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John Doe 14.04.2006 12:27

Zitat:

Zitat von Sonnenkind
..............
Jens hat aber schon recht, gegen eine Drehbewegung der Hand, oder ein Rechts-runter-drücken der Kamera beim Auslösen ist der AS chancenlos.
Wenn Du das beachtest was Jens schon sagte, sind die 1/13 mit AS sehr viel weniger kritisch als ohne. Drücken wir es mal so aus!

Das ist schon richtig, allerdings wird, besonders von Anfängern, dem AS wundersame Fähigkeiten angedichtet. Den Bereich von 1/13 Sekunde und mehr, belichtet man mit Erfahrung auch ohne AS, aber mit AS wird einfach davon ausgegangen, daß das Bild was wird. Das "Auslösewackeln" bekommt bei solchen Bildern eine dominante Bedeutung zu, selbst Atmen kann schon reichen, das Bild zu versauen. Die Grenze sollte man bei 1/60 Sekunde für WW bis Normalbereich setzen, darüber ist erst mal üben angesagt.

Trösten wir uns mit dem gedanken, daß uns der AS zwar nicht alle Bilder retten kann, wir aber die einzigen sind für die (fast) alle passenden Objektive eine Stabilisator haben. In diesem Sinne noch frohe Ostern.


Gruß Uwe

kassandro 14.04.2006 12:47

Zitat:

Zitat von Jens N.
Zitat:

Bei Digicams hängt die Auswirkung von Verwacklung auf die Bildschärfe ganz entscheidend von der Pixelgröße ab. Beim selben Verwacklungsgrad nimmt die Unschärfe proportional zum Pixeldurchmesser ab. Eine DSLR ist also von vornherein wesentlich verwacklungssicherer als eine Knipse mit 1/2.5" Sensor - zumindest mit Spiegelvorauslösung.
Das wäre mir neu, das die Pixelgröße was damit zu tun hat, jedenfalls kann ich diese Aussagen aus meiner Praxiserfahrung nicht nachvollziehen. Bei Kompaktkameras sind die eigentlichen (realen) Brennweiten durch die kleinen Sensoren ja viel kürzer, die Faustregel bezieht man aber -wie auch bei den Crop-DSLRs- auf die dem Bildwinkel entsprechende KB-Brennweite. So gleichen sich die Unterschiede aus und man kann die Daumenregel auf alle Systeme anwenden.

Ich kann das sehr wohl durch meine eigene Erfahrungen leidlich bezeugen. Als ich meine SR-T 101 durch eine Fuji MX 2900 ersetzte - die hatte noch relativ große Pixel - stieg die Verwacklungsrate rapide an. Das haben mir auch viele andere Verwackler bestätig.
Man kann den Effekt sehr leicht plausibel machen. Nehmen wir an wir nehmen ein und dasselbe Motiv mit derselben Filmbrennweite einmal mit der D7D und ein anderes mal mit einer 6 MP 1/2.5" Knipse auf. Bei beiden Kameras is pro Pixel diesselbe Detail-Menge. Die D7D hat allerdings einen 3:2 Aspektratio während die Knipse einen 4:3 Aspekt-Ratio hat. Aber vergessen wir mal diese Feinheiten. Wenn ich nun beide Kameras während der Verschlußzeit um einen 1/100 mm verwackele, dann überlagern sich bei der D7D maximal 2 Pixel, was gerade noch als scharf empfunden wird. Bei der Knipse verschiebt sich das Bild hingegen schon um 6 Pixel und dann kann man das Bild eigentlich nur noch wegschmeißen. Wegen der mangelnden Trägheit der Knipsen ist dann aber die Verwacklungslänge sogar noch größer als bei den Schwergewichten. Weiter kommt hinzu, daß Knipsen oft überhaupt keinen Sucher mehr haben und dadurch die Stabiliserung durch den Kopf entfällt. Man verwackelt deshalb bei solchen Kameras oft schon im WW-Bereich. Die Entscheidung von Panasonic alle Knipsen mit einem Bildstabilsator zu versehen, ist deshalb wohlbegründet. Wegen der extrem kleinen Linsen einer Knipse, läßt sich so ein optischer Bildstabilisator auch viel leichter für solche Knipsen bauen und er ist dann auch noch effizienter.

Crossie 14.04.2006 13:01

Zitat:

In dem Fall muss ich leider gestehen, das Automatiken den Menschen doch ein wenig verdummen, ich bin halt davon ausgegangen, dass die Kamera die Zeit mit dem AS anpasst und so die Chance auf unverwackelte Bilder maximiert.
:lol: nene, verdummen wird man durch Automatiken sicher nicht, ich benutze z.B. auch ständig Zeit- oder Blendenautomatik und fühle mich eigentlich nicht verdummt. Nur mit dem Wissen, was denn eine solche Automatik letztendlich bewirkt und wie die arbeitet, kommt man ein Stück weiter als wenn man sich blind auf die