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cat_on_leaf 16.10.2007 12:04

Zitat:

Zitat von nrg4u (Beitrag 549104)
Soweit ich mal gelesen habe soll die Dynax (Digital) bei Iso 200 die besten Signal/Rauschabstand haben!
Also ist es logisch dass bei Autofunktion Iso200 nicht unterschritten wird.(gut gemacht Sony)
Wenn ich wirklich unter Iso200 will dann wie schon erwähnt manuel.

Aber wenn ich doch die Grenze manuell vergeben kann, dann kann es doch den Sonyleuten wurscht sein wohin, oder? Die Obergrenze von ISO 1600 ist im Autobetrieb ja auch möglich. Macht das mehr Sinn, als eine freidefinierbare Untergrenze?

WB-Joe 16.10.2007 14:44

Zitat:

Zitat von cat_on_leaf (Beitrag 549142)
Kann schon sein, aber laut den ersten Beschreibungen im Netz (Leider weiss ich mal wieder nicht mehr wo die Grafiken sind), hat die A700 bei ISO 100 den höchsten Dynamikumfang.

Ich seh das Problem immer noch nicht.:?
Entweder stell ich AUTO-ISO ein, dann muß ich den Dynamikumfang der jeweiligen von der Kamera eingestellten ISO-Stufe nehmen, oder ich stelle selbst auf ISO100. Fertig.

Anaxaboras 16.10.2007 15:41

Erster Rundgang - Handling
 
Heute früh war ich nun 2 Stunden mit der :alpha: 700 unterwegs – bei strahlender Oktobersonne, herrlich.

Habe ich heute Nacht geschrieben, dass der Eye-Start eine klasse Sache ist? Das war wohl voreilig! Das Ding könnte auch „Wampen“-Start heißen. Ganz gleich, wie ich die Cam um den Nacken oder über die Schulter gehängt habe, der AF begleitete mich ständig mit seinem munteren Surren. Als würde mir ein Fernsteuer-Auto folgen. Wenn dann das 100er Makro im Gebüsch auf nahezu doppelte Länge ausfährt, wird’s richtig lästig. Ohne Griffsensor ist der Eye-Start kaum zu gebrauchen (bitte, Sony – findet eine Lösung für das Problem), ich habe ihn jetzt abgeschaltet.

Ansonsten hält der AF genau das, was ich mir gestern bei den ersten Trockenübungen davon versprochen habe: Schnell, sicher präzise. Fotografiert habe ich heute mit dem Sigma 14/2.8, dem Sigma 18-125/3.5-5.6 (wenig), dem Minolta 70-210/4 (Ofenrohr) und dem 100er Makro von Minolta. Gerade die letzten beiden werden vom AF der :alpha:700 geradezu beflügelt. Aber auch das Sigma-„Suppenzoom“ profitiert vom AF – zumindest akustisch: Es schnurrt jetzt viel angenehmer in die korrekte Fokusstellung.
Wirklich begeistert bin ich, dass tatsächlich alle AF-Felder gleichermaßen schnell und zuverlässig sind (Ich habe „Lokales AF-Feld“ an der :alpha:700 eingestellt – Handbuch S. 47). An meiner 7D habe ich praktisch nur den zentralen Kreuzsensor verwendet, weil die Liniensensoren oftmals keinen Fokuspunkt finden konnten.
Etwas erschrocken bin ich über den immensen Speicherverbrauch. Meine 1-GB-Karte war in Nullkommanix voll! Das ist wohl ein Tribut an die 12 MP. Außerdem habe ich ganz entgegen meiner Gewohnheiten RAW+JPEG aufgenommen. Ich möchte einfach mal wissen, ob es die viel diskutierten Qualitätsunterschiede wirklich gibt (bzw. ob die JPEGs wirklich sichtbar schlechter sind). Dazu mache ich dann aber mal ein neues Posting auf – sonst wird’s hier zu unübersichtlich.

-Anaxaboras

A1-Chris 16.10.2007 15:50

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 549204)
Habe ich heute Nacht geschrieben, dass der Eye-Start eine klasse Sache ist? Das war wohl voreilig! Das Ding könnte auch „Wampen“-Start heißen. Ganz gleich, wie ich die Cam um den Nacken oder über die Schulter gehängt habe, der AF begleitete mich ständig mit seinem munteren Surren. Als würde mir ein Fernsteuer-Auto folgen. Wenn dann das 100er Makro im Gebüsch auf nahezu doppelte Länge ausfährt, wird’s richtig lästig. Ohne Griffsensor ist der Eye-Start kaum zu gebrauchen (bitte, Sony – findet eine Lösung für das Problem), ich habe ihn jetzt abgeschaltet.

:top::top:Genau das gleiche habe ich auch festgestellt, besonders häufig passiert es mir beim Objektivwechsel (wenn ich vergesse die Kamera vorher auszuschalten :evil::evil:). Gestern hat sie sich die Kamera mit dem 100 Makro fast selbst vom Tisch gedreht... (Kamera war an, lag neben mir auf dem Tisch, komme mit dem Arm am Sensor vorbei... das war knapp :flop:

WB-Joe 16.10.2007 15:54

Zitat:

Etwas erschrocken bin ich über den immensen Speicherverbrauch. Meine 1-GB-Karte war in Nullkommanix voll! Das ist wohl ein Tribut an die 12 MP. Außerdem habe ich ganz entgegen meiner Gewohnheiten RAW+JPEG aufgenommen.
Wieviel MB bringst du denn bei bei RAW+XFine zusammen? bei der D200 sind es, motivabhängig ca 22MB. Das war auch der Grund warum ich mir eine Extreme III mit 8GB geholt habe. Und einen 60GB-Tank.;)

Zitat:

Wirklich begeistert bin ich, dass tatsächlich alle AF-Felder gleichermaßen schnell und zuverlässig sind (Ich habe „Lokales AF-Feld“ an der 700 eingestellt – Handbuch S. 47). An meiner 7D habe ich praktisch nur den zentralen Kreuzsensor verwendet, weil die Liniensensoren oftmals keinen Fokuspunkt finden konnten.
Hats du den Kreuzsensor der A700 schon mal bei schlechtem Licht und einem lichtstarken 1,4er getestet?

PS: Danke für die ersten Eindrücke, Martin.:top:

Anaxaboras 16.10.2007 15:57

Zitat:

Zitat von Dynax 79 (Beitrag 549211)
Hats du den Kreuzsensor der A700 schon mal bei schlechtem Licht und einem lichtstarken 1,4er getestet?

Ja, gestern. Lies mal mein zweites Posting von heute Nacht :D.

-Anaxaboras

A1-Chris 16.10.2007 15:58

Raw geht nur zusammen mit Fine - Raw 18 MB, fine ca. 3-5 MB

WB-Joe 16.10.2007 16:03

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 549212)
Ja, gestern. Lies mal mein zweites Posting von heute Nacht :D.

-Anaxaboras

Entschuldigung, ich habs wohl auf den Augen, den Bericht hatte ich heute Morgen schon gelesen.;)
Wie siehts denn mit dem 85/1,4G aus? Das pumpt ja recht gerne...

Zitat:

Raw geht nur zusammen mit Fine - Raw 18 MB, fine ca. 3-5 MB
Schade, was soll ich denn mit Fine?:evil::flop:

PeterHadTrapp 16.10.2007 16:04

Zitat:

Das Argument hat mich schon immer etwas verwundert. Da geben Leute hunderte bis tausende Euros für Kameras aus und verschwenden dann auch nur einen Gedanken an 10 bis 50 Euro Akkus - ja betrachten diese sogar als relevant bei der Kaufentscheidung
werd ich wohl nie verstehen
(zumal man ja nichtpassende Akkus mit der alten Cam verkaufen könnte)
ich weiß nicht wie Du das siehst, aber ich habe hier für meine D7d 8 Akkus.
Für die :a:700 möchte ich mindestens vier haben, alles andere ist in meinen Augen Nonsens, denn wenn ich den VG benutze, dann möchte ich mit zwei Akkus foten und ein Päärchen zum auswechseln in der Tasche haben.

Sony ruft für die Akkus 75,00 Euro auf. Das macht dann bei vier Akkus 300 Euro.
Das sind (für mich) nun auch bei einer Kamera für 1399,00 keine Peanuts, wenn ich das Geld durch Weiterverwendbarkeit der NP400 einsparen könnte. Zumal die Anschaffung eines zweiten BC-VM 10 oder eines Doppelladers AC-VQ900AM (179,00 €) ja noch hinzukommt, dann sind wir eher bei mindestens 450 Euro.
Natürlich ist die Inkompatibilität kein KO-Kriterium, ein ernsthafter Kostenfaktor ist die Sache aber allemal.

@Anaxaboras: falls ich es überlesen habe, was hast Du auf die C-Taste gelegt ?

Gruß
Peter

Anaxaboras 16.10.2007 16:04

Erster Rundgang – Bildqualität
 
Der Riesen-Monitor der :alpha:700 ist klasse. Auf ihm lassen sich die Aufnahmen wirklich gut beurteilen, selbst wenn wie heute, die Sonne hell vom Himmel lacht.
Doch schon nach den ersten zwei Schüssen der Schreck: Die sind ja total überbelichtet! Anderseits: Das Histogramm sieht sauber aus, keine Beschneidungen in den Lichtern. Trotzdem nehme ich das Motiv zur Sicherheit noch einmal mit -1EV auf. Und werde im Laufe meines Rundgangs fast alle Motive mit -0,3 bis -0,7 EV fotografieren.
Jetzt habe ich das „Problembild“ vor mir im Adobe Raw Converter. Das Histogramm ist OK, doch auch ACR dunkelt das Bild nach einem Klick auf „Auto“ ab. Zwar korrigiert ACR nicht die Belichtung nach unten, wohl aber die „Helligkeit“.
Wie auch schon die 7D geht die :alpha:700 sehr zurückhaltend mit den Farben um. Ich finde das gut, wird doch so ein frühzeitiges Clipping (gerne im Rot-Kanal) vermieden.

Hier mal zum Vergleich:
Belichtung und Farben ohne Korrektur mit ACR-Grundeinstellungen, Schärfe angepasst
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...g-Standard.jpg

Belichtung und Farben (Sättigung etc.) im ACR angepasst, Schärfe wie oben
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...-angepasst.jpg

Ich vermute einmal, dass Sony was an der Gamma-Kurve gedreht hat. Da müssen wir allerdings auf erste Labortests warten (dpreview – wie lange dauert’s noch?), bis sich dazu sicher was sagen lässt.
Mein persönliches Fazit: Mir sind die Bilder zu hell. Da aber die Lichter sauber durchgezeichnet sind, macht das nichts – ich kann sie im ACR ohne Qualitätseinbußen nach meinem Geschmack anpassen.

So, nachdem ich den Wust an Bildern von heute früh weiter gesichtet habe, die Überraschung: Nur die RAWs sind „zu hell“ – die JPEGs nicht unbedingt. Da ich sonst nie RAW+JPEG aufzeichne, habe ich einen so krassen Unterschied nicht erwartet:

Belichtung RAW
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...chtung-RAW.jpg

Belichtung JPEG
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...htung-JPEG.jpg

Ich hatte von einem Probeschuss zuvor DRO auf +4 gestellt. Abartig, was der BIONZ-Prozessor aus dem JPEG-Bild macht, oder? Vielleicht klärt das aber auch die hellen RAWs – mag sein, dass Sony die Daten zunächst für die DRO-Funktion optimiert.
Unterm Strich heißt das aber, dass man der Kamera sauber belichtete JPEGs entlocken kann (Das müsste dann mal jemand anders testen. Nur vielleicht DRO nicht so hoch einstellen wie ich, dann wird’s wohl zu dunkel.)

Einer der ersten Beiträge im Netz zur JPEG-Qualität ließ Schlimmes befürchten (ich bin jetzt zu faul, den Thread rauszusuchen, sorry). Dort waren matschige JPEGs zu sehen – auch hier wurde das heiß diskutiert. Ich wollte es wissen, und habe also mal RAW und JPEG parallel aufgenommen – mit dem Minolta 100/2.8, meiner schärfsten Linse. JPEG mit den Grundeinstellungen der Kamera. Hier mal ein 100%-Crop der beiden Bilder:

Bild 1
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...Schrfe-RAW.jpg

Bild 2
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...chrfe-JPEG.jpg

Und hier das gesamte Foto mit dem gekennzeichneten Ausschnitt.
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...chrfe-Crop.jpg

Na, was glaubt Ihre, welcher Ausschnitt aus der JPEG-Datei stammt? Es ist das zweite Bild oben. Da ich hier keine RAWs hochladen kann, fällt der Unterschied nicht sonderlich groß aus. In Natura ist das RAW tatsächlich ein Tick schärfer und detailreicher. Aber wirklich nur ein Tick.

Wichtiger für mich ist, dass die JPEGs absolut brauchbar sind. Bitte beachtet auch, dass in Kombination mit RAW die JPEG-Qualität nur „fine“ ist.

Was man auch sehr schön sieht: Bildrauschen scheint die :alpha:700 nicht zu kennen – zumindest nicht bei ISO 200 (wie hier). Die 7D würde bei diesem Motiv in den dunklen, unscharfen Bereichen erste Anzeichen von Helligkeitsrauschen zeigen. Bei der 700er nichts (die Rauschunterdrückung im ACR war auf 0% gestellt!).

Mein erstes Fazit zur Bildqualität: Ich bin beeindruckt. Eine derartige Leistungssteigerung gegenüber der 7D habe ich nicht erwartet. OK, die RAWs sind etwas hell und kontrastarm, aber das lässt sich im Konverter leicht beheben. Und wer in JPEG aufnimmt, wird etwas Zeit brauchen, bis er die für sich optimale Einstellung herausgefunden hat.

Was ich hier jetzt nicht auch noch mit einem Bild belege: der 12-MP-Sensor deckt gnadenlos jede Schwäche des Objektivs auf. Dass mein Sigma Suppenzoom an den Rändern nicht so scharf ist wie im Zentrum wusste ich. Doch jetzt wird deutlich, wie unscharf es zum Rand hin wird. Wer das Potenzial der :alpha:700 ausschöpfen will, braucht gutes Glas. Gar nicht zu denken, was da die :alpha: 900 fordert.

Das war jetzt erstmal mein letztes Mega-Posting zur :alpha: 700, versprochen. Sobald es Neues gibt, melde ich mich aber wieder.

-Anaxaboras


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