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steve.hatton 20.11.2023 22:54

Dummheit - deine Wortwahl entspricht nicht meiner Darstellung.

Dummerweise aber ist der Laie auch der Kunde der bezahlen soll und sich möglicherweise verarscht fühlt, dann das Verkehrsmittel wechselt oder der Bahn faktisch, wie in meinem Fall, deutlich weniger Ertrag einbringt, da er für ca. 70% des Fahrpreises für die 2. Klasse, also des Mittels der der unterschiedlichen "Angebote", zur gewünschten Fahrzeit am gewünschten Tag, die gewünschte Strecke 1. Klasse reiste, die er zweiter Klasse zu reisen beabsichtigt hatte.

Das nennt die Bahn dann wohl optimierte Steuerung!
Gute Nacht.

embe 20.11.2023 23:02

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291221)
.... Die Preisbildung ist dynamischer geworden und berücksichtigt Steuerungselemente....

Ja, das ist wohl definitiv so. Und für den Konzern vermutlich auch wünschenswert.

Nur, für mich persönlich als Kunde der Bahn ist das nicht zwingend vorteilhaft.;)

Dat Ei 20.11.2023 23:09

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2291222)
Das nennt die Bahn dann wohl optimierte Steuerung!
Gute Nacht.

Nein, der bahninterne Begriff ist ein anderer. In einem System, das unbeschränkt und zugangsoffen ist, gibt es nur wenige Stellschrauben, über die Du eine Steuerung und Lastverteilung hinbekommst. Eine der Stellschrauben ist der Preis. Damit kann man versuchen, Kunden zeitlich, räumlich oder bzgl. der Auslastung zwischen den Wagenklassen zu steuern. Es ist besser, freie Kapazitäten in der 1. Klasse günstiger anzubieten und ein paar Kunden glücklich zu machen, als zu viele Kunden in der 2. Klasse sitzen zu haben, die dann maulen, zu Überfüllungen führen oder wieder von Bord geschickt werden müssen.


Dat Ei

Dat Ei 20.11.2023 23:16

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2291224)
Nur, für mich persönlich als Kunde der Bahn ist das nicht zwingend vorteilhaft.;)

Es gibt gegenüber dem "Normaltarif" mehr Preisab- als -zuschläge. Von daher ist die Welt vielleicht komplexer, aber oftmals auch günstiger geworden. Zudem kenne ich kein zweites Unternehmen, dass einem Kunden für kleines Geld pauschal und unbegrenzt 25 oder 50% Rabatt einräumt.

Dat Ei

Porty 20.11.2023 23:47

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291226)
Es gibt gegenüber dem "Normaltarif" mehr Preisab- als -zuschläge. Von daher ist die Welt vielleicht komplexer, aber oftmals auch günstiger geworden. Zudem kenne ich kein zweites Unternehmen, dass einem Kunden für kleines Geld pauschal und unbegrenzt 25 oder 50% Rabatt einräumt.

Dat Ei


Nun, die Hürde für die Bahncard 50 ist mit knapp 250 € in der 2. Klasse und knapp 500 € in der 1. Klasse auch schon mal ziemlich hoch. Für eine oder 2 Urlaubsfahrten lohnt sich das höchst selten.
Dafür fährt man auch noch die RyanAir Masche, so sind gerade in der 1 Klasse unlängst die freie Platzreservierung und schon länger der Lounge- Zutritt für die Sparpreis- und Supersparpreis- Nutzer weggefallen, was nochmals zur allgemeinen Preissteigerung einen extra obendrauf bedeutet.....

Dat Ei 20.11.2023 23:53

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291229)
Nun, die Hürde für die Bahncard 50 ist mit knapp 250 € in der 2. Klasse und knapp 500 € in der 1. Klasse auch schon mal ziemlich hoch. Für eine oder 2 Urlaubsfahrten lohnt sich das höchst selten.

Sorry, aber das wäre ja noch schöner, wenn sich die Bahncard (immer) ab der ersten oder zweiten Fahrt rechnen würde.

