Zitat:
Zitat von wutzel
(Beitrag 770387)
Mal zum technischen Verständniss, was hat das mit der Mehrfeldmessung zu tun?
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Die Minolta Mehrfeldmessung ist entfernungsabhängig. Dadurch wird die Belichtung auf das scharfgestellte Objekt stärker gewichtet als der Hintergrund. Darum kalibrieren alle Dynax Kameras ab 1988 das Objektiv auf unendlich. Die Kamera kann so anhand der Daten im Objektiv-ROM und der Umdrehungen der AF-Welle einigermaßen genau die Entfernung errechnen.
Die Minolta 9000, 7000 und 5000 mit mittenbetonter Integralmessung beherrschen das noch nicht. Minolta hat das aber schon 1985 in den Objektiven vorgesehen. Als etwa 1987 die ersten Sigma Linsen für Minolta AF rauskamen, waren bei den damaligen Sigma-Linsen die Entfernungsübertragung noch nicht in den ROMs programmiert. 1988 ging dann auf einen Schlag kein Sigma Objektiv mehr an der damals ganz neuen 7000i. Sigma hat damals zwar den Fehler erkannt und auch die Chips ausgetauscht. Aber nicht alle ließen damals ihre Objektive updaten.
In der Bucht tummeln sich immer noch verschiedene Sigma 5,6/400 oder Sigma 2,8-3,5/75-200 von damals, die nicht upgedatet wurden und darum auch nur an der 9000, 7000 und 5000 funktionieren.
Mit den defekten Zahnrädern hat die Chip-Problematik aber nichts zu tun.
Gruß
Michi
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