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Nachdem Kurt dankenswerterweise ein RAW mit Sternen vom Sigma 35mm/f1,2 bei Offenblende zur Verfügung gestellt hat, habe ich dieses mal mit "PI" (=PixInsight, einem EBV-Programm für Astroaufnahmen) analysiert.
Gleich vorweg: dieses Objektiv leistet gewaltig viel bereits bei Offenblende f/1,2! PI misst jeden einzelnen Sterndurchmesser bzw. dessen Form und stellt es in Linien mit gleichen Werten dar. Hier die "Landkarte" für den Sterndurchmesser: → Bild in der Galerie Man erkennt deutlich, dass am Rand die Sterne kleiner sind als in der Mitte! D.h. der Fokus hat nicht perfekt gepasst. Was bei f/1,2 nicht wirklich verwunderlich ist. Da müsste man mehrere Aufnahmen mit ganz gering unterschiedlichen Einstellungen machen. Die Form der Stern wird hinsichtlich der Exzentrizität untersucht. Ein runder Stern hat einen Wert von unter 0,5. → Bild in der Galerie Hier sieht man, dass die Sterne in der Mitte runder sind als am Rand. No, na net - würde man in Ö sagen...;) Dann wird ein Mosaik aus Crops (Mitte, Ecken und Ränder jeweils 528Pixel) zusammengestellt: → Bild in der Galerie Da sieht man auch, dass die Sterne in der Bildmitte nicht exakt scharf sind - was aber natürlich der Abbildung in den Ecken zugute kommen dürfte. Aus den Messungen kann man vielleicht eine minimale Dezentrierung erkennen, aber bei 42MP und f/1,2 zeigt dieses Objektiv mMn eine extrem gute Korrektur! Bei optimaler Scharfstellung und zartes Abblenden auf f/2 sollte es perfekte Sterne auf FF bis in die Ecken bringen. Zudem muss ich sagen, dass 42MP für mich in der Astrofotografie schon ein gewisses "Overkill" darstellt. Daher habe ich mal die Größe linear halbiert, also die Fläche geviertelt, also bleiben immer noch mehr als 10MPixel. Da sieht es dann so aus: → Bild in der Galerie Also Sterndurchmesser im Bereich von 2Pixel! Und die Exzentrizität nimmt auch gute Werte an: → Bild in der Galerie Nach diesem RAW bekomme ich "lange Zähne", auch wenn mich der Preis schon ein wenig abschreckt. :shock: Für mich wäre sehr wichtig, ob man gut manuell reproduzierbar(!!) fokussieren kann? Und ob die super Eigenschaften auch bei modifizierten Kameras beibehalten werden. |
Vielen lieben Dank, Toni!
Die Analyse finde ich sehr spannend und aufschlußreich! Ich denke schon, dass man manuell reproduzierbare Ergebnisse bekommt. Der Drehweg ist sehr lang und es gibt einen angenehm deutlichen Widerstand. Wenn ich an das Minolta 200mm APO denke -> minimale Wege und schon einmal anhauchen reichte, um den Fokus zu verstellen. Ich habe manuell fokussiert und wünschte, die Fokuslupe wäre statt 10-fach 100-fach. Ich musste auch die Kantenanhebung ausschalten. Die ist bei solchen kleinen Objekten einfach nur tödlich. Was den Preis betrifft: es ist günstiger als das SEL35F14Z (Listenpreis) und in meinen Augen für diese Zwecke besser geeignet. Zumindest mich überzeugt das Preis/Leistungsverhältnis. |
Wie schlägt sich eigentlich das Otus 28 1.1,4 für Astroaufnahmen?
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Du kannst es mal testen, wenn du die entsprechenden jpg ooc nebeneinander legt (also einmal mit und einmal ohne Verzeichnungskorrektur in der Kamera). |
Na, ich hoffe doch, dass es 1:1 Ausschnitte sind.
Ich habe in LR per Schneidewerkzeug einen ca. 426x396px Ausschnitt gewählt und dann als Ebenen in PS geöffnet. JPEG ooc habe ich nicht eingestellt, ich hätte aber gedacht, dass auch die Verzeichnung ins RAW geschrieben wird. Aber offensichtlich ist dem nicht der Fall. Finde ich etwas unlogisch, da es aus meiner Sicht Sinn ergeben würde, individuelle Fertigkeitstoleranzen auch individuell zu korrigieren. |
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Gestern noch nicht. Und mein Camera Raw ist aktuell.