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291229)
Dafür fährt man auch noch die RyanAir Masche, so sind gerade in der 1 Klasse unlängst die freie Platzreservierung und schon länger der Lounge- Zutritt für die Sparpreis- und Supersparpreis- Nutzer weggefallen, was nochmals zur allgemeinen Preissteigerung einen extra obendrauf bedeutet.....

Meine Meinung zu Sparpreis und Supersparpreis behalte ich an dieser Stelle lieber für mich.


Dat Ei

Porty 21.11.2023 01:26

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291231)
Meine Meinung zu Sparpreis und Supersparpreis behalte ich an dieser Stelle lieber für mich.
Dat Ei

Stimmt dann hätte die bahn eine Menge Probleme weniger:
Man bräuchte nur ein Drittel der Züge mit dem Viertel der Länge. Weil die normalen Preise sind so unverschämt teuer, dass außer ein paar Geschäftsleuten, die die Fahrkarten nicht selbst zahlen müssen, keiner mehr mitfahren könnte.

Aber ich fürchte, dann wäre die Bahn schon längst insolvent.

embe 21.11.2023 06:09

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291226)
...Zudem kenne ich kein zweites Unternehmen, dass einem Kunden für kleines Geld pauschal und unbegrenzt 25 oder 50% Rabatt einräumt....

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291231)
Sorry, aber das wäre ja noch schöner, wenn sich die Bahncard (immer) ab der ersten oder zweiten Fahrt rechnen würde. ...

Hm, SBB Halbtax-Abo? :D
Aktuell 185 Stutz (CHF) für ein Jahr, ab dem zweiten Jahr (Treuebonus) 165 CHF
Reduktion 50%

Von der Webseite der SBB:
'...Sie profitieren beispielsweise schon ab 4 Retourfahrten in der 2. Klasse von Bern nach Zürich oder von 2 Retourfahrten 1. Klasse von Zürich nach Bern....'

In der Schweiz wird nicht nur deutlich mehr Geld in den Schienenverkehr investiert, mir scheint auch beim Verkehrsbetrieb SBB eine deutlich andere Mentalität verbreitet zu sein als bei der Deutschen Bahn.;)

Dat Ei 21.11.2023 09:26

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291233)
Stimmt dann hätte die bahn eine Menge Probleme weniger:
Man bräuchte nur ein Drittel der Züge mit dem Viertel der Länge. Weil die normalen Preise sind so unverschämt teuer, dass außer ein paar Geschäftsleuten, die die Fahrkarten nicht selbst zahlen müssen, keiner mehr mitfahren könnte.

Unfug wird nicht richtiger, nur weil man ihn wiederholt. Schau Dir mal die Entwicklung Deiner Einnahmen, Ausgaben, der Inflation und die der Bahnpreise an. Außer im Fernverkehr bestimmen im Übrigen andere als die Deutsche Bahn die Preise.


Dat Ei

frame 21.11.2023 10:42

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2291237)
Hm, SBB Halbtax-Abo? :D
Aktuell 185 Stutz (CHF) für ein Jahr, ab dem zweiten Jahr (Treuebonus) 165 CHF
Reduktion 50%

Von der Webseite der SBB:
'...Sie profitieren beispielsweise schon ab 4 Retourfahrten in der 2. Klasse von Bern nach Zürich oder von 2 Retourfahrten 1. Klasse von Zürich nach Bern....'

Naja, die Schweiz ist halt auch deutlich kleiner, d.h. die Nutzbarkeit des Halbtax für deutlich weniger Gelände. Und die Normaltarife der SBB auf Strecke gerechnet sind imho auch merklich teurer als bei der DB.

Windbreaker 21.11.2023 11:07

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2291259)
Naja, die Schweiz ist halt auch deutlich kleiner, d.h. die Nutzbarkeit des Halbtax für deutlich weniger Gelände. Und die Normaltarife der SBB auf Strecke gerechnet sind imho auch merklich teurer als bei der DB.

DAfür gilt das Halbtax-Abo auch auf Schiffen, Postautos und auf vielen Bergbahnen.

