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Crimson 18.09.2019 20:58

ist aber offenbar tolerierbarer als ein "persönlicher Angriff"

turboengine 18.09.2019 21:41

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2089109)
Diesen Vergleich empfinde wohl nicht nur ich als abscheulich und extrem unangemessen. Sorry, aber so etwas geht für mich überhaupt nicht.

OK, ich gebe zu dass der Vergleich insofern unpassend ist, da 1938 auch gezielter Mord ausgeübt wurde und und nicht nur Sachbeschädigung vorkam. Ich will aber gerne erklären warum ich auf diesen Vergleich kam. Auf Indymedia ist folgendes zu lesen:

Zitat:

HB] Das Ende eines Geländewagens

von: Ende Geländewagen am: 22.08.2019 - 11:39
Themen: ÖkologieSoziale Kämpfe
Regionen: Bremen
In der Nähe einer Parkbank am Osterdeich in Bremen brennt am frühen Mittwoch-Morgen (21.8.2019) ein viel zu fetter BMW SÜV (Süper-Übergewichts-Vahrzeug) in der Sportedition. Warum gerade dieser?
Eine persönliche Feindschaft gegenüber der Autohalter_in? Nein; es hätte überall und zu jeder Zeit jeden SUV treffen können. Er stand zur Vorderseite frei, so dass kein anderes Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen wurde. Grundsätzlich gilt es, möglichst viele der unnötigen Schwergewichte aus dem Verkehr zu ziehen (*).
In vielen Städten schließen sich Aktive der Bewegung "Ende Gelände-wagen" zusammen und wracken auf vielfältige Weise Autos ab, die ohne jeden Grund drei Tonnen wiegen und übermotorisiert durstig eine gigantische Menge klimaschädliches CO2 abblasen. Eine offen- oder subversiv-aggressive Haltung von vielen gegenüber SUV kann sich durchaus positiv auf das Kauf-Klima des einzelnen niederschlagen.
https://de.indymedia.org/node/36505

Das hat mich an die Polizeianweisung von Reinhard Heydrich für die Reichkristallnacht erinnert:

Zitat:

NS-Archiv: Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei, in seinem Fernschreiben an die Staatspolizeistellen:

Es dürfen nur solche Maßnahmen getroffen werden, die keine Gefährdung deutschen Lebens oder Eigentums mit sich bringen (z.B. Synagogenbrände nur, wenn keine Brandgefahr für die Umgebung ist).
https://www.lpb-bw.de/reichspogromnacht.html

Gewalt gegen Sachwerte des Feindes erlaubt wenn keine Kollateralschäden entstehen.

Und man sollte sich vergewärtigen, dass das Denkschema dasselbe ist: Totalitarismus.

Zitat:

Es gebe kein Recht auf SUVs, sagt Luisa Neubauer, Mitorganisatorin von Fridays for Future in Berlin.
https://taz.de/Mitorganisatorin-uebe...ture/!5578305/

Diese Gefährte sind unnütz und hässlich, verstossen aber gegen kein geltendes Gesetz. Wenn man den Rechtsstaat ernst nimmt, hat jeder das Recht beliebig viele von den Dingern zu besitzen und damit herumzufahren, so er einen Führerschein besitzt, sowie Steuern und Versicherung bezahlt hat.

Wenn aber eine Gruppe für sich erklärt, sich wegen höherer Ziele über das Gesetz stellen zu dürfen, und anderen ihre Freiheitsrechte abspricht, ist das nicht sehr weit davon entfernt was in der dunkelsten Ära Deutschlands (kein Fliegenschiss !) passiert ist.

https://de.indymedia.org/node/33932

Zitat:

Heute nacht haben wir vier backfrische Porsche Cayenne der Premium-Klasse (550 PS , >180.000 Euro je Fahrzeug) auf dem Gelände des Porschezentrums Köln-Ehrenfeld abgebrannt.
https://de.indymedia.org/node/33964
Zitat:

Sie sind im Straßenverkehr rücksichtlos, latent gewalttätig
Zuerst spricht man das Besitzrecht ab. Das ist der erste Schritt. Aus obigem Statement „gewalttätig“ werden die Fahrer dieser Gefährte bereits als potentielle Straftäter betitelt.
Wir haben erlebt wie es weitergeht.

hpike 18.09.2019 21:52

Es war eine andere Zeit. Es war eine andere Ideologie, es waren Nazis die sowas gemacht und gefordert haben. Vergleichst du die ernsthaft mit Teenagern von heute? Ich finde, das verbietet sich von selbst. Was die fordern oder möchten, kommt von, ich sag das jetzt absichtlich überspitzt, von kleinen Mädchen die Angst um ihre Zukunft haben und selbst wenn sie sich ab und an vergaloppieren, das kannst du nicht ernsthaft mit diesen Verbrechern von vor 70 und mehr Jahren vergleichen. Das ist unanständig, sorry.

turboengine 18.09.2019 22:07

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2089126)
Was die fordern oder möchten, kommt von, ich sag das jetzt absichtlich überspitzt, von kleinen Mädchen die Angst um ihre Zukunft haben

Diese kleinen Mädchen rufen zu Straftaten auf.

Der immer radikalere ökobürgerliche Zeitgeist ist keine gute Entwicklung. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner bezeichnete SUVs gar als „Straßenpanzer“.

Autos mit Kriegswaffen zu vergleichen ist OK?

Das ist genau die Art der Agitation, die wir nicht wollen. Von der Gröhlemeyer-Rede mal ganz abgesehen.