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(Das Bild müsste geschätzt ca. 3500 px Bildbreite haben, damit es 1:1 Ausschnitte wären) |
Bastian hat das Koma auf Phillips blog mit dem Sigma 35mm/1.4 verglichen: click
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Leider sind die Sternaufnahmen nur mit f/1,2 gemacht worden. Bis f/2 hätte es mich mehr interessiert. Und die Aufnahmen mit den beleuchteten Fenstern in der Bildecke sind irgendwie unterschiedlich belichtet. Da wird von f/1,2 auf f/1,4 der "Schmetterling" größer...:roll:
Und man sieht auch nicht, wie die Fokussierung in der Mitte aussieht. Kurt hatte ja durch Zufall den Fokus mehr in Richtung Rand verschoben. Damit war zwar die Bildmitte nicht optimal scharf, dafür waren die Bildecken eindeutig besser als hier in diesem Test. |
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Und ja, leider wird meist nur die offene Blende gezeigt, oder dann ganze Blenden. Ich nutze z.B. mein 16mm Sigma (APS) meist bei Bl. 1.7 ;) - Und dann ist oft auch nur ein heller Stern zum Vergleich. Aber das Koma reagiert oft unterschiedlich bei der Helligkeit der Sterne - in einem Nachbarforum wurde einem Kollegen regelrecht das Laowa 15mm ausgeredet, mit einem Hinweis auf ein Komabild mit einem extrem hellen Stern in der Ecke (sieht dann natürlich erstmal unschön aus). Ich versuche wenn möglich, immer eine ganze Reihe Sterne auf den Vergleich zu bekommen. Aber hier wird demnächst bestimmt eine schöne Blendenreihe kommen. ;) |
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Versprochen. Aber ob's schön wird :zuck: |
Folgendes Review hat nun Coma Bilder:
https://phillipreeve.net/blog/review...1-2-art-dg-dn/ |
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Der Ausflug heute war leider umsonst.
Hier hatte es stark geregnet und entsprechend stand der Nebel in den Wiesen. Hinzu kam ein Hochnebel oder Schleierwolken. Ich muss es wohl morgen wieder probieren. |
Heute morgen war es besser.
Ich habe eine (von zwei) Blendenreihen als ZIP Datei in meiner Dropbox gespeichert. Blendenreihe aussteigend beginnend be dem ersten Bild: 1.2, 1.4, 1.6, 1.7, 2.0, 2.2, 2.5, 2.8 Jeweils fünf Sekunden bei veränderter ISO. |
Vielen Dank für die RAWs!
Ich habe sie wieder mit PixInsight ausgewertet und der erste Eindruck hat sich bestätigt: ein sehr gutes Objektiv mit ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht so gut gefallen - für diesen Preis. Es scheint leider in der Bildmitte ein Problem zu haben. Entweder es ist leicht dezentriert oder es hat sog. Achscoma. Denn bei Offenblende und bis ca. f/1,7 sind die Sterne in der Mitte leicht nach links oben verzogen und zeigen speziell bei Offenblende einen typischen Comaschweif. Wobei f/1,2 schon heftig ist in dieser Hinsicht, noch dazu bei 42MP. Man sieht diese "Linkslastigkeit" auch bei Blenden über f/2, wobei ich mir nicht ganz sicher bin inwiefern da schon die 5s zu lang sind und aufgrund der Erdrotation kleine Striche entstehen, da rein rechnerisch 2s bei dieser Pixelgröße ausreichen um Striche zu produzieren. Der Fokus war wieder eher am Bildrand als in der Bildmitte optimal. Offenblende: → Bild in der Galerie f/2,8: → Bild in der Galerie Ich habe noch einige andere Auswertungen gemacht. nachdem bei mir aber das Hochladen in die Galerie im Moment sehr langsam geht, habe ich alle Bilder in eine DropBox gestellt. |
Hallo Toni,
