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Porty 05.03.2023 01:08

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2269839)
Ich hab Dir mal vor längerer Zeit ein paar eindeutigen Fragen zu Problemen und Deinen Lösungen AKW's gestellt!

Da kam NULL Koma NULL zurück, nur Stille nach dem Moto "unendliche Weiten..." was mir zeigt das Dein Wunsch zurück in die 70-er stark zu sein scheint aber sind wir ehrlich, völlig irrational.

Wir brauchen kein Bremser die nur sagen was nicht geht, denn die bringen und brachten weder die Menschheit noch sich selber irgend einen Schritt weiter.

Leider hart aber ehrlich


Ich zitiere mich mal ausnahmsweise selbst aus 2013:
Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458752)
!. Ich bin nicht für Kernkraft, aber das was zur Zeit läuft, geht nach dem Motto: Bekämpfen wir das eine Übel mit dem Anderen.
Weist man die Öko- Fraktion auf die Probleme und Grenzen der aktuellen Entwicklung hin, bekommt man Polemik und die gebetsmühlenhafte Wiederholung des Atommüllproblems an den Kopf geworfen, allerdings keine Antworten.

2. Gerade was aktuell im Biogas und Holzheizungsbereich abgeht, treibt mir als Naturfreund die Tränen in die Augen, wird aber von der Ökolobby billigend in Kauf genommen.
.
.
Wie man nach der Energiewende mit 14 Tagen Flaute im Winter klar kommen will, ist mir auch unklar.
Für die, dies interessiert, Hier ist der Lastgang übers Jahr hervorragend zu erkennen:
https://www.smard.de/home/marktdaten...22:%22DE%22%7D
(Achtung neuer link, da der ursprüngliche tot ist)

Das einzige, was der Politik bisher eingefallen ist, sind Gaskraftwerke., die bei der zu erwartenden niedrigen Auslastung keiner bauen will und dazu noch jede Menge CO2 ausstoßen.
Das an der Erderwärmung offenbar was dran ist, haben uns die letzten 3 Wochen gezeigt. Wir werden uns daran gewöhnen müssen. Ich wohn am Berg.......

Michael

Irgendwie hat sich nichts geändert, außer dass wir feststellen mussten, dass es mit dem Gas auch nicht so toll funktioniert und inzwischen werden massiv die Hecken abgeholzt, um an Hackschnitzel zu kommen. Dafür wundert man sich, warum es immer weniger Insekten und Vögel gibt.....
Und inzwischen dürfte auch dem letzten Dummy klar geworden sein, dass wir ein Problem mit der Erderwärmung haben......

steffenl 05.03.2023 10:38

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2269767)
Die (Luft-)Wärmepumpe [...]

ok, danke für die Erläuterung. Ich frage nach, da wir auch in einem ungedämmten Altbau wohnen, die Gasheizung ist ca. 25 Jahre alt und leicht überdimensioniert (33 kW Brenner).

Das Thema neue Heizung ist noch offen, die Frage ist, ob ob eine WP angeschafft werden soll oder eine aktuelle Gasheizung und v.a. wann. Eine aktuelle Brennwerttherme wäre sicher effizienter als die alte, hat aber eben das Gasthema und was da für Kosten die nächsten Jahre kommen, lässt sich nur raten. Dafür ist die jetzt 1/3 bis 1/4 preiswerter als eine WP, das Geld könnte also woanders reingesteckt werden. Die Architektin ist bei unserer Konfiguration auch wenig von einer WP überzeugt.

frame 05.03.2023 11:00

Zitat:

Zitat von steffenl (Beitrag 2269857)
ok, danke für die Erläuterung. Ich frage nach, da wir auch in einem ungedämmten Altbau wohnen, die Gasheizung ist ca. 25 Jahre alt und leicht überdimensioniert (33 kW Brenner).

Also ungefähr die gleich Situation wie bei uns, nur ist unser Haus 30 Jahre alt. Das ist ein Zweifamilienhaus, die andere Wohnung gehört meinem Bruder, und die Entscheidung für die WP ist im Endeffekt Mitte letzten Jahres gefallen als die Gaspanik auf dem Höhepunkt war. Wobei die Alternative zur WP eine Gasheizung mit komplett neuer Solarthermie war die auch 35 k gekostet hätte, die WP war bei 45K und etwas höherer Förderung. Und wir haben natürlich gut Platz vor dem haus für die riesige (dafür sehr leise) Ausseneinheit, das hat nicht jeder.

