SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Café d`Image (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=94)
-   -   Corona - Pandemie. Eine Welt verändert sich... (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=194639)

Crimson 22.04.2020 22:27

Hat eigentlich jemand hier schon die Schätzung der aktuellen Entwicklung vom RKI gepostet? Spannende Sache, vor allem die Entwicklung von R seit Ende März. Da kann man durchaus zu anderen Schlussfolgerungen kommen, als etwas weiter oben die wiederholte "zu früh"-Auffassung. Die Selbsteinschätzung von Drosten gefällt mir übrigens auch sehr gut, sollte normal sein.

a1000 22.04.2020 23:08

Gestern waren die Raucher noch eine Risikogruppe, heute vielleicht nicht mehr?


Zitat:

Studie zu Coronavirus: Hat Nikotin schützende Wirkung?
Forschungsannahme beruht auf geringer Zahl an Rauchern unter Covid-19-Patienten.
Ein genaueres Bild bietet eine neue Studie aus Frankreich: Von den 500 Covid-19-Patienten - darunter 350 im Krankenhaus behandelte Menschen und 150 Patienten mit einem leichteren Krankheitsverlauf - waren nur fünf Prozent Raucher, erklärte der Studienleiter und Professor für Innere Medizin, Zahir Amoura, der Nachrichtenagentur AFP. Das seien 80 Prozent weniger Raucher unter den Covid-Patienten als in der allgemeinen Bevölkerung in der gleichen Alters- und Geschlechtskohorte.
LINK

Tobbser 22.04.2020 23:21

Der Raucher atmet eben, vorallem in Gruppen, meist gefilterte und hocherhitze Luft. Da hat der Virus wenig Chancen. :)

a1000 22.04.2020 23:26

Helmut Schmidt hätte das Virus im Alleingang vernichtet :D

Noringer 22.04.2020 23:36

Geräuchertes hält länger! :top:

hpike 22.04.2020 23:43

Helmut Schmidt, hat damals bei der Springflut gesetzeswidrig die Bundeswehr, meiner Ansicht nach zu Recht, für die Allgemeinheit eingesetzt. Als ich das kürzlich ansprach und für richtig empfand, das wenn nötig, auch heute wieder die BW eingesetzt wird, ja da hatte ich was gesagt. Aber ich stehe da auch jetzt noch zu sie, falls nötig, zum Wohle der Bevölkerung einzusetzen, genauso wie das damals von Helmut Schmidt richtig war das er sie eingesetzt hat und dafür wird er noch heute, zu Recht gelobt.. Damals wie heute geht es um Menschenleben, was daran falsch oder verwerflich sein soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Die BW zu haben und sie nicht, falls wirklich erforderlich einzusetzen, halte ich für absolut verantwortungslos und absolut nicht nachvollziehbar. Wohlgemerkt es muss schon einen guten Grund haben, den ich zumindest momentan nicht sehe, aber sollte ein Grund oder auch mehrere auftauchen, sollte man nicht zögern, die BW zu humanitären Zwecken einzusetzen. Gegen die Hilfe von BW Sanitätern bei einem Verkehrsunfall, hätte sicher auch niemand etwas einzuwenden, die Verunfallten ganz sicher nicht, warum sollte das bei diesem Virus anders sein? Leuchtet mir nicht ein. Und zum Thema Grundgesetz, das ist schon so oft geändert, korrigiert, verbessert, erweitert worden, warum sollte das aus humanitären Gründen, nicht auch für die BW gehen? Ist doch nur gut für die Bevölkerung wenn ihnen geholfen wird. Mir jedenfalls wäre es egal, hauptsächlich mir wird überhaupt geholfen.

