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Porty 23.06.2013 00:06

Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben, aber einige Aussagen kann ich so nicht stehen lassen:

!. Ich bin nicht für Kernkraft, aber das was zur Zeit läuft, geht nach dem Motto: Bekämpfen wir das eine Übel mit dem Anderen.
Weißt man die Öko- Fraktion auf die Probleme und Grenzen der aktuellen Entwicklung hin, bekommt man Polemik und die gebetsmühlenhafte Wiederholung des Atommüllproblems an den Kopf geworfen, allerdings keine Antworten.

2. Gerade was aktuell im Biogas und Holzheizungsbereich abgeht, treibt mir als Naturfreund die Tränen in die Augen, wird aber von der Ökolobby billigend in Kauf genommen.

3. Ich war letzten Monat 2 mal nach Mitternacht in der Firma weil ein Trafohauptschalter bei mitgelogten 1500 Ampere ausgelöst hat, obwohl er auf 4000 A eingestellt ist. Unser Energieversorger erzählt irgendwas von Schalthandlungen wegen Windkraftanlagen.....

4. vor 2 Jahren ist bei uns auf dem Gelände zur Mittagszeit ein 20 000 V Erdkabel hochgegangen.
Wenig später ist im Nördlinger Umspannwerk ein 110 000 Volt- Trafo explodiert. Jedes mal einige Stunden Stromausfall
Unser Energieversorger erzählt was von Oberwellen durch PV- Anlagen im Netz.

Produktionsausfall jedes mal ein 6- stelliger Betrag. (wir sind ein Produktionsbetrieb mit kontinuierlichen Anlagen, die nach einen unvorhergesehenen Stillstand aufwendig gereinigt und neu hochgefahren werden müssen. Unsere EDV kann damit umgehen....)
Darf man da keine Fragen stellen?

Wie man nach der Energiewende mit 14 Tagen Flaute im Winter klar kommen will, ist mir auch unklar.
Für die, dies interessiert, Hier ist der Lastgang übers Jahr hervorragend zu erkennen:

http://www.sonnenertrag.eu/de/deutsc...4024/4143.html
(Oberhalb vom Diagramm auf Monate klicken)

Das einzige, was der Politik bisher eingefallen ist, sind Gaskraftwerke., die bei der zu erwartenden niedrigen Auslastung keiner bauen will und dazu noch jede Menge CO2 ausstoßen.
Das an der Erderwärmung offenbar was dran ist, haben uns die letzten 3 Wochen gezeigt. Wir werden uns daran gewöhnen müssen. Ich wohn am Berg.......

Michael

steve.hatton 23.06.2013 01:09

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458752)
...

1. Ich bin nicht für Kernkraft, aber das was zur Zeit läuft, geht nach dem Motto: Bekämpfen wir das eine Übel mit dem Anderen.
Weißt man die Öko- Fraktion auf die Probleme und Grenzen der aktuellen Entwicklung hin, bekommt man Polemik und die gebetsmühlenhafte Wiederholung des Atommüllproblems an den Kopf geworfen, allerdings keine Antworten.

Jede Art von Stromerzeugung hat ihre Nachteile, das heißt man sollte vielleicht mal darüber nachdenken den Verbrauch zu reduzieren, als ständig die Produktion hochzuschrauben.

Tja und der Atommüll, bzw. das Problem damit, ist das was die Ingenieure der Kernkraft-Betreiber innerhalb wenigr Jahrzehnte nach Bau der ersten AKWs gelöst haben wollten - deshalb erhielt die Kernkraft überhaupt Betriebsgenehmigungen - weil das Thema von vorne herein ausgeklammert wurde. Heute ist man ein wenig schlauer und deshalb kommt der Atommüll nun eben immer wiedr als Argument. Auch weil er sich nicht wegdiskutieren lässt.

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458752)
...
2. Gerade was aktuell im Biogas und Holzheizungsbereich abgeht, treibt mir als Naturfreund die Tränen in die Augen, wird aber von der Ökolobby billigend in Kauf genommen.

