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turboengine 03.03.2023 14:01

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2269676)
Wenn wir tagsüber so viele PV Überkapazitäten haben, warum ist dann unser Wärmepumpe HT Tarif (Mo-Fr 6-21:00) doppelt so hoch, als der NT-Tarif (alle anderen Zeiten). Müsste sich das nicht langsam umdrehen? Nachts ist doch der überschüssige Strom nicht vorhanden. :zuck:

In welcher Jahreszeit heizt Du? Im Winter dürfte die Solareinspeisung so flatterhaft sein, dass deren Beitrag wertmäßig keine Rolle spielt.

db2gu 03.03.2023 14:48

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2269650)
... Dein Speicher reicht für EINE STUNDE! ....

Was für ein Schwachsinn 20kWh verbrauch ich max. in 3 Tagen.
Wenn bei uns das Licht ausgeht oder wir außer Haus benötigen wir knapp 100Wh das sind 2,4kWh pro Tag Ruhestrom. Das hat Anstrengungen gekostet aber funktioniert.
Normaler Stromverbrauch pro Tag liegt bei ca. 6 bis 8 kWh.

Unser PV Anlage bringt bei durchschnittlichen Sonnenschein 130kWh am Tag max ca. 200kWh. Keine 10% gehen in den häuslichen Stromverbrauch der Rest ins E-Mobil und Warmwasser für Heizung und Brauchwasser. Und meist bleibt noch viel über...

Porty 03.03.2023 15:04

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2269687)
Unser PV Anlage bringt bei durchschnittlichen Sonnenschein 130kWh am Tag max ca. 200kWh. Keine 10% gehen in den häuslichen Stromverbrauch der Rest ins E-Mobil und Warmwasser für Heizung und Brauchwasser. Und meist bleibt noch viel über...

O.k. du hast nichts verstanden.....
Auf einen Nenner gebracht: Ich speise meinen Strom ein, wann ihn keiner braucht, um die Speicherung soll sich gefälligst die Allgemeinheit kümmern. Denken bis zum eigenen Stromzähler......

Gepard 03.03.2023 17:32

"Im Kampf gegen den Klimawandel sind die Pflanzen die einsamen Verteidiger.
Das stoppen der Abholzung und großflächige Aufforstung können eine einfache aber nicht ausreichende Verteidigung des Klimawandels sein"

Wer gestern Abend "Monitor" gesehen hat, weiß das dies nicht passieren wird.
Wenn alte Kohlekraftwerke auf Holz umgestellt werden, mit Miliarden von der EU gefördert, und auch keine CO2 Zertifikate brauchen, sieht es schlecht aus für den Wald.:flop:
Erstaunlich war auch, das 36% der erneuerbaren Energien aus dem Verbrennen von Holz kommen.:shock:

jrunge 03.03.2023 18:35

Zitat:

Zitat von Gepard (Beitrag 2269701)
Wer gestern Abend "Kontraste" gesehen hat, weiß das dies nicht passieren wird.
Wenn alte Kohlekraftwerke auf Holz umgestellt werden, mit Miliarden von der EU gefördert, und auch keine CO2 Zertifikate brauchen, sieht es schlecht aus für den Wald.:flop:
Erstaunlich war auch, das 36% der erneuerbaren Energien aus dem Verbrennen von Holz kommen.:shock:

Ich war erstaunt, wieviel Schwachsinn möglich ist. :flop:
Es war übrigens "Monitor". Hier der Beitrag.

KSO 03.03.2023 19:37

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2269681)
In welcher Jahreszeit heizt Du? Im Winter dürfte die Solareinspeisung so flatterhaft sein, dass deren Beitrag wertmäßig keine Rolle spielt.

Die macht halt auch Warmwasser. Dann wäre also eine Umkehr des Tarifs im Sommer doch nur gerechtfertigt? Klar verbraucht sie da weniger, weil keine Heizung, aber trotzdem.

Panflam 03.03.2023 19:46

Ich war gestern Abend auch mit mit Erstaunen vor der Kiste gesessen. Unglaublich. Den Monitor-Beitrag kann ich nur empfehlen.
Wir heizen große Teile der Wohnung mit Kachelofen, das Holz kriegen wir von der Gemeinde zu gewiesen, meistens kranke Bäume die vom Forstamt schon gefällt wurden.

