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Dat Ei 24.06.2004 10:23

Mal ein neuer Gedanke und ein neues Problem.

Also unser 4096 (~10^3.6) Zustände resultieren bei 3264px*2448px (~10^6,9) in ~10^28863 möglichen, verschiedenen Bildern. So weit - so gut.

Des weiteren gibt es einen math. Bezeichnung namens Googol, die 1938 von dem amerikanischen Mathematiker Edward Kasner eingeführt wurde, und für die Zahl 10^100 steht. Diese Zahl Googol zeichnet sich dadurch aus, daß sie größer als die geschätze Anzahl der Elementarteilchen in unserem Weltall ist. Die Schätzung liegt bei 10^80.

Da die Anzahl möglicher Photos mit 10^28863 die Anzahl Elementarteilchen von 10^80 deutlich übersteigt, können wir also mehr Photos machen, als wir speichern und archivieren können, selbst wenn es uns gelingen würde, auf jedem Elementarteilchen ein Bild zu speichern (was in sich ein Widerspruch wäre!).

Also haben wir weniger das Problem, daß bald alle Photos gemacht sind und, wir nur noch Duplikate zu sehen bekommen, sondern vielmehr das unlösbare Problem, daß wir nicht wissen, wohin mit dem ganzen digitalen Bildmüll. Um dieses Problem zu lösen, müßten wir unsere Bilddatenbanken in ein anderes Weltall swappen... :lol:

Dat Ei

Kampfsportfreak 24.06.2004 10:55

Hi,
dieses Thema treibt mir dermaßen den Schweiß unter die Achseln, daß auch ich mich nicht mehr zurückhalten kann.

Mal ganz abgesehen von den mathematischen Berechnungen möglicher Grenzen im Universum: Wenn ich und mein Kumpel gleichzeitig dasselbe Motiv fotografieren, sehen die Bilder trotzdem anders aus. Selbst wenn ich kurz danach nochmal auf den Auslöser drücke, fange ich wieder eine andere Stimmung ein. Ich könnte dieses Motiv jeden Tag knipsen und es gäbe immer einen Unterschied.

Man kann die Sache also philosophisch (sind das nicht die Leute, die Briefmarken sammeln??? Ach nee, das waren Pedophile... :shock: ) oder mathematisch oder auch nur mit rein menschlichem Interesse betrachten.

Nicht nur die Pixel entscheiden, sondern die Wirkung des Bildes ansich...

meint
Stephan

Jornada 24.06.2004 11:10

Zitat:

Zitat von Dat Ei
Mal ein neuer Gedanke und ein neues Problem.

Also unser 4096 (~10^3.6) Zustände resultieren bei 3264px*2448px (~10^6,9) in ~10^28863 möglichen, verschiedenen Bildern. So weit - so gut.

Des weiteren gibt es einen math. Bezeichnung namens Googol, die 1938 von dem amerikanischen Mathematiker Edward Kasner eingeführt wurde, und für die Zahl 10^100 steht. Diese Zahl Googol zeichnet sich dadurch aus, daß sie größer als die geschätze Anzahl der Elementarteilchen in unserem Weltall ist. Die Schätzung liegt bei 10^80.

Da die Anzahl möglicher Photos mit 10^28863 die Anzahl Elementarteilchen von 10^80 deutlich übersteigt, können wir also mehr Photos machen, als wir speichern und archivieren können, selbst wenn es uns gelingen würde, auf jedem Elementarteilchen ein Bild zu speichern (was in sich ein Widerspruch wäre!).

Also haben wir weniger das Problem, daß bald alle Photos gemacht sind und, wir nur noch Duplikate zu sehen bekommen, sondern vielmehr das unlösbare Problem, daß wir nicht wissen, wohin mit dem ganzen digitalen Bildmüll. Um dieses Problem zu lösen, müßten wir unsere Bilddatenbanken in ein anderes Weltall swappen... :lol:

Dat Ei

Hi Frank.
Im Subraum wäre da noch zusätzlicher Platz vorhanden.
Siehst Du keine Star-Trek-Serien?

Dat Ei 24.06.2004 11:13

Zitat:

Zitat von Jornada
Siehst Du keine Star-Trek-Serien?

Hey Peter,

nein, solche Hirngespinste schau ich mir nicht an... :lol:
Übrigens leitet die Suchmaschine google ihren Namen auch aus der Bezeichnung Googol ab. Aber das nur am Rande...

Dat Ei

Jornada 24.06.2004 11:16

Zitat:

Zitat von Dat Ei
Mal ein neuer Gedanke und ein neues Problem.

