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a1000 24.04.2020 12:38

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2134315)
Ich sehe auch eine gewisse Schwierigkeit darin, dass täglich hunderte von irgendwelchen Ärzten in TV-Shows sitzen und ihre "Wahrheit" erklären.... ...

Das stimmt.
Allerdings hatte der Arzt aus Schweden eher Tatsachen als Vermutungen/Berechnungen /Empfehlungen etc erzählt.
Ich glaube nicht, dass er sich das ausgedacht hat, dass sie die Patienten "priorisieren" sollen (Anweisung). Oder das mit der Beatmung bei 80+ Patienten.
Könnte für ihn böse enden, als deutscher (Chef)Arzt in Schweden der das schwedische Gesundheitssystem evtl zu Unrecht kritisiert...

Crimson 24.04.2020 12:42

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2134280)
Wieso? Die Kurve fällt doch weiter ab dem Zeitpunkt des offiziellen Lockdowns? Davon einmal abgesehen waren bereits in der Woche vorher haben viele Menschen und Unternehmen schon Maßnahmen vorweggenommen. Auch die Schulen waren die Woche vorher in vielen Bundesländern schon geschlossen. Insonfern ist der Stichtag der Falsche.

darüber kann und sollte man (?) diskutieren. Es ist sehr auffällig, dass nach dem 23. es keine signifikanten Auswirkungen mehr gibt und der größte/steilste Abfall schon vor dem 16.3. liegt. Wenn ich es nicht falsch verstanden habe, bezieht sich (angenommene Generationszeit 4 Tage) ein Wert zu einem Tag auf die 8 Tage davor (4 Tage direkt davor / 4 Tage 4 Tage davor). Das heißt, ein Wert am Tag X bezieht sich schon auf die (jüngere) Vergangenheit und keineswegs auf die Zukunft.
Die später auf Seite 15 zu findende Formulierung "Unter Anderem die Einführung des bundesweit umfangreichen Kontaktverbots führte dazu, dass die Reproduktionszahl auf einem Niveau unter 1/nahe 1 gehalten werden konnte" verstehe ich aus den Daten so nämlich nicht.

Sollten meine Überlegungen falsch sein, wäre ich über eine berichtigende Erklärung zu den dort vorliegenden Daten dankbar.

HaPeKa 24.04.2020 12:55

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hajoko 24.04.2020 13:20

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2134319)
darüber kann und sollte man (?) diskutieren. Es ist sehr auffällig, dass nach dem 23. es keine signifikanten Auswirkungen mehr gibt und der größte/steilste Abfall schon vor dem 16.3. liegt. Wenn ich es nicht falsch verstanden habe, bezieht sich (angenommene Generationszeit 4 Tage) ein Wert zu einem Tag auf die 8 Tage davor (4 Tage direkt davor / 4 Tage 4 Tage davor). Das heißt, ein Wert am Tag X bezieht sich schon auf die (jüngere) Vergangenheit und keineswegs auf die Zukunft.
Die später auf Seite 15 zu findende Formulierung "Unter Anderem die Einführung des bundesweit umfangreichen Kontaktverbots führte dazu, dass die Reproduktionszahl auf einem Niveau unter 1/nahe 1 gehalten werden konnte" verstehe ich aus den Daten so nämlich nicht.

Sollten meine Überlegungen falsch sein, wäre ich über eine berichtigende Erklärung zu den dort vorliegenden Daten dankbar.

dann schau doch bitte mal hier
https://experience.arcgis.com/experi...3b17327b2bf1d4
und zwar auf die Tabelle rechts unten "COVID-19-Fälle/Tag nach Erkrankungsbeginn, ersatzweise Meldedatum". Bis zum 16.03.20 sehe ich keinen nennenswerten Abfall aber nach dem 23.03. kontinuierlich. Erst als R=0,7 war, kamen die ersten Lockerungen ... aktuell laut RKI ist R=0,9.

