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hennesbender 29.12.2009 22:13

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 942490)
Das möchte ich anzweifeln.
Ich habe noch nie zwei gleiche Fotos gemacht -

Einige Forumskollegen geben sich durchaus die Mühe, die Kritik mit allgemeingültigen Regeln (die natürlich auch gerne mal gebrochen werden können) zu untermauern. Beim nächsten Foto kann einem eine solche Regel schon helfen, sei es, dass man sie beachtet oder bricht. Hauptsache, sie ist einem überhaupt mal bewusst gemacht worden...

henzie 29.12.2009 22:13

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 942473)
Was meinst du mit gedankenlos?

Hallo!

Du öffnest mit Deiner kurzen Frage ein Riesenfass. !!

Versuch einer kurzen Antwort: Ich fotografiere meistens aus einer bestimmten Grundstimmung heraus. Ich brauch dazu ein wenig Abstand von dem täglichen Stress, dann geht das gut. In einem solchen Zeitfenster kontrolliere ich, was ich denke und fühle angesichts von möglichen Fotomotiven, diese meine Gedanken gehen dann mit ein in die Bildkomposition und die Auswahl der Motive. Das machen zwar alle mehr oder weniger so, viele verlassen sich aber eher auf ... z.B. Bauchgefühl beim fotografieren. Anders ausgedrückt: Wenn ich im Hintergrund mies drauf bin und trotzdem fotografiere, werden die Bilder einfach schlecht oder schlimmer: ich verletze jemanden. Das was der Fotograf an Gedanken in sein Bild investiert, das kommt als Bildaussage auch irgendwie wieder raus.

Gruß

Henning

henzie 29.12.2009 22:14

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 942493)
Einige Forumskollegen geben sich durchaus die Mühe, die Kritik mit allgemeingültigen Regeln (die natürlich auch gerne mal gebrochen werden können) zu untermauern. Beim nächsten Foto kann einem eine solche Regel schon helfen, sei es, dass man sie beachtet oder bricht. Hauptsache, sie ist einem überhaupt mal bewusst gemacht worden...

HAllo!

Das sehe ich auch so.

Gruß

Henning

HeinS 29.12.2009 22:15

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 942490)
.... Es ist mein Foto, für mich, niemanden sonst. Mir muss es gefallen, nicht irgendeinem Forumspublikum....

Ok, das ist deine Meinung, aber es entspricht imho nicht ganz dem Gedanken einer Internetcommunity. ;)

Durch auf das eine Bild angewendete Kritik kann man auch bei zukünftigen Fotos an Erfahrung gewinnen. Meine ich...

slowhand 29.12.2009 22:15

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 942493)
Einige Forumskollegen geben sich durchaus die Mühe, die Kritik mit allgemeingültigen Regeln (die natürlich auch gerne mal gebrochen werden können) zu untermauern. Beim nächsten Foto kann einem eine solche Regel schon helfen, sei es, dass man sie beachtet oder bricht. Hauptsache, sie ist einem überhaupt mal bewusst gemacht worden...

Dem kann ich mich voll und ganz anschliessen :top:

binbald 29.12.2009 22:17

Mein eigentlicher Beitrag von oben... (mitten im Tippen auf Antworten klicken, kommt nicht so gut...)

Zitat:

Zitat von henzie (Beitrag 942467)
Noch ne Frage zur Ästhetik: "Reine (sinnfreie) Ästhetik, geht das ?"

freilich, in dem Sinne, dass es einfach schön aussehen soll. Oder soll bei jedem Bild einer Struktur oder eines Musters ein Sinn dahinterstehen? Was für einen Sinn soll es haben, Blümchen und Schmetterlinge oder Bienen abzulichten?
Natürlich gibt man allem schon einen Sinn bei, indem man es ablichtet; denn man wertet dadurch: dieses ist es wert, etwas anderes nicht - und trifft dadurch eine Aussage über die Wahrnehmung und Bedeutung des Schönen. Aber so hatte ich das nicht verstanden.

Zitat:

Wird ein Bild gedakenlos aufgenommen, steckt auch nichts drin oder gar dahinter.
Nciht unbedingt - Beobachter entdecken oft viel mehr als der "Künstler", weil sie etwas hineininterpretieren wollen. Weswegen verkaufen sich sonst die gemalten Bilder von Schimpansen oder Elefanten so teuer?!

Zitat:

Zitat von henzie (Beitrag 942472)
Ich habe in diesem Jahr knapp 10 hoch 5 digitale Bilder gemacht (Lightroomstatistik).

:shock:
so viel habe ich mit allen Kameras meiner Vergangenheit nicht geschafft. Wozu auch? Da unterstellt ich jetzt mal ganz unverschämt eine oberflächliche Beschäftigung mit dem Motiv vor dem Auslösen. Oder anders gesagt: was hat es mit Fotografieren zu tun, wenn ich von einem schönen Motiv 15 Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen habe? Ich bin der Meinung: erst schauen, dann entscheiden, ob es wert ist abzudrücken, und wenn ja, dann gezielt. Wenn es nichts geworden ist, gehört das mit dazu.
Aber das ist individuelle Heransgehensweise. :)

Zitat:

Zitat von HeinS (Beitrag 942478)
Hängen die Bilder in einer Galerie an der Wand, gehen die Besucher auch nur vorbei, nicken anerkennend oder auch nicht...keiner der normalen Besucher hinterlässt dort eine längere Bilderkritik.