Also unser 4096 (~10^3.6) Zustände resultieren bei 3264px*2448px (~10^6,9) in ~10^28863 möglichen, verschiedenen Bildern. So weit - so gut.

Des weiteren gibt es einen math. Bezeichnung namens Googol, die 1938 von dem amerikanischen Mathematiker Edward Kasner eingeführt wurde, und für die Zahl 10^100 steht. Diese Zahl Googol zeichnet sich dadurch aus, daß sie größer als die geschätze Anzahl der Elementarteilchen in unserem Weltall ist. Die Schätzung liegt bei 10^80.

Da die Anzahl möglicher Photos mit 10^28863 die Anzahl Elementarteilchen von 10^80 deutlich übersteigt, können wir also mehr Photos machen, als wir speichern und archivieren können, selbst wenn es uns gelingen würde, auf jedem Elementarteilchen ein Bild zu speichern (was in sich ein Widerspruch wäre!).

Also haben wir weniger das Problem, daß bald alle Photos gemacht sind und, wir nur noch Duplikate zu sehen bekommen, sondern vielmehr das unlösbare Problem, daß wir nicht wissen, wohin mit dem ganzen digitalen Bildmüll. Um dieses Problem zu lösen, müßten wir unsere Bilddatenbanken in ein anderes Weltall swappen... :lol:

Dat Ei

Hi Frank.
Noch was.
Du schreibst, die Anzahl der Elementarteilchen ist begrenzt. Unser Universum expandiert aber, und zwar nicht linear, die Expansionsgeschwindigkeit nimmt ständig zu.
Muss sich dann nicht auch die Anzahl der Elementarteilchen erhöhen. Ansonsten hätten wir ja die gleiche Anzahl von Elementarteilchen auf einen immer größeren Raum verteilt.

r0b 24.06.2004 11:22

Zitat:

Zitat von Dat Ei
Mal ein neuer Gedanke und ein neues Problem.

Also unser 4096 (~10^3.6) Zustände resultieren bei 3264px*2448px (~10^6,9) in ~10^28863 möglichen, verschiedenen Bildern. So weit - so gut.

Des weiteren gibt es einen math. Bezeichnung namens Googol, die 1938 von dem amerikanischen Mathematiker Edward Kasner eingeführt wurde, und für die Zahl 10^100 steht. Diese Zahl Googol zeichnet sich dadurch aus, daß sie größer als die geschätze Anzahl der Elementarteilchen in unserem Weltall ist. Die Schätzung liegt bei 10^80.

Da die Anzahl möglicher Photos mit 10^28863 die Anzahl Elementarteilchen von 10^80 deutlich übersteigt, können wir also mehr Photos machen, als wir speichern und archivieren können, selbst wenn es uns gelingen würde, auf jedem Elementarteilchen ein Bild zu speichern (was in sich ein Widerspruch wäre!).

Also haben wir weniger das Problem, daß bald alle Photos gemacht sind und, wir nur noch Duplikate zu sehen bekommen, sondern vielmehr das unlösbare Problem, daß wir nicht wissen, wohin mit dem ganzen digitalen Bildmüll. Um dieses Problem zu lösen, müßten wir unsere Bilddatenbanken in ein anderes Weltall swappen... :lol:

Dat Ei

Ach Du dickes Ei!

Aber Du hast damit vollkommen Recht, speichern koennen wir die Bilder gar nicht. Allerdings ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen, es sind naemlich ca. 10^28900000 moegliche Bilder, also nochmal Faktor 10^1000 mehr :roll: Ist das spielt wohl auch keine Rolle mehr :lol:

Anderer Aspekt: Wenn ich den Farbraum der Dimage angucke, gibt es ca. 20% virtuelle Farben, die in der Natur gar nicht vorkommen koennen, d.h. kein physikalisch moegliches Spektrum kann solche Farben erzeugen. Das heisst eigentlich man muss die Anzahl der moeglichen Bilder durch 0,8^28900000 teilen um alle Kombinationen auszuschliessen die virtuelle Farben enthalten. Dabei kann allerdings durch das Rauschen des CCDs wieder zufaellig eine virtuelle Farbe entstehen, insofern haengt es von den ISO-Einstellungen ab wieviele Bilder tatsaechlich moeglich sind. Sollten wir es allerdings schaffen jedes Pixel einzeln anzusteuern (mittels Laser oder so) sind wiederrum alle (auch virtuelle Farben moeglich) da ja pro Pixel nur eine Farbe aufgenommen wird ...