Es ist halt wieder eine Alternative - nicht alleinseligmachende - und aufgrund der Subventionspolitik wieder mal ein Beispiel wie Dinge ausufern können. Die Pacht für Äcker in meiner Umgebung ist von 250 € innert kurzer Zeit auf 800 € /ha im Jahr gestiegen - sprich kein "normale Landwirt" kann sich diese noch leisten - nur noch die "Maisbauern"

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458752)
...
3. Ich war letzten Monat 2 mal nach Mitternacht in der Firma weil ein Trafohauptschalter bei mitgelogten 1500 Ampere ausgelöst hat, obwohl er auf 4000 A eingestellt ist. Unser Energieversorger erzählt irgendwas von Schalthandlungen wegen Windkraftanlagen....

D.h. Ihr erhaltet ziemlich "unsauberen" Strom von eurem Versorger - und die Windkraftbetreiber sind schuld daran ?

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458752)
...
4. vor 2 Jahren ist bei uns auf dem Gelände zur Mittagszeit ein 20 000 V Erdkabel hochgegangen.
Wenig später ist im Nördlinger Umspannwerk ein 110 000 Volt- Trafo explodiert. Jedes mal einige Stunden Stromausfall
Unser Energieversorger erzählt was von Oberwellen durch PV- Anlagen im Netz.

Punkt 3+4 zwingen einem wirklich die Fragen auf, ob der Energieversorger nur mit Strom aus Gundremmingen zurecht kommt - sonst mit nichts.

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458752)
...
Produktionsausfall jedes mal ein 6- stelliger Betrag. (wir sind ein Produktionsbetrieb mit kontinuierlichen Anlagen, die nach einen unvorhergesehenen Stillstand aufwendig gereinigt und neu hochgefahren werden müssen. Unsere EDV kann damit umgehen....)
Darf man da keine Fragen stellen?


Stellt sich die Frage wie der Produktionsausfall im Falle des GAUs in Gundremmingen zu beziffern wäre - auch nur ein sehsstelliger Betrag ?

Klar darf man Fragen stellen - man muss dies sogar.
Nur man sollte nicht nur die Schuldfrage in eine Richtung stellen - vielleicht will man mit gewissen Dingen nicht zurechtkommen ?

Das Problem an den ganzen Diskussionen in diesem Bereich sind zum einen die unzuverlässigen Zahlen, die je nach Quelle in die eine oder andere Richtung ....tja wie sage ich es am besten - angepasst oder interpretiert werden, um deutlichere Worte zu vermeiden.

Eine Lösung wär ein deutliches Umdenken. Wachstum ist nicht das alleinseeligmachende Moment der Volkswirtschaft. Wenn wir glauben nur mit immer noch mehr Autos oder sonstigem die Wirtschaft am laufen halten zu können rauschen wir zwangläufig in eine Katastrophe.

Produkte werden "ausgedünnt", um die Haltbarkeit zu verringern und neues Wachstum zu generieren - unnötige Energie und Resourcenverschwendung - unfassbar. Ein Auto soll heute nur noch 7 Jahre halten - hallo ? Wie krank ist diese Welt.

Noch ein Beispiel: Früher waren drei Müllmänner auf dem Müllwagen. Heute hat der Wagen eine Umrüstung erfahren oder es ist ein neues Fahrzeug ist gebaut worden, ein Hebearm greift die Tonne - natürlich neue Tonnen, die man produzieren musste, weil die alten nicht passten. Sprich der Bau der neuen Fahrzeuge oder deren Umrüstung verbrauchte Energie und Rohstoffe, wie die neuen Tonnen auch.
Energie die man hätte sparen können!
Die Müllgebühr ist um keinen Cent gesunken und die zwei Mann hinten sind jetzt auf Hartz IV, sprich werden von der Gemeinschaft finanziert.

Wer ist nun der Nutznießer dieses Wachstums - eine Minorität!