Dat Ei 21.11.2023 11:31

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 2291261)
DAfür gilt das Halbtax-Abo auch auf Schiffen, Postautos und auf vielen Bergbahnen.

die Basis dafür war ein Projekt, das unter dem Motto "Eine Reise - ein Ticket" stand, und bei dessen Ausschreibung wir leider nicht den Zuschlag bekommen haben. Der Gedanke war und ist gut, aber letztendlich nur realisierbar, wenn das Netz überschaubar und das Gros der Erlös einfach zuord- und zuteilbar ist. Welche Dimensionen diese Aufgabenstellung in Deutschland allein beim Bahnverkehr annimmt, kann man seit fast drei Jahrzehnten beobachten.

Aber bevor man die Schweizer Bundesbahnen zu sehr über den grünen Klee lobt - auch die haben reichlich Leichen im Keller liegen, die einen nur den Kopf schütteln lassen.

Dat Ei

embe 21.11.2023 16:46

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2291259)
Naja, die Schweiz ist halt auch deutlich kleiner, d.h. die Nutzbarkeit des Halbtax für deutlich weniger Gelände. Und die Normaltarife der SBB auf Strecke gerechnet sind imho auch merklich teurer als bei der DB.

Naja, flachbügeln der Berge für mehr horizontale Fläche geht halt (noch) nicht.
Hm, lass mal sehen, Basel-Genf sind gut 250km, das entspricht so ungefähr genau in etwa Basel-Mannheim. Viel weiter geht halt nicht in der Schweiz. :D
Die Fahrscheine sind natürlich nicht zu 100% vergleichbar, aber wie ich finde nahe genug beieinander.

SBB Fahrkarte für nächsten Mittwoch Basel SBB-Genf:
einfache Fahrt, Streckenbillet (Normalfahrkarte), 2. Klasse
-> 76 CHF (aktuell etwa 78,60€)
mit Halbtax (185CHF) spare ich 38 CHF, also bin ich nach 5 Fahrten im Plus
(in der 1. Klasse 133 / 66,50 also bin ich bei der dritten Fahrt im Plus)

DB Fahrschein Basel Bad Bf (ist der deutsche Bahnhof in Basel) nach MA Mittwoch
einfache Fahrt, Flexpreis, 2. Klasse
-> 72,70€
Mit Bahncard 50 2. Klasse (250,-€) spare ich 36,35€, bin also nach 7 Fahrten im Plus
(In der 1. Klasse (BC50first 500€) 130,80 / 65,40€ bin ich bei der 8. Fahrt im Plus)

Die Schweizer Bahn ist in diesem Normalpreis-Besispiel etwa 8% teurer als die DB
Kaufkraftparitäten für Transport laut Eurostat für 2022: EU 100%, D 107,7% , CH 126,2%


Also gar nicht so weit auseinander, oder? :D

ha_ru 21.11.2023 17:21

Zitat:

Zitat von embe;2291
DB Fahrschein Basel Bad Bf (ist der deutsche Bahnhof in Basel) nach MA Mittwoch
einfache Fahrt, Flexpreis, 2. Klasse
-> 72,70€
Mit Bahncard 50 2. Klasse (250,-€) [B
spare ich 36,35€[/B], bin also nach 7 Fahrten im Plus
(In der 1. Klasse (BC50first 500€) 130,80 / 65,40€ bin ich bei der 8. Fahrt im Plus)

Mit der Probebahncard 50 2. Klasse für 72,90 € (gilt 3 Monate) lohnt es sich ab der 3. Fahrt...
Mit der Seniorenbahncard 50 2. Klasse für 121 € lohnt es sich ab der 4. Fahrt

Man kann mit der DB oft günstig fahren, aber es ist oft nicht leicht den günstigsten Tarif zu finden.

