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hpike 24.04.2020 10:46

Zitat:

Zitat von kiwi05 (Beitrag 2134291)
Ich denke es ist das vielen durch Michael Jackson bekannt gewordene Propofol.

Ja genau, das war es. Jetzt weiß ich auch gleich wieder, wo ich diesen Begriff schon mal gehört hatte. ;)

nex69 24.04.2020 11:05

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2134267)
Außerdem fehle denen eine Chemikalie zum betreiben der Beatmungsgeräte, irgendwas mit P hab die genaue Bezeichnung vergessen, jedenfalls fehlt das und drum sind viele der Geräte überhaupt nicht nutzbar.

Propofol, ein Narkosemittel. Einen wachen Patienten kannst du nicht intubieren.

Edit: zu langsam.

felix181 24.04.2020 11:08

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2134294)
Ich fand die Zustimmung zu den getroffenen Maßnahmen, um es mal mit den Worten von Mutti zu sagen, alternativlos. Sicher muss man nicht alles und jedes gutheißen, aber in dieser Situation war nicht groß Zeit zum diskutieren, da musste gehandelt werden. Das da jetzt einige anfangen auf der Contrawelle zu reiten, finde ich persönlich fast schon kindisch, auf jeden Fall aber auch nicht ungefährlich. Mir persönlich geht die Öffnung deutlich zu schnell und ich finde, einige Politiker und auch Geschäftsleute, gehen da sehr leichtsinnig, um des Profits willen, mit unserer Gesundheit um. Sicher geht es da um Existenzen, aber wie sagt man bei fast jedem Unfall? Hauptsache euch oder dir ist nichts passiert, alles andere kann repariert werden. Größtenteils bezahlt es ja sogar die Versicherung oder wie momentan, die Steuerzahler. Menschenleben sind unbezahlbar, das scheinen, je länger die Krise dauert, immer mehr zu vergessen und fast immer, aus finanziellen Gründen.

So wie einige den angeordneten Shutdown für schlecht angesehen haben und Kritik geübt haben, gibt es jetzt wieder 2 Lager - Du gehörst offenbar zu denen die lieber weiterhin alles geschlossen halten würden, was medizinisch wahrscheinlich das Klügste wäre.
Andere meinen, dass die Fallzahlen eine Wiederaufnahme der Wirtschaft zulassen müssen, was auch nicht von der Hand zu weisen ist, wenn man erahnen will, wieviele Unternehmen den bisherigen Shutdown schon nicht überleben werden und je länger das andauert, desto grösser wird der dauerhafte Schaden. Ich finde, dass man bei allen Überlegungen auch einpreisen muss, dass die enorme Rezession die auf uns zukommt langfristig auch der Gesundheit vieler Menschen schaden wird (Unfinazierbarkeit der Krankenversorgung, weniger Einkommen verursacht leider automatisch auch schlechtere Gesundheit, Suizide, usw.).

Es ist also wieder einmal ein Ritt auf der Rasierklinge und man kann so wie den Shutdown sicher auch die zu frühzeitige Wiedereröffnung kritisieren - aber wie Du sagst: es muss auch jetzt so oder so gehandelt werden und es wird immer 2 Meinungen dazu geben...

hpike 24.04.2020 11:17

Was letztendlich richtig war, wird die Zeit zeigen, momentan kann man nur verschiedene Varianten testen, andere Möglichkeiten haben wir ja sowieso nicht.

guenter_w 24.04.2020 11:36

Gerade mal wieder der PK des RKI gelauscht. Was mich seit Wochen maßlos ärgert, ist die Tatsache, dass das Meldewesen bundeseinheitlich noch immer nicht vereinheitlicht ist und die Entscheidungsgrundlagen mehr ein Bauchgefühl denn real sind. Immer wieder wird auf die Basisreproduktion abgehoben, die aber eine unheimliche Varianz in der Erhebung hat. Wann schafft man endlich im digitalen Zeitalter einen verbindlichen Meldeweg mit einheitlichen Kriterien? Alltäglich diese Mist-Sondersendungen im TV mit demselben Blabla, die diversen "Experten" haben in den TV-Sitzen ja schon Druckmarken gesetzt, aber an der Basis mangelt es. Ich habe im Studium Statistikkurse gehabt, das ist mittlerweile Jahrzehnte her, aber so schlampig, wie die Pandemiedaten erhoben und gemeldet werden - da wäre ich schon zu Beginn durch die Klausur gefallen! Allein wenn man im RKI-Bericht sieht, dass es sogar ungeklärte Fälle des Geschlechts gibt, dass Symptombeginn und Meldedatum nicht korrekt angegeben werden, dass Labore, Krankenhäuser und Gesundheitsämter Daten übermitteln, dass Daten tagelang liegenbleiben, bevor sie gemeldet werden, ist ein Skandal, der mittlerweile über Monate dauert Die Gesundheit der Bevölkerung ist das höchste Gut, die wirtschaftliche Situation hängt aber unmittelbar von ihr ab. Mit beiden Punkten wird viel zu leichtfertig umgegangen. Hoffentlich wacht da mal jemand auf. Das RKI schreibt es täglich - unbeachtet!

