turboengine |
21.06.2013 22:17 |
Zitat:
Zitat von TONI_B
(Beitrag 1458363)
Zitat aus wiki:
"Seit der Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft 1957 wird die Kernenergie politisch und wirtschaftlich gefördert. Für die Durchführung des siebten Rahmenprogramms im Zeitraum 2007–2011 standen nach Angaben der EU-Kommission Mittel in Höhe von insgesamt 3 Milliarden Euro zur Verfügung." Hat die Solar-Industrie so viel bekommen?
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Aha, klingt gut.
Aber da schauen wir doch mal genau hin:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/euratom.htm
Zitat:
Das spezifische Programm zur Durchführung des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms von Euratom fördert Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Nuklearbereich. Seine Laufzeit ist im Gegensatz zu der des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms kürzer und auf eine Dauer von fünf Jahren (2007 – 2011) angelegt.
Es umfasst die Themenbereiche "Fusionsforschung" (Förderbudget 1947 Millionen Euro) sowie "Kernspaltung und Strahlenschutz" (Förderbudget 287 Millionen Euro) und das nukleare Programm der "Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC)" (Förderbudget 517 Millionen Euro).
Zielsetzung / Forschungsschwerpunkte:
Zur Erreichung der Zielsetzungen werden Forschungsmaßnahmen in den Themenbereichen Fusionsenergie sowie Kernspaltung und Strahlenschutz unterstützt:
Entsorgung radioaktiver Abfälle
- Endlagerung in geologischen Formationen
- Abtrennung und Transmutation
Kerntechnik und Reaktorsicherheit
- Sicherheit kerntechnischer Anlagen
- Fortschrittliche Reaktorsysteme
Strahlenschutz
- Risiken niedriger Strahlendosen
- Strahlenbelastung in der Medizin
- Notfallmanagement und Sanierung
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2/3 gehen in die Fusionsforschung.
"Kerntechnik und Strahlenschutz", da versteckt sich als kleinster Posten "Fortschrittliche Reaktorsysteme". Von Milliarden keine Spur. Die Erneuerbaren haben diese Summe pro Jahr alleine aus nationalen Forschungstöpfen bekommen, also das in etwa das Fünffache. Bei der EU war nochmal dieselbe Summe zu holen.
Also: Wo sind die Milliarden?
Unter die oben geförderten bösen Nuklearprojekten fällt übrigens auch der Dual Fluid Reactor DFR vom IFK Berlin, der Atommüll als Brennstoff benutzt und Strahlenmüll reduziert.
http://dual-fluid-reaktor.de/technik/prinzip
Und damit das nicht bekannt wird, wurde das Projekt aufgrund fehlender Political Correctness von den Altachtundsechzigern beim "Galileo-Wissenspreis" an Pole-Position liegend aus dem Rennen geschmissen.
Das ist ganz klar ideologische Diskriminierung. Die grüne Gleichschaltung ist in vollem Gange.
Hier die Stellungnahme vom DFR: http://dual-fluid-reaktor.de/
Zitat:
Stellungnahme des Instituts für Festkörper-Kernphysik gGmbH zur „Denominierung” des Dual Fluid Reaktors bei den Greentec-Awards 2013
Stellungnahme IFK zum den Greentec-Awards 2013
Unser Team entwickelte in jahrelanger Arbeit in Kooperation mit Wissenschaftlern aus der Kernphysik und dem Ingenieurswesen den Dual Fluid Reaktor. Es handelt sich hierbei um einen extrem umweltfreundlichen Lösungsvorschlag sowohl für die Energieprobleme im allgemeinen als auch für das sogenannte „nukleare Abfallproblem”. Auch die kostengünstige Produktion von Treibstoffen ist damit vollständig CO2-frei möglich.
Für ein großtechnisches Projekt eher ungewöhnlich, legten wir bereits in einer frühen Implementierungsphase und nachdem ausreichender Patentschutz bestand, nicht nur die technische, sondern insbesondere auch die ökonomische Machbarkeit dieses Konzepts ausführlich in mehreren Publikationen dar, unter anderem in einer Veröffentlichung, die von der internationalen Atomenergiebehörde IAEO begutachtet wurde.
Am 31. März 2013 reichten wir unseren Vorschlag gemäß den Teilnahmebedingungen bei den „Greentec-Awards”, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftswettbewerb, ein und gewannen das Online-Voting am 10. Mai mit deutlichem Abstand. Laut Wettbewerbsregeln sind wir damit automatisch einer von 3 Nominierten in unserer Kategorie („Galileo-Wissenspreis”), was uns am 22. Mai auch per Email in Form eines Glückwunschschreibens mit einer Einladung zur Preisverleihungs-Gala am 30. August 2013 in Berlin bestätigt wurde.
Die Jury, bestehend aus über 50 Mitgliedern, tagte am 4. Juni, um die Preisträger jeder Kategorie unter den Nominierten festzulegen.
Am 7. Juni wurde uns per Email mitgeteilt, dass unsere Einreichung vom weiteren Wettbewerb ausgeschlossen wurde und wir damit nicht mehr zu den Nominierten zählen. Diese Entscheidung sei „nach eingehender wissenschaftlicher Diskussion und eingehender Betrachtung der wissenschaftlichen, sozialen und kommunikativen Aspekte Ihrer Einreichung im Licht der Zielsetzung des Awards erfolgt.” Weitere Begründungen gab es nicht. Gleichzeitig wurden die Wettbewerbsregeln nachträglich geändert und die Fußnote „Die Auswahl der Nominierten und Preisträger erfolgt letztendlich unabhängig durch die Jury der GreenTec Awards, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.” hinzugefügt.
Es versteht sich von selbst, dass weder die willkürliche „Denominierung” noch die nachträgliche Änderung der Wettbewerbsregeln akzeptiert werden kann. Es wirft aber auch grundsätzliche Fragen der Zielsetzung der Greentec-Awards auf. Umweltaspekte stehen ganz offensichtlich nicht im Vordergrund.
Wir sehen uns deshalb gerade im Sinne der Erhaltung einer intakten Umwelt - was so viele Voter dazu veranlasst hat, für den DFR zu stimmen - zu weiteren Schritten gezwungen, die wir hier oder über die sozialen Internetmedien bekanntgeben werden. Insbesondere die aufgeklärte Internetgemeinde, die sich abseits der Mainstream-Medien gut zu informieren versteht, kann uns dabei eine große Hilfe sein.
An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals herzlich für die große Unterstützung derjenigen, die sich besonnen und mutig für uns und unser Projekt eingesetzt haben. Dies ist jedoch nicht das Ende, sondern der Anfang einer nun hoffentlich beginnenden Debatte um die gezielte ideologische Diskriminierung von nachweislich zukunftsträchtiger Technologie.
Ihr DFR-Team
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Tja.
Wer mal etwas anderes lesen möchte:
http://www.science-skeptical.de/ener...leite/0010210/
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