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Hoepping 02.02.2023 19:15

Aktivisten oder Angestellte?
 
Man liest ja inzwischen auch, dass die Letzte Generation die Aktivisten für ihre Tätigkeit bezahlt. Dann sind es natürlich keine Aktivisten mehr sondern Angestellte. Und die gehen nach der Arbeit nach Hause und dort ihren privaten Interessen nach.

So gesehen macht die Rechtfertigung für diesen Flug natürlich Sinn.

Als Richter würde ich dann allerdings die guten Absichten in Frage stellen, mit denen die Täter ihre Taten rechtfertigen. Nötigung im Auftrag einer Organisation wäre das dann.

twolf 02.02.2023 20:25

Das hat nicht mal Bild Niveau.

"@Bei der Klimakirche passiert genau dasselbe wie beim grossen Vorbild:
Radikalisierung, Pervertierung, Reformation, Säkularisation, Saturierung und verschwinden in der moralischen Bedeutungslosigkeit."

Sorry, abr das ist noch Bodenloser .....
Nicht das wir uns falsch erstehen, ich halte von der Letzten Generation nicht so viel, aber das was da so für Kommentare geklopft werden sind auch Bodenlos.

XG1 02.02.2023 20:50

Zitat:

Zitat von Hoepping (Beitrag 2266293)
Man liest ja inzwischen auch, dass die Letzte Generation die Aktivisten für ihre Tätigkeit bezahlt. Dann sind es natürlich keine Aktivisten mehr sondern Angestellte. Und die gehen nach der Arbeit nach Hause und dort ihren privaten Interessen nach.

:roll: Seufz... wäre dann schon schön, das besser in der richtigen Quelle zu lesen oder nicht nur die Schlagzeile oder so. Es gibt in Teilen eine Bezahlung (Mindestlohn, wenn ich das richtig weiß) für Verwaltungs- und Lehrtätigkeit. Alle Arten von Protesttätigkeiten sind quasi "ehrenamtlich".

Zitat:

Zitat von Hoepping (Beitrag 2266293)
So gesehen macht die Rechtfertigung für diesen Flug natürlich Sinn.

Nein, dafür gibt es keine sinnvolle Rechtfertigung - das hat schon Altvater Tebartz-van Elst nicht belastbar hinbekommen...

Zitat:

Zitat von Hoepping (Beitrag 2266293)
Als Richter würde ich dann allerdings die guten Absichten in Frage stellen, mit denen die Täter ihre Taten rechtfertigen. Nötigung im Auftrag einer Organisation wäre das dann.

Auf die Idee kann man in der Tat kommen - unabhängig von einer Bezahlung.

berlac 02.02.2023 21:40

Ich halte aus vielerlei Gründen nichts von der "Letzten Generation". Mit so einer Aktion wie der Flugreise nach Thailand, macht man sich noch unglaubwürdiger. Als Gruppe Flughäfen blockieren und dann selbst für Fernreisen nutzen, passt in meinen Augen gar nicht zusammen.

Dann wurde z.B. auch in "Hart aber Fair" ein Klimarat gefordert, der letztlich über dem gewählten Parlament stehen soll, da die Forderung besteht, dass die Beschlüsse umgesetzt werden müssen. Das geht mal gar nicht und ist sicher auch nicht Verfassungskonform. Eigentlich wird eine Art Diktatur gefordert.

Wenn man sich dann noch die Aussagen eines Großteils der Lützerath Aktivisten anhört, auch wenn die nicht alle zur "Letzten Generation" gehörten, fragt man sich schon wo die Reise hingehen soll. Irgendwelche linksanarchistischen Träume sind da in den Aussagen eher die Regel.

Das Klimaproblem auf die Tagesordnung zu bringen? Dafür sind die Aktionen nicht wirklich mehr nötig. Letztlich verursachen diese doch sogar eher Umweltschäden. Ein schöner Stau oder kreisende oder umgeleitete Flugzeuge, werden wohl kaum CO2 sparen.

Ich sehe auch keinerlei Plan oder Vorschläge der "Letzten Generation", was sie mit ihren Aktionen erreichen wollen. Tempolimit und 9€ Ticket sind da etwas billig. Beides wird das Problem nicht annähernd lösen, sondern praktisch ohne Effekt verpuffen.

