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Porty 16.02.2023 23:00

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2267911)
https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...3-5d0f1494baae


Die Sonne schickt keine Rechnung. China schon. Der Welt dümmste Energiepolitik erleidet schon wieder einen Rückschlag. Resilient ist das nicht.


Ich frag mich welche Rohstoffe uns China vorenthalten will? Solarzellen bestehen bis auf wenige Ausnahmen in der Raumfahrt aus Silizium, und das wird aus Sand (SiO2) gewonnen. Den wird man nicht aus der Wüste Gobi nach Europa karren wollen. Die Kontakte auf der Rückseite sind aus Alu und auf der Vorderseite meist aus Silber oder auch Aluminium. Selbst für die Dotierung braucht es Bor und Phosphor, und das nur in minimalen Mengen. Also nichts, was nicht auch in Europa aufzutreiben wäre.
Die Frage sind wohl eher die Energiekosten. Siliziumproduktion in der erforderlichen Reinheit ist verdammt energieintensiv. Aber das ist ein hausgemachtes Problem.
Aber so ist das halt mit deutschen Qualitätsjournalismus, Keine Lüge ist zu haarsträubend, um damit nicht Auflage schinden zu können.

turboengine 16.02.2023 23:04

Zitat:

Zitat von loewe60bb (Beitrag 2267914)
.... warum gehst Du denn eigentlich nicht in die Politik, wo Du doch alles besser weißt? :roll:

War ich schon. Jung-Politiker auf Landesebene. Dann kam das Maschinenbau-Studium dazwischen und ich hatte keine Zeit mehr dafür. Technik hat mich mehr interessiert als Apfelschorle mit Erwin Teufel…

twolf 16.02.2023 23:19

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2267925)
Ich frag mich welche Rohstoffe uns China vorenthalten will? Solarzellen bestehen bis auf wenige Ausnahmen in der Raumfahrt aus Silizium, und das wird aus Sand (SiO2) gewonnen. Den wird man nicht aus der Wüste Gobi nach Europa karren wollen. Die Kontakte auf der Rückseite sind aus Alu und auf der Vorderseite meist aus Silber oder auch Aluminium. Selbst für die Dotierung braucht es Bor und Phosphor, und das nur in minimalen Mengen. Also nichts, was nicht auch in Europa aufzutreiben wäre.
Die Frage sind wohl eher die Energiekosten. Siliziumproduktion in der erforderlichen Reinheit ist verdammt energieintensiv. Aber das ist ein hausgemachtes Problem.
Aber so ist das halt mit deutschen Qualitätsjournalismus, Keine Lüge ist zu haarsträubend, um damit nicht Auflage schinden zu können.

Der Artikel beschreibt die Abhängigkeit von China im Bereich der Vorprodukte, die im Rahmen der Arbeitsteilung bis vor kurzer Zeit bestand, ein Umdenken setzt ja ein, das eine Abhängigkeit Aktuel ja kritisch gesehen wird.
Aber das betrifft ja sehr viele Bereiche, angefangen von der Pharma Industrie bis in weiten Bereichen der Elektronik.
Und es betrifft alle Industrie Nationen.
Die USA Pumpen ja Miliarden lm Moment in den Markt, um die Abhängigkeit in vielen Bereichen zu ändern, und auch Die EU wird demnächst ein Milliarden Program auflegen.

Nix neues, nur der Verfasser verkauft die Meldung als Neuigkeit.

turboengine 17.02.2023 01:09

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2267925)
Ich frag mich welche Rohstoffe uns China vorenthalten will?

Rohstoffe sind es nicht, sondern Fertigungstechnologie. Genau das, was China bei uns dank Merkel für einen Appel und ein Ei hinterhergeworfen bekommen hat (Kuka usw.)
Solarmodule werden so verknappt und teurer.

Der Beschluss ist hier:

http://fms.mofcom.gov.cn/article/ton...03376696.shtml

Ein Artikel ohne Bezahlschranke hier:

https://www.pv-magazine.de/2023/01/3...ium-und-wafer/

“Die Restriktionen würde zum einen Anlagenbauer, zum anderen Hersteller treffen, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Wafer-Fabrik im Ausland zu bauen. Denn auch ein Technologietransfer ins Ausland wäre diesen Restriktionen unterworfen.”

steve.hatton 17.02.2023 04:37

Da muss ich, auch wenn ich das sehr ungern tue, Frau Merkel mal in Schutz nehmen: Der Kuka_Ausverkauf hat wenig bis gar nichts mit ihr zu tun.

