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Dornwald46 28.03.2026 21:26

ehemaliger Kreuzgang im Kloster Hirsau bei Calw im Schwarzwald


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https://www.klosterhirsau.de/

jqsch 28.03.2026 23:22

Anmerkungen 28.3.2026
 
Meine Besprechungen vom 28.03.2026.

Da ich gestern ja etwas pingelig war, vielleicht ein Hinweis meinerseits.

Es geht bei meinen Anmerkungen in erster Linie darum, ob das Bild das Thema Stille in sich trägt. Und erst in zweiter Linie geht es darum, ob ich das Bild mag.

Besprechung 28.3.2026
NameBildBesprechung
K-H-B
Das Bild zeigt für mich das genaue Gegenteil von Stille. Es ist schrill und grell. Es schreit mich geradezu an. Nur weil auf einem Foto kein Mensch zu sehen ist, ist dieses noch kein Bild, das Stille zeigt. Durch das rote und blaue Licht und die strukturlosen Linien wirkt das Bild total unruhig. Kein Punkt an dem sich das Auge festhalten kann. Daneben ist Rot auch noch eine Warnfarbe, die den Blutdruck steigen lässt. Und nicht zu den „stillen Farben“ gehört
Crimson
Der Titel sagt „Melancholische Stille“. Hier sehe ich aber – und das ist mein erster Eindruck - statt Melancholie eher Tristesse. Das ist nicht ganz dasselbe, aber liegt auch nicht weit auseinander. Melancholisch war für mich das Bild von Peter auf dem Friedhof in München. Stille kann ich in dem Bild auch finden, aber erst auf den zweiten Blick. Damit ich als Betrachter die innere Stille dahinter sehe, brauche ich für mich Menschen. Menschlicher Ausdruck, Menschen beim Yoga, Menschen in sich gekehrt. Aber das ist mein ganz persönlicher Blick auf ein Bild. Da mögen deine „lokalen“ Testpersonen die besseren Kritiker sein.
Ingo Kober
Deinen ersten Satz Ingo übernehme ich 1:1. Stativ eher nein, Astrofotografie nicht mein Genre. Aber das dieses Bild Stille zu 100 % transportiert ist für mich unstrittig. Man fühlt sich klein und winzig. Und als ein stilles Rädchen im ganzen Kosmos. Vielleicht finden die Astrofotografen hier im Forum noch ein Haar in der Suppe, aber für mich ist es ein wundervolles Foto.
bruno5
Wunderschön. Eine tolle Aufnahme mit den vier Baumprotagonisten(gruppen) und ihren Spiegelungen. Wie schon gestern geschrieben Nebel verschluckt die Farben und den Ton. Hier haben wir ein wunderbares Beispiel für die stillen Farben in Form der Erdtöne. Und nicht die schreienden Farben wie beim Poolbild. Ein tolles Landschaftsbild ist dir da gelungen. Das Thema zu 100% getroffen.
perser
Aufgrund des vorherrschenden (alt)rosas als Farbe hätte ich spontan auf ein Mädchen getippt. Das Bild ist zu 100% themenkonform. Die Ruhe, die Stille kommt gut rüber. Sehr schön Harald.
Dornwald46
Die moderne Lampe, das Schild und dahinter die Bretterbude stören ein wenig die Stille. Aber wenn man sich um einige Jahrhunderte zurückversetzen lässt, dann sieht man Benediktinermönche ihren Schweigegelübde folgend durch den Gang gehen. Und man blendet das Heute aus. IJahrhundertelang war dieses ein Ort der Stille. Passt also.

Danke für die Bilder heute. Freue mich auf morgen

K-H-B 29.03.2026 04:48

Haubentaucher

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perser 29.03.2026 07:14

Stumme Schreie
 

Bild in der Galerie

Diese Skulptur habe ich mal vor Jahren rein zufällig beim Vorbeifahren in einem Dorf in Nordthüringen entdeckt, daraufhin angehalten und fotografiert. Wo genau, weiß ich nicht mehr... :?


(Zum gestrigen Bild, Jürgen: Die Decke hat mein jüngster Enkel von seiner älteren Schwester geerbt, daher das Rosa... ;))

bruno5 29.03.2026 11:49

Hallo Jürgen, vielen Dank für die Besprechungen. Es freut mich, daß Dir mein gestriges Bild gefallen hat. Heute ein Bergsee am Abend, der auch ohne Nebel für mich die Abendstille an diesem Ort gut vermittelt.