Vielen Dank für Deine Auswertungen! Ich werde sie mir im Laufe der Woche gründlicher anschauen. Das Problem mit der Mitte - so es denn überhaupt ein Problem ist - kann auch ein Layer 8 Problem sein. Ich stelle durch den Sucher scharf. Dieser ist durch die individuelle Dioptrien schon einmal eine mögliche Problemquelle. Wer sagt denn, dass das, was ich als scharf empfinde, auch wirklich scharf ist? Dann ist die Kamera nicht senkrecht nach oben ausgerichtet. Das geht mit meinem Stativkopf leider nicht. Ich habe dort also einen Winkel drin. Rein theoretisch (zumindest bei meiner Theorie) müsste das einen Einfluss haben). Ob man den dann sieht, sei jetzt hier einmal dahingestellt. Die 5 Sekunden -> im Internet sieht man die Formel 500/Brennweite, sollten eigentlich keinen wesentlichen Einfluss haben. Aber da bin ich auf eure Erfahrungen angewiesen. Ich hielt sie für ausreichend. Was das Thema "Links" betrifft: ich finde die rechte Hälfte auch überzeugender. Kann aber vielleicht etwas mit der Schrägstellung zu tun haben? |
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So, bin jetzt wieder zu Hause an meinem Rechner mit gutem Monitor und habe mir die Bilder auch mal herunter geladen. ;)
Aus meiner Sicht sehe ich 4 Problem(chen): - das Objektiv ist ganz leicht dezentriert, aber für ein 1.2 noch sehr gut und ich würde das für die Praxis als nicht wirklich relevant ansehen. - das Objektiv hat eine sichtbare Bildfeldwölbung. Das ist konstruktiv bedingt und nicht änderbar, hat dann jedes Exemplar. Möglicherweise kann es abhängig vom Auflagemaß sein und sich dann von Kamera zu Kamera auch minimal unterschiedlich ausprägen (meine A7R hat ein minimal anderes Auflagemaß als meine A7RII, was sich besonders an den Rändern des Samyang 14mm gezeigt hat). Es schränkt aber die Nutzbarkeit für Sternenaufnahmen bei sehr großen Blenden natürlich ein. - diese eigenartig gezogene Tropfenform der Sterne um die Bildmitte herum hatte ich auch mal bei einem meiner 3 Exemplare des Sigma 16mm/1.4. Ich vermute, da ist eine Abweichung im Schliff einer der Linsen. - Auf Grund dieser Schwäche würde ich das Exemplar zurück schicken und austauschen. - Die Fokussierung bedarf ein wenig Übung und Erfahrung. Ich kann inzwischen sogar an der alten A6000 (älterer und schwächerer Sucher als an der A7RII) das Sigma 16mm/1.4 zügig auf den Punkt fokussieren, wenn ich einen hellen Stern nehme. Eine nicht ganz passende Dioptrieneinstellung am Sucher kann aber keinen Fehlfokus bewirken. ;) Die '500er Regel' halte ich aus Erfahrung für schon ewig überholt. Ich selbst habe sie mir etwas abgeändert und halte es mit einer '300er Regel'. ;) |
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Vielen lieben Dank für die Beschäftigung mit den Beispielbildern :top:
Ich sehe ja in der Regel nicht, ob ein Objektiv dezentriert ist oder andere Fehler aufweist. Von daher empfinde ich eure Anmerkungen als sehr hilfreich :top: Zitat:
Sobald es in LR ein Korrekturprofil gibt, sollte das hoffentlich keine Rolle mehr spielen. Zitat:
Hier habe ich einmal 2 Bilder aus unterschiedlich fokussierten Reihen verglichen, um zu sehen, ob es relevante Unterschiede gibt. Das Bild ist ein Screenshot einer vier-fachen Vergrösserung Nähe der Bildmitte. Der "dicke" Stern ist rund, während andere diese Tropfenform aufweisen. Vielleicht sind die 5 Sekunden doch zu lang ... Da ich das Objektiv tatsächlich für Sterne (nicht hauptsächlich, aber unter anderem) verwenden möchte, will ich mich als Ursache gerne ausschliessen. → Bild in der Galerie Zitat:
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Einen Unterschied sehe ich nicht wirklich. |
Ich hab da nun wirklich überhaupt keine Ahnung von, aber aidualk kann diese gezogene Tropfenform, nicht dadurch entstehen, das in Kombination mit der Bildfeldwölbung und einem fehlenden genauen rechten Winkel zum Stern, diese Tropfenform entsteht? Weiß nicht ob ich das korrekt ausgedrückt habe. :oops:.
