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Ich habe eine Dashcam. Sie verbraucht pro 5 Minuten Video 330 MB. Bei einer 4 GB Speicherkarte sind das ziemlich genau 60 Minuten Video. Ist die Karte voll, wird die älteste Datei wieder überschrieben. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten. 1. Ich speichere alle Videos auf meine Festplatte, um mich an den Kennzeichen der Autos auf der Fahrt von Buxtehude and Rüsselsheim aufzugeilen. Außerdem veröffentliche ich jede Fahrt natürlich im Internet. Das Video "von zu Hause zu Aldi und zurück" hat schon über 3 Millionen Views und 6000 Kommentare. Es ist nur ein wenig nervig, nach jeder Fahrt die Speicherkarte herausnehmen zu müssen, und meine 30 externen Festplatten nehmen auch schon viel Platz weg. 2. Mit den Videos passiert nichts, außer es passiert mal was. Dann hätte ich vor Gericht einen klaren Beweis, dass mir die Tante auf dem Aldiparkplatz reingefahren ist und nicht umgekehrt. Was wird nun deiner Meinung nach vermutlich passieren? |
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Wenn mich jemand fotografiert, ohne daß ich es merke, und er das Foto auch nicht herumzeigt, ist mir das in der Tat völlig schnurz. Selbst wenn er mich auf dem Klo beim K*cken fotografiert haben sollte. Ich erinnere aber nochmal daran, daß wir überhaupt nicht von Fotos auf Leitern oder angebohrte Klowände reden, sondern von Aufnahmen im für jedermann einsehbaren öffentlichen Raum. |
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Aber ein Unfalldatenschreiber wäre, wenn Dir an der Rechtsicherheit was liegt, die bessere Variante - weil anerkannt. Viel Spass bei einem potentiellen Unfall mit dem Gutachter der Deine Aufnahmen auswerten muss, weil der Richter weder Geschwindigkeit noch Abstände und andere Dinge einwandfrei erkennen kann - wobei ich Dir natürlich keinen auch noch so kleinen Unfall wünsche ! Zitat:
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Und in diesem öffentlichen Raum bewegen sich Individuen mit Persönlichkeitsrechten! Die Freiheit des einzelnen hört eben da auf wo sie die des anderen einschränkt! Auch wenn`s der alles und jedemann jederzeit photographieren wollende Festplattenfüller nicht hören will. Denn wir haben gelernt: "Er" macht keine Photos um diese zu zeigen! |
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Aber ich möchte gefragt werden, wenn ich abgelichtet werde. Punkt.
Wenn´S Dir wurscht ist, ist das Dein Bier, aber eben keine allgemeingültige Grundlage, um das allgegenwärtige Ablichten aller Personen die einem vor die Linse laufen zu legitimieren. |
"Ich will das nicht" und mit dem Fuß aufstampfen ist aber eine dünne Grundlage für ein gesetzliches Verbot, wenn man dann keine sachlichen Gründe aufführen kann, warum man das nicht will.
Ich z.B. will nicht, daß mir jeden Morgen an der Bushaltestelle fremde Leute mit ihren stinkenden Zigaretten vor der Nase herumfuchteln. Trotzdem muß ich das nach Abwägung der Rechtsgüter auch über mich ergehen lassen. Dabei gäbe es dagegen sogar sicher schlagkräftigere Argumente als gegen ein paar Foto- oder Filmaufnahmen, die niemandem schaden außer dem freien Speicherplatz auf der Speicherkarte des Fotografen. |
Du kannst Millionen Photots machen aber eben nicht von mir. Denn damit "benutzt" du mich für Dein Photo - wird`s so deutlicher?
Also mach einfach Dein Photo in die andere Richtung ... ... so wie Du es vom Raucher erwartest, dass er den Rauch in die andere Richtung bläst. Wenn ich mich natürlich vor Deine Linse dränge oder Du dich direkt vor dem Raucher positionierst, wird`s eng mit der freiheitlichen Diskussion des "Geschädigten"! Übrigens: Die Leute müssen seit Jahren vor dem Bus rauchen - drinnen geht schon lange nichts mehr:P Im Sinne einer Verschlankung der Diskussion sollten wir aber die Raucher außen vor lassen, sonst wird`s schnell eine Raucher-Apple-Radfahrerhelm-Diskussion... |
Und wenn sich jemand die Mühe gemacht hätte meinen - zugegebenermaßen sehr langen und juristischen - Link aus Ö zu lesen, dann wüsste er wie die österreichische Justiz argumentiert: weil eben Videoüberwachung, die den öffentlichen Raum mit einschließt, genehmigungspflichtig ist, müsste auch so ein DashCam genehmigt werden.
