydey

mrieglhofer 14.12.2012 14:27

Na ja, wenn ich mir denke, dass ich früher Titeldias für Vorträge dadurch hergestellt habe, dass ich mit Letraset auf Transparentpapier geklebt habe, das dann auf Dokumentenfilm aufgenommen und entwickelt, dann mit Diaduplizierfilm und Doppelbelichtung mit dem Text das Titeldia erstellt habe, dann frage ich mich heute noch, wie ich das früher zusammengebracht habe. Dafür gabs halt auch nur einen Diavortrag im Jahr und die Leute haben sich gefreut . Hoffentlich, aber okay, ich habe immer mit gutem Essen ein wenig nachgeholfen ;-)

Klar und heute geht das mit links und ist schon auf Youtube. Früher mußte man einfach ein große Energie aufbringen, um was zu publizieren, was dann die Menge und Belästigung in Grenzen hielt. Aber auch da waren die 500+ Dias mancher Könner legendär. Aber das waren wenige und da konnte man blöderweise einen anderen Termin haben. Heute kommt man dem ja nicht mehr aus, ist ja in jedem Medium.

dey 14.12.2012 14:42

Ich ernte heute gute Kritiken für multimediale Arbeiten für die früher ein Profi beauftragt worden wäre.
Die Erfolgsquote würde ich bei 50/50 einschätzen, da ich Amatuerfehler mache. Da ich aber die Branche kenne kann ich mit Inhlat auftrumpfen.

So hat jeder seine Chance.

bydey

mrieglhofer 14.12.2012 14:55

Zitat:

Ich ernte heute gute Kritiken für multimediale Arbeiten für die früher ein Profi beauftragt worden wäre
Ja, meine Pfarre ist auch immer begeistert, wenn ich was abliefere ;-)
Aber verlange mal den Preis, den der Profi verlangen müßte, dann schaut das meist ganz anders aus;-)

Aber im Ernst, das Anspruchsniveau ist einerseits deutlich gesunken, andererseits braucht man es auch nicht immer. Und Wissen über den Inhalt kann vieles kompensieren. Vor allem muß man nicht jeden Furz über 3 Abteilungen jemandem erklären, der dann eh nichts versteht. Ich habe als Amateur hobbymäßig vor ca. 30 Jahren in der Firma einen Ton-Diavortrag über ein Produkt erstellt, der dann quer durch Europa gegondelt ist und vom Systemhersteller als Beispiel eines guten Marketings vorgestellt wurde. Damals konnte man graphische Aufbereitungen nur dadurch einbauen, dass man sie am Host programmiert und von einem Host Terminal (IBM 3179) abfotografiert hat. Und farbige Schemas wurden mit farbiger Folie geklebt und geschnitten und abfotografiert. Aber auch damals lag der Erfolg wohl daran, dass ichs einfach gemacht habe ;-)

Neonsquare 14.12.2012 16:30

Zu einem gewissen grad neigen wir auch dazu die Ergebnisse der Vergangenheit zu verklären - womit ich jetzt nicht die Errungenschaften anderer schlechtreden will! Das ist rein eine Beobachtung meinerseits, dass ich mir manchmal denke - "ach - das fandest Du damals richtig gut...". :D

Die moderne Technik macht Dinge leichter die früher Mühsam waren. Manchmal gehört aber das Mühsame dazu, um genug Sprungkraft für wirklich herausragende Ergebnisse zu entwickeln.

[neon]

jhagman 14.12.2012 16:34

Zitat:

Zitat von cat_on_leaf (Beitrag 1395076)
Christian, das ist defintiv nicht so. Noch nie war die Menge der guten Bilder höher. Okay, auch die Menge der schlechten Bilder ist gestiegen und wird besonders gerne publiziert. Und, scheiß drauf! Kein Mensch muss sich schlechte Bilder anschauen. Man muss ja auch nicht jeden Mist auf Twitter, Facebook, WKW etc. lesen. Man muss den Mist zwar auch nicht einstellen, wird aber leider gemacht. Es hat sich nunmal gewandelt und viele Leute stellen große Mengen digitalen Dungs ins Netz. Und zwar weil es geht! Nicht weil die Leute sich für gut halten oder ihre Bilder oder Kommentare für toll halten. Einfach nur weil es geht.

Dank der Digitaltechnik ist die Lernkurve für Leute die es interessiert deutlich steiler. Das direkte Feedback ist halt da. Gab es bei Analog so nicht.

Ich zumindest kenne innerhalb der Digitalzeit mehr Leute als früher (in der Analogzeit) die gute Fotos machen (Ich inklusive). Einfach weil es einfacher ist. Und von denen exihibitioniert sich kein einziger im Netz.
Von den Handyknipsern allerdings kenne ich recht viele die das Netz mit Bildern zuspamen. Vielleicht ist das der Grund für deine Wahrnehmung, das die Quantität der guten Bilder abnimmt?

Edit: Oha, Raul war deutlich schneller, und meint das Gleiche!

Nach dem Motto es wurde schon alles gesagt aber noch nivht von jedem will ich nicht hndeln
Deswegen.....Entspricht im großen und ganzen meiner Meinung.

Grüßle
Jürgen

Ackbar 14.12.2012 16:41

Was soll man dazu sagen?.. Meine besten Bilder sind mit der D7D damals entstanden. Es ist halt immer eine Frage von Zeit, Gelegenheit und Motiv, weniger welche Kamera man genau verwendet. Obwohl in letzter Zeit auch ein paar nette Bilder entstanden sind, die ich mit der D7D nicht geschafft hätte..