Porty 21.11.2023 18:29

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291279)
Mit der Probebahncard 50 2. Klasse für 72,90 € (gilt 3 Monate) lohnt es sich ab der 3. Fahrt...
Mit der Seniorenbahncard 50 2. Klasse für 121 € lohnt es sich ab der 4. Fahrt

Und wenn man nicht aufpasst, hat man ein Abo an der Backe. Ist mir so 2015 mit der Probebahncard 25 passiert, die kostete damals schlappe 15 €. War ne teure Bahnfahrt.....
Wer rechnet auch damit, dass man die Bahncard 6 Wochen vor Ablauf kündigen musste.....

Wer sich als Schweizer in einen ICE verirrt sollte bei den Speisen und Getränken aufpassen. Die DB besteht auf schweizer Strecken auf eine Bezahlung in Franken, rechnet aber noch zum Kurs von 2016 (1 € = 1,2 SFR) :roll:

frame 21.11.2023 19:52

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2291278)
Die Schweizer Bahn ist in diesem Normalpreis-Beispiel etwa 8% teurer als die DB
Kaufkraftparitäten für Transport laut [/URL]

Also gar nicht so weit auseinander, oder? :D

Nein, der CHF ist zwar inzwischen deutlich stärker als der Euro aber du hast recht, ich habe wohl den Standard-Fahrpreis bei der DB unterschätzt. Der ist schon echt hoch.

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291279)
Mit der Seniorenbahncard 50 2. Klasse für 121 € lohnt es sich ab der 4. Fahrt

Oh, erinnere mich an die Seniorenbahncard. Gerade als ich die kaufen wollte (hatte gewartet weil Coronazeit und ÖV nix gut) haben sie die Konditionen geändert so dass man sie nicht mehr mit 60 sondern erst mit 65 bekommt. "Demographische Entwicklung" my ass.

Wenn ich so darüber nachdenke war ich damals ziemlich sauer am Schalter und bin seitdem tatsächlich nur noch mit 9€/59€ gefahren.

embe 23.11.2023 18:06

Aus aktuellem Anlass, gerade wieder aus dem Ersatzzug geworfen worden, woher weiß der Lokführer denn, dass der Zug überladen ist? Hat der 'ne Waage eingebaut?
Ich würde ja die Maus fragen, aber der Zug nach Köln endete heute einfach in Frankfurt Flughafen..... Mal sehen wie ich weiterkommen kann....

Dat Ei 23.11.2023 18:46

Moin, moin,

gerade in Frankfurt Flughafen kann es zu dieser Situation kommen, dass Zuggäste den ICE verlassen müssen, bevor dieser auf die Neubaustrecke Rhein-Main fährt. Die Höchstgeschwindigkeit ist aus Sicherheitsgründen an eine maximale Beladung und einen maximalen Füllgrad gekoppelt. Ist der Zug überfüllt, müsste der Lokführer die Geschwindigkeit deutlich drosseln, was dann wiederum deutliche Verspätungen ins Netz implizieren würde.

Da das System Bahn in den meisten Tarifen bei der Zugwahl nicht zugangsbeschränkt ist, kann es leider zu solchen Situationen kommen, erst recht, wenn der Regelbetrieb durch Verspätungen, Ausfälle oder extreme Fahrgastaufkommen vor Feiertagen nicht mehr gegeben ist.

Dat Ei

aidualk 23.11.2023 19:03

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2291429)
... Mal sehen wie ich weiterkommen kann....

S8/S9 -> Hauptwache umsteigen in S1/S2 bis Bieber -> ca. 35 Min. dann kommst uns besuchen. Wir haben gerade eine schöne Flasche trockenen Riesling aufgemacht. ;)
Musst am Flughafen schauen, dass du aufs Gleis 1 kommst (Terminal 1 Halle B runter). Das ist dort seit Jahren nicht gut ausgeschildert.

embe 23.11.2023 19:29

Ah vielen Dank, aber ich bin dann vorhin doch noch an einen Stehplatz in einem (gnadenlos vollen) späteren ICE nach Köln gekommen. Auch massiv verspätet. Und mit Zusatzhalten. Aber er fährt! :top:

embe 23.11.2023 19:45

An Dat Ei:
Jaja, mir ist schon klar dass die Lokführer das nicht aus Jux und Dollerei machen.
Meine Frage war ja, haben die Züge eine Waage eingebaut, oder wird das geschätzt.