hajoko 23.04.2020 00:41

@hpike
so wie du es jetzt sagst, verstehe ich dich ... die BW zu humanitären Zwecken ... JA absolut. War 1962 in Hamburg richtig (ich lebte damals in Hamburg) und ist auch heute richtig. Die BW hat meines Erachtens ihre Krankenhäuser geöffnet, bzw. betreibt in Westerstede eine gemeinsame Klinik. Die BW kann auch viele andere Hilfsdienste übernehmen. Damit habe ich gar kein Problem.
Bitte nur etwas vorsichtig in der Formulierung ... das nicht gleich die Assoziation "da stehen Soldaten mit Waffen" entstehen. Hast du nicht gemeint, weiß ich aber bitte immer an sensible emotionale Wahrnehmungen denken.
Übrigens hat die BW Beatmungsgerät nach Anfrage aus UK sofort geliefert, dafür Hochachtung, die Briten werden es danken. In der logistischen Beschaffung von Schutzkleidung und Masken aus Ostasien hat die BW hingegen kein so gutes Bild abgegeben, war überfordert, da zu langfristig denkend. Erst durch Einschaltung der Industrie klappt es nun.
Aber wie gesagt, zu obigen Hilfen absolut keine Einwände. Aber das Grundgesetz sollte uns schon etwas heiliger sein und nicht bei jeder Krise gleich geändert werden. Immer auch an die Rücknahme denken.
Helmut Schmidt hat das alles 1962 auf Eigenverantwortung pragmatisch gemacht und dafür sind ihm die Hamburger auf ewig dankbar!

a1000 23.04.2020 00:44

Schwedisches Gesundheitssystem.
Sie haben 1100 Intensivbetten für das ganze Land.
Also nicht gerade viel. Außerdem haben sie zu wenig Propofol (für Beatmung wichtig), sie müssen dafür mit Tierärzten kooperieren.
Patienten über 80 Jahre werden nicht beatmet. Die Ärzte haben die Anweisung bekommen zu "priorisieren", also Patienten mit Vorerkrankungen oder über 80 "aussortieren".
Ob das ein gutes Gesundheitssystem ist?

Quelle : Lanz heute Abend, ein deutscher Chefarzt in Schweden.

About Schmidt 23.04.2020 07:32

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2133939)
Mit Lockerungen riskiert man aber, dass es zur Überlastung in den Kliniken kommt. wer das fordert sollte doch bitte gleich Ärzten eine Richtlinie an die Hand geben, nach der sie entscheiden, wer behandelt wird und wenn man unbehandelt sterben lässt.

Den Zusammenhang mit den Ansichten von Herrn Lauterbach verstehe ich nicht.

Hans

Das ist in der Tat etwas unglücklich geschrieben.
Natürlich sollte man bei dieser geringen Infizierungsrate nicht alles so weit lockern. Darum ging es ja Lauterbach.
Die Lockerungen gehen viel zu weit und wenn die Zahlen der Infektion erst mal explodieren wird es zu spät sein, diese wieder zurück zu nehmen. Der richtige Weg wäre gewesen, sich langsam an ein möglichen Wert heran zu tasten.

Gruß Wolfgang

ha_ru 23.04.2020 10:06

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 2134045)
Das ist in der Tat etwas unglücklich geschrieben.
Natürlich sollte man bei dieser geringen Infizierungsrate nicht alles so weit lockern. Darum ging es ja Lauterbach.
Die Lockerungen gehen viel zu weit und wenn die Zahlen der Infektion erst mal explodieren wird es zu spät sein, diese wieder zurück zu nehmen. Der richtige Weg wäre gewesen, sich langsam an ein möglichen Wert heran zu tasten.

Gruß Wolfgang

Ich bin auch der Meinung bin, dass die Entscheidung vorsichtig zu sein durchgehalten werden sollte. Wenn man zu schnell lockert - was jetzt viele Experten befürchten - hat der vorsichtige Anfang nichts gebracht und Kritiker sagen: War haben es ja gleich gesagt! Kretschmann (BaWü) uns Söder (Bayern) gingen deshalb die beschlossenen Öffnungen trotz 800m² schon ein Stück zu weit, sie wären lieber vorsichtiger gewesen.

Daher habe ich für die Entscheidung der Richter das Öffnungsverbot für Läden über 800m² zu kippen kein Verständnis. In der Urteilsbegründung wird immer auf die Situation im Laden abgestellt, es ging aber um die Begrenzung der Personenströme in einer Stadt generell und da gibt es keine "gerechte" Lösung, zumindest ist noch keinem eine eingefallen. Beim geringsten Anzeichen eines Anstiegs muss jetzt wieder alles zurückgenommen werden. Pragmatische Abgrenzungen lassen Gerichte ja nicht zu.

Daher können wir nur hoffen, dass es gut geht.

Hans


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:51 Uhr.