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steve.hatton 12.03.2023 23:20

Ich habe nicht Söder alleine gemeint, sondern die Trasseneverhinderung ist Parteipollitik seit vielen Jahren - cui bono ?


Man könnte aber auch vermuten, das mit Verhinderung der Trassen auch irgendwann den Notstand schaffen die AKWs wieder zu benötigen, oder ?

Es geht nicht um Ersatz von AKWs durch Windräder sondern um eine generelle Wende, sprich PV + Wind + Wasser u.a. sprich komplett aus fossilen wird man nicht aussteigenkönnen, sodern nur so viel wie möglich ersetzten - wenn die Leitungen hierfür da sind. Ich versteh das eh nicht warum man nicht mehr Druck macht Europa mit Trassen zu durchziehen. Wasserkraft aus Norwegen, Windkraft von der Nordsee und Solar aus Spanien oder noch südlicher.
Aber in Franken ist man da nicht anders drauf als in Frenkreich - die haben auch die Pyrenäen-Trasse behindert, damit der frz. AKW-Strom gut verkauft werden kann.

Dezentral ist es schon mit AKWs. Besser wäre noch dezentraler, sprich mehr EFHs mit PV, Speicher und Grundwasser-Wärmepumpe etc. Kleinteilig aber machbar. (Keine 100% Lösung ist klar, es benötigt für gewisse Zeiten Backup - da werden wir um fossile vielleicht nicht herum kommen!

Zuletzt die Zitate:
Also die Grünen sind gegen Trassen, wenn sie diese lt. Deinem Link "für notwendig erachten"?

Falsch es ist EIN Kreisverband, nicht DIE GRÜNEN.

Ok der Kreisverband Bayreuth. Er hat wohl Angst Wähler zu verlieren, weil eben dort die Trassen durch sollen und FW und CSU mit der Ablehnung fischen.

Ist aber prinzipiell richtig: Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass - das geht nicht.

turboengine 13.03.2023 00:15

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2270619)
Man könnte aber auch vermuten, das mit Verhinderung der Trassen auch irgendwann den Notstand schaffen die AKWs wieder zu benötigen, oder ?

Und wenn die Katze ein Pferd wäre könnte man die Bäume hinaufreiten.

Porty 13.03.2023 00:52

Im schwäbischen Buchdorf hatte es vor einer Woche einen Bürgerentscheid zu einem neuen großen Solarpark gegeben. Der Bürgermeister wollte energetisch autark werden. eine 2/3 Mehrheit sah es anders.....
https://www.imsueden.de/hitradio-rt1...eid-ab-365234/

KSO 13.03.2023 07:39

Schlaue Leute, die haben es durchblickt, dass ein Solarpark nicht zu einer autarken Energieversorgung führt.

turboengine 13.03.2023 08:26

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2270625)
Schlaue Leute, die haben es durchblickt, dass ein Solarpark nicht zu einer autarken Energieversorgung führt.

Richtig - auch wenn der Journalist wieder schreibt:

Zitat:

Die Photovoltaik-Anlage hätte 7.000 Haushalte mit Strom versorgen können.
Stünde daneben ein 20.000 kW Notdiesel mit riesiger Pufferbatterie der in der Nacht anspringt und im Winter durchläuft oder eine riesige Biogasanlage, dann würde das stimmen.
Ansonsten ist es einfach unehrlich so etwas zu schreiben. Aber das ist symptomatisch für die Ignoranz dieses Berufsstands vor Wissenschaft und Technik.

amateur 13.03.2023 08:33

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2270624)
Im schwäbischen Buchdorf hatte es vor einer Woche einen Bürgerentscheid zu einem neuen großen Solarpark gegeben. Der Bürgermeister wollte energetisch autark werden. eine 2/3 Mehrheit sah es anders.....
https://www.imsueden.de/hitradio-rt1...eid-ab-365234/

Die gleichen Bürger werden dann sicherlich für ein Atomkraftwerk auf dem Gemeindegebiet votieren. Die echten Floriansprinzip helfen...

Kurt Weinmeister 13.03.2023 09:28

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2270627)
Ansonsten ist es einfach unehrlich so etwas zu schreiben. Aber das ist symptomatisch für die Ignoranz dieses Berufsstands vor Wissenschaft und Technik.

So richtig falsch ist es aber auch nicht. Wenn man nicht viel Platz für seinen Artikel erhält, dann muss man kürzen. Und wenn man das „wann“ und „wie lange“ wegläßt, passt es wieder mit den 7.000 Haushalten.

In der Berliner MoPo war letztens ein Leserbrief aus einer Reihenhaussiedlung zum Thema „Aus für Gasheizung ab 2024“ und Ersatz durch Wärmepumpen. Die Grundstücke sind nur 5 Meter breit, die Anlage für die WP muss einen Mindestabstand zum nächsten Grundstück aufweisen. Ergebnis: nach aktueller Rechtslage wäre der Einbau für jede Partei in der Siedlung verboten …

Dat Ei 13.03.2023 09:32

Moin, moin,

man darf halt auch nicht vergessen, dass von WP eine Geräuschemission ausgeht, die weder einem selbst, dem Nachbarn oder der Fauna gefallen muss.


Dat Ei

KSO 13.03.2023 10:06

Vom Prinzip her, gäbe es ja noch Grundwasserwärempumpen, die nicht soviel Platz benötigen und keine Lärmemission draußen auf dem Grundstück haben.
Ob sowas in größerer Anzahl in einer Siedlung umsetzbar ist oder das Grundwasser das grundsätzlich zuläßt, muss man natürlich prüfen.

Aber das Beispiel zeigt, es gibt viel zu viele unterschiedliche Gegebenheiten, dass es wenig Sinn macht nur auf eine Technologie zu setzen und andere mehre oder weniger grundsätzlich zu verbieten. Wir werden um den Energie-Mix nicht drumherum kommen, diese Monokulturansätze waren noch nie gut.

Kurt Weinmeister 13.03.2023 10:08

Ja, die Dinger sind recht laut. Nachbarn, zwei Häuser weiter, haben so ein Teil. Gerade auf dem Dorf hörst Du jedes Geräusch. Ich könnte da nicht drei Meter weiter mit offenem Fenster schlafen. Aber es gibt wohl auch hier unterschiedliche Modelle mit zum Teil stark variierenden Lärmemissionen. Ist wohl nicht überall ein Pabst Lüfter verbaut.


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