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Old-Papa 08.10.2008 14:43

Zitat:

Zitat von Systemwechsel (Beitrag 723509)
Die Sensoren reagieren genau nur auf Verdrehen oder Verkippen. Oder wofür steht "Angular Velocity Sensor"?

Stimmt schon, doch es sind auch Beschleunigungssensoren (oder zusätzliche?). Die reagieren besonders auf Beschleunigung und die ist beim geschilderten Fall außen nunmal größer als im Inneren. Aber was solls, die Dinger sind da verbaut wo die SonieInschenjöre es wollten, das passt dann schon ;)
Old-Papa

TONI_B 08.10.2008 15:10

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 723580)
Genau das meine ich ja, wenn man "schwer" durch "gar nicht" ersetzt...

Man kann natürlich die Geschwindigkeit messen (jeder Autotacho, jedes GPS usw kann es)! Nur über eine Kraftmessung geht es nicht, weil eben bei einer gleichförmigen(=nicht beschleunigten Bewegung) keine Kräfte entstehen (=Newton Gesetze).


Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 723580)
Da ein Punkt nach x = v*t + a*t*t verschiebt sagt mir mein Gefühl, das der Term v*t grösser ist als a*t*t. Ich sehe schon: ich muss fotografieren und vergleichen: 1) mit Stativ 2) 1/30 und 3) 1/200 sek.

Auch wenn du die Formel noch ein paar Mal wiederholst, wird sie nicht richtiger :lol:

x=v*t + (a*t*t)/2

Und welcher Term nun größer ist, hängt schlicht und einfach von der Form der Bewegung ab. Alles ist möglich! (=Werbespruch der österr. Lotterien :cool:).

TONI_B 08.10.2008 15:12

Zitat:

Zitat von Old-Papa (Beitrag 723829)
Stimmt schon, doch es sind auch Beschleunigungssensoren (oder zusätzliche?). Die reagieren besonders auf Beschleunigung und die ist beim geschilderten Fall außen nunmal größer als im Inneren. Aber was solls, die Dinger sind da verbaut wo die SonieInschenjöre es wollten, das passt dann schon ;)
Old-Papa

Eine Verdrehung ist automatisch auch immer eine Beschleunigung! Die Sensoren reagieren NUR auf Beschleunigungen.

Old-Papa 08.10.2008 20:31

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 723843)
Eine Verdrehung ist automatisch auch immer eine Beschleunigung! Die Sensoren reagieren NUR auf Beschleunigungen.


Automatisch in der Theorie sicher, nur in der Praxis wird dieser Sensor gaaaanz langsame "Verdrehungen" eher nicht registrieren (bzw, diese Registrierung nicht weiter verarbeitet werden).
Aber gaaanz sicher sehr schnelle "Verdrehungen", da dabei eine viel größere Beschleunigung auftritt.
Also in Praxi: Ein stetiges und langsames Bewegen der Kamera (Mitzieher) sollten den Fotosensor möglichst nicht zum Ansprechen (Bewegungsausgleich der vermeintlichen Verwacklung) bringen. Ein ungewolltes Verwackeln am Auslöseknopf aber schon. Eine solche Verwacklung (zur Vereinfachung nur ein Verdrehen) ist am Rand der Kamera sicher einfacher zu registrieren, als exakt in der Mitte des gedachen Verdrehkreises (z. B. Kameramitte). Der Verdrehwinkel ist zwar gleich, doch die zurück gelegte Strecke in der Zeit X ist minimal (dagegen ist ne Schnecke ein Rennkamel) Ab wann dieser Beschleunigungssensor nix mehr registriert hängt nur von seiner Präzision ab.
Old-Papa

TONI_B 08.10.2008 21:14

Leider können wir nur spekulieren, da wir die genauen Sensortypen bzw. deren Auswertung nicht kennen. Prinzipiell sind diese Sensoren sehr empfindlich - und können auch "gaaanz langsame Verdrehungen" :lol: (das hast du schön formuliert :cool:) erkennen.

Was du wahrscheinlich meinst, ist der Frequenzbereich, auf den die Regelung optimiert ist. Irgendwo ist mir einmal ein Artikel untergekommen, wo gesagt wurde, dass die Kamerahersteller viele Untersuchungen (auch bei Amateuren!) hinsichtlich der auftretenden Frequenzen beim Verwackeln angestellt hätten...

10.10.2008 20:04

Ein Vergleich mit dem Kit Objektiv 75-300mm der Sony Alpha 100. f=300mm Oben ist der Stablisator aus, unten ist er an. Links 1/50 und Rechts 1/500. Das Bild ist ein Auschnitt.

http://www.sonyuserforum.de/galerie/...ergleich_3.jpg

Bild 3 ist eine Verbesserung gegenüber Bild1. Der Stabilisator wirkt. Auf dem 9x13 eine Verbesserung.

Aber richtig Scharf ist Bild 2 und Bild 4. Der Stablisator spielt keine Rolle. Der richtige Schuss für den Monitor.

Ergebnis: Wer richtig scharfe Bilder schiessen will (und wer will das nicht), braucht keinen Stabilsator.


Gibt es diesen Vergleich mit der Sony Alpha 700? oder 900?

der_isch 10.10.2008 23:26

Ist natürlich mit dem Tele ganz schön im Grenzbereich. Der Stabi bringt ca. 3 Blendenstufen, aber zaubern kann der auch nicht. Und wenn man mal die 500stel um drei Stufen runterrechnet ist man immer noch weit entfernt von einem 50stel. Insofern bringt der Vergleich nicht viel.

mic2908 11.10.2008 08:44

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 725010)
Ergebnis: Wer richtig scharfe Bilder schiessen will (und wer will das nicht), braucht keinen Stabilsator.

Gewagte Aussage ;), ich wuerde sagen, der Bildstabi konnte, bei dir, in dieser Aufnahmesituation nicht mehr als 3 Blendenstufen kompensieren. Vielleicht machst du nochmal einen "Test" bei dem die Verschlusszeit nicht im Grenzbereich des Bildstabi liegt.

Wie der_isch schon schreibt, zaubern kann der Bildstabi nicht, aber er ist eine grosse Hilfe :top:.

TONI_B 11.10.2008 08:51

@katz123
der_isch hat es schon gesagt: der Test ist leider nicht sehr aussagekräftig und die Schlussfolgerung ist schlicht und einfach falsch!

Der Stabi bringt sehr viel! Kann aber nicht Wunder vollbringen...

Wenn du eine vernünftige Aussage haben willst, dann mach einen Test mit ALLEN Zeiten zwischen 1 Sekunde und 1/1000s mit und ohne SSS, wobei bei jeder Zeit mindestens 5-10 Aufnahmen notwendig sind. Nur dann ist die Aussage, ob der SSS was bringt, halbwegs brauchbar.

aadd2000 12.10.2008 12:26

Stabi bei Astrofotografie
 
Hallo Zusammen,
beim Lesen dieser Diskussion kam bei mir die Frage auf, ob der Stabi auf einer Montierung mit Nachführmotor hilfreich ist ? Wenn ich die Kamera montiert habe und den Motor einschalte und die Hand auf die Kamera lege, kann ich die Schritte des Motors fühlen. Wäre das nicht genau die richtige Anwendung für den Stabi ? Zumal die Belichtungszeiten ja meist sehr hoch sind.

Gruss
Andreas


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