Natürlich hat man noch die Möglichkeit mehr zu dämmen, bessere Fenster einzubauen, PV auf's Dach zu setzen um zu unterstützen. PV wollte ich eigentlich letztes Jahr, aber die Preise und Lieferzeiten und vor allem die Bürokratie bei einem Zweifamilienhaus haben mich erstmal davon abgebracht,

Ich denke wichtig für die WP ist vor allem auch die Aussentemperatur, auch wenn das nie ein Thema ist in den Mediendiskussionen. Wir wohnen in der wärmsten Gegend Deutschlands (Ortenau) und es gab schon lange keinen wirklich kalten Winter mehr. wenn der mal kommt und wirklich das ganze Land auf WP umstellt wird das sehr spannend. Ich bin nicht sicher ob ich richtig rechne bzw. hoffe das es falsch ist, aber wenn wir heute bei einem COP von 3.5 bei knapp über -5° 40kWh am Tag verbrauchen müsste das bei einem Tag der durchgehend UNTER -5° liegt ca. 140kWH sein. Das ist eine Menge Strom der erstmal erzeugt sein muss ...

Schon irgendwie verrückt, bei den alten Gaspreisen vor dem krieg haben wir für das gesamte Hause 1800€ im Jahr an Gas verbraucht, mit der 30 Jahre alten heizung. Wenn man sieht was da jetzt für Geld im Spiel ist und überlegt wie lange wohl die Haltbarkeit sein wird ....

turboengine 05.03.2023 13:43

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2269861)
Natürlich hat man noch die Möglichkeit mehr zu dämmen, bessere Fenster einzubauen, PV auf's Dach zu setzen um zu unterstützen.

Gibt es die Möglichkeit für eine Erdsonde? Eine 200m-Bohrung sollte reichen. Oder eine 160m Bohrung mit Zwillingssonde.
Erreicht man mit Wärmepumpe und Erdsondenanlage eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,8 oder mehr, fördert die BAFA das mit 4.500€.

steve.hatton 05.03.2023 18:24

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2269887)
Gibt es die Möglichkeit für eine Erdsonde? Eine 200m-Bohrung sollte reichen. Oder eine 160m Bohrung mit Zwillingssonde.
Erreicht man mit Wärmepumpe und Erdsondenanlage eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,8 oder mehr, fördert die BAFA das mit 4.500€.

Sofern es am Standort des Objektes genemhigungsfähig ist.

twolf 06.03.2023 12:12

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2269861)
Also ungefähr die gleich Situation wie bei uns, nur ist unser Haus 30 Jahre alt. Das ist ein Zweifamilienhaus, die andere Wohnung gehört meinem Bruder, und die Entscheidung für die WP ist im Endeffekt Mitte letzten Jahres gefallen als die Gaspanik auf dem Höhepunkt war. Wobei die Alternative zur WP eine Gasheizung mit komplett neuer Solarthermie war die auch 35 k gekostet hätte, die WP war bei 45K und etwas höherer Förderung. Und wir haben natürlich gut Platz vor dem haus für die riesige (dafür sehr leise) Ausseneinheit, das hat nicht jeder.

Natürlich hat man noch die Möglichkeit mehr zu dämmen, bessere Fenster einzubauen, PV auf's Dach zu setzen um zu unterstützen. PV wollte ich eigentlich letztes Jahr, aber die Preise und Lieferzeiten und vor allem die Bürokratie bei einem Zweifamilienhaus haben mich erstmal davon abgebracht,

Ich denke wichtig für die WP ist vor allem auch die Aussentemperatur, auch wenn das nie ein Thema ist in den Mediendiskussionen. Wir wohnen in der wärmsten Gegend Deutschlands (Ortenau) und es gab schon lange keinen wirklich kalten Winter mehr. wenn der mal kommt und wirklich das ganze Land auf WP umstellt wird das sehr spannend. Ich bin nicht sicher ob ich richtig rechne bzw. hoffe das es falsch ist, aber wenn wir heute bei einem COP von 3.5 bei knapp über -5° 40kWh am Tag verbrauchen müsste das bei einem Tag der durchgehend UNTER -5° liegt ca. 140kWH sein. Das ist eine Menge Strom der erstmal erzeugt sein muss ...

Schon irgendwie verrückt, bei den alten Gaspreisen vor dem krieg haben wir für das gesamte Hause 1800€ im Jahr an Gas verbraucht, mit der 30 Jahre alten heizung. Wenn man sieht was da jetzt für Geld im Spiel ist und überlegt wie lange wohl die Haltbarkeit sein wird ....

Da scheint eher bei der Auslegung einiges falsch zu laufen.
Wenn bei minus 3 Grad der Heizstarb Zuheizt, na dann gute Nacht

frame 06.03.2023 12:20

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2269939)
Da scheint eher bei der Auslegung einiges falsch zu laufen.
Wenn bei minus 3 Grad der Heizstarb Zuheizt, na dann gute Nacht

Woher hast du deine Meinung? Ein Bivalenzpunkt von -5° ist nach allem was ICH finden kann völlig normal. Da unsere WP auf Altbau ausgelegt ist und bei -5° schon über 50° Vorlauftemperatur erzeugen muss ist das auch sehr sinnvoll, der notwendige Druck steigt ja mit der Temperatur und damit auch der Verschleiss, ebenso wie die Arbeitszahl runtergeht.