Naechster Aspekt: die meisten Bilder der 10^irgendwas werden rauschartig sein, es gibt also nur ein winziges Subset, das tatsaechlich nach unserem subjektivem Empfinden Bildcharakter hat. Wenn jetzt noch jemand auf eine nachvollziehbare Statistik fuer "typische" Bilder kommt koennten wir uns der tatsaechlichen Anzahl der moeglichen Bilder etwas annaehern :top:

Gruebelnd,
Rob

Dat Ei 24.06.2004 11:48

Zitat:

Zitat von r0b
Allerdings ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen, es sind naemlich ca. 10^28900000 moegliche Bilder, also nochmal Faktor 10^1000 mehr :roll: Ist das spielt wohl auch keine Rolle mehr :lol:

Upps! :oops:

Danke für den Hinweis, Rob! Da hab' ich doch glatt drei Zehnerpotenzen unterschlagen... Aber ich teile Deine Auffassung, daß das den Kohl auch nicht mehr fett macht!

Für die weiteren Rechnungen könnten wir ja mal unterstellen, daß ein Bild nur dann ein Bild ist, wenn mindestens 10% der Gesamtpixelzahl mindestens 50% Intensität haben. Das macht uns das Leben leichter und mindert die Kopfschmerzen ein wenig... :lol:

Dat Ei

r0b 24.06.2004 12:42

Zitat:

Zitat von Dat Ei
[Da hab' ich doch glatt drei Zehnerpotenzen unterschlagen...

Sapperlott! Und schon wieder 997 Zehnerpotenzen unterschlagen :lol:

Dat Ei 24.06.2004 12:52

Zitat:

Zitat von r0b
Zitat:

Zitat von Dat Ei
[Da hab' ich doch glatt drei Zehnerpotenzen unterschlagen...

Sapperlott! Und schon wieder 997 Zehnerpotenzen unterschlagen :lol:

Hey Rob,

jetzt laß ich's sein... Man sollte solche Dinge nicht einfach nebenher angehen... :oops:

Dat Ei

MaGu 24.06.2004 14:59

Zitat:

Zitat von Jornada
Zitat:

Zitat von Dat Ei
Mal ein neuer Gedanke und ein neues Problem.

Also unser 4096 (~10^3.6) Zustände resultieren bei 3264px*2448px (~10^6,9) in ~10^28863 möglichen, verschiedenen Bildern. So weit - so gut.

Des weiteren gibt es einen math. Bezeichnung namens Googol, die 1938 von dem amerikanischen Mathematiker Edward Kasner eingeführt wurde, und für die Zahl 10^100 steht. Diese Zahl Googol zeichnet sich dadurch aus, daß sie größer als die geschätze Anzahl der Elementarteilchen in unserem Weltall ist. Die Schätzung liegt bei 10^80.

Da die Anzahl möglicher Photos mit 10^28863 die Anzahl Elementarteilchen von 10^80 deutlich übersteigt, können wir also mehr Photos machen, als wir speichern und archivieren können, selbst wenn es uns gelingen würde, auf jedem Elementarteilchen ein Bild zu speichern (was in sich ein Widerspruch wäre!).

Also haben wir weniger das Problem, daß bald alle Photos gemacht sind und, wir nur noch Duplikate zu sehen bekommen, sondern vielmehr das unlösbare Problem, daß wir nicht wissen, wohin mit dem ganzen digitalen Bildmüll. Um dieses Problem zu lösen, müßten wir unsere Bilddatenbanken in ein anderes Weltall swappen... :lol:

Dat Ei

Hi Frank.
Noch was.
Du schreibst, die Anzahl der Elementarteilchen ist begrenzt. Unser Universum expandiert aber, und zwar nicht linear, die Expansionsgeschwindigkeit nimmt ständig zu.
Muss sich dann nicht auch die Anzahl der Elementarteilchen erhöhen. Ansonsten hätten wir ja die gleiche Anzahl von Elementarteilchen auf einen immer größeren Raum verteilt.

Wenn ich dem (stinklangweiligen) Vortrag in der Schule über das Universum richtig gefolgt bin, ist es so, dass die "Dichte" an Elementarteilchen im Universum immer weiter abnimmt.
So bekommen dann z.B. auch irgendwann die Schwarzen Löcher nicht mehr genug Nahrung (Materie), da einfach nichts mehr in ihrer Reichweite ist.
Aber das nur so nebenbei.

P.S.
Ich finde das Thema sehr interessant.
Für was die Leute alles ihre Zeit ver(sch)wenden :lol:


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