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hosand 23.10.2007 22:18

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 551314)
Ein weit verbreiteter Irrtum: bei gleichem Abbildungsmaßstab und gleicher Blende hast du mit allen Brennweiten die gleiche Schärfentiefe. Der Abstand spielt da eine Rolle und da der bei den längeren Brennweiten größer ist, gleicht sich das wieder aus. Gerade im Makro-/Mikrobereich ist praktisch nur noch der Abbildungsmaßstab von Bedeutung.

Verstehe ich das jetzt richtig - ein 60ger und ein 180ger haben bei 1:1 die gleiche Schärfentiefe?

klahans 23.10.2007 22:25

Wie ist denn die genaue Bezeichnung von dem "ultimativen Makro 4/200 Makro"? Und sind die Yachtfotos mit diesem Objektiv gemacht? Dann könnte ich Dein Urteil betätigen. Denn die Bilder sind wirklich Spitze.
Gruß
klahans

Michi 23.10.2007 22:33

Zitat:

Zitat von klahans (Beitrag 552422)
Wie ist denn die genaue Bezeichnung von dem "ultimativen Makro 4/200 Makro"?

Minolta Apo G 4/200 Macro

http://www.dyxum.com/lenses/detail.asp?IDLens=100

Unter 1000 Euro ist das 200er Macro aber fast nicht zu bekommen. Es ist auch ziemlich selten.

Ansonsten würde ich das Tamron 90er dem Sigma 105er wegen des Filtergewinde und der Kompatibilität vorziehen. Das Sigma 105er Non-DG soll auch Probleme mit Chipreflektionen machen. Das Problem tritt aber nur bei ganz seltenen Fällen auf. Berichte dazu gab es mal im Minolta-Forum.

Gruß
Michi

Jens N. 24.10.2007 02:48

Zitat:

Zitat von hosand (Beitrag 552419)
Verstehe ich das jetzt richtig - ein 60ger und ein 180ger haben bei 1:1 die gleiche Schärfentiefe?

Ja, ganz genau. Die Bildwirkung ist natürlich anders (beim 60er ist mehr Hintergrund mit drauf), aber mehr Schärfentiefe für's Hauptmotiv hat man -bei gleicher Blende- mit der kürzeren Brennweite nicht. Ganz einfach weil man damit viel näher ran muß und das wirkt sich nunmal auf die Schärfentiefe aus.

Das gilt im Prinzip (wenn auch weniger genau) auch bei größeren Abbildungsmaßstäben als 1:1, d.h. selbst ein 20 und ein 200mm Objektiv können annähernd die gleiche Schärfentiefe haben.

Siehe dazu z.B. hier.

hosand 24.10.2007 06:52

OK - Danke, wieder was gelernt.
Das macht mir die Wahl meines neuen Makroobjektives einfacher. Da kann ich mich ja ruhig bei den längeren Brennweiten wegen des höheren Mindestabstandes umsehen und kann meine Überlegung in Richtung eines 60ger Makros ad acta legen...

Jens N. 24.10.2007 13:03

Na ja, kurze Brennweiten haben auch so ihre Vorteile. Ich nutze für tabletop z.B. gerne ein 50er Makro, mit einem 180er hätte ich da wohl Probleme. Auch die Verwacklungsgefahr ist bei den kürzeren Brennweiten evzl. geringer, wobei ich mir da nicht sicher bin, da auch hier der Abstand eine Rolle spielt.

binbald 24.10.2007 16:58

Ich fotografiere inzwischen fast nur noch mit meinem 50er und nehme das 100 kaum noch. Gerade wenn man unterwegs ist und kein Stativ hat, ist das 50er doch eine handhabbare Brennweite - beim 100er braucht man zu oft eine Stillhaltehilfe...
Vor allem: Das 50er ist auch eine großartige Normalbrennweite, mein 50/1.7 habe ich seitdem weggegeben, rentierte sich nicht mehr (Abbildungsleistung zu schlecht im Vergleich und deswegen kaum noch genutzt). Außerdem braucht's weniger Platz im Rucksack und ist als lichtstärkere Ergänzung zum 16-80 gut zu gebrauchen.

Mein Tipp geht eher Richtung 50er - ein Haufen Insekten bei 1:1 ist aber auch nicht das, was ich mir mit Begeisterung betrachte.

Sir Donnerbold Duck 24.10.2007 17:38

Zitat:

Zitat von klahans (Beitrag 552422)
Wie ist denn die genaue Bezeichnung von dem "ultimativen Makro 4/200 Makro"? Und sind die Yachtfotos mit diesem Objektiv gemacht? Dann könnte ich Dein Urteil betätigen. Denn die Bilder sind wirklich Spitze.
Gruß
klahans

Hallo,

Exakt müsste es Minolta AF Apo G Tele Macro 4/200 heißen. Ist aber leider sehr selten und teuer. Die Yachtbilder sind größtenteils mit der A2 entstanden, dafür ist mir das 200er Makro zu groß, wertvoll und unflexibel. Und nein, zu lahm wäre es nicht, mit AF-Begrenzung ist das Ding richtig flott.

Gruß
Jan

kassandro 28.10.2007 06:13

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 551314)
Ein weit verbreiteter Irrtum: bei gleichem Abbildungsmaßstab und gleicher Blende hast du mit allen Brennweiten die gleiche Schärfentiefe. Der Abstand spielt da eine Rolle und da der bei den längeren Brennweiten größer ist, gleicht sich das wieder aus. Gerade im Makro-/Mikrobereich ist praktisch nur noch der Abbildungsmaßstab von Bedeutung.

Es ist sogar so, daß man bei Tele-Objektiven und gleichen Abbildungsmaßstab eine minimal größere Schärfentiefe hast! Bei gleicher Entfernung haben natürlich Tele-Objektive eine geringere Schärfentiefe.
Bei Makro-Objektiven spielt auch die Bauweise eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Fluchtdistanz. Bei Innenfokussierung ist die reale Brennweite und somit auch die Fluchtdistanz im Makro-Bereich deutlich geringer als bei einem entsprechenden Objektiv mit traditioneller Bauweise wie den klassischen 50 und 100mm Makro-Objektiven von Minolta. Außerdem ist bei klassischer Bauweise der AF langsamer und präziser, so daß ich im Makro-Bereich die Klassiker von Minolta vorziehe.


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