Wie das aber aussehen soll wenn ALLE solche Wärmepumpen haben müssen, das ist die interessante Frage. Da es ja auch meistens nachts am kältesten ist wenn nicht so wirklich viel Solarenergie zur Verfügung steht.

turboengine 06.03.2023 13:45

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2269941)
Woher hast du deine Meinung? Ein Bivalenzpunkt von -5° ist nach allem was ICH finden kann völlig normal.

Ich bin niedrigere Bivalenzpunkte gewohnt. Bei meiner Erdsondenheizung habe ich das Zuheizen erst ein einziges Mal erlebt, als ich die Nachtabsenkung übertrieben hatte und es -25 Grad in der Nacht waren.

Aber in der Ortenau dürfte das OK sein.. :D

chri$ti@n 06.03.2023 13:51

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2269861)
Ich bin nicht sicher ob ich richtig rechne bzw. hoffe das es falsch ist, aber wenn wir heute bei einem COP von 3.5 bei knapp über -5° 40kWh am Tag verbrauchen müsste das bei einem Tag der durchgehend UNTER -5° liegt ca. 140kWH sein.

Ich denke, du rechnest falsch. Es ist ja kein Schwarz-/Weiss, es gibt ja auch noch Graustufen ;)

"Sinkt die Außentemperatur weiter ab, so muss ein zweiter Wärmeerzeuger hinzu geschaltet werden" (https://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe/planung/bivalenzpunkt)

Das heißt m.E. ab deiner kolportierten Außentemperatur muss zusätzlich mit dem Heizstab geheizt werden. Wenn es dazu käme, dass nur der Heizstab arbeitet, dann wäre an der Dimensionierung tatsächlich etwas komplett falsch.


Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2269941)
Woher hast du deine Meinung?

Ich hatte ursprünglich genau den gleichen Gedanken wie twolf. Aber ich habe auch Altbau gelesen und habe daher Heizkörper in meine Interpretation einbezogen. Von 50° Vorlauftemperatur war vorher nämlich nicht explizit die Rede.

Bei unserer Fußbodenheizung hat sich der Heizstab unserer Wärmepumpe noch niemals eingeschalten (außer zum Estrich-Ausheizen!). Auch nicht bei -19°, was ich als kälteste gemessenene Außentemperatur bei uns in Erinnerung habe.

Ich habe mich schon desöfteren gefragt, ob die Luftwärmepumpe für den Altbau wirklich sinnvoll sein kann. Aber man hört immer wieder Aussagen, dass eine richtig dimensionierte WP das locker zusammen bringt. Ich habe diese Aussagen immer mit Vorsicht genossen.

frame 06.03.2023 16:05

Zitat:

Zitat von chri$ti@n (Beitrag 2269950)
Das heißt m.E. ab deiner kolportierten Außentemperatur muss zusätzlich mit dem Heizstab geheizt werden. Wenn es dazu käme, dass nur der Heizstab arbeitet, dann wäre an der Dimensionierung tatsächlich etwas komplett falsch.

Ich hatte ursprünglich genau den gleichen Gedanken wie twolf. Aber ich habe auch Altbau gelesen und habe daher Heizkörper in meine Interpretation einbezogen. Von 50° Vorlauftemperatur war vorher nämlich nicht explizit die Rede.
Ich habe mich schon desöfteren gefragt, ob die Luftwärmepumpe für den Altbau wirklich sinnvoll sein kann. Aber man hört immer wieder Aussagen, dass eine richtig dimensionierte WP das locker zusammen bringt. Ich habe diese Aussagen immer mit Vorsicht genossen.

Ich denke du hast recht, ich habe die Aussage dass im Bereich des Bivalenzpunkts die WP sowieso nicht mehr effizient arbeitet falsch interpretiert, die Heizstäbe werden zugeschaltet.

Natürlich ganz normale Heizkörper, nichts zusätzlich gedämmt. Unser Heizungsbauer und der WP-Hersteller sagten das geht.

In den letzten 2 Monaten ist das bei uns zweimal passiert als es kurz unter -5 grad hatte - die richtig kalten Tage waren ja im Dezember als unsere WP gerade im Bau war. Und einmal als ich das Legionellenprogramm gefahren habe - ab 55 Grad schaltet sich der 1.Zusatzheizer ein, ab 58 Grad auch noch der zweite. Dann stehen da 9kW ...

Ja, aufgrund dieser Aussagen haben wir die Anlage auch gekauft. Ich denke sie schafft das schon, aber was sie dann eben verbraucht an wirklich kalten Tagen und ob das am Ende ökonomisch oder auch nur im Sinne von Co2 wirklich sinnvoll ist weiss ich nicht. Und was eben das Stromnetz macht wenn plötzlich alle WPs ihre Zusatzheizer aktivieren, das will ich mir noch gar nicht ausmalen.

Und wie lange das Gerät hält ist natürlich auch eine Frage - ich denke keine 32 Jahre mehr wie unsere Gasheizung,


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