Und es ist ein Unterschied, ob man einen Urlaubsfilm bei einer Sehenswürdigkeit dreht, oder ob man permanent eine Autobahn filmt. Ähnliches gilt für Sportvideos. Und dass die Videoüberwachung genehmigungspflichtig ist, wurde von div. Verbraucherschutzorganisationen zum Schutz des Einzelnen eingefordert... Das ist doch genau die Vorratsdatenspeicherung, die von vielen kritisiert wird:"Ich will permanent filmen, dass ich mich im Falle eines Unfalles wehren kann..." Ist das nicht genau jenes Argument, das man uns verkaufen will, damit der "böse" Staat (oder USA) uns permanent überwachen kann? Und jeder Einzelne soll es dürfen? |
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Der Thread hatte sich so verallgemeinert, dass ich den Ausgangsthread gar nicht mehr beachtet hatte. Gestern war auch nicht unbedingt mein Tag. Noch mal Enschuldigung. |
Ok, alle Achtung vor deiner Reaktion! :top:
Es ist natürlich ein Thema, das polarisiert. Ich habe mich gegen so manche Argumentation gewehrt, die Österreich als Staat der Verbote hinstellt bzw. dass man dort keinen Urlaub mehr machen kann. Denn genau in dem Link wurde klargestellt, dass das Filmen und fotografieren für die genannten Zwecke ( Urlaub, Sport usw.) selbstverständlich weiterhin erlaubt ist. Noch mal: das DashCam Verbot ist eine logische, legistische Konsequenz aus der Tatsache, dass Videoüberwachung im öffentlichen Raum genehmigungspflichtig ist (zum Schutz des Einzelnen!). |
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Überwachungskameras haben in der Regel drei Eigenschaften:
Aber nichts davon trifft auf eine Dashcam zu. Sie läuft immer nur wenige Stunden – meist sogar nur Minuten – und ist aus, sobald man den Zündschlüssel abzieht. Sie bewegt sich zusammen mit dem Fahrzeug, so daß die Wahrscheinlichkeit, zufällig an einem bestimmten Ort auf eine Aufzeichnung zu geraten, schon sehr gering ist. Und sie zeichnet nichts auf, was nicht ohnehin jemand gesehen hätte – jedenfalls solange zwingend ein Mensch am steuer sitzt und rollende Drohnen im Straßenverkehr nicht zugelassen sind. |
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1. Die Kamera läuft immerhin ein paar Stunden am Stück. 2. Sie läuft immer, wenn das Auto fährt. 3. Sie zeichnet immer das selbe Blickfeld (meist) vor dem Auto auf. Da könnte auch über längere Zeit ein und dasselbe Fahrzeug mit der Kamera "verfolgt" werden. Und nun? |
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...und für mich ist es logisch. ;) Denn sonst wäre jede andere Überwachung auch erlaubt, indem man halt "nur" ein paar Stunden aufzeichnet usw. |
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Wenn ich als Hobbymaler im Cafe sitze und dich als Teil der Szenerie male, stört dich das auch? Sind wir schon im Dschungel gelandet???? Bild nehmen Seele weg? Ist dein Rechtsgut auf willkürliches *nicht-abgebildet-werden* höher zu werten als mein Recht auf freie Meinungsäußerung in Form von künstlerischer Expression? *Jeder* Mensch hat das Recht auf Privatsphäre. *AUSSER* er ist in der Öffentlichkeit! Um es zusammenzufassen: *ZEIGST* du dich in der Öffentlichkeit, musst du es dir gefallen lassen, dass du *ANGESEHEN* wirst. |
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Mein Link zeigt die Entscheidung einer Behörde. Ob du das jetzt zur Justiz oder zum Gesetzgeber zählst, ist mir eigentlich egal. :cool: |
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Jemanden ansehen ist das Gleiche wie jemanden filmen oder fotografieren?