Gruß Jörg

turboengine 04.03.2023 00:20

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2269720)
Die macht halt auch Warmwasser. Dann wäre also eine Umkehr des Tarifs im Sommer doch nur gerechtfertigt? Klar verbraucht sie da weniger, weil keine Heizung, aber trotzdem.

Ideal wäre eigentlich wenn die Smartmeter den Strompreis nach dem aktuellen Spotpreis bestimmen. Gibt es es dann niedrige oder gar negative Preise am Mittag wird das günstig. Aber im Winter kann das ziemlich teuer werden - und das mag nicht jeder.

turboengine 04.03.2023 10:07

Für die Freunde von Kennzahlen (KPIs) die von McKinsey immer so gerne benutzt werden:

https://www.mckinsey.de/branchen/che...giewende-index

Danach wird Deutschland seinen Strombedarf in Zeiten der Spitzenlast schon bald nicht mehr aus eigener Kraft decken können. Es droht bereits 2025 eine Versorgungslücke von 4 Gigawatt die bis zum Jahr 2030 auf 30 Gigawatt anwächst.

Zitat:

Damit steuern wir in eine erhebliche Unterdeckung zu: Eine Kapazität von 30 Gigawatt entspricht etwa 30 thermischen Großkraftwerken
Zitat:

Bei einem Kohleausstieg bis 2030 wären es sogar mehr als 40 GW, die noch in diesem Jahrzehnt vom Netz gehen würden. Das würde die gesicherte Reservemarge massiv unter Druck setzen und fordert Anpassungen im Strommarktdesign, um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft jederzeit zu gewährleisten.
Was hier so verschwurbelt angedeutet wird ist die Einführung eines Kapazitätsmarkts. Kohle- und Gaskraftwerke werden langfristig für die Bereitstellung von Reserven bezahlt. Das ist bisher nur per “Notverordnung” durch die Bundesnetzagentur der Fall und wäre ein Offenbarungseid, dass die Energiewende langfristig nicht funktioniert.

Wie gesagt, die “Energiewende” hat bisher nur geschafft die Kernkraftwerke zu ersetzen. Dem Klima hat es bisher nichts genutzt.

Und die Ergebnisse von McKinsey stehen in deutlichem Widerspruch zu dem von der Bundesnetzagentur erstellten Bericht „Versorgungssicherheit Strom“, den das Bundeskabinett Ende Januar beschlossen hatte. Darin hieß es, dass die Stromversorgung selbst bei einem auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg sicher sei.

Exkurs:
Auch die Bundesnetzagentur ist offenbar politisch gesteuert - für einen Regulator sollte das ein Alarmzeichen sein. Nichts ist überflüssiger als eine weiterer Ja-Sager-Wasserkopf.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dow...cationFile&v=4
Schönfärberei eines schönfärberischen Berichts.
Exkurs Ende.

Edit: Ein Grossteil der von McKinsey gezeigten Indikatoren sind “Garnitur” um das Bild etwas freundlicher zu gestalten. Das ist diese servile Art von McKinsey… Wenn man die Indikatoren nach Wichtigkeit für die Energiesicherheit gewichten würde wäre das Ergebnis ein Desaster.

frame 04.03.2023 10:16

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2269687)
Was für ein Schwachsinn 20kWh verbrauch ich max. in 3 Tagen.

Tja, du hast aber noch nicht die Habeck'sche Wärmepumpe. Wir haben nun so eine, im Altbau, nicht zusätzlich gedämmt, mit ganz normalen heizkörpern. Die grossen schaffen ja auch höhere Vorlauftemperaturen. Also genau was sich die Politik vorstellt.

Im Dezember/Januar/Februar hat sie zwischen 30 und 40kwh pro Tag verbraucht. und es waren nur 2 Tage dabei wo es nachts mal kurz unter -5 Grad war - dann schaltet sich nämlich die E-Heizung ein, die hat einen COP von 1 und da rattert der Zähler mal richtig los.

Ausserdem besteht Deutschland halt nicht nur aus Siedlungen mit 1-2 Familienhäusern. Und in Häusern mit mehreren Parteien ist eine PV-Anlage immer noch ein bürokratisches Monstrum, abgesehen davon dass die Dachfläche pro Wohneinheit natürlich weitaus geringer ist.


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