Deiner Antwort nach dann wohl geschätzt.

Dat Ei 23.11.2023 21:31

Moin, moin,

mein Mädel, das ebenfalls beruflich mit dem Thema Bahn zu tun hat, meint, dass über Drucksensoren die Zuladung ermittelt wird. Wir kommen aber beide nicht aus der Fahrzeugtechnik.

Dat Ei

Porty 23.11.2023 22:08

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2291448)
An Dat Ei:
Jaja, mir ist schon klar dass die Lokführer das nicht aus Jux und Dollerei machen.
Meine Frage war ja, haben die Züge eine Waage eingebaut, oder wird das geschätzt.

Deiner Antwort nach dann wohl geschätzt.


Das wird über die entsprechenden Sensoren an den Drehgestellen gemessen. Bei Schraubenfedern über die von der Last abhängigen Restlänge der zusammengedrückten Federn, bei Luftfederung wird die Höhe der Federbälge konstant gehalten und der dazu benötigte Druck der Druckluft ist ein Maß für die Belastung. Die Belastung der Wagen wird für die Regelung der Gleitschtzvorrichtungen der Bremsen (Wie das ABS beim Auto) benötigt.

embe 24.11.2023 07:46

Danke Euch Beiden für die Antworten.:top:
Das klingt sinnvoll und nachvollziehbar.

Ernst-Dieter aus Apelern 24.11.2023 13:30

Keine Einigung zwischen DB und GDL, es wird wieder zu Streiks kommen.

felix181 24.11.2023 15:08

Gibt es eigentlich in Deutschland so wie in Österreich einen Mitbewerber zur quasi staatlichen Bahn? Oder hat die DB ein Monopol?

Windbreaker 24.11.2023 15:36

Es gibt sogar einige Mitbewerber. Zum einen im regionalen Bereich, als auch deutschlandweit.

Ernst-Dieter aus Apelern 24.11.2023 15:42

Bei uns um Hannover, Transdev und Westfalenbahn hauptsächlich!
Bewertungen unterirdisch.Blender halt!

Dat Ei 24.11.2023 16:19

Moin, moin,

die Regionalverkehre werden in D ausgeschrieben. Wer sich für die Historie der Ausschreibungen interessiert, findet hier Datenmaterial. Seit dem 1.Januar 2022 ist der Deutschlandtarifverbund am Start, in dem 19 Aufgabenträgerorganisationen und 47 Eisenbahnverkehrsunternehmen des Nahverkehrs organisiert sind und den D-Tarif (Deutschlandtarif) als Nachfolger des C-Tarifs (Nahverkehrstarif der DB Regio) gestalten.


Dat Ei

felix181 24.11.2023 17:21

Ich meinte eigentlich eh nur den Fernverkehr und keine Regionalbahnen. Aber scheints offenbar eh zu geben. Dann wundert mich das seit Jharen bestehende Bahnchaos in D aber eigentlich umso mehr :roll:
Andererseits hat wahrscheinlich jedes Land irgendeinen Sektor der nicht so gut funktioniert - Stichwort Gesundheitssystem in England, usw.

Ernst-Dieter aus Apelern 24.11.2023 17:27

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2291497)
Ich meinte eigentlich eh nur den Fernverkehr und keine Regionalbahnen. Aber scheints offenbar eh zu geben. Dann wundert mich das seit Jharen bestehende Bahnchaos in D aber eigentlich umso mehr :roll:
Andererseits hat wahrscheinlich jedes Land irgendeinen Sektor der nicht so gut funktioniert - Stichwort Gesundheitssystem in England, usw.

