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Ich will da jetzt mal nur einen Aspekt herausgreifen:
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Hier im Album möchte ich mich eigentlich mit den Fotos auseinandersetzen. Um im Bild zu bleiben: Von meinem Anspruch her, ist unser Album eher 3sat oder Arte - und nicht RTL. Wenn sich dann aber die Auseinandersetzung in "ist schön scharf" (oder auch "ist nicht scharf und rauscht") erschöpft, ist mir das manchmal zu wenig. Ich persönlich habe in letzter Zeit bewusst davon Abstand genommen, meine "Experimente" hier zu zeigen, nachdem ich damit zwei-, dreimal auf die Nase gefallen bin. Und ertappe mich inzwischen dabei, dass ich diese "Forumsgeschmackschere" im Kopf habe. Martin |
Hey Martin,
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Dat Ei |
Hi Martin,
was meinst du mit:"auf die Nase gefallen"... man muss halt wissen, was man aus den Meinungen rauszieht... Wenn ich etwa ein schräges Bild mache (ist ja modern ;)) und mir einer sagt, dass muss gerade sein, wird die Kritik ausgeklammert. Sagt mir aber jemand, bzw. viele, es gefällt ihm nicht, dann denke ich darüber nach... :top: Bernd: techniklastigkeit ist ja kein Verbrechen... ich bin auch ein totaler Techniknarr, so ehrlich muss ich sein. Ich hätte auch gerne eine 1DMarkIII und die nächste 5D... Aber wenn es mir darum geht Bilder zu bereden und zu "bestaunen" ist mir das alles ziemlich wurscht. Die Technik ist für mich nur zum funktionieren da. :) |
Ihr habt schon Recht damit, dass es so etwas wie einen Forumsgeschmack gibt.
In der unausgesprochenen "Rangordnung" des Ansehens rangieren einige sehr gute Handwerker mit Vorliebe zur klassischen Fotografie recht weit vorn. Das prägt natürlich das Grundrauschen. Dennoch haben hier Männekes mit eigenem Stil die reelle Chance, fair besprochen und kommentiert zu werden. Das find ich gut. Du landest halt nicht so schnell (aber selbst damit) in der Ausstellung. Und auch ich gehe davon aus, dass die, die Bilder hier zeigen, die nicht an den Mainstream anpassen sondern Alternativen durchdenken und dann "ihre" Meinung um ggf neue Gedanken erweitert oder eben doch im Abweichenden bestätigt, sehr eigenständig bilden. |
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aus diesem Grunde ist mir das an "deinem Beispiel"....aufgefallen. nach dem Motto ...du wolltest Körnung, hast sie gemacht... aber von mal zu mal...wurde sie "weggeredet" :cool: Mfg gpo |
Ist doch nicht uninteressant :) Gerade für die von uns, die sich damit bisweilen schwer tun, weil sie andere Ideen haben :)
So entstand ein völlig anderes Bild. Es zu zeigen um dann am konkreten Beispiel diskutieren zu können oder sehen zu können, ist spannend meine ich. Eindeutiger, als es theretisch zu belassen. Auf meiner HP stand das gekörnte und wäre auch geblieben wenn ich hier niemanden gefunden hätte, der meinen Geschmack teilt (wäre ja nicht das Erste ;):)) So handeln die anderen bekennenden Amateure hier auch, soweit ich es beobachten konnte. Also keine Angst, immer druff ;) Das Gegenteil wäre schade. |
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Martin |
Nachdem ich oben namentlich genannt wurde (vielen Dank, Frank, das freut mich sehr), möchte ich noch etwas zum Thema Bildbesprechungen sagen.