Die "Argumente" werden immer abenteuerlicher. |
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Wo ist der Unterschied zu einem Photo? Oder du liegst besoffen im Straßengraben. Wo ist der Unterschied ob ich´s im Dorf herum erzähle, zwei Leute hingehen sich´s ansehen, oder ob ein Foto davon existiert? Beim Foto kann zwei Tage später keiner behaupten, du hättest keine Hosen angehabt! Was du im öffentlichen Raum tust, ist öffentlich! Wenn du im privaten Bereich bist, musst du mit allen Mitteln, die die Gesetzgebung bietet, geschützt werden! |
Sorry, aber so langsam wird es wirklich lächerlich.
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Die "Lächerlichkeit" entsteht in meinen Augen aus dem Umstand, dass wir Menschen glauben ein Recht zu haben auch in der Öffentlichkeit privat zu sein. |
Den Unterschied kennst Du - hoffentlich - ganz genau. Das wird mir ehrlich gesagt zu blöd.
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Es ist meine Entscheidung, ab wann ich etwss für "zu blöd" halte, und ich muss nicht alles erklären, was ich nicht für weiter erklärenswürdig halte.
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Und damit nehm ich *mich* nicht aus.... <philosophischer Einschub> Aber vom Standpunkt der Logik: Du hast eine Behauptung aufgestellt, dass ein Unterschied (für das Objekt) zwischen Beobachten und Festhalten existiert. Damit liegt die Beweislast bei dir um nachzuweisen, dass dem so ist. </philosophischer Einschub> |
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Missbräuchliche Verwendung ist natürlich ein Problem. Du löst es aber nicht, sondern schaffst dir nur ein neues Problem. Wobei ich gespannt wäre, was du darunter verstehst, und was ein spezielles Problem von Film/Foto ist. Wir schaffen mit der Aufzeichnung nichts, was wir mit höherem Resourceneinsatz nicht ohnehin jederzeit geschafft hätten. Und um es *noch* einmal hervorzuheben: Ich bin niemand, der das Recht auf Privatsphäre abschaffen will, im Gegenteil. Ich bin nur jemand, der für klare Grenzen ist. |
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Aber wenn Du schon eine Begründung willst: Deine Erinnerung ist rein subjektiv. Eine nicht manipulierte Aufnahme mit einer Kamera zeigt zumindest rein physikalisch eine objektive Wahrheit - zumindest was das rein optische Abbilden betrifft. Noch dazu ist der Film - oder das Foto - deutlich haltbarer als subjektive Erinnerungen. Das ist nur einer von vielen Unterschieden, der schon für ein q.e.d. reicht. Und wer mal direkt nach dem Beobachten eines schweren Unfalls eine Zeugenaussage gemacht hat, weiß vermutlich, wie trügerisch Erinnerungen sein können. Auch das ist ein Unterschied. Ich möchte die Unterschiede jetzt gar nicht bewerten, aber es gibt definitiv gravierende Unterschiede. In einem sind Erinnerungen und Bilder aber nahe beieinander: Beide können trügen. Zitat:
Ich ärgere mich wirklich, dass ich mich überhaupt auf Deine "Falle" mit der Philosophie eingelassen habe. Ich hätte es bei meinem letzten Beitrag belassen sollen. |
Die erwähnten Grenzen sehe ich immer dann überschritten, wenn Aufzeichnungen ohne konkreten Anlass, quasi auf Vorrat angefertigt werden. Die Dashcam, die immer mitläuft nur für den Fall, dass mal etwas passieren könnte, wäre für mich so ein Fall. Solche Aufnahmen sollten dem autorisierten Personenkreis für genau definierte Einsatzfälle vorbehalten bleiben.
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Niemand kann beweisen, dass *kein* Unterschied existiert, es ist hingegen leicht zu zeigen, *wenn* es einen Unterschied gibt (ein Beispiel würde reichen) Zitat:
Ob jemand per Hand seine Erinnerungen hinkritzelt oder per Kamera aufnimmt ist in der Wirkung doch gleich! Alles wozu eine Kamera dienen kann, kann der Mensch auch ohne sie! Und wie du selbst im nächsten Satz erklärst... Zitat:
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Oder nach dem Unfall zum Unfallgegner hingehen und fragen: "Entschuldigen Sie, könnten Sie bitte noch mal meine Vorfahrt missachten, diesmal mache ich aber meine Kamera an, weil ich ja weiß, dass etwas passieren wird"? |
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