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twolf 30.05.2006 15:36

warum ist wohl das 50mm 1,7 erheblich leichter und kleiner als das 70-200 Hsmm von Minolta ? Weil der Aufwand einen zoom sehr gute schärfe und Lichtstärke zu vereinen einen Erheblichen gröseren aufwand bedeutet als bei einer Festbrenweite. ( na ja Okay der vergleich hinkt gewaltig ) nehmen wir eher eine 100 mm Festbrenweite und betrachten da den Aufwand im Verhältniss zum Zoom.

LensView 30.05.2006 16:19

Zitat:

Zitat von topaxx
Aber warum ein 28/2.8 "lichtdurchlässiger" als z.B. ein 28-75/2.8 sein soll, würde mich jetzt mal interessieren :shock:
Gruß
Udo

Die Lichtstärke eines Objektifs (also die größtmögliche Oeffnung der Blende) errechnet sich aus Brennweite geteilt durch effektive Blendenöffnung (Durchmesser), daher auch die korrekte Bezeichnung f/2.8, f/16, etc, wobei f für die Brennweite steht. Das bedeutet daß eine Blende 5.6 bei einem 200mm Objektiv eine Oeffnung mit 200/5.6 = 35.7mm hat. Das hat also nichts mit der lichtdurchlässigkeit der Gläser zu tun. Auch wenn man mit (echten, also ab Masstab 1:1) Makro-Objektiven arbeitet verlängert sich der Auszug und es kommt bei gleicher Blende weniger Licht bei der Kamera an. Idem bei mehr Linsen die zwangsläufig mehr Licht schlucken oder streuen.
Daher kann man wenn man ein sehr gutes und ein sehr schlechtes Objektif bei gleicher Blende auf das gleiche Morif richtet durchaus auf verschiedene Belichtungszeiten kommen, weil das eine mehr Licht schluckt als das andere.
Zur Qualität von Zooms: Jedes Objektif kann nur für eine Brennweite optimal sein. Alles andere bedingt Kompromisse. Daher ist es sehr viel schwerer ein gutes Zoom zu machen. Und je größer der Zoombereich, umso schwieriger wird es ...

Jerichos 30.05.2006 16:47

Zitat:

Zitat von Justin05
So ich hab mal eben ein Test gemacht..ist kein aufseheneregendes Bild aber man sieht das Minolta50/1.7 deutlich bessere Qualität liefert
Der Fokus liegt auf der 17 im Kalendar.

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...ils/6/test.jpg

Geh mal runter auf f2.8, dann sollte es noch deutlicher ausfallen. Wobei mich das Bild des 50er doch ein wenig verwundert. Das sollte eigentlich deutlich schärfer sein.
Versuch mal einen Vergleich bei Tageslicht, die sind meist aussagekräftiger.

Jornada 30.05.2006 17:00

Zitat:

Zitat von Justin05
So ich hab mal eben ein Test gemacht..ist kein aufseheneregendes Bild aber man sieht das Minolta50/1.7 deutlich bessere Qualität liefert
Der Fokus liegt auf der 17 im Kalendar.

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...ils/6/test.jpg

Sorry, aber dass das 50er Minolta deutlich bessere Qualität liefert, kann ich an dem Bild nicht erkennen. Die schwarzen Zahlen wirken von der Farbe her zwar etwas kräftiger, aber auch nur marginal. Ich würde aufgrund dieses Bildes keinem der beiden Objektive eine bessere Qualität zusprechen.
Oder aber das Sigma 24-70 f2.8 EX ist wirklich eine so gute Linse, wie ich immer behaupte.
Ich hab' übrigens beide Objektive, das 50er erst ein paar Tage, ich werde die beiden mal ausgiebig gegeneinander antreten lassen.

Bobafett 30.05.2006 19:51

Klar ist die Qualli bei einer FB besser, aber viel viel wichtiger ist die andere Art und Weise der Fotografie.
Man nimmt sich mehr Zeit, geht mal einen Meter vor oder zurück. Das Motiv wird länger gesehen und bearbeitet. Wer es auf die Spitze treiben möchte geht zudem noch mit Stativ los.

Gruß Christian

superburschi 30.05.2006 19:54

Zitat:

Zitat von Bobafett
Klar ist die Qualli bei einer FB besser, aber viel viel wichtiger ist die andere Art und Weise der Fotografie.
Man nimmt sich mehr Zeit, geht mal einen Meter vor oder zurück. Das Motiv wird länger gesehen und bearbeitet. Wer es auf die Spitze treiben möchte geht zudem noch mit Stativ los.

Gruß Christian

Wie ? geht das auch ohne Stativ ????? Auch wenn es etwas sperrig ist wenn ich nicht gerade senkrecht in der Wand hänge schlepp ich so ein Teil schon mit.

Blackmike 30.05.2006 20:42

Es kommt auf das Zoom an.... Ich glaube nicht, das dein Sigma Zoom gegen eine FB bei gleicher Blende mithalten kann.

Mein G kommt grade an die Abbildungqualität einer auf 2.8 abgeblendeten FB dran (OK, dafür ist das G dann auch auch Offenblende)

Trotzdem schätze ich die kleinen FB´s. bei 2.8 hören meine Zooms auf, mit dem 50/1.4er hab ich noch 2 Blendenstufen nach unten...

Photopeter 30.05.2006 21:26

Zitat:

Zitat von topaxx
... Allerdings sollte die Lichtstärke bei einem 28/2.8 und einem 28-75/2.8 (um bei meinem Bespiel zu bleiben) bei gleicher Blende doch auch gleich sein. Sonst müsste ja auch die Belichtungsmessung unterschiedliche Belichtungszeiten ergeben, oder? Genau deshalb frage ich nach, was der von Peter ins Spiel gebrachte Begriff "lichtdurchlässiger" aussagen soll/will - ich versteh´s halt nicht ;)

Gruß
Udo

Hi Udo.
Lensview hat es schon richtig erklärt, ich wollte es nur noch mal bestätigen, da ich das angesprochen habe. Die Blendenöffnung (hier also 2,8 ) sagt erst einmal nix über die Menge Licht aus, die am Ende auf den Chip/Film fällt. Die Blendenzahl ist (vereinfacht) nur das Verhältnis von Durchmeser der Blende(nöffnung) zur Brennweite des Objektivs bzw bei voll aufgeblendetem Objektiv das Verhältnis von Frontlinsendurchmesser zur Brennweite (noch mehr vereinfacht, trifft es aber immer noch).

Es können durchaus mehr als eine Blendenstufe unterschiedliche Belichtungszeiten trotz gleicher Blendenzahl resultieren. Das ist keine Seltenheit. Und es hängt (natürlich neben der tatsächlichen Blendenzahl, die ja vor allem bei Zooms auch nicht immer ganz korrekt angegeben wird) von dem Auszug (also der eingestellten Entfernung) und, für den Vergleich Prime/Zoom vor allem bedeutsam, von den Glas-Luft bzw Glas-Glas Übergängen ab. Ein unvergüteter Übergang (Die Kante einer Linse) hat ca 10% Lichtverlust durch Reflektion und Absorbtion, je nach Glassorte etwas mehr oder weniger. Also eine einzige unvergütete Linse "frisst" schon ein Fünftel (20%) des einfallenden Lichts. Deswegen (unter anderem) werden Linsen immer vergütet, schon sein Urzeiten. Durch die Vergütung gehen die Verluste auf 0,5 bis 0,1 % pro Kante zurück. Trotzdem summiert sich das bei 14-16 linsigen Zooms schon zu einem beträchtlichen Wert. Die Verluste in einer 5-6 linsigen Festbrennweite sind dagegen wesentlich bescheidener. Das kann bei nominell gleicher Lichtstärke durchaus eine Blendenstufe ausmachen. Zooms sind allerdings eine Erfindung der TTL Ära (zumindest für den Massenmarkt). Dort werden solche Abweichungen ja problemlos durch den Belichtungsmesser der Kamera ausgeglichen.
Im Alltag braucht man sich darüber eigentlich keine Gedanken machen. Nur wenn man wirklich mal in extreme Low- Light Situationen kommt, muß man sich nicht wundern, wenn der Kollege mit dem Prime noch fotografiern kann, wenn man selbst mit dem (doch gleich lichtstarken) Zoom einpacken kann.

Wie gesagt, darum sind die Angaben (hier Blende 2,8 ) bei den Zooms ja nicht "gelogen" sondern absolut korrekt. Nur die resultierende Belichtungszeit kann trotzdem bei einem Prime merkbar kürzer sein.

Übrigends ist dieser Lichtverlust an den Linsen völlig ohne Bedeutung für die Tiefenschärfe. Da ist Blende 2,8 wirklich gleich Blende 2,8.

Nachtrag:
Zitat:

Zitat von Bobafett
Klar ist die Qualli bei einer FB besser, aber viel viel wichtiger ist die andere Art und Weise der Fotografie.
Man nimmt sich mehr Zeit, geht mal einen Meter vor oder zurück. Das Motiv wird länger gesehen und bearbeitet. Wer es auf die Spitze treiben möchte geht zudem noch mit Stativ los.

Gruß Christian

Das ist eben der größte Vorteil der Primes (hab ich mit dem Psychologischen Effekt gemeint). 100% Zustimmung :top:

topaxx 30.05.2006 21:52

Danke für die Erklärungen, das war mir so nicht bewusst.

Gruß
Udo

Photopeter 30.05.2006 21:57

Keine Ursache.
Hauptsache es war jetzt verständlich genug.


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