Bild in der Galerie

Crimson 29.03.2026 17:12

Moin Jürgen,

Zitat:

Zitat von jqsch (Beitrag 2338661)
Besprechung 28.3.2026
NameBildBesprechung
Crimson
Der Titel sagt „Melancholische Stille“. Hier sehe ich aber – und das ist mein erster Eindruck - statt Melancholie eher Tristesse. Das ist nicht ganz dasselbe, aber liegt auch nicht weit auseinander. Melancholisch war für mich das Bild von Peter auf dem Friedhof in München. Stille kann ich in dem Bild auch finden, aber erst auf den zweiten Blick. Damit ich als Betrachter die innere Stille dahinter sehe, brauche ich für mich Menschen. Menschlicher Ausdruck, Menschen beim Yoga, Menschen in sich gekehrt. Aber das ist mein ganz persönlicher Blick auf ein Bild. Da mögen deine „lokalen“ Testpersonen die besseren Kritiker sein.

auch hier wieder vielen lieben Dank, die Blicke und auch Anforderungen sind immer unterschiedlich - und das ist auch gut so :top:

Heute habe ich was ganz frisches, bin extra (mal wieder) zum Reichswald Forest War Cemetery gefahren (mit dem Fahrrad), habe dort von einem echten Briten gelernt, dass es der größte in Deutschland ist... eines der Bilder davon gibt es heute...


Bild in der Galerie

Viele Grüße,
Markus

Dornwald46 29.03.2026 20:54

Stille über der Wagbachniederung:


Bild in der Galerie

jqsch 29.03.2026 22:00

besprechungen 29.3.2026
 
Meine Besprechungen vom 29.03.2026.

Hier kommen jetzt die Besprechungen für den 29.3.2026.

Besprechung 29.3.2026
NameBildBesprechung
K-H-B
Im Berufsleben gibt es die Ausdrücke Primär- und Sekundärtugend. Wenn ich mir diese Begriffe für die Fotografie ausleihe und benutze, dann würde ich sagen, dass dieses Bild primär eine sehr schöne Studie eines Haubentauchers ist und eine gelungene Naturaufnahme. Die Stille muss hier der Fotograf zeigen, damit er ein solches Foto machen kann. Ruhiges Verhalten, keine Hektik, Bewegung in Zeitlupe. Das wären dann für mich die Sekundäreigenschaften, die beim Fotografen liegen müssen. Und erst später würde man daher vielleicht feststellen, dass dieses Bild auch Stille ausstrahlt. Insofern Thema getroffen.
perser
Wenn Du das Bild gestern und nicht 2008 gemacht hättest, hätte ich geschrieben, dass das ganze Umfeld dieses Bild unruhig macht. Das tut es natürlich auch heute, aber damals war dir das ganze Werk wichtiger als das zukünftige Monatsthema Stille. Als ich das Bild das erste Mal geöffnet habe, dachte ich, dass die Köpfe OH von sich geben und nicht schreien. Ich vermute, dass Du den Titel „Stumme Schreie“ als Titel des Werkes im Gedächtnis behalten hast. Passt der Titel aber für mich zum Werk? Wenn dann wäre dieses eine grausame Stille. Eine Stille wie man sie in Diktaturen findet, wo keiner auffallen will. Eine Stille, wo man sich verstecken muss, um nicht verhaftet zu werden. Nur das sehe ich (!) nicht in dem Werk. Und bin daher gespalten.
bruno5
Landschaftsfotografen haben es bei diesem Monatsthema einfacher. Still ruht der See. Über allen Wipfeln ist Ruh. Gebe ich bei Google „Stille im Gedicht“ ein, wirft mir Google 47 Gedichte aus. Wir sind also auch durch den Deutschunterricht geprägt. Da hat es K-H-B mit seinem Haubentaucher schwieriger. Dein Bild ist ein typischer Vertreter dieser Landschaftsfotografie. Man möchte vor Ort sein, die Ruhe genießen. In die Stille eintauchen. Ein gutes Bild fürwahr.
Crimson
Stilles Gedenken passt hier einerseits wunderbar. Jeder einzelne der Grabsteine hat Ehepartner, Verwandte und Freunde, die dem/der Toten in Stille gedenken. Dein britischer Besucher war wahrscheinlich einer von denen. Anderseits macht es mich wütend, so viele Steine hier zu sehen. 7672 Grabstätten um genau zu sein. Gestorben, um einen Krieg zu beenden, den die Briten / die Soldaten des Commonwealth nicht begonnen haben. 7672 persönliche Schicksale. 7672 zu früh verstorbene. 7672 zerstörte Hoffnungen.
Dornwald46
Ein Naturschutzgebiet in Baden Württemberg. Es zählt zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten in der EU. Jetzt nicht so spektakulär wie eine Wüste oder die amerikanischen Nationalparks. Aber insgesamt ein gutes Foto. Das zum Thema passt.
haribee
Winter mal anders. Kein Schnee sondern die Lagune von Venedig. Weit ab von der Hektik der Stadt Venedig. Ich war einmal um Weihnachten in Venedig und habe ähnliche Winterbilder aus Murano und Burano. Das Bild triggert mich, dass ich da mal wieder hin möchte. Ein stiller Wunsch meinerseits.

Bis morgen

haribee 29.03.2026 22:04

Ein ruhiger Wintertag in der Lagune von Venedig


Bild in der Galerie

LG Harald

jqsch 29.03.2026 22:13

Dein Bild haribee habe ich in der Tabelle über deinem Beitrag besprochen. Danke für das Zeigen.


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