Porty 23.06.2013 14:18

Hallo Steeve,

Ich muß die leider (das "leider" bezieht sich nicht auf Dich) in vielen Punkten Recht geben.
Was mit der Qualität vieler Produkte und deren programmierten Ableben heute praktiziert wird ist schlicht kriminell, egal ob bei VW nach 75000 km die Steuerketten reißen, Mercedes an strategischen Stellen durchrosten oder ein Canon- Drucker, der nach 4 Jahren einfach so die Arbeit einstellt. Mein Autoschrauber zeigte mir vor kurzem die Steuerkette eines 1,6 l BMW Motors, Die unterschied sich nur unwesentlich von einer Fahrradkette und war nach 75 000 km so ausgelutscht das sie Übersprungen ist. Das nennt sich dann Premium.... :flop:
Man kann solche Firmen nur, wo immer es geht meiden. Canon wird mit mir kein Geld mehr verdienen und meine Autos sind aus japanischer Fertigung. ob man mit den Alternativen weiter kommt, mag dahin gestellt sein.
Ich war allerdings vor 2 Wochen zur Vorpremiere des neuen Lexus IS Hybrid und dort wurde ausdrücklich die besondere Langlebigkeit der Produkte als besonderes Qualitätsmerkmal hervorgehoben. Zumindest haben sie schon mal die völlig überflüssigen Plastikverkleidungen im Motorraum weggelassen, die nur Geld kosten und die Wartungsarbeiten behindern. Schaun mer mal.....

Zum unsauberen Strom muss ich Dir allerdings widersprechen:
Unser Stromversorger (Stadtwerke Aalen) ist auch nur ein Händler, der seinen Strom an der Börse bezieht. Was aus der Steckdose kommt, bestimmt allein die aktuelle Konfiguration des Stromnetzes und die verschieden Widerstände in den einzelnen Netzmaschen - Stichwort Kirchhoffsche Gesetze.
Die Stadtwerke Aalen haben darauf keinen Einfluss. Allerdings ist hier in der Gegend der Anteil von Fotovoltaik und Biogas überdurchschnitlich hoch und irgendwie muss der Strom durch die vorhandenen Leitungen. Die defekten Komponenten waren übrigens vorher viele Jahre ohne jedes Problem im Einsatz. Die Fehlauslösungen des Trafohauptschalters (ca 20 Jahre alt) traten auf, obwohl wir an unseren dort aufgeschalteten Maschinenpark seit 2 Jahren keine Änderungen vorgenommen haben.

Und mal polemisch gefragt: wurdest Du dein Auto verschrotten wollen, nur weil es mit dem schlechter gewordenen Sprit nicht mehr zurecht kommt?

Viele Grüße

Michael

PS:

Eben kam auf SWR 1 ein Bericht über den Großbrand in Ludwigshafen. Man vermutet, der Brand wurde durch die Photovoltaikanlage ausgelöst. War wohl aus China....

steve.hatton 23.06.2013 17:17

Hallo Michael,
Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458869)
Hallo Steeve,

Ich muß die leider (das "leider" bezieht sich nicht auf Dich) in vielen Punkten Recht geben.
Was mit der Qualität vieler Produkte und deren programmierten Ableben heute praktiziert wird ist schlicht kriminell, egal ob bei VW nach 75000 km die Steuerketten reißen, Mercedes an strategischen Stellen durchrosten oder ein Canon- Drucker, der nach 4 Jahren einfach so die Arbeit einstellt. Mein Autoschrauber zeigte mir vor kurzem die Steuerkette eines 1,6 l BMW Motors, Die unterschied sich nur unwesentlich von einer Fahrradkette und war nach 75 000 km so ausgelutscht das sie Übersprungen ist. Das nennt sich dann Premium.... :flop:

Tja bei meinem Saab wurden auch diverse Teile im Vergleich zum Vorgänger weggelassen oder "minimiert", wie zB dezente Kunststoffabdeckungen an der hinteren Achskonstruktion. Die braucht man lt GM nicht mehr weil es wohl keine S hotterpisten mehr gibt....

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1458869)

Zum unsauberen Strom muss ich Dir allerdings widersprechen:
Unser Stromversorger (Stadtwerke Aalen) ist auch nur ein Händler, der seinen Strom an der Börse bezieht. Was aus der Steckdose kommt, bestimmt allein die aktuelle Konfiguration des Stromnetzes und die verschieden Widerstände in den einzelnen Netzmaschen - Stichwort Kirchhoffsche Gesetze.....
.