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Für mich ist es eine leichte Dezentrierung am ehesten von einem asphärischen Element, den sphärische Elemente sollte eigentlich bei einer Dezentrierung keine Achscoma zeigen. Eine leichte Verkippung des Sensors könnte durchaus dazu kommen, aber als alleine Ursache glaube ich eher nicht. |
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Das Ergebnis wird sein, wenn du auf den Rand fokussierst wird der Rand etwas besser werden, dafür aber die Mitte etwas schwächer => Bildfeldwölbung Zitat:
Ich würde etwas um 20mm herum für den Anfang bevorzugen. Wenn du aber die 35mm für Sterne nehmen möchtest, sollte das Objektiv auch technisch möglichst makellos sein (im Rahmen seiner Konstruktion). Zitat:
Es nutzt ja nichts, wenn ich mich dann bei jedem Bild über technische Mängel eines schwachen Exemplars ärgere. Zitat:
Mit meinem Sigma 16mm kann ich recht einfach fokussieren, weil es deutliche LoCAs aufweist. Liege ich leicht hinter dem Stern, zeigt es im Sucher (max. Vergrößerung) einen grünen Rand, liege ich etwas zu weit vorne, hat der Stern einen magenta Rand. Hier sieht man das Prinzip am Beispiel des alten Minolta 200mm APO: click Das 35mm scheint aber sehr wenig LoCAs zu haben (?) - dann nutze ich das peaking. An der Stelle, an der der Stern am kleinsten im Sucher erscheint, ist er am schärfsten und hat dann auch die max. peaking Farbe angenommen. Mit etwas Übung geht das dann sehr schnell und sicher. Zitat:
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Danke für die Erklärung TONI_B.
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Ich habe aber schon gemerkt, dass es eng wird. Aber mit etwas weniger auf dem Bild kann ich momentan auch (noch) leben. Zitat:
Meine Überlegung war nur: wenn ich die Dioptrien falsch eingestellt habe, und zwar so, dass ich das Gefühl habe, es sei scharf, aber in Wirklichkeit hätte ich eine halbe Dioptrien mehr einstellen müssen, dann müsste doch das Ergebnis für andere Menschen mit korrekter Korrektur leicht unscharf sein. Aber ich habe es so gemacht, wie Du es beschrieben hast: wenn der Stern am Kleinsten war, habe ich aufgehört, den Fokus zu verstellen. |
So, dann werfe ich mich mit meiner Meinung zur Linse hier auch mal wieder den Wölfen zum Fraß vor ;)
(wem 18 Minuten zu lang sind der möge den Link bitte nicht anklicken aber ich hatte dazu eben leider nicht weniger zu sagen) http://schiess-stand.de/wp-content/u...5678482177.jpg Click aufs Bild führt zum YouTube Video Oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=xzTrtJh4zRE |
Leider ist kein Bild zu erkennen, da ich dein Video aber kenne, gratuliere ich dir zu dieser Leistung, gut gemacht. Ich stelle dein Video nochmal rein. :top:
https://www.youtube.com/watch?v=xzTrtJh4zRE |
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Danke für das Lob! Hab den Link in Textform mal noch in meinem Post ergänzt. :top: |
So wie ich sehe kann man folgendes über das Sigma 35 1.2 sagen:
Gelungene FB mit akzeptabler Comaleistung für f/1.2. Wenn ich jetzt damit richtig liege, liebe Sigma bitte mit 20mm und/oder 14mm wiederholen! :crazy: |
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Ich würde eigentlich fast sagen tadelloser Comaleistung für 1.2. Aber das 35 1.4 war da auch nicht so anfällig wie die weiteren Linsen. |
Das seh ich SONY ganz deutlich im Vorteil.
Kleiner, leichter, voll Videotauglich. Und dieser Unterschied an Blende - des sieht kein Mensch bei den Bildern. Viel interessanter wird das SONY 35 1,8. Preislich und vor allem in der kleinen Grösse. SIGMA - nice to have - aber brauchen tut man es sicher nicht. |
Wer ist "man"? :roll:
Vielleicht gibt es Leute, wie den TO, die sich für die Astrofotografie interessieren? In diesem Thread ging es kaum um Video - dafür umso mehr um die Astrofotografie. |
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"brauchen" tut man das sicher nicht, aber hey, Canons 28-70 2.0 und 50/1.2 für RF finden auch genug Käufer ;) |
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