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Itscha 11.11.2022 12:53

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2256995)
die kalte Progression auszugleichen ist ja wohl keine Steuererleichterung sondern sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Zum jetzigen Zustand sind es Steuererleichterungen. Aber du hast völlig recht. Das hätte schon viel früher geregelt werden müssen und hätte selbstverständlich sein sollen.

turboengine 11.11.2022 14:35

Alle Wachstumsgegner hier im Thread dürfen sich freuen:
Nächstes Jahr ist Rezession! Juchhuuu!

https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-18453831.html

Zitat:

Deutschland ist damit neben Lettland (minus 0,3 Prozent) das einzige Euro-Land, für das die Kommission im Gesamtjahr einen negatives Wachstum vorhersagt. Grund für die schwache Entwicklung Deutschlands sind allen voran die hohen Energiepreise.
Politisch nicht korrekte Zitierweise bitte ich zu entschuldigen, ich bin mir da nicht sicher.

frame 11.11.2022 14:49

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2257002)
die kalte Progression trifft viel weniger Menschen spürbar, als die Diskussion darüber glauben machen mag. Aber die (bewusst aufgebauschte) Argumentation damit trifft auf Instinkte, deswegen wirkt sie so mächtig - das ist ein bisschen ähnlich wie die Angst vor dem Spitzensteuersatz oder gar der Reichensteuer ;)

Ach so? Das ist wohl so eine Behauptung der Klasse "ich sage einfach mal was, die Leute sollen sich gut fühlen und sind sowieso zu faul es nachzuschauen".
Bist du zufällig in der SPD?

Dann schauen wir doch mal:
bei einem zu versteuernden Einkommen von 35k€, zahlt man in der Grundtabelle 7023€ Steuern (Ekst+KiSt 8%)

bei 10% mehr, also 38.5k Gehalt, würde man bei linearem Anstieg 7730€ zahlen.

Nach Grundtabelle sind es aber nun 8280€ Steuern

D.h. es sind ca 550€ die die kalte Progression ausmacht. Das mag für dich nicht spürbar sein, ich denke es gibt Menschen in der Gehaltsklasse die anders denken.
Natürlich wird es noch mehr bei etwas höheren Gehältern.

Wo es tatsächlich weniger spürbar ist sind dann allerdings die hohen Einkommen die Richtung Spitzensteuersatz gehen. Mal lese und staune, die FDP als Partei der Besserverdienenden hat hier etwas für den Mittelstand getan.

Crimson 11.11.2022 15:09

ich SPD? :crazy: guter Witz

Wie ich schon schrieb, aus dem Link von Klaus 4./5.Dezil ist natürlich genau die Zielgruppe, bei der man etwas tun sollte - unstrittig, dort liegt auch Dein Beispiel, spannend, dass Du es genau daraus nimmst. Weiter vorne schrieb ich von spürbar treffen.

In absoluten Zahlen ist es in den höheren Einkommensklassen aber eben doch deutlicher spürbar - Prozente sind da irgendwann klein und sehen argumentativ hübsch aus, die absoluten Zahlen sind aber mitnichten klein im Verhältnis zu den mittleren Dezilen. Ja, natürlich tut man (auch und endlich) was für den Mittelstand, versteckt darunter aber (absolut) höhere Wenigerbelastung (um das Wort Entlastung zu vermeiden) in den oberen Dezilen.

eac 11.11.2022 15:11

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2257030)
Wo es tatsächlich weniger spürbar ist sind dann allerdings die hohen Einkommen die Richtung Spitzensteuersatz gehen. Mal lese und staune, die FDP als Partei der Besserverdienenden hat hier etwas für den Mittelstand getan.

Ich dachte immer, Mittelstand wären die Millionäre, die zu arm sind, um sich zum Sportwagen auch noch das passende Sportflugzeug leisten zu können. :roll:

frame 11.11.2022 15:16

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2257033)
ich SPD? :crazy: guter Witz

Wie ich schon schrieb, aus dem Link von Klaus 4./5.Dezil ist natürlich genau die Zielgruppe, bei der man etwas tun sollte - unstrittig, dort liegt auch Dein Beispiel, spannend, dass Du es genau daraus nimmst. Weiter vorne schrieb ich von spürbar treffen.