Seit ich mich mit Fotografie beschäftige und zu meinen Bildern Kommentare bekomme, bin ich persönlich stark gewachsen. Mir hilft diese Kritik nicht nur, meine Bilder noch besser zu durchleuchten und mich auf eine Seite zu stellen (die meines Bildes oder die der Kritiker, indem ich das Bild nochmal überarbeite), nein, sie formt mich auch in meiner Persönlichkeit und meinem Charakter. Ich muss lernen, Kritik anzunehmen, ich muss lernen zu filtern und ich muss lernen, nicht alles persönlich zu nehmen. Dies alles kann ich, wenn meine Bilder besprochen werden. Das sind lauter positive Effekte, die die Bildkritik hat. Man kann daran auch reifen, denn man muss Stellung beziehen und sich öffnen. Was die Vorliebe für Motive angeht, stimmt es, dass die klassischen Motive, die technisch einwandfrei sind (Berge mit entrauschtem Himmel, super Landschaftsaufnahmen etcpp) besser ankommen. Das ist in eigentlich allen Foren so, die ich kenne. "Mutige" Leute, die abseits fotografieren und mal experimentieren, so wie ich auch, die riskieren natürlich auch Stirngerunzel. Aber ich denke, das ist normal. Experimentelle Fotografie polarisiert stark und die Meinungen gehen weit auseinander. Aber auch da finde ich die Diskussionen interessant, gerade deshalb stelle ich solche Bilder GERN ein, weil ich total gespannt drauf bin, wie die Meinungen sich spalten, wie überlegt wird, wie das Bild in den Köpfen arbeitet. Das ist auch toll zu sehen, auch wenn dann vielleicht 80% sagen: näääh, dieses Bild gibt mir nichts... Klar, ich bin nicht begeistert, wenn ich so ein Foto einstelle und es kommt: "Ähm..das rauscht aber schon im Hintergrund bisi, ne???" oder "die Kante da ist aber net ganz grad!" oder sowas, wenn ich doch eigentlich STIMMUNG und BAUCHGEFÜHL transportieren wollte...aber da hört man dann halt einfach drüber. Es gibt Leute, die erstmal mit der Technik anfangen, bevor das Bild wirkt. Davon weg zu kommen, ist gar nicht einfach. Ich selbst lasse mich auch manchmal von einem schiefen Horizont stören, auch wenn das Bild mich sonst umhaut. Ich bringe da immer gerne ein Beispiel: Ich bin Musikerin, habe also Musikanalyse etcpp von der Pieke auf gelernt. Wenn ich nun in ein Konzert gehe, kann ich jeden Ton analysieren, kritisieren und habe am Schluss das ganze Konzert in negative Kleinstteile aufgespalten...oder ich verschaffe mir Befriedigung, indem ich das Stück einfach mit geschlossenen Augen anhöre und mich dran erfreue, auch wenn es Makel hat, weil die zweite Geige mal schleppt oder ein Horn mal einen unsauberen Ton spielt... Die Ganzheit eines Bildes ist wichtig, das wird manchmal vergessen. Wenn ich solche Dinge höre wie "Ich hab das Bild mal auf 65564563546 vergrößert und um 200% aufgehellt, du moah, da seh ich aber Artefakte!!!"....dann geht das für mich einfach an dem vorbei, was Bildbewertung und Bildausstellung sein sollte. Aber ich finde, eigentlich ist das hier im Forum ganz gut, so wie es läuft. Korinthenkacker gibt es wenige, genau wie Übertechniker. Ich habe schon den Eindruck, dass, obwohl die Klassiker immer noch mehr geliebt werden als wir Experimentelle (schnieeef), wenigstens eine prozentuale Offenheit herrscht, was solche Bilder angeht. Man "versucht" zumindest, sich ihrer anzunehmen, wofür ich ja schon mal dankbar bin. Für mich ist also die Bildbesprechung wirklich wichtig...und wenn mich mal ein Kommentar stört, kann ich das ansprechen oder ich ignoriere es einfach. ;) |
Hallo,
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Man braucht ja keinem der Kommentare zu folgen. Aber allein, wenn ein Kommentar die Reflektion über das eigenen Bild egal vom späteren Ergebnis anregt, dann ist das doch schon ein Erfolg. So kann man Anregungen annehmen bzw. auch bewusst verwerfen. Letzteres führt bei mir oft dazu, dass ich mir besser darüber im Klaren werde, warum ich genau das Bild so gemacht habe. Bzgl. der Anpassungen von Bildern auf Zuruf: Wenn ich selbst Bilder bearbeite, dann ist das bei mir oft auch eine Art Trial and Error Verfahren. Man probiert Sachen aus, bewertet, verwirft. Ich habe damit kein Problem, einen solchen Versuch auch im Nachgang in aller Öffentlichkeit zu probieren. Kurzum: So ganz verstehe ich das Problem nicht. ;) Viele Grüße Stephan |
Das hört sich hier teilweise so an, als müsste ein Restaurantkritiker das Essen auch persönlich mögen, das er auf Kochfehler testen soll.
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