Knackpunkt des Problems ist doch die möglichst CO2 neutrale Energieversorgung. Das wird man lösen müssen. Großen Verzicht, glaube ich, wird man nicht durchsetzen können, weil das eigentlich keiner wirklich will. Eigentlich sind die beiden Thailand-Reisenden der "Letzten Generation" hier doch das beste Beispiel. Wenn selbst die vom Klimakollaps so überzeugten, die Autoverkehr und Flugreisen blockieren wollen, nicht verzichten können, wie glaubt man andere davon überzeugen zu können?

turboengine 03.02.2023 00:42

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2266295)
Sorry, abr das ist noch Bodenloser .....

So?

https://www.vermoegenmagazin.de/luis...uer-vermoegen/

Vermögen von Luisa Neubauer ist geschätzt eine Million.

Trotz diesem:

Zitat:

Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer, eine der Hauptorganisatorinnen des von Greta Thunberg inspirierten Schulstreiks "Fridays For Future", hatte ausweislich ihres Instagram-Accounts Fernreisen nach Kanada, Honkong, Schweden, England, Marokko, China, Indonesien, Namibia, Schottland, Tanzania unternommen (Der Account wurde mittlerweile "bereinigt"
https://www.telepolis.de/features/Fl...html?seite=all

Genauso verlogen wie die Kirchen und nach der Saturierung kommt eben die moralische Bedeutungslosigkeit. Diese Leute wollen mir vorschreiben wie ich zu Leben habe? Ganz bestimmt nicht.

steve.hatton 03.02.2023 02:21

Zitat:

Zitat von Hoepping (Beitrag 2266293)
Man liest ja inzwischen auch, dass die Letzte Generation die Aktivisten für ihre Tätigkeit bezahlt. Dann sind es natürlich keine Aktivisten mehr sondern Angestellte. Und die gehen nach der Arbeit nach Hause und dort ihren privaten Interessen nach.

Ob sie deshalb "Angestellte" sind ist eine Mutmaßung.
Sie bekommen Geld - somit ist diese "Lobby-Organisation auch finanziell ausgestattet wie andere Lobbyisten auch....nur vermutlich in deutlich geringerem Ausmaß:cool:

Jetzt sind Schweden, England und Schottland schon Fernreiseziele...schade wenn man derart polemisieren muss!

In dem verlinkten "Vermögensmagazin" ist übrigens beschrieben, dass die Tanzania-Reise ganz was anderes war: "Zunächst ging sie für ein Entwicklungshilfeprojekt nach Tansania, wo sie an der Organisation einer Wasserleitung und einer Krankenstation beteiligt war."

Ich weiß nicht was verlogen daran sein soll, wenn man Klima schützen will aber dennoch reist....das ist mir zu pauschal. Die Schweitz ist neutral und produziert Waffen und Munition ....

Wäre übrigens sinnvoll wenn sich mehr Millionäre für`s Klima einsetzen oder gegen die Umweltzerstörung - denn das Klima braucht uns nicht.
(Der Unterton der mitschwingt ist wohl eher, dass gewisse Personen den "Klimaschutz" als reinen Vorwand für die eigene Bereicherung nutzen - also faktisch nur finanzielle Trittbrettfahrer seien - q e d.)

Muss man wenn man Ideale verfolgt automatisch Asket oder Eremit sein ?

ICh glaube auch nicht, dass man all den "Protestlern" unterstellen sollte, dass sie Dir und mir vorschreiben wollen wie Du und ich zu leben hätten. Ich denke mal es geht darum, dass viele verärgert sind über wunderbare "Klimakonferenzen" mit Klimazielen und Versprechungen, die zumeist nicht eingehalten werden. Was nützen Abgasgrenzwerte, wenn die Ermittlung derart realitätsfern stattfinden darf, wie bisher. Und das ist nur ein kleines Beispiel.

Das Bashing erinnert mich manchmal an die Anregung der Grünen einen Vegggie-Day einzuführen - daraufhin die Schreihäle: "Die Grünen wollen uns das Fleisch verbieten".

turboengine 03.02.2023 09:00

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2266318)
Das Bashing erinnert mich manchmal an die Anregung der Grünen einen Vegggie-Day einzuführen - daraufhin die Schreihäle: "Die Grünen wollen uns das Fleisch verbieten".

Das ist immernoch aktuell und kommt immer wieder vor.

Zitat:

Vegane Kost für Alte und Kranke: Stadtrat ist nicht begeistert

Elena Marti (Grüne) und Anjushka Früh (SP) regen an, in den Zürcher Stadtspitälern und in Alters- und Pflegeheimen auf pflanzliche Ernährung umzustellen.
https://www.tagesanzeiger.ch/vegane-...t-607542274251

Verbieten und Vorschreiben - das ist fehlgeleitetes Gouvernantentum.

Anstatt die Energiewende wirklich CO2-neutral und bezahlbar zu gestalten wird lieber mit Symbolpolitik drangsaliert. Es geht nämlich im Kern überhaupt nicht ums Klima sondern ums Rechthabenwollen im Kleinen so wie beim guten alten Nachbarschaftsstreit.

Das Endstadium davon ist ein failed State in dem keiner mehr arbeitet sondern man sich im Dunkeln nur noch gegeseitig überwacht und verwaltet. Berlin ist auf dem besten Weg dahin.

turboengine 03.02.2023 09:09

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2266318)
Ob sie deshalb "Angestellte" sind ist eine Mutmaßung.
Sie bekommen Geld - somit ist diese "Lobby-Organisation auch finanziell ausgestattet wie andere Lobbyisten auch....nur vermutlich in deutlich geringerem Ausmaß:cool:

Nein, die werden nicht ausgestattet wie andere Lobbygruppen. Verbände erheben Mitgliedsbeiträge und deren Finanzierung ist transparent. Außerdem gibt es von denen Jahresberichte und und Transparenzpflichten.

Extiction Rebellion und andere werden eher finanziert wie Terrorgruppen, von einzelnen radikal gesinnten Gönnern. Bei den NGOs wird tunlichst darauf verzichtet zu verlangen, dass diese ihre Finanzierung offenlegen müssen. Das wär oft sehr peinlich für diese…

Zitat:

https://www.theartnewspaper.com/2022...-just-stop-oil

Getty oil fortune heiress helped fund climate activists who have targeted artworks and museums

The granddaughter of the oil tycoon J. Paul Getty has donated millions to support activist groups like Extinction Rebellion and Just Stop Oil
Pecunia non olet. Geld stinkt nicht.

frame 03.02.2023 09:39

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2266272)
aber es gibt viele Dinge wie ein Tempoliit oder eine Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV, sodass auch mehr Leute umsteigen können, die umsetzbar sein sollten.

Niemand ist gegen eine Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV, es muss halt jemand bezahlen und die Finanzierung des Regionalverkehrs in Deutschland ist eine äusserst komplexe Angelegenheit.

Das Tempolimit bringt selbst nach der neusten Studie gerade mal ein Zehntel an Co2-Ersparnis wie der Weiterbetrieb EINES AKW. Was die Kumpels der letzten Generation, Extinction Rebellion, oder z.B. die skandinavischen Grünen, durchaus einsehen. Wer wirklich das KLIMA schützen will lässt erstmal die AKW weiterlaufen und verfeuert nicht Kohle.

Übrigens habe ich die Mitautoren dieser Tempolimitstudie woran eine Firma bei der ich früher gearbeitet habe massgeblich beteiligt war gefragt wie sie denn eigentlich den CO2-Ausstoss von Fahrzeugen je Geschwindigkeit angenommen haben - dazu habe ich in der ganzen dicken Studie keine Zahlen gefunden. Keine Antwort bisher.

Dafür hat sie aber Zahlen von 2018 zugrundegelegt - ohne Elektromobiilität - und ist von einer Verlagerung auf Landstrassen und damit natürlich Ortsdurchfahrten ausgegangen. Auf Landstrassen ist die Unfallgefahr übrigens um Faktor 4 höher als auf Autobahnen, von Ortsdurchfahrten kaum zu reden.

Das Tempolimit würde nach dieser Studie also mehr Verkehr in die Ortschaften bringen - aber dieser Aspekt wird völlig ignoriert? DAS schützt das Klima?

turboengine 03.02.2023 13:00

https://www.welt.de/politik/deutschl...n-treffen.html

Sehr aufschlussreich.


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