Orbiter1 24.04.2020 11:45

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2134267)
Weiß gar nicht mehr ob es gestern oder schon vorgestern war, jedenfalls war dort beim Lanz ein deutscher, seit Jahren in Schweden lebender und praktizierender Arzt, verantwortlich für ein Krankenhaus und mehrere Altenwohnheime zugeschaltet. Der hat das ganz klar mit den alten Leuten über 80 bestätigt. Die werden einfach nicht mehr beatmet. Mir und auch den anderen dort, hat es echt die Sprache verschlagen.

Ich weiß nicht ob es bei den Beatmungsgeräten große Unterschiede zwischen Schweden und den USA gibt aber zumindest in New York ist es schon fast ein Todesurteil wenn man an als Coronapatient an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird. Für Patienten über 65 Jahre sieht es extrem schlecht aus.

"A giant study that examined outcomes for more than 2,600 patients found an extraordinarily high 88% death rate among Covid-19 patients in the New York City area who had to be placed on mechanical devices to help them breathe. …. Only 3% of those over 65 on ventilators survived, report says " https://t.co/Ue6rYVRk1O

Bei solchen Aussichten ist ein Sterben in Würde u. U. die bessere Alternative. Muß jeder selbst entscheiden. Ändert aber trotzdem nichts daran dass in Schweden die Intensivbetten seit etlichen Tagen nur zu ca 50% belegt sind.

a1000 24.04.2020 11:47

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2134279)
Ich kenne einige über 80 jährige, die eine Patientenverfügung haben und keine lebensverlängernden Massnahmen wie Beatmung wünschen. Das gilt auch für Corona. Diejenigen, die die Beatmung überleben sind alles andere als quickfidel ...
Ist also durchaus möglich, dass es über 80 jährige gibt, die nicht behandelt werden. Eventuell auch auf eigenen Wunsch.

Das ist hier nicht relevant ob jemand auf eigenen Wunsch das nicht möchte.
Es geht darum wie das System mit diesen Menschen umgeht.
Über die Sendung mit Lanz habe ich schon vorgestern hier geschrieben.
Der Arzt sagte, dass sie die Anweisung bekommen haben zu "priorisieren". Das heißt, Menschen über 80 oder mit Vorerkrankungen "auszusortieren". So seine Wortwahl.


Zu den freien Betten in Schweden: der Arzt sagte, dass es nur 1100 Intensivbetten gibt - 600 davon waren vorgestern besetzt.
Und dass sie sich Propofol von Tierärzten besorgen müssen ("kooperieren"), da nicht genug vorhanden.

nex69 24.04.2020 11:48

Zitat:

Zitat von Orbiter1 (Beitrag 2134308)
Ich weiß nicht ob es bei den Beatmungsgeräten große Unterschiede zwischen Schweden und den USA gibt aber zumindest in New York ist es schon fast ein Todesurteil wenn man an als Coronapatient an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird. Für Patienten über 65 Jahre sieht es extrem schlecht aus..

Diese Aussage habe ich auch schon vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit gehört.

felix181 24.04.2020 12:11

Zitat:

Zitat von a1000 (Beitrag 2134309)
Das ist hier nicht relevant ob jemand auf eigenen Wunsch das nicht möchte.
Es geht darum wie das System mit diesen Menschen umgeht.
Über die Sendung mit Lanz habe ich schon vorgestern hier geschrieben.
Der Arzt sagte, dass sie die Anweisung bekommen haben zu "priorisieren". Das heißt, Menschen über 80 oder mit Vorerkrankungen "auszusortieren". So seine Wortwahl.


Zu den freien Betten in Schweden: der Arzt sagte, dass es nur 1100 Intensivbetten gibt - 600 davon waren vorgestern besetzt.
Und dass sie sich Propofol von Tierärzten besorgen müssen ("kooperieren"), da nicht genug vorhanden.

Ich sehe auch eine gewisse Schwierigkeit darin, dass täglich hunderte von irgendwelchen Ärzten in TV-Shows sitzen und ihre "Wahrheit" erklären. Jeder, auch die Ärzte, haben Meinungen und denen ist man ausgesetzt, wenn nur ein Arzt etwas schildert - egal ob der Drosden, Maier oder Müller heisst.
Zu leicht neigen wir dann auch dazu, diese Statements als die einzige Wahrheit anzusehen und diese selbst dann auch als solche darzustellen...

Ich meine da jetzt gar nicht Schweden im speziellen, sondern einfach die Flut an vermeintlichen Experten. Wenn die alle Recht hätten...

minfox 24.04.2020 12:33

Zitat:

Zitat von Orbiter1 (Beitrag 2134308)
Ich weiß nicht ob es bei den Beatmungsgeräten große Unterschiede zwischen Schweden und den USA gibt aber zumindest in New York ist es schon fast ein Todesurteil wenn man an als Coronapatient an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird. Für Patienten über 65 Jahre sieht es extrem schlecht aus.

Viele Mediziner beobachten, dass sich der Zustand von Covid-19-Patienten verschlechtert, sobald diese an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurden. In Italien starb der größte Teil der beatmeten Patienten. Krankenhäuser in den USA versuchen deshalb, die Beatmung so lange wie möglich hinauszuzögern. In Deutschland sterben 30 Prozent der Covid-19-Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt wurden.


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