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Porty 19.02.2023 16:02

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2268224)
Moin, moin,
Solarzellen sind aktuell nicht das Problem, aber dafür Wechselrichter (und auch Akkuspeicher, welche für Solarparks nicht relevant sind).
Dat Ei


Natürlich brauchen Solarparks auch Wechselrichter und Speicher sind da erst recht erforderlich......

atlinblau 19.02.2023 16:02

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2268223)
Hmm, das ist doch mal eine Erklärung. Dann frage ich mich warum "wir" so verrückt sind auf die EU und immer mehr Kompetenzen nach Europa abgeben wollen wenn wir wissen dass der übergrosse Anteil der Regierungen der EU-Länder gekauft ist?

Bleiben wir doch in Deutschland.
Frau Merkel beliebt zu entscheiden, wenn Wahlen auf dem Spiel stehen.

"Die Atomkatastrophe von Fukushima führt zu einem Kurswechsel. Ursprünglich hat die schwarz-gelbe Koalition unter Angela Merkel den von der rot-grünen Vorgängerregierung beschlossenen Atomausstieg rückgängig gemacht und im Herbst 2010 die Laufzeitverlängerung für die bestehenden Atomkraftwerke beschlossen. Doch drei Tage nach dem Reaktorunglück verkünden Kanzlerin Merkel (CDU) und Vizekanzler Westerwelle (FDP) am 14. März 2011 ein dreimonatiges Moratorium. Es ist der Anfang vom endgültigen Atomausstieg..."

...klick!!!

Ihre Entscheidung war wohl eher dem Umstand einer drohenden CDU-Wahlniederlage in BW geschuldet...

"Alle baden-württembergischen Kernkraftwerke gehören dem nunmehr staatlichen Energieversorger - damit wird die Landtagswahl auch eine Abstimmung über den unmittelbaren Atomkurs im Ländle. "Das holen wir wieder auf", hieß es noch vergangene Woche im Mappus-Lager angesichts der Werte von SPD und Grünen. Nach den Ereignissen in Japan ist von dieser Zuversicht kaum noch etwas übrig. "

...klack!!!

Porty 19.02.2023 17:17

Wiel es zum Thema Energiesparen passt:
Ich hatte gestern mal wieder das Vergnügen, den Nahverkehr in Deutschlands Süden zu testen.
Ein mal Nördlingen - Stuttgart und zurück. Der erste Aufreger war der Versuch am Automaten ein Metropolticket Stuttgart zu lösen. Gelang weder mir noch den anderen Fahrgästen, aber auch nicht dem wirklich netten Zugbegleiter von Go Ahead Bayern. Diese Firma hat neben anderen auch diese Strecke übernommen. Interessant waren die Zuggarnituren: Alte, aber aufgearbeite Silberlinge, gezogen von alten E- Lok´s der Bayern- Bahn (EVU des Eisenbahnmuseums Nördlingen), dafür überraschend bequeme Sitze, kein Vergleich zu dem spartanischen Gestühl der heutigen Triebwagen. Immerhin passte der Anschluss in Aalen und wir kamen nur mit 10 Minuten Verspätung in Stuttgart an.
Dafür kam es auf der Rückfahrt um so dicker: HBf Stuttgart der übliche Bahnsteigwechsel, diesmal aber zum Glück nur das gegenüber liegende Nebengeleis. Abfahrt wegen einer durch einen leicht verspäteten Gegenzug blockierten Fahrstraße (dank Bahnsteigwechsel) um 7 min verspätet. Dadurch wurde dem Metropolexpress ab Bad Cannstadt eine S- Bahn vor die Nase gesetzt. So zuckelte der MEX, obwohl er planmäßig nur in Waiblingen und erst wieder in Schorndorf hält, mit gefühlten 30 km/h hinter der S- Bahn her und hatte in Schorndorf schon 20 min Verspätung, was natürlich bis Aalen nicht mehr aufzuholen war. Daher verpassten wir in Aalen den Anschlusszug um glatte 3 Minuten. Ok, der nächste Zug fährt ja nur eine Stunde später....
Von wegen, die beiden nächsten Züge erschienen mit dem Vermerk "fällt aus" :evil:
Also ran ans Telefon: Hotline des Nahverkehrs BW - Anrufbeantworter "Dieser Service steht zur Zeit nicht zur Verfügung, sie erreichen uns wieder am Montag ab....." :twisted:
Immerhin wurde ich an die Fernverkehrshotline der DB weiter verbunden und von dem freundlichen Berater erfuhr ich dann, dass schon in einer Stunde ein Linienbus nach Nördlingen fahren würde. Dieser war natürlich entsprechend voll und das Gestühl so unbequem, dass davon RyanAir noch was lernen könnte. Aber immerhin war ich dann mit nur knapp 2 Stunden Verspätung in Nördlingen. Der DB- Navigator kennt diese Linie natürlich nicht, dort gab es eine Verbindung mit dem Bus über die letzten Käffer mit 2 mal Umsteigen......
Ich hab dann noch die Hotline von Abelio Bayern angerufen und bekam als Antwort:
Go Ahead Bayern ist eine andere Gesellschaft wie Go Ahead BW, da gibt es wegen Anschlusszügen keinen Datenaustausch...... :evil::evil:
Ich sehe dem kommenden 49 € Ticket mit froher Zuversicht entgegen. Glaube nicht dass ich es nutzen werde, obwohl ich eigentlich gern mit der Bahn unterwegs bin.