Selbst ein Pony Express wäre zuverlässiger als die Lösungen im Regionalverkehr!
Da wird sich die Schuld an Versäumnissen gegenseitig in die Schuhe geschoben.
https://de.trustpilot.com/review/transdev.com

Dat Ei 24.11.2023 17:47

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2291497)
Ich meinte eigentlich eh nur den Fernverkehr und keine Regionalbahnen.

allein das bayrische Schienennetz ist 6.500 km lang. Zum Vergleich: das österreichische Schienennetz bringt es auf 5.000 km.

Da Regionalbahnen nicht an der Verbund- oder Landesgrenze enden, gibt es auch in Nahverkehr Langläufer, von nicht unerheblicher Länge.

Im Fernverkehr stemmt die DB Fernverkehr etwa 95% der Fernverkehrs. Selbst Mitbewerber, die versucht haben, sich die Rosinen aus dem Netz zu picken, haben sich wieder zurückgezogen.

Das Thema Bahnbetrieb ist nicht einfach - auch nicht für Wettbewerber der Deutschen Bahn.


Dat Ei

Porty 24.11.2023 17:52

Im Nahverkehr gibt es keine Konkurrenz. Die Verkehre werden zwar ausgeschrieben, aber die Gesellschaft erhält die ausgeschriebenen Strecken exklusiv, muss aber die Vorgaben der ausschreibenden Behörde erfüllen. Dazu wird oft auch noch das Rollmaterial vorgegeben oder gar, wie im Fall Go Ahead Bayern, zur Verfügung gestellt.
Im Fernverkehr gibt es ansatzweise Konkurrenz, wie z.B Flixtrain. Nightjet oder Snaltaget sind eine Ergänzung, aber keine Konkurrenz, dieses Geschäftsmodell wurde von der DB, warum auch immer ohne Not aufgegeben.
Im Güterverkehr sieht es anders aus, und da sind, zumindest hier in der Gegend, mittlerweile Züge der DB in der Minderzahl.

In dem Zusammenhangist mir aufgefallen, dass beim Go Ahead Probebetrieb jede Menge Siemens Desiro HC (High Capacity mit Doppelstockwagen) unterwegs waren, jetzt fahren nur noch, meist überfüllte, einstöckige Dreiteiler. Gibt es da mal wieder ein technisches Problem seitens Siemens oder wo sind diese Züge abgeblieben?

Porty 24.11.2023 18:13

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2291498)
Selbst ein Pony Express wäre zuverlässiger als die Lösungen im Regionalverkehr!
Da wird sich die Schuld an Versäumnissen gegenseitig in die Schuhe geschoben.
https://de.trustpilot.com/review/transdev.com

Nun die DB sitzt nach wie vor auf den Strecken und viele Probleme resultieren aus der teils veralteten oder überlasteten Infrastruktur. Überlastet auch, weil vom Management auch rigoros Ausweichstellen und vergleichbare Einrichtungen aus kurzsichtigen Kostengründen konsequent Beseitigt wurden. Genau so wenig können die Nahverkehsunternehmen nichts dafür, wenn die von der DB betriebenen Stellwerke teilweise seit vielen Monaten nicht mehr besetzt sind.
Auch ist hier auffällig, dass, seit die DB den Verkehr auf vielen Strecken verloren hat, plötzlich endlose Bauarbeiten stattfinden. So wurden in Goldshöfe monatelang Bauarbeiten an einem kurzen Bahnsteig durchgeführt, natürlich mit Streckensperrung und Schienenersatzverkehr oder ebenso in Neu Ulm, so dass Reisende von Donauwörth nach Ulm monatelang auf Schienenersatzverkehr mit drastischer Fahrzeitverlängerung und Verlust der Anschlüsse klar kommen mussten (dort fährt Agilis). Oder wie in Stuttgart die Züge von Go Ahead BW, pünktlich dort angekommen, ein paar Minuten verspätet abfahren und dann eine lahme S- Bahn vor die Nase gesetzt bekommen, so dass die Anschlüsse in Aalen verloren gehen. Ist mir dieses Jahr mehrfach passiert.
Als noch die DB die Züge fuhr, musste die S-Bahn warten.
Ein Schelm, der Böses denkt......