Ich wollte nicht sagen, dass es früher besser war. Nur fiinde ich, dass die Qualität der meisten Kommentare im Internet es nicht zulässt, von einer Verbesserung zu sprechen...
Meiner Meinung nach ist das bisher nur minimal besser als früher im Fotoclub o.ä.
So qualitativ wie hier bisweilen zu lesen, geht das im Normalfall nicht zu.

Zitat:

Etwas anderes ist es bei Fotos, die zur Diskussion gestellt werden.
Das ist aber in den meisten Fällen nicht so gelöst wie hier im Forum. Zumeist dreht es sich um gar keine echte Diskussion - schau mal in die FC. Ganz oft, wenn man konstruktive Kritik liest, wird das im Anschluss runtergebügelt.
Sehr oft läuft das Bilderzeigen im Internet auf einen gewissen "Exhibitionismus" (im doppelten Wortsinne) hinaus. Insofern erspare ich es mir inzwischen auch, kurze Kommentare hinzuschreiben, die bloß zeigen, dass ich das Bild gesehen habe.

Zitat:

Auch dadurch sind in meinen Augen die Fotos des Durchschnittsfotografen viel besser als zu analogen Zeiten und der Vorinternetzeit geworden.
Technisch ja. Ästhetisch ist das viel einförmiger geworden.

hennesbender 29.12.2009 22:22

Aber vielen genügt es auch, wenn sie die Omma etwas ästhetischer aufs Papier bringen... dagegen kann man eigentlich nix einwenden...

Und diejenigen, die sich zu mehr berufen fühlen, werden sich durch ein Forum oder sonst was nicht aus dem Konzept bringen lassen...

hennesbender 29.12.2009 22:23

Ganz allgemein kann man also brutal zusammenfassen, dass sich das Internet auf die Fotografie wie folgt auswirkt:

- Ignoranten bleiben Ignoranten
- der interessierte "Mittelbau" wird zumindest ästhetisch geschult und prodzuiert ansprechendere Fotos
- die künstlerische Spitze unter uns interessiert der mainstream ohnehin nicht

... müssten eigentlich alle zufrieden sein... :D

henzie 29.12.2009 22:25

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 942483)
Ich haber gerade mal spaßeshalber in mein Lightroom geschaut... also in 2009 habe ich etwa 950 Bilder drin... davon viele doppelt (RAW und TIFF), so dass ich mal schätze, dass es für 2009 etwa 600 Bilder sind... und bei Gelegenheit werde ich noch mal durchgehen und Schrott rausschmeißen, denn ich nie wieder ansehe... dann bleiben 300 Bilder, die voll bearbeitet sind... ich denke, wenn man gnadenlos löscht, was man zu analogen Zeiten schon nicht fotografiert hätte, hält sich auch der Datenwust in Grenzen. Die allerschönsten Bilder dann noch mal analog abziehen und in den Karton oder ins Album und gut ist...

Hallo!

Ich nutze in Lightroom die Sternchenbewertung. Ich bewerte die Bilder so in 10-er Potenzen. z.B. ein Bild mit 3*** wäre ein Bild unter 1000 Bildern wegen irgendwelcher, natürlich subjektiver Kriterien. Alles was o* hat und auch noch rot gefärbt wird kann weg, wenn nicht sofort, dann ist es vorsortiert. Ich freue mich immer mal wieder meine alten gut bewerteten Sternchbilder anzusehen. Sie sind nicht völlig weg.

Noch etwas, ich versuche im Forum keine Kritik anzubringen. Ich versuche immer nur, die Arbeit als solche zu würdigen und positiv zu verstärken. Mir geht es um Bildinhalte, es macht aber nix wenn die perfekt fotografiert sind. ;) Mäkelige Kritik kommt von selbst, meistens weis der Fotograf auch die Schwächen des eigenen Bildes.

Gruß

Henning



Gruß

Henning

Lachsy 29.12.2009 22:28

Rein fürs Internet glaube ich eher nicht. Wenn wir zb im Urlaub fahren, und dabei sind dann noch zwei andere Freunde mit, heisst es immer "Clarissa hast du die "Knipse" mit" . Nicht weil die anderen zu faul sind Bilder zu machen, sondern weil sie wissen ich habe daran Freude. Ob ich dann höre " Die tausendste Möwe, die vierhunderste Welle, der 10 Frachter" ist eh aus Spaß. Um ehrlich zu seinen denen ist es egal ob die Ostsee aus dem Bild läuft, der Lachs Blut an der Seite hat. Für Sie und uns sind es erinnerungen, die man Festhalten will.

Bilder die in meinen Augen gut sind, muss noch lange nicht anderen gefallen. Aber ich mache die Bilder erstmal für mich, und ein paar in Foren zu zeigen.

Heutzutage kann man Bilder die einem nicht gefallen löschen. Wenn ich überlege das wir 1996 in DK noch die Dynax 7000i mithatten, und immer schauten immer wieviel gehen noch auf den Film drauf. Um ehrlich zu sein, gibt es sogar noch unendwickelte Filmrollen im Schrank. Was dadarauf zu sehen ist, ware es wohl wert sie mal machen zu lassen ;)


mfg Clarissa


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