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binbald 13.03.2008 22:22

Zitat:

Zitat von groovenet (Beitrag 625282)
Kann das mal jemand mit einer :alpha:100 testen/bestätigen?

Ein-/Zweimal auch mit der 7D gelungen, aber Glückspiel. Bildqualität kann nicht wirklich überzeugen.

Zitat:

Zitat von Roland_Deschain (Beitrag 625319)
Danke, so eine Erklärung hab ich schon ewig gesucht :top:

Gern geschehen :D

Tom 13.03.2008 22:22

Hmm, entweder habe ich das Arbeitsprinzip der Springblende nicht verstanden (glaube ich eigentlich nicht...) oder das Argument "zu wenig Licht für AF bei zu kleiner Blendenöffnung" greift nicht.

Der AF wie auch die Belichtungsmessung arbeiten doch bei Offenblende; die Arbeitsblende wird erst kurz vor dem Hochklappen des Spiegels und Öffnen des Verschlusses eingestellt (daher auch Springblende).

Wir groß die eingestellte Arbeitsblende ist, dürfte demnach keinen Einfluß auf AF und Belichtungsmessung haben.

Auch daß die Meßsensoren durch Blende oder Sekundärspiegel abgeschattet werden halte ich für ein Gerücht, oder habt Ihr schon mal Bilder von Spiegelobjektiven gesehen, die in der Bildmitte einen dunklen Fleck hatten oder Bilder von normalen Objektiven, die am Bildrand wegen zu kleiner Blendenöffnungen dunkle Ränder hatten?
Ich nicht...

Da der AF-Strahlengang aus dem Sucherstrahlengang ausgeblendet wird müßte Abschattungen dann ja auch im Sucher sichtbar sein.

Wie gesagt, sowas habe ich noch nie gesehen...

konzertpix.de 13.03.2008 22:34

Zitat:

Zitat von Tom (Beitrag 625325)
Der AF wie auch die Belichtungsmessung arbeiten doch bei Offenblende; die Arbeitsblende wird erst kurz vor dem Hochklappen des Spiegels und Öffnen des Verschlusses eingestellt (daher auch Springblende).

Wenn ich das richtig verstanden hatte (und bitte, bitte, laß es der Fall sein ;)), geht es hier um Objektive mit Offenblende der Größenordnungen f/8 oder gar noch "schlimmer". Weiter abblenden kann man diese Objektive immer, nur wird man bei denen niemals eine Blende f/5.6 einstellen können ;)

LG, Rainer

Jens N. 13.03.2008 22:37

Zitat:

Zitat von Tom (Beitrag 625325)
Wir groß die eingestellte Arbeitsblende ist, dürfte demnach keinen Einfluß auf AF und Belichtungsmessung haben.

Hier geht's ja auch nicht um die Arbeitsblende, sondern um Objektive, bzw. Objektiv-Konverterkombinationen mit kleinen Anfangsblenden.

Zitat:

Auch daß die Meßsensoren durch Blende oder Sekundärspiegel abgeschattet werden halte ich für ein Gerücht, oder habt Ihr schon mal Bilder von Spiegelobjektiven gesehen, die in der Bildmitte einen dunklen Fleck hatten
Das nicht, aber das Kringelbokeh erklärt sich wohl genau dadurch. Man kann auf ein lichtstarkes Tele problemlos einen rel. großen schwarzen Punkt auf die Linse machen (Aufkleber oder wer mag auch per Edding), das wird man -zumindest als deutlichen Punkt- auf den Bildern auch nicht unbedingt wahrnehmen. Ähnliches Prinzip wie wenn man im Zoo Gitterstäbe in der Unschärfe einfach verschwinden lässt.

Zitat:

oder Bilder von normalen Objektiven, die am Bildrand wegen zu kleiner Blendenöffnungen dunkle Ränder hatten?
Tja, genau da tue ich mich auch schwer. Die dunklen Ecken/Ränder (aka Vignettierungen) verschwinden durch's Abblenden ja eher ;)

Zitat:

Da der AF-Strahlengang aus dem Sucherstrahlengang ausgeblendet wird müßte Abschattungen dann ja auch im Sucher sichtbar sein.
So hatte ich mir das auch gedacht, aber irgendwo steckt da wohl noch ein Denkfehler.

japro 13.03.2008 23:31

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 625174)
Die geometrische Öffnung eines WW mit Lichtstärke 1:4 ist z.B. absolut gesehen durchaus kleiner als bei einem langen Tele mit Lichtstärke 1:8 - trotzdem funktioniert das eine, das andere aber nicht.

Also entweder spricht man von geometrischer Öffnung oder von absoluter Öffnung. Die absolute Öffnung ist gerade der Durchmesser der Eintrittspupille, die geometrische das Verhältnis von absoluter Öffnung und Brennweite, also meist gerade die Lichtstärke. Ein 600/4 hat also eine kleinere geometrische Öffnung als ein 24/2.8, aber natürlich eine erheblich grössere absolute.

Die Erklärung zum STF auf Hohners Website halte ich (tut mir Leid) für Unsinn.

Zitat:

The apodization filter in the STF lens, on the other hand, filters out parts of the light from out-of-focus objects so that the smooth transition from in-focus image to out-of-focus image is achieved (which is the purpose of this lens).
Wie bitte soll ein Filter die unscharfen Bildteile "rausfiltern"? Werden die dann auch dunkler oder wie :lol:? Apodisationsfilter ist nur ein abgefahrenes Wort für "Am Rand dunkler als in der Mitte"-Filter. Im STF wird das dadurch erreicht, dass eine konkave Linse mit "schlechter" Transmission verbaut ist. Die Idee ist, dass man die durch eine Blende erzeugte "harte Berandung" der Unschärfescheibchen durch einen gaussartigen Verlauf "entschärft" und damit eben ein schönes Bokeh erzeugt. Wenn die ein Grund für das nicht funktionieren eines AF ist, dann wäre das auch jeder 2x Graufilter. Dass das STF kein AF hat ist ziemlich sicher einfach eine Entscheidung von Minolta, weil die Linse primär für manuelle Fokussierung entworfen wurde und sich ein so schön zu benutzender Fokusring einfach nicht mit AF-Konstruktionen (zumal es damals noch kein SSM bei Minolta gab) verträgt. Dass der AF-Indikator auch nicht funktionert ist imho schlicht ein ärgerliches Versäumnis der Softwareentwickler.

Jens N. 13.03.2008 23:49

Zitat:

Zitat von japro (Beitrag 625363)
Also entweder spricht man von geometrischer Öffnung oder von absoluter Öffnung.

Ich meinte die absolute Öffnung der Blende. Also "die Größe des Lochs". Statt "geometrisch" würde ich das Verhältnis zwischen Frontlinse und Blendenöffnung jedoch eher als "relative Öffnung" bezeichnen -> relativ zur Brennweite, "geometrisch zur Brennweite" ergibt IMO keinen Sinn, da der Begriff "geometrisch" nicht unbedingt eindeutig ist (Geometrie kann z.B. durchaus zweidimensional eine Strecke, Länge oder eben einen Durchmesser beschreiben, deshalb habe ich den Begriff wohl gewählt). Aber du hast recht, "absolute Öffnung" wäre natürlich unmissverständlicher gewesen.

Tom 14.03.2008 01:11

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 625335)
Hier geht's ja auch nicht um die Arbeitsblende, sondern um Objektive, bzw. Objektiv-Konverterkombinationen mit kleinen Anfangsblenden.

OK, das habe ich beim Überfliegen des Threads wohl falsch verstanden. :oops:
Im Zusammenhang mit der Anfangsblende macht es Sinn...

Was Du zum Kringelbokeh schreibst ist richtig und mir auch bekannt.
Genauso wird ja auch die Form der Blende im Bokeh sichtbar, weshalb man runde Blendenöffnungen anstrebt (Fünfecke sehen halt blöd aus ;))

Was das mit dem AF oder mit der Menge des Lichts zu tun haben könnte, das zu den AF-Sensoren komm, ist mir allerdings schleierhaft.
Diese Scheibchen oder Kringel sind ja eigentlich in den unscharfen Bildbereichen.

TONI_B 14.03.2008 06:46

Zitat:

Da der AF-Strahlengang aus dem Sucherstrahlengang ausgeblendet wird müßte Abschattungen dann ja auch im Sucher sichtbar sein.

So hatte ich mir das auch gedacht, aber irgendwo steckt da wohl noch ein Denkfehler.
Die Optik für den AF-Sensor sitzt doch hinter dem großen Schwingspiegel auf dem noch ein kleinerer Spiegel montiert ist! Und der große Spiegel ist teildurchlässig: damit verliert man zwar etwas an Sucherhelligkeit, aber nicht so dass etwa Teile des Bildes fehlen würden.

Es kommt sicher auf das geometrische Öffnungsverhältnis an! Und 1:4 entspricht einem Öffnungswinkel des Strahlenbüschels von ca. 14° (=arctan(1/4)!) bzw. von ca. 7° bei 1:8 - unabhängig vom der Objektivbrennweite.

Wird nun dieser Öffnungswinkel des Büschels zu klein, so hat der AF-Sensor eine zu kleine Basis: die Phase ändert sich dann zu wenig.

binbald 18.03.2008 14:30

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 625118)
Zum AF-Prinzip allgemein habe ich noch einen anderen, hübschen Erklärungslink über die unterschiedlichen Systeme zu Hause, auf Deutsch, muss ich heute abend mal einstellen.

habe ihn gerade gefunden, ist so-la-la, aber der Vollständigkeit halber: Autofokus-Informationen


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