Dat Ei 24.11.2023 18:15

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291500)
Im Nahverkehr gibt es keine Konkurrenz. Die Verkehre werden zwar ausgeschrieben, aber die Gesellschaft erhält die ausgeschriebenen Strecken exklusiv, muss aber die Vorgaben der ausschreibenden Behörde erfüllen. Dazu wird oft auch noch das Rollmaterial vorgegeben oder gar, wie im Fall Go Ahead Bayern, zur Verfügung gestellt.

natürlich gibt es einen Wettbewerb. Der findet aber im Rahmen der Ausschreibung statt. Es ist sogar gesetzlich geregelt, wie viel Prozent des SPNVs maximal durch DB Regio erbracht werden darf.

Dass die an der Ausschreibung teilnehmenden Unternehmen Fahrzeuge, Infrastruktur (nicht nur das Netz, sondern auch Werkstätten) und Personal gestellt bekommen, macht durchaus Sinn. Oder soll das jeder Marktteilnehmer selber vorhalten und mitbringen? Da darf man sich mal vorstellen, welche Ressourcen an Mensch und Material gebraucht oder bei jedem Betreiberwechsel ausgetauscht werden müsste...


Dat Ei

Porty 24.11.2023 18:27

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291502)
Moin, moin,
natürlich gibt es einen Wettbewerb. Der findet aber im Rahmen der Ausschreibung statt. Es ist sogar gesetzlich geregelt, wie viel Prozent des SPNVs maximal durch DB Regio erbracht werden darf.
Dat Ei

Aus Sicht des Nutzers ist die Konkurrenz das Auto oder manchmal der Bus. In UK fahren auf vielen Strecken mehrere Bahngesellschaften und ich hab als Bahnkunde die Möglichkeit zu wählen, ob ich mit Gesellschaft A mit den lauten, unbequemen Zügen und dem patzigen Personal oder Gesellschaft B fahre, die das besser hin bekommt.
Und natürlich ist es sinnvoll, das Material weiter zu nutzen, aber man sollte dann nicht die Probleme damit dem neuen Betreiber anlasten.

Dat Ei 24.11.2023 18:37

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291503)
Und natürlich ist es sinnvoll, das Material weiter zu nutzen, aber man sollte dann nicht die Probleme damit dem neuen Betreiber anlasten.

dann versteh ich nicht, warum Du ein Problem mit DB Regio oder seinen Töchtern hast?!?

Das Problem ist deutlich komplexer... Es ist ein Gemisch aus den Landesregierungen, den Aufgabenträgern, den Verkehrsunternehmen und letztendlich dem Bund, der die Länder finanziell stützen muss.


Dat Ei

Ernst-Dieter aus Apelern 24.11.2023 18:47

Wer hat den nun den "Schwarzen Peter" wirklich? Der verständnisvolle Kunde wird verprellt und irgentwann als Kollateralschaden Empfänger gelten.
Habe heute das letzte Mal vorläufig unsere Tochter zum Bahnhof gefahren.

Dirk Segl 24.11.2023 19:24

Was die GDL fordert ist für mich nicht überzogen. Lokführer verdienen so um die 40kEuro im Jahr für 40h im Schichtdienst der sehr sehr oft nicht planbar ist. Immer wieder einspringen für Kollegen und eins wird immer nicht berücksichtigt. Die Angst vor Menschen, die Suizid begehen wollen fährt immer mit. Kommt es zu so einem Vorfall ist es oft vorbei mit dem Job auf der Lok.

ha_ru 25.11.2023 13:05

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2291505)
Das Problem ist deutlich komplexer... Es ist ein Gemisch aus den Landesregierungen, den Aufgabenträgern, den Verkehrsunternehmen und letztendlich dem Bund, der die Länder finanziell stützen muss.

Und damit kommt es zum "Mikadospiel", wer als Erstes zuckt befürchtet im Verteilungskampf der Gelder zu verlieren, entweder als Zahler (Bund, Länder, Landkreise,Städte) oder als Empfänger (Bahn, Verkehrsverbünde, Privatbahnen, Busunternehmer).


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