Franco44 14.12.2012 16:44

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1395101)
Na ja, wenn ich mir denke, dass ich früher Titeldias für Vorträge dadurch hergestellt habe,
dass ich mit Letraset auf Transparentpapier geklebt habe,
das dann auf Dokumentenfilm aufgenommen und entwickelt,
dann mit Diaduplizierfilm und Doppelbelichtung mit dem Text das Titeldia erstellt habe,
dann frage ich mich heute noch, wie ich das früher zusammengebracht habe.
Dafür gabs halt auch nur einen Diavortrag im Jahr und die Leute haben sich gefreut...

Heruntergebrochen bis auf das Fertigen der einzelnen Dias in Glas und Pap-Umleimer.
Eine echte künstlerische Kreativität.

Zitat:

Nur die Kameras sind besser geworden, der Rest entwickelt sich zurück und das auf hohem technischem Niveau.
Die Kameras sind "anders" geworden, das wäre richtiger formuliert.
Der Rest stimmt und das ist dann korrekt für die dazu passende "gefällt mir-Button-Generation". :lol:

Zitat:

Die kreative Komponente der Fotografie ist Opfer der technischen Diskussionen geworden.
Zitat:

Technisch sind die Bilder auf ein Viel höheren Leves als früher, Rauschen, Schärfe, Kontrast, Dynamikumfang .... alles Technische Parameter!
Genau - nur hat das mit der klassischen Fotografie nicht mehr viel gemeinsam!
Das ist in meinen Augen nur eine digitale Vorleistung für Photoshop & Co (Malprogramm für hochwertige Bilder):
- nur RAW-Bilder. Die ganz flau und ...

Fazit:
Bis vor einem halben Jahr war ich als Canonier (fast) ausschließlich noch analog unterwegs.
Da denkt man schon aus Kostengründen über jedes zu erstellende Foto nach - sollte jeder Fotograf immer machen (ich mache doch keine Bilder für den Trash).
Anderer ISO-Wert bedeutet dann Filmspule/oder gleich auf zweiten Body wechseln.
Bilder fertig, Filmrolle voll, entwickelt und erste Bilder auf Papier - Top oder Flop - sehr spät zu erkennen!

Jetzt bin ich voll digital geworden und meine kleine A37 habe ich richtig lieb gewonnen.
Sie erfüllt wirklich alle meine Ansprüche und Wünsche, um ein gutes Bild machen zu können!
(dafür brauche ich z.B. keinen Umsteiger-Thread in einem Forum zu erstellen, völlig überflüssig!) :flop:

Noch mehr:
Ich bin Admin in einem bekannten Wohnmobil-Forum und weiß um die Problematik von Diskussionen und Meinungen.
Da gibt es grundsätzlich keine Unterschiede, deshalb ein großes Lob hier an das Team - ein sehr sensibles, feinfühliges agieren! :top:

Also, lasst uns hier bitte sachlich und hilfreich den technischen Fortschritt zusammen erleben, es sollte informativ und nett bleiben.
Auch ich, als alter Hase, freue mich über die vielen guten, neuen Informationen, die ich hier in so kurzer Zeit von Euch erhalten habe.
Mann, Frau, Mensch, User es ist Weihnachtszeit und da sollte Besinnung doch groß geschrieben werden. :top:

.

BodenseeTroll 14.12.2012 17:53

Eigentlich ist es anders herum!

Früher hatte jeder(*) eine Vollformatkamera! Technisch entscheidend war das Objektiv, das sogar bei Kompaktknipsen wie der Olympus mju allen Ansprüchen gerecht wurde. Bei Problemen half - niemand. Oder vielleicht ein örtlicher Fotoclub, fotografiebegeisterte Verwandte oder ein Fachbuch. Die Bilder, viele schlecht, manche recht, wurden ins Album geklebt, Freunde wurden mit Diashows gequält und, das Tollste überhaupt, es wurde ein Kalender mit aufgeklebten Abzügen gebastelt. Das wars, alles spielte sich im kleinen Kreis ab, und ob man vielleicht Superbilder an der Wand oder in der Schublade hatte, wusste schon in der Nachbarstadt keiner. Wie auch?

Die Superbilder gab es immer. Nur bekam man sie früher nicht zu sehen. Ich behaupte, daß ich in den letzten sagen wir mal 2 Jahren mehr tolle Fotos gesehen habe, als ein fotobegeisterter Mensch zwischen 1960 und 1980, also in 20 Jahren.

Für mich gibt es also mehr super Fotos als früher!

Zugegeben ist es inzwischen extrem schwer, die Superfotos zwischen den "das gab es heute zu Essen mit Sepiafilter" Fotos zu finden...

Nur mal so zum Vergleich:

Zwei Vollformatkameras und eine Kleinknipse:


-> Bild in der Galerie
wengistens die Spülmaschine hätte ich zumachen können... Egal...

Viele Grüsse,

Michael

(*) Abgesehen von den paar APS oder 110er Kameras

raul 14.12.2012 17:58

Zitat:

Zitat von BodenseeTroll (Beitrag 1395193)
wengistens die Spülmaschine hätte ich zumachen können... Egal...

Und nen Sepiafilter drüberlegen können. :D


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