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:D |
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Ich verstehe deine Argumentation gegen RAW in keinster Weise. Du bist nicht gezwungen, es zu verwenden. |
Aber Gerd,
Du sprichst zu Amateuren. :) Weder Zeit noch Geld ist für mich ein fotografisches Argument. Mich irriteirt aber, dass Du das kaufmännische Argument benutzt. Warum sagt der Umstand, dass die Firma hohe Personalkosten spart weil jpg es auch tut etwas darüber aus, ob Raw nicht besser ist? Es scheint für die genannte Firma aus Kostengründen vermeidbar zu sein, weil jpg "reicht". Das besagt aber nix dazu, ob raw nicht besser oder flexiblere Ergebnisse ermöglicht. Und schon garnicht dazu, ob das jpg dass sie annimmt aus raw entwickelt wurde :twisted: |
99 Piepen für einen RAW Konverter?
Wenn ich mir überlege, was ich früher für Entwickler, Fixierer, Filme und den ganzen Krempel immer und immer wieder bezahlt habe... Da kann keiner sagen Fotografieren sei teurer geworden. Das Gegenteil ist der Fall. Warum die richtig guten Konverter bei der Kamera nicht dabei liegen? Gute Frage. Ich habe darauf keine Antwort. Ich hätte aber auch keine Antwort darauf, warum bei analogen Kameras keine Filme und kein Vergrößerungsgerät dabei waren. "Fotografen sind Erzkonservativ!" Aha. Und Handentspannung macht krumme Finger. Natürlich nimmt kein Auftraggeber proprietäre RAWs an. Ob er nun Vorreiter ist oder nicht. Der Fotograf muss fertige Bilder einreichen. Völlig klar. Dafür gibt es entweder jpg's oder aber auch 16-Bit TIFF. Es ist doch völlig gleich. Entscheidend ist das Ergebnis. Deine Arbeit mit Deinem, x-mal genannten, Großkundenund Vorreiter verlangt ein optimales Zusammenspiel aus Zeit und Qualität. Da bietet es sich an möglichst schnell ein fertiges Ergebnis zu haben und nicht noch endlos Konverter zu bedienen und vorher zu bezahlen. aber es gibt ja auch andere, weniger erzkonservative, Bereiche der Fotografie. Da spielt Zeit keine so grosse Rolle. Sondern nur die Qualität. Und wenn es dann ein Format gibt, dass ein extra-Quäntchen von eben dieser Qualität bereit hält ist das doch gut so. Ich z.B. belichte Bilder großformatig aus. (A2 und größer) Eine Skalierung von 300% ist bei einem RAW aus einem guten Konverter heraus durchaus machbar ohne signifikante qualitätseinbußen. Das ist mit einem jpg so einfach nicht machbar. Es fehlen einfach die Informationen. Wenn ich für Titelbilder von Magazinen etc. arbeite ist das nicht notwendig. JPG ist bis a3 kein Problem. Danach wird es aber problematisch. Natürlich ist das jpg Format in 80 von 100 Fällen ausreichend, aber du kannst die letzten 20 Fälle nicht einfach ausblenden nur weil sie Dich und Deinen Großkunden, den Vorreiter, die Fachleute nicht betreffen. Wenn doch dann sind so echte Fotografen wie Du scheinbar weniger erzkonservativ, als denn eher borniert. :D |
Hallo GPO,
viele Deiner Wirtschaftlichkeitsüberlegungen kann ich nachvollziehen, aber leider zählen sie für den Ama-teuer nicht,d er investiert Geld und Zeit ohne jeden (wirtschaftlichen) Nutzen. Der D3 liegt NC übrigens bei. Jan |
Na ja ... die ganze Aufegung lohnt sich ja wohl nicht!
Es ist Blödsinn anzunehmen, dass zu analog-Zeiten die Bilder so waren, wie sie gedruckt wurden. Mitnichten. In der Farbforgraphie wurden damals nur Dias produziert. Die Filme wurden gepusht oder gepullt, jenachdem, wie der Teststreifen ausfiel. Dann wurden daraus riesige Zwischennegative gemacht, die mit aller Kunstfertigkeit - soweit im Laborprozess möglich - korrigiert wurden. Davon wurden A4 (oder größere) neue Dia-Filme gemacht. Die wurden dann am Leuchttisch mit Pinsel und Farbe bearbeitet. Wenn's dann noch nicht genug war, wurden größtmögliche Papierabzüge gemacht, die komplett nach Wunsch übermalt und dann wieder abfotographiert wurden. Und dann erst wude die Filmaufbereitung für den endgültigen Druck gemacht. Schwarz-weiß war schon immer so. Anselm Adams hat viel Kritik von seinen Zeitgenossen einstecken müssen, da er ein Zauberer in der Dunkelkammer war, dass seine Bilder nicht authentisch waren. Dort wird mit Mehrfachbelichtungen, wedeln und was weiß ich denn noch, so viel manipuliert, dass möglicherweise was ganz anderes rauskommt, als in die Kamera reinkam. Damals gab es noch nicht all die Super-Technik wie heute und auch die besten Fotografen griffen/greifen auch heute noch auf diese Änderungsmöglichkeiten zurück (analog). Im Digitalzeitalter kann das heute zumindest theoretisch jeder machen. Die Programme kosten halt Geld. Früher haben die vielen Fehlversuche und die hohen Personalkosten auch viel Geld gekostet. Das bleibt sich gleich. Aber Erfahrung, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, braucht man allemal, analog oder digital. Wenn man hoch-professionelle Ansprüche hat, kommt man um RAW nicht drum-rum. Da gibt es einfach mehr UND verlustfreie Möglichkeiten. Das ist Fakt. Natürlich reicht für viele Bereiche ein gutes JPG - privat sowieso. Aber bei den Hochglanzmagazinen, High-end Katalogen geht ohne RAW garnichts! Natürlich wird für die Druckvorstufe kein RAW abgeliefert. TIFF, JPG, CMYK - je nachdem wie die Druckanstalt das braucht. Die guten komerziellen Fotograhen haben alle ein mehrköpfiges Team für die Post und liefern das ab, was das Magazin verlangt. Das war schon immer so! |
Hi Gerd,
du hast schon recht: wer richtig fotografieren kann, kommt sicher gut ohne RAW aus. Ich kann's nicht richtig und bin deshalb froh, dass mir RAW ein paar Reserven gibt, die ich bei JPEG nicht habe. Bei JPEG kommt für mich noch hinzu: Ich kann nicht im Voraus abschätzen, was meine Kamera machen wird. Die DRO-Funktion an der A700 ist da so ein Beispiel. Das Argument, RAW macht zu viel Arbeit, kann ich nicht nachvollziehen (habe es aber schon öfters gehört). Von meiner letzten Tour in den Münchner Zoo habe von ca. 70 Fotos drei oder vier behalten. Die waren wirklich schnell konvertiert. Und dass Argument, Kunden würden keine RAW-Dateien annehmen, zieht nun überhaupt nicht: Du hast sicher früher auch keine Filme abgeben, die dein Kunde dann selbst entwickeln sollte. :cool: Martin |
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Richtig gute RAW-Konverter werden von Software-Firmen entwickelt und sind für mehrere RAW-Formate unterschiedlicher Hersteller geeignet. Und diese Firmen wollen damit eigenes Geld verdienen, sie sind folglich als Konkurrenten (oder auch Mitbewerber) einzustufen. Letztendlich ist ja auch bei fast jeder Kamera, die RAW kann auch ein entsprechendes Tool dabei. Nicht ganz so flexibel, aber immerhin. |
Hmm, viel Holz, gpo... und ich hatte eigentlich vor, richtig ausführlich darauf einzugehen. Macht aber irgendwie wenig Sinn nach den vielen Posts dazwischen.
Wenn Du nur mit JPG klar kommst, um das Optimum aus Deinen Bildern herauszuholen, habe ich doch keiner ein Problem damit ! Schließlich zeigen meine Bilder bei Tageslicht und / oder super Beleuchtung auch genau das, was ich mir während der Aufnahme vorgestellt hatte. Da brauche ich kein RAW, das geht auch in JPG. :top: Das sieht aber in dunklen Clubs und der wild flackernden Lightshow vollkommen anders aus. Dort bin ich froh um jede Option, ein wenig mehr aus meinen Bildern herauszuholen, als ich mit JPG fotografiert in der Lage wäre, und deshalb fotografiere ich dort in RAW. :!::top: Und wenn jemand auch mal meine Bilder haben will oder ich ein in RAW fotografiertes zum Ausbelichter gebe, ist es doch kein Problem für mich, aus dem RAW ein JPG zu machen (was ich fürs Web ja sowieso mache, und ob ich die ein zweites Mal nur etwas größer exportiere, ist doch fast egal), zumal ja die "Rezepte" für die betreffenden Bilder schon seinerzeit beim Webexport festgelegt worden sind. Kürzlich mußte ich die Supportband in JPG fotografieren, weil ich die Speicherkarten noch draußen im Auto liegen hatte. Die Bilder von denen sind gut, keine Frage - die des Hauptacts sind aber deutlich besser durchzeichnet und eine Konvertierung in s/w ergab viel bessere Bilder als die s/w-Konvertierung aus den JPGs der Supportband. Verdamme ich deshalb, nur weil ich selber hauptsächlich im Dunkeln und damit in RAW fotografiere, das JPG-Format, lasse ich es daher links liegen ? Mitnichten. Beide Formate haben ihre Daseinsberechtigung, und das sollte man nicht vergessen... LG, Rainer |
Was mich in dem Zusammenhang so nervt... Jpeg ist als 8 Bit Format mit grundsätzlich verlustbehafteter Kompression definitiv nicht mehr zeitgemäß. Jpeg2000 ist schon seit JAHREN definiert und soll genau diese Mankos ausbügeln: wahlweise 8 oder 16 Bit, verlustfrei oder verlustbehaftet komprimiert, EXIF Daten und standardisiert... nur: Es unterstützt kaum jemand. :mad:
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