M.W. waren die Bedürfnisse der Anteilseigner der entscheidende Faktor...

Wären die Jungs (und Mädels) in der Autoindustrie nicht immer so quartalsfixiert, so hätte ein Zusammenschluss von Mercedes, BMW und VW den Laden locker kaufen können - so hat der Chinese die Bedürfnisse der Anteilseigner befriedigt.

Jetzt wird alles anders und keiner weiß wie lange hier in Augsburg noch was vernünftiges passiert - aber vielleicht baut man dann in A. wieder Müllautos....

Ein guter Bekannter ist wirklich froh, das nicht mehr miterleben zu müssen - in wenigen Tagen verabschiedet er sich in den Ruhestand!

Zitat: "Keinen einzigen Tag länger...."

Dat Ei 17.02.2023 08:45

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2267909)
Also gibt es keine Alternative zur Förderung des öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ichgebe dir Recht , die Ausbaugeschwindigkeit mangelhaft ist. Aber es gibt auch Wege die sich
Schneller umsetzen lassen.

ich bin jetzt seit knapp 3 Jahrzehnten beruflich mit dem Thema unterwegs. Die Prozesse werden immer komplexer und langsamer, die Randbedingungen und Auflagen nehmen zu, die Denkweisen werden engstirniger, der Mut und die Visionen fehlen, die Gerichtsprozesse in Leipzig häufen sich, die Projektkosten laufen immer öfter aus dem Ruder, es reden zu viele zu laut mit, denen jedwede Expertise fehlt, die Diskussionen werden immer populistischer und ideo(t)/(log)ischer. Verkehrsprojekte sind eine Frage von Jahrzehnten, nicht von Jahren - das passt so gar nicht zur Dauer von Legislaturperioden.


Dat Ei

turboengine 17.02.2023 09:25

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2267950)
Da muss ich, auch wenn ich das sehr ungern tue, Frau Merkel mal in Schutz nehmen: Der Kuka_Ausverkauf hat wenig bis gar nichts mit ihr zu tun.

Das stimmt so nicht - das Bundeswirtschaftsministerium hätte die Möglichkeit gehabt, das zu unterbinden.

https://www.reuters.com/article/deut...-idDEKCN10S0IY

Man hätte nur etwas Willen gebraucht um einen Grund für ein Übernahmeverbot aus China zu finden - die Chinesen sind da deutlich kreativer. Auch andere Europäische Staaten sind deutlich engagierter wenn es um eigene Interessen geht. In Deutschland: Schulterzucken.

Dabei geht es sehr wohl um Interessen. Bei Fertigungstechnik mit Robotern bekommt man Einblick in die Fertigung von Autos, Waschmaschinen, you name it. Mit der Programmiereung von Robotoren erhält man intime Einblicke in Fertigungsknowhow, die sich durch einfachen kopieren von Plänen und normales Ausspionieren mit “Praktikanten” nicht gewinnen lassen.

Deutsche Automobilbauer kauften danach keine KuKA Roboter mehr aus Angst vor Chinesischer Spionage.
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/i...01.example.org

Dieser Fall ist ein Paradebeispiel der Bräsigkeit, Dummheit, Naivität und serviler Ergebenheit gegenüber China und Russland in der Merkel-Ära.

Wie dumm kann man sein? Wurde und wird in Berlin jeden Tag neu erforscht. Zeitenwende? Muahaha!!!

twolf 17.02.2023 09:27

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2267968)
Moin, moin,



ich bin jetzt seit knapp 3 Jahrzehnten beruflich mit dem Thema unterwegs. Die Prozesse werden immer komplexer und langsamer, die Randbedingungen und Auflagen nehmen zu, die Denkweisen werden engstirniger, der Mut und die Visionen fehlen, die Gerichtsprozesse in Leipzig häufen sich, die Projektkosten laufen immer öfter aus dem Ruder, es reden zu viele zu laut mit, denen jedwede Expertise fehlt, die Diskussionen werden immer populistischer und ideo(t)/(log)ischer. Verkehrsprojekte sind eine Frage von Jahrzehnten, nicht von Jahren - das passt so gar nicht zur Dauer von Legislaturperioden.