Crimson 24.04.2020 13:28

Wo finde ich da ein R in den Daten? Ich spreche ja vom R und nicht von Fällen. Wenn die Überlegungen in dem anderen Papier vom RKI richtig sind (die aus den Fällen ein R prognostizieren), dann ist R schon seit dem 22.3. bei 1 bzw. drunter und bewegt sich seitdem nicht nennenswert.
Zweite Frage: woraus/wie berechnet das RKI das "aktuelle" R? Auch so wie in dem von mir verlinkten Papier?

KSO 24.04.2020 13:57

Du willst also sagen, der Haupteffekt, kam durch das Verbot der Großveranstaltungen und die Maßnahmen am 16.3. und 23.3. hatten keinen weiteren Effekt auf den R-Wert?

Man könnte aber auch anders sagen, die bis zum Mitten April durchgeführten Maßnahmen reichten nicht aus, den R Wert noch weiter deutlich unter 1 zu drücken, was ja der wünschenswerte Werte wäre. Ergo, die Lockerung der Maßnahmen, wird ihn wieder steigen lassen. (?) oder er bleibt ohne Probleme auf 1, solnage die Großereignissse nicht sattfinden.

About Schmidt 24.04.2020 14:03

Zitat:

Zitat von guenter_w (Beitrag 2134249)
Langsam mit der alten Mär!

Kann ich nicht lesen, muss man sich anmelden. :roll:

steve.hatton 24.04.2020 14:06

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2134285)
Das halte ich auch für durchaus möglich, ist ja auch nichts neues, das manche Menschen so etwas in ihre Verfügung aufnehmen, das war aber in dem Fall des interviewten deutschen Arztes in Schweden, definitiv nicht der Fall.

Das Promlem allerdings ist, dass so ziemlich alle Petientenverfügungen "vor Corona" verfasst wurden und mir selbst der Notar nicht mitteilen konnte, ob die Beatmung eines Corona-Patienten zu "lebensverlängernden Maßnahmen " gerechnet werden würden oder nicht - Grauzonen wo man hinblickt.

amateur 24.04.2020 14:13

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2134319)
Das heißt, ein Wert am Tag X bezieht sich schon auf die (jüngere) Vergangenheit und keineswegs auf die Zukunft.

Die Beschreibung ist nicht sehr eindeutig. Der Logik folgend müsste der R-Wert in der Mitte der beiden 4 Tage Intervalle geschrieben werden. So hatte ich das bisher auch immer verstanden. Man kann es aber im RKI Text aber tatsächlich auch so lesen, dass der R-Wert an den Tag am Ende des zweiten 4 Tageintervalls geschrieben wird.

Stephan

eac 24.04.2020 14:56

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2134336)
Du willst also sagen, der Haupteffekt, kam durch das Verbot der Großveranstaltungen und die Maßnahmen am 16.3. und 23.3. hatten keinen weiteren Effekt auf den R-Wert?

Man könnte aber auch anders sagen, die bis zum Mitten April durchgeführten Maßnahmen reichten nicht aus, den R Wert noch weiter deutlich unter 1 zu drücken, was ja der wünschenswerte Werte wäre. Ergo, die Lockerung der Maßnahmen, wird ihn wieder steigen lassen. (?) oder er bleibt ohne Probleme auf 1, solnage die Großereignissse nicht sattfinden.

Der Haupteffekt kam nicht durch das Verbot von Großveranstaltungen, sondern durch das vorweggenommene Social Distancing nachdem die ersten Toten in Deutschland zu beklagen waren. Vor ein paar Tagen hatten Sie einen Biologen vom RKI bei Maischberger, der die Auswertung der Mobilitätsdaten vorgestellt hat. Dort sieht man, dass die Menschen schon vom 9.2. an begonnen haben, sich weniger zu bewegen und aus Angst selbst isoliert haben.

Das deckt sich aber auch mit meinen Erfahrungen. Meine Firma hat z.B. schon deutlich vor dem Lockdown begonnen, die Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken und ich habe auch schon deutlich vor Beginn des Lockdowns die ersten Leute mit FFP2-Masken beim Einkaufen gesehen. Auch die Hamsterkäufe haben schon viel früher begonnen. Ich weiß also nicht, warum immer alle auf dn 23.03. schielen.


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