Porty 18.09.2019 22:38

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2089126)
. Was die fordern oder möchten, kommt von, ich sag das jetzt absichtlich überspitzt, von kleinen Mädchen die Angst um ihre Zukunft haben und selbst wenn sie sich ab und an vergaloppieren, das kannst du nicht ernsthaft mit diesen Verbrechern von vor 70 und mehr Jahren vergleichen. Das ist unanständig, sorry.




Sorry, einfach Sachen anzünden, die einem nicht passen ist schlicht und ergreifend Brandstiftung und eine Straftat, dazu eine Ideologisch motivierte.
Und wo willst die die Grenze ziehen? Was machst Du, wenn als nächstes die Tankstellen brennen- natürlich unter dem Vorwand des Umweltschutzes?

Auch diese Generation muss lernen, dass eine Gesellschaft nur dann funktioniert, wenn sich alle an die definierten Spielregeln halten. Stell dir vor, irgendwer kommt auf die Idee, Rentner zu entsorgen, denn die verbrauchen eine Menge Energie und emittieren CO2.......


Auch wenn ich diese Monster SUV nun wirklich nicht ausstehen kann, bringt es nichts, die Dinger anzuzünden, da erstens die Versicherung den Schaden zahlt und nur noch mehr von den Dingern produziert werden und zweitens beim Abfackeln dieser Plastikberge viel zu viel giftiger Dreck entsteht und damit der Umwelt nun wirklich nicht gedient ist.....:roll:


Um das zu erkennen, müsste man natürlich lernen, in Zusammenhängen zu denken, eine Eigenschaft, die nicht nur in dieser Generation nicht mehr allzu verbreitet ist und schon gar nicht in den Schulen vermittelt wird. Leider.......

cbv 18.09.2019 22:45

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2089117)
ist aber offenbar tolerierbarer als ein "persönlicher Angriff"

:top:

hpike 18.09.2019 23:07

Ne Leute, ich bin hier raus, das entgleist hier grade vollkommen, damit möchte ich nichts zu tun haben.:flop:

rudluc 18.09.2019 23:08

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2089127)
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner bezeichnete SUVs gar als „Straßenpanzer“.

Ein treffender Vergleich! Ich stimme ihm uneingeschränkt zu.
Bei meinem Sohn ist solch ein Straßenpanzer mit hoher Geschwindigkeit von hinten auf seinen stehenden Mercedes 180C gefahren. Die Stoßstange des Mercedes und das Bodenblech war unberührt. Der SUV ist direkt oberhalb der Knautschzone bis fast in den Innenraum des Mercedes hineingefahren.
Gottseidank war mein Sohn gerade vorher ausgestiegen und blieb unverletzt.

1. Die Höhe der Stoßstangen und Knautschzonen sollte genormt sein!
2. Da diese SUV-Monster so viel Platz verbrauchen in unserem beengten Verkehrsraum (insbesondere in Städten), sollte eine Größensteuer für Privat-KFZ erwogen werden. Warum muss solch eine Kiste doppelt so viel Platz verbrauchen wie ein normaler PKW? Und wofür braucht man Geländegängigkeit in unseren Innenstädten?

BeHo 18.09.2019 23:08

@Klaus: Was sollen diese ständigen Links zu mehr oder weniger anonymen Posts auf indymedia.org?

Fridays for Futures ist eine aktuelle Bewegung, die relativ groß geworden ist und daher natürlich viele Reaktionen bewirkt. Manche nutzen das aus, um Radikalisierungen rechtzufertigen, und andere um diese Radikalisierungen gegen die große Mehrheit der gemäßigten Befürworter zu verwenden.

Das passiert immer wieder. 100.000 protestieren, 100 agieren radikal und 200 teils psychopatische Trittbrettfahrer kommen hinzu. Die Zahlen sind natürlich weder absolut noch relativ zueinander als Fakt anzusehen, sondern sollen nur das grundsätzliche Problem veranschaulichen.

Dann gibt es fast immer das Phänomen, dass sich ein Teil der Bevölkerung bemüßigt fühlt die wenigen Radikalen und die Trittbtettfahrer hervorzuheben und diese unzulässigerweise mit der eigentlichen Bewegung gleichzusetzen.

Es bleibt wie immer zu hoffen, dass sich auf allen Seiten die Argumentation mit sachlichen Argumenten durchsetzt.

P.S.: Wer zivilen Ungehorsam leistet, muss grundsätzlich mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Oftmals endet das in einem persönlichen Fiasko und manchmal in einer Verbesserung der Lebensumstände vieler. Ersteres trifft viel häufiger zu als letzteres.

P.P.S.: Dein Versuch, FFF in eine radikale Ecke zu drängen, funktioniert bei mir nicht.

P.P.P.S.: Als Ex-Raucher und Jetzt-Dampfer haben wir in D bisher immer noch einen akzeptablen Kompromiss gefunden.

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2089129)
[...]Um das zu erkennen, müsste man natürlich lernen, in Zusammenhängen zu denken, eine Eigenschaft, die nicht nur in dieser Generation nicht mehr allzu verbreitet ist und schon gar nicht in den Schulen vermittelt wird. Leider.......

Ein meines Erachtens sinnfreies Argument, welches wohl schon so vor Jahrtausenden vermittelt wurde.

Wenn dem so wäre, hätte Deine - und fast meine - Generation in der Wissensvermittlung und Unterstüzung neuer Ideen grandios vetsagt.

WB-Joe 18.09.2019 23:39

Thread geschlossen wie angekündigt.


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