Dat Ei

Ja, das ist schwer zu Ertragen, und sorgt für Frust.

In Nürnberg gibt es ja schöne Beispiele, Egal von welcher Seite man das Betrachtet, 30 Jahre Frankenschnellweg, S-Bahn Ausbau Nürnberg - Erlangen, alles Ewige Prozesse.
Und keine Lösung in Sicht.

Teilweise Absurde Diskussionen, Kosten die in der Auseinandersetzung verjubelt werden.

Aber wie den Gordischer Knoten Lösen. Und wie zu guten Lösungen finden.

Vielleicht der Preis einer Demokratie, Die auf Ausgleich und Diskussionen baut.

twolf 17.02.2023 09:38

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2267974)
Das stimmt so nicht - das Bundeswirtschaftsministerium hätte die Möglichkeit gehabt, das zu unterbinden.

https://www.reuters.com/article/deut...-idDEKCN10S0IY

Man hätte nur etwas Willen gebraucht um einen Grund für ein Übernahmeverbot aus China zu finden - die Chinesen sind da deutlich kreativer. Auch andere Europäische Staaten sind deutlich engagierter wenn es um eigene Interessen geht. In Deutschland: Schulterzucken.

Dabei geht es sehr wohl um Interessen. Bei Fertigungstechnik mit Robotern bekommt man Einblick in die Fertigung von Autos, Waschmaschinen, you name it. Mit der Programmiereung von Robotoren erhält man intime Einblicke in Fertigungsknowhow, die sich durch einfachen kopieren von Plänen und normales Ausspionieren mit “Praktikanten” nicht gewinnen lassen.

Deutsche Automobilbauer kauften danach keine KuKA Roboter mehr aus Angst vor Chinesischer Spionage.
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/i...01.example.org

Dieser Fall ist ein Paradebeispiel der Bräsigkeit, Dummheit, Naivität und serviler Ergebenheit gegenüber China und Russland in der Merkel-Ära.

Wie dumm kann man sein? Wurde und wird in Berlin jeden Tag neu erforscht. Zeitenwende? Muahaha!!!

So so, erst die Marktwirtschaft Fordern, und dann nach Belieben nach den Staat Rufen ?
Es ist und bleibt populistisch was du da treibst.
Du biegst dir deine Sicht der Dinge, beliebig Zurecht.
Hast du eigentlich eine Feste Meinung, oder eher wie Söder, immer die Passende Meinung die Ankommt und gerade passt.

turboengine 17.02.2023 09:41

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2267975)
Alles Ewige Prozesse.
Und keine Lösung in Sicht.

Teilweise Absurde Diskussionen, Kosten die in der Auseinandersetzung verjubelt werden.

Aber wie den Gordischer Knoten Lösen. Und wie zu guten Lösungen finden.

Und das ist genau das Problem bei der Energiewende. Man scheitert schon jetzt am Alltag und möchte daher noch auf der Zukunftsillusion festhalten - auch wenn sie mit der Realität nicht in Einklang zu bringen ist. Denn die notwendigen Massnahmen im Jetzt gehen genau in die andere Richtung.

Das führt dazu, dass Deutschland jetzt so viel CO2 emittiert wie noch nie.


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Aber in Zukunft wird es null sein. Ganz bestimmt. Leider ist die Physik anderer Meinung.

Der Bann von Verbrennungsmotoren wird derselbe Rohrkrepierer. Das bremst die Entwicklung jetzt, die Technologie wird dann verscherbelt nach China, Indien oder Sonstwo. Später wird man feststellen, dass es für alle Autos und Lasstwagen nicht genug Strom gibt und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur in Städten nicht praktikabel ist. Dann entdeckt man den Verbrenner wieder und man fährt Tata oder GAC Changfeng Motor und nicht mehr Mercedes, MAN, BMW oder VW. Und mit dem Lastenfahrrad kommt des Müsli auch nicht in den Laden. Die Fertigungstechnick ist in chinesischer Hand, Chemie und Pharma sowieso, da Energie zu teuer.

Das Problem an Bullerbü ist, dass niemand dort ausserhalb des eigenen Hofes arbeitet. Industrie gibt es nicht, alles kommt wie von Zauberhand von selbst, es gibt weder Krankheit noch Tod, alles ist so heiter. Aber das muss man sich leisten können. Irgendwer muss den Finanzausgleich bezahlen - sonst platzt die Berliner Blase.


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