p.s. Für die alten Züge kann Go Ahead nichts, die wurden von der Bayrischen Eisenbahngesellschaft rechtzeitig bei Siemens bestellt, aber die kommen nicht aus dem Quark......

peter2tria 19.02.2023 17:26

Ach Du warst in Schorndorf :lol: hätten wir uns treffen können ;)

Dat Ei 19.02.2023 17:53

Moin, moin,

Abellio, eine 100%ige Tochter des niederländischen Bahnkonzerns "Nederlandse Spoorwegen", mit reichlich finanziellen Problemen (Insolvenzverfahren) behaftet, nur dank eine Notfallplans in BW fahrend, hat nach meinem Kenntnisstand Züge von Bombadier und nicht von Siemens bestellt. Bombadier hat(te) massive Liefer- und Qualitätsprobleme.

https://www.handelsblatt.com/unterne.../25559470.html

Zu guter Letzt musste man sich von der DB Zugbestecke ausleihen. Tja, wer Verkehrsleistung im Rahmen einer Ausschreibung anbietet, sollte auch Bestecke haben, um sie zu erbringen.

Auch das sind Aspekte der Privatisierung der Bahn und der Öffnung des Marktes, denn auch dritte Anbieter haben ihre Probleme, die Leistung kostendeckend zu erbringen, zu der sie vertraglich verpflichtet sind.


Dat Ei

twolf 19.02.2023 18:06

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2268210)
Gratuliere, dass ist bis jetzt in Deutschland tatsächlich noch niemand aufgefallen, dass man Energiespeicher auch entsprechend ans Netz anbinden muss. Ich hoffe Du bist noch nicht in Rente und kannst die Leute aufklären. :top:

Der Netzknoten ist direkt am Speicher :crazy:

Porty 19.02.2023 18:20

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2268268)
Moin, moin,

Abellio, eine 100%ige Tochter des niederländischen Bahnkonzerns "Nederlandse Spoorwegen", mit reichlich finanziellen Problemen (Insolvenzverfahren) behaftet, nur dank eine Notfallplans in BW fahrend, hat nach meinem Kenntnisstand Züge von Bombadier und nicht von Siemens bestellt. Bombadier hat(te) massive Liefer- und Qualitätsprobleme.
Dat Ei


Sorry, ich hab Abellio mit Go Ahead verwechselt, habs geändert.
Die fahren wirklich mit Siemens- Zügen
Hier ein Foto vom Probebetrieb:

Bild in der Galerie

Dat Ei 19.02.2023 18:41

Moin, moin,

Go Ahead hat Trouble mit Siemens Bestecken im Raum Ausgburg. Das schlägt Wellen.

https://beg.bahnland-bayern.de/de/pr...rzeugproblemen

Go Ahead bezieht aber zumindest in Teilen auch Bestecke von Stadler und hat auch da reichlich Probleme. Lieferungen bleiben aus, weil Go Ahead einen umstrittenen Dienstleister für die Wartung an der Hand hat.

https://ischinga.de/aerger-bei-go-ah...-auslieferung/

Der Industrie werden gerne die schwarzen Peter zugeschoben, für die oftmals die Bahnunternehmen selber Verantwortung tragen. Bahnunternehmen neigen dazu, nicht (kostengünstige) Standardbestecke auszuwählen, sondern Sonderlocken haben zu wollen und reden tief ins Engineering rein. Das führt nicht nur zu langen Zulassungsprozessen, sondern auch zu Anfälligkeiten. Wenn man die von der Industrie vorgegebenen Wartungsintervalle nicht einhält, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Bestecke frühzeitig Probleme machen.


Dat Ei

frame 19.02.2023 18:58

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2268244)
Bleiben wir doch in Deutschland.
Frau Merkel beliebt zu entscheiden, wenn Wahlen auf dem Spiel stehen.
Ihre Entscheidung war wohl eher dem Umstand einer drohenden CDU-Wahlniederlage in BW geschuldet...

Das wissen wir alle das Merkel diese Entscheidung nicht getroffen hat weil sie sie richtig fand sondern weil die BaWü Wahl anstand. Und alle ihre Entscheidungen danach waren genauso motiviert, der reine Machterhalt wie sie es von ihrem Ziehvater Kohl gelernt hat. Ausser das "wir schaffen das", das war natürlich rein emotional.

Aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Aber sag', gerade hat du nachgewiesen dass die EU-Regierungen (ausser der deutschen natürlich) gekauft sind und jetzt willst du das Thema nicht mehr haben? Ist es dir unangenehm oder so selbstverständlich dass man nicht darüber reden muss?

Porty 19.02.2023 19:16

Nun, nach Aussage von Lokführern der Bayernbahn (die fahren momentan die Züge für Go Ahead) wurden die Züge durch die BEG bestellt und nicht von Go Ahead. Wobei ch diese Firma nicht in Schutz nehmen will, die Idee, die Wartung der Züge an eine russische Firma zu übertragen, war nicht zu Ende gedacht, dürfte sich aber durch die aktuelle Entwicklung ohnehin erledigt haben. (habe eben gelesen, dass die Wartung der Go Ahead Flotte von der schweizer Firma Euco- Rail übernommen wurde)
Wenn man allerdings liest: "Mitte Dezember 2022 kam es zu Problemen mit den neuen Fahrzeugen bei Eisregen. Unter anderem funktionierten die Stromabnehmer bei vereisten Oberleitungen nicht richtig, was zusammen mit weiteren Problemen dazu führte, dass zeitweise nur die Hälfte des gesamten Fuhrparks einsatzfähig war." (Zitat Wikipedia) bleibt das wohl bei Siemens hängen.

In dem Zusammenhang möchte ich Euch eine Meldung aus dem aktuellen Lok- Magazin (Heft 3/2023) nicht vorenthalten:
Fernbus statt SPNV
Das Land Mecklenburg- Vorpommern hat angekündigt, jahrelang angesparte Regionalisierungsmittel, die primär für den SPNV zu nutzen sind, für Aufbau und Betrieb eines Fernbusnetzes zu nutzen. Das Sondervermögen umfasst inzwischen 374 Mio €.
In der Vergangenheit hatte das Land ausbleibende SPNV- Angebotsausweitungen oder Streckenreaktivierungen mit einer angespannten Haushaltslage begründet

Zitat Ende


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