Ich bin weder Elektriker noch Elektroniker, ich weiß nur dass unsauberer Strom mit Spanungspitzen und -Einbrüchen, den dahiterliegenden Geräten massiv schaden kann, deshalb genießen bei mir Computer und Telefonanlage die Spannungsversorgung via USV mit "Stabilisator", was Spitzen und Einbrüche vermeidet. Ähnliches dachte ich sollte bei Trafoanlagen etc auch drin sein, damit im Haus oder Betrieb nicht dramatisch abweichende Stöme ankommen.
Wie gesagt ich bin kein Elektriker...

fotogen 23.06.2013 17:56

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1458762)



Eine Lösung wär ein deutliches Umdenken. Wachstum ist nicht das alleinseeligmachende Moment der Volkswirtschaft. Wenn wir glauben nur mit immer noch mehr Autos oder sonstigem die Wirtschaft am laufen halten zu können rauschen wir zwangläufig in eine Katastrophe.

Produkte werden "ausgedünnt", um die Haltbarkeit zu verringern und neues Wachstum zu generieren - unnötige Energie und Resourcenverschwendung - unfassbar. Ein Auto soll heute nur noch 7 Jahre halten - hallo ? Wie krank ist diese Welt.

Noch ein Beispiel: Früher waren drei Müllmänner auf dem Müllwagen. Heute hat der Wagen eine Umrüstung erfahren oder es ist ein neues Fahrzeug ist gebaut worden, ein Hebearm greift die Tonne - natürlich neue Tonnen, die man produzieren musste, weil die alten nicht passten. Sprich der Bau der neuen Fahrzeuge oder deren Umrüstung verbrauchte Energie und Rohstoffe, wie die neuen Tonnen auch.
Energie die man hätte sparen können!
Die Müllgebühr ist um keinen Cent gesunken und die zwei Mann hinten sind jetzt auf Hartz IV, sprich werden von der Gemeinschaft finanziert.

Wer ist nun der Nutznießer dieses Wachstums - eine Minorität!

Es sind jedoch nicht nur die anderen, die schuld sind. Unsereiner hat sich beispielsweise vor 5 oder 6 Jahren eine DSLR für 800 oder 900 € gekauft, die heute genauso funktionsfähig wie sie damals war in den Müll wandert oder bei manchem user noch zuvor weitere 10 Jahre ungenutzt im Schrank liegt. Hier siegt der Spieltrieb, der uns die Kameras in Serie kaufen lässt (7D, A100, A700, A77 usw.) regelmässig über unsere ökologische Vernunft. Wir werfen tatsächlich etwas weg, was uns einmal 1000€ wert war und verursachen damit wissentlich den Umweltschaden, den Produktion und Transport der neuen Kamera bis zu uns auf die schwäbische Alp oder ins Rheintal verursachen.
Es ist ausserdem schon erstaunlich, wie bei den Kameraherstellern damals zur guten alten analogen Zeit genausoviele Menschen beschäftigt wurden wie heute, obwohl wesentlich weniger Produkte per annum verkauft wurden, es den Unternehmen besser ging, genauso wie die Mitarbeiter bei besserer Gesundheit mehr Spass hatten und sich daher Frustkäufe neuer Plastikkameras sparen konnten. ;-)

Das System funktioniert perfekt aber leider falsch, weil es uns den Ast absägt, auf dem wir sitzen.

lampenschirm 23.06.2013 18:36

die einzig wahre Lösung heisst:

die (welt) Bevölkerung drastisch zu reduzieren (bei 9 von 10 einen Knopf in die leitung) ..

und auf der anderen seite wieder lernen , dass Energie in welcher form auch immer nichts selbstverständliches ist das jederzeit in x beliebiger menge einfach da ist.....betrifft in erster Line der "Westen"

möglichst hohe effizents von Maschinen und Anlagen soll das normalste sein...

wie auch dieser wegwerf/konsumgesellschaft den Rücken zudrehen bzw schonender Umgang mit ressourcen

und wenn diese völlig utopische Lösung gegeben wäre bzw 4-5 milliarden weniger von dieser sog. hoch intelligenter spezies wären etliche andere probleme auch auf einmal gelöst...welch ein Wunder.....bleiben würden gewisse altlasten wie z.b. der AKW-Abfall....
was wir bereits unwiederbringlich zerstört/ausgerottet haben...nun seis drum....

mein ganz bewusster beitrag seit ich weiss wie es geht : ich habe stehts unkosten für gummis....

Porty 23.06.2013 20:11

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1458911)
Hallo Michael,

Ich bin weder Elektriker noch Elektroniker, ich weiß nur dass unsauberer Strom mit Spanungspitzen und -Einbrüchen, den dahiterliegenden Geräten massiv schaden kann, deshalb genießen bei mir Computer und Telefonanlage die Spannungsversorgung via USV mit "Stabilisator", was Spitzen und Einbrüche vermeidet. Ähnliches dachte ich sollte bei Trafoanlagen etc auch drin sein, damit im Haus oder Betrieb nicht dramatisch abweichende Stöme ankommen.
Wie gesagt ich bin kein Elektriker...

Wir haben nur an dem einen Trafo um die 1500 A bei 3 x 400 V, das sind über den Daumen 750 kW, Da wiegt nur das Kupfer in den Kabeln zwischen Trafo und Verteilung 1 1/2 Zentner je Meter. Eine USV in diesen Leistungsbereichen dürfte sich in achtstelligen Regionen bewegen. So was haben nur die ganz großen Rechenzentren. Unsere Produkte geben das nicht her.
Alle wichtigen Rechner hängen an eigenen USV´s.

Viele Grüße
Michael

Reisefoto 13.08.2013 21:05

Manager Magazin: Solarstrom billiger als Atom

http://www.manager-magazin.de/finanz.../a-915672.html

steffenl 13.08.2013 22:18

Och je, das olle Energiethema...
Wer kürzlich Nachrichten gehört, gesehen hat, hat mitbekommen, dass die EU den Neubau von Atommeilern erleichtern, sorgar fördern möchte. Die deutsche Politik zeigte sich brüskiert, zurückhaltend.
Festhaltend:
-der Oettinger, ein Deutscher, ist Energiekommissar, es wäre naiv zu glauben, dass der seine Anweisungen nicht aus Berlin bekäme
- Schwarz-Gelb hat erst nach Fukushima eine Kehrtwende von der Abwende der Energiewende genommen... weil sonst wiederwahlgefährdend

Sicherlich sind erneuerbare Energien schwieriger handzuhaben, da die Zufuhr schwankt, aber wenn ein hochtechnisiertes Land wie Deutschland Netzstabilität nicht in den Griff bekommt, wer dann?
Sollen wir noch weitere 80 Jahre Uran, Kohle und Co verbrutzeln, weils einfach einfacher ist?
Sorry, aber ein totes Pferd zu reiten, anzutreiben und zu füttern ist Lobbyarbeit, sonst nichts.

usw. usf. es gäbe hier noch so viel zum Thema zu schreiben... mein Wunsch wäre, dass sich Deutschland endlich vorne hinstellt, bei der Sache bleibt und beweist, dass es auch anders geht und die schöne, funktionierende Technik an andere Länder verkauft, dann klappt's auch mit den Arbeitsplätzen.

Viele Grüße

P.S. Einen zum Schluss: treffen sich zwei Erden: "Na, wie geht's Dir?", "Hmm, nicht so gut, ich habe homo sapiens". "Ach, das hatte ich auch mal, ist aber nicht so schlimm, das geht vorbei"

wwjdo? 13.08.2013 22:39

Zitat:

usw. usf. es gäbe hier noch so viel zum Thema zu schreiben... mein Wunsch wäre, dass sich Deutschland endlich vorne hinstellt, bei der Sache bleibt und beweist, dass es auch anders geht und die schöne, funktionierende Technik an andere Länder verkauft, dann klappt's auch mit den Arbeitsplätzen.
Jetzt nur mal vom monetären Standpunkt aus betrachtet: Welche Länder sollen denn solch horrenden Summen aufbringen?

Das Ammenmärchen glaube ich schon lange nicht mehr, von der logistischen Umsetzung ganz zu schweigen.

In England wird es wohl auch bald mit Fracking losgehen und unsere Energiepreise schießen in astronomische Höhen. Die Zeche für die Klientelpolitik zahlt mal wieder
der normal Stromkunde, da die Industie sonst mit Abwanderung droht - sehr kreativ. :flop:


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