In absoluten Zahlen ist es in den höheren Einkommensklassen aber eben doch deutlicher spürbar - Prozente sind da irgendwann klein und sehen argumentativ hübsch aus, die absoluten Zahlen sind aber mitnichten klein im Verhältnis zu den mittleren Dezilen. Ja, natürlich tut man (auch und endlich) was für den Mittelstand, versteckt darunter aber (absolut) höhere Wenigerbelastung (um das Wort Entlastung zu vermeiden) in den oberen Dezilen.

Ich habe diese Einkommensgruppe genommen weil ich denke sie dürfte recht weit verbreitet sein. Natürlich ist es in absoluter Zahl mehr in höheren Einkommen, aber "spürbar" ist es gerade unten und ganz deutlich.
Oben tut sich da aber gar nichts, Spitzensteuersatz bleibt Spitzensteuersatz, das zu behaupten ist reine Polemik.

Crimson 11.11.2022 16:15

@frame: ich empfehle etwas mehr Grundlagen.
Der Grenzssteuersatz ist der, ab dem ein bestimmtes Einkommen mit diesem Satz versteuert wird. Alles darunter wird natürlich anders versteuert - deswegen gibt es auch so hübsche Kurven vom Durchschnittssteuersatz (der einzige, der tatsächlich zählt am Ende). Wenn die Kurve unten verschoben wird (wie jetzt beschlossen), kommt das natürlich auch oberen Einkommen zugute, die bekommen nämlich alles, was im Delta der beiden Kurven steckt.
Ganz nebenbei wird das zu versteuernde Einkommen, ab der der Spitzensteuersatz greift, auch nach oben verschoben - alleine der Punkt, ab dem die sogenannte Reichensteuer wirkt, bleibt. Gleichwohl - s.o. - das Delta der Kurven wirkt auch hier, absolut also am höchsten.

Also: den echten Mittelstand entlasten, dürfte kaum strittig sein, die (in Summe höheren) Mitnahmeeffekte weiter oben sind es gleichwohl.
Btw.: m.W. werden überhaupt keine Steuersätze geändert, sondern die Eckpunkte verschoben, ab denen sie greifen

turboengine 11.11.2022 17:09

Der Punkt ist, dass man die Steuern aufgrund der Energiekrise erhöhen muss. 300 Milliarden gehen da mit “Wumms” und “Doppelwumms” durch den Schornstein !!!

Ein “Wumms” sind also Hundert Milliarden Euro. Ein “Peanut” waren 50 Millionen Mark bei der Schneider-Affäre der Deutschen Bank.

Und ich erinnere da an die kleinliche Diskussion wegen der Kosten bzw. Subventionen für Kernkraftwerken weiter oben. Mit den drei “Wumms” könnte man 30 Stück bauen und hätte Greta-kompatibel ausgesorgt.

BeHo 11.11.2022 17:22

:flop:

turboengine 11.11.2022 18:16

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2257053)
:flop:

Ja, die Realität ist unbequem, ein schönes Protestsmiley tut da gut.

Aber auch der Meinungsmainstream in der bisher dem grünen Zeitgeist frönenden Presse schwenkt nun langsam auf meine Argumentation von Hunderten von Beiträgen ein. Die normative Kraft des Faktischen fordert ihren Tribut.

Zitat:

Richtig wäre es, den „Resetknopf“ zu drücken und sich ehrlich zu ma*chen. Ja, die Netze und Erneuerbaren müssen ausgebaut werden. Nein, sie reichen nicht aus und brauchen regelbare Hintergrundkapazitäten. Ja, das können fossile Träger sein, aber mit denen erreicht Deutschland die Klimaziele nicht. Und deshalb: Ja, die CO2-arme und preiswerte Kernkraft muss so lange wie nötig am Netz bleiben. Das Zieldreieck aus Klimaschutz, Versorgungssicherheit und erträglichen Preisen ist erreichbar. Aber nicht mit Verbohrtheit und Schuldzuweisungen, sondern mit einem intelligenten Energiemix.
https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-18454486.html


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