Daydreamer |
03.03.2007 14:17 |
Nun mal eine kleine Chronologie der kommenden Ereignisse:
Zitat:
8.3. '07:
Ein Profibody vom Schlage einer 1dMkIII wird zusammen mit einer Reihe bezahlbarer Lichtstarker Tele-FB's von ZEISS vorgestellt. Die anderen Aussteller sind schockiert, die Aktienkurse von Sony steigen um über 50%.
Bereits in diesem Augenblick werden in einem geheimen Trainigscamp in Nicaraqua unter Einbezug Tibetanischer Priester mehrere tausend Kampfhypnotiseure trainiert, welche nach der Vorstellung der Teile möglichst schnell die Profikunden bekehren sollen, um Sonys Engagement auch im Profibereich auf ein solides Fundament zu stellen.
11.3.'07:
Am letzten Tag der PMA sterben zwei hochrangige Canon-Manager unter mysteriösen Umständen, zu denen unter anderem 3 Persische Nackttänzerinnen, ein rosa Plüschsofa, eine Flasche Scotch sowie ein gestorbenes Tamagotchi gehören. Der Aktienkurs von Canon bricht daraufhin stark ein. Sony kündigt überraschend lin den letzten Minuten eine neue, Low-Price Profiobjektivreihe an, sämtliche Produkte sollen weiss lackiert sein und einen Regenbogenfarbenen Ring um die Frontlinse haben. Desweiteren beginnen kostenlose Seminare zum Thema: "Die Sinnlosigkeit der Markenkriege: warum nur Sony die Lösung bringt."
25.4.'07
Nachdem die angekündigten Objektive, die verdächtig alten Minolta-Linsen der Ofenrohr-Generation ähneln, erschienen sind und bereits die ersten dieser Seminare abgehalten wurden, leiden die führenden Internetforen zum Thema Digitale Spiegelreflexfotografie unter einer um 79% erhöhten Last in den Markenübergreifenden Unterforen. Sony bietet uneigennützige Unterstützung an.
27.4.'07
Canon, Nikon, Olympus und Sigma registrieren eine anhaltend schlechte Erreichbarkeit der entsprechenden Unterforen in einschlägigen Kameraforen. Eine Kartellrechtliche Sammelklage scheitert an der Uneinigkeit der Protagonisten.
10.6.'07
Sony stellt ein völlig neuartiges Autofocus-System vor, das auf der alten CCD-Shift-Technologie basiert und den Sensor binnen Milisekunden in die Focusebene bewegt. Die unter dem Motto "Focusringe sind unprofessionell" vorgestellte Technologie verspätet sich mehrfach, Insider machen Probleme mit der Entfernungsskala des Objektivs dafür verantwortlich. Die gewonnene Zeit nutzt Canon, um die Mehrheitsrechte an Olympus sowie dem Waffen-,Luft- und Raumfahrtkonzern EADS zu erwerben. Am
31.7.'07
stellt Canon eine neue Profiobjektivreihe vor. Wesentliche EIgenschaften sind ein verchromtes Gehäuse mit einem rosa Streifen um die Frontlinse sowie der neuartige Autofocus, der unter Ausnutzung Einsteins Relativitätstheorie die Relativbewegung der Focuslinse durch die Zeitdimension verlangsamt. Dies senkt die relative Masse der Linse und ermöglicht ein noch schnelleres Focussieren. Betrieben wird das Ganze von einem kleinen Atomkraftwerk, das im Gehäuse der 1dsMKIII eingebaut wird. Aus Platzgründen wird Cropfaktor 2 eingeführt.
Sony wird Wahlkampfsponsor von Al Gore.
18.9.'07
Während auf dem Markt ausser ausufernder Werbekampagnen von Canon und Sony nichts passiert, fusionieren klammheimlich Nikon und Sigma.
11.10.'07:
Eine aufwändig vorbereitete Werbekampagne Canons unter dem Motto "die NASA benutzt Canon L", während der auch die Sehr teuer entwickelte 1DsMKIVa mit 12mpix und 10x Crop vorgestellt werden sollte, erreicht nach nur einer Woche umjubelter Euphorie ein Jähes Ende durch einen ungeplanten Wiedereintritt des Weltraumteleskops Hubble. Die Liquidität des Konzerns wird zu diesem Zeitpunkt auf unter 5 Millionen Dollar geschätzt. Sony und Sigma/Nikon kaufen sämtliches Bildmaterial des Absturzes auf.
5.1.'08:
Canon registriert im Quartalsbericht ungewöhnlich viele Verkäufe der neuen Kamerageneration in Iran, Lybien, Nordkorea und Syrien. Unerwarteterweise kann Canon daher sämtliche ausstehenden Gehälter und Steuern bezahlen und schlittert knapp an einem Konkurs vorbei. Sigma/Nikon stellen unterdessen ebenfalls eine neue Objektivpalette vor, in der 3 hintereinander geschaltete Ringmotoren den Autofocus wieder auf ein konkurrenzfähiges Niveau hieven. Ausserdem wird ein neuer Body mit 12 Megapixel Foveon-Sensor auf Crop 1,3 sowie 25 FPS Serienbildmodus angekündigt. Paramount Pictures meldet Interesse an.
9.2.'08:
In den westlichen Ländern hat Sony inzwischen einen Marktanteil von fast 60%. Mit einer neuen Initiative will man weiter Marktanteile gewinnen: Die Konkurrenz steht beinahe Wehrlos da bei den in den kommenden Monaten folgenden Einführungen von Alpha One (15 fps, 16 Mpix FF, Bildstabilisator auf Basis eines Einstein-Bose-Kondensats), Alpha 1000 (10 Mpix, Crop 2,0 , Four Thirds usw.) sowie Alpha 110 (Wie Alpha 100, aber mit einer "Profi-Einstellung" in der Programmautomatik).
1.8.'08:
Sony Marktanteile liegen bei 67%, Canon und Nikon/Sigma haben den "Body-Sturm" recht unbeschadet überstanden: während die Nikon/Sigma-Modelle wegen ihrer Roustheit weiterhin beliebt sind, hat Canon ganz neue Marktanteile nicht nur im Nahen Osten, sondern auch unter Physikstudenten erschliessen können.
25.8.'08:
Eine schwere Explosion erschüttert den immernoch von Krisen gebeutelten Irak: Offenbar hat sich bei der Kollision eines von der Al Quaida gemieteten und mit Canon-Kameras beladenen Lastkraftwagens mit einer US-Straßensperre eine kritische Masse gebildet. Während verstörte Koalitionssoldaten im Glauben, der dritte Weltkrieg sei ausgebrochen, durch die rauchenden Trümmer einer Mondlandschaft irren, reagiert Sony blitzartig mit einer neuen Werbekampagne unter dem Motto "Buying Canon is supporting Terrorism".
26.8.'08:
Ein neuer Punkt auf seine Wahlkampfprogramm bring Al Gore die Symphatie der breiten Masse: Er will die "Terroristen unter dem Deckmantel der Kameraschmiede" allesamt nach Guantanamo Bay deportieren. Der UN-Sicherheitsrat befindet sich seit 16 Stunden in einer Krisensitzung, Analysten erwarten ein Ergebnis nicht vor Mitte September.
1.9.'08:
Unter dem Druck der aktuellen Ereignisse entscheidet sich der Vorstand von Nikon/Sigma, sich auf neu entdeckte Martktlücken zu spezialisieren. Greenpeace International kann hierfür als Partner gewonnen werden.
26.10.'08:
Nikon/Sigma stellen nach kurzer Entwicklungszeit ihr neues Line-Up vor: Ein neues Gehäuse mit 14 Mpix Fullframe-Sensor und dem hellsten Sucher, den die Redaktionen einschlägiger Testzeitschriften je gesehen haben. Dazu kommt eine Reihe hochqualitativer, günstiger MF-Linsen. Greenpeace wirbt dafür mit Slogans wie Autofocus ist Mord: mitnutzen machen heisst mitbomben.
20.1.'09:
Al Gore wird als US-Präsident vereidigt. In seiner Antrittsrede bekräftigt er seinen Willen, "den Terrorismus in allen Bereichen rund um den Globus auszurotten"
25.1.'09:
Aufgrund der durch ein Sondergesetz plötzlich veränderten Steuerlage beginnt Sony damit, Konzernhauptsitz und weite Teile der Produktion in die Vereinigten Staaten zu verlegen.
28.1.'08:
Japan wird von US-Millitärs erstmals als "Schurkenstaat" bezeichnet, die Regierung zieht die Flugzeugträger "John C. Stennis" und "Dwight D. Eisenhower" sowie deren Begleitflotten aus dem Persischen Golf ab und lässt Kurs in Richtung Ostasien setzen.
25.2.'08:
Auf internationalen Druck hin erklärt der gesamte Canon-Vorstand seinen Rücktritt und wird kurz darauf vom japanischen Geheimdienst verhaftet. Ab diesem Zeitpunkt ist Sony quasi-Monopolist.
In den folgenden Jahren gewinnt Sony immer mehr Einfluss und stellt bis 2028 97% jeder privaten Unterhaltungselektronik, bis im
Juli '28
Durch eine große Serie defekter Akkus beinahe jedes dritte Sony-Gerät in Flammen aufgeht. Weltweiter Protest flammt auf.
1.8.'28:
der gerade 80 gewordene, schon leicht senile Arnold Schwarzenegger reist per Zeitmaschine in die 1980er Jahre, nachdem er erfolgreich den Auswahlverfahren für Sonys Testpiloten standhielt. Insgeheim verfolgt er jedoch das Ziel, der Ausbeutung der Maschinen durch die Menschen ein Ende zu bereiten und die Menschheit mit den Maschinen zu unterjochen. In den 80ern angekommen scheitert er jedoch kläglich, da zu dieser Zeit keinerlei Ersatzteile für sein künstliches Hüftgelenk vorhanden waren.
August bis Oktober '28: nach zweiundsiebzigjähriger Blüte zerfällt der Sony-Konzern aufgrund der Ansprüche großer Versicherer. Die Sparten werden zerschlagen und mehrere millionen Menschen arbeitslos, die Welt versackt in einer neuen Wirtschaftskrise.
2.7. 2030:
einem ehemaligen Sony-Manager gelingt es, aus seinem Sanatorium auszubrechen. Er schafft es, zu einer verfallenen Geheimanlage des Konzerns zu flüchten und sich von dort per Zeitreise ins Jahr 2007 abzusetzen, wo er seine Geschichte einem verrückten Mitglied eines manchmal ebenso verrückten Internetforums erzählt. Durch deren Veröffentlichung tritt jedoch leider eine Störung der Kontinuität der Raumzeit auf, weshalb sie letztendlich gänzlich anders verlaufen wird.
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So. Können wir nun endlich mal die Glaskugel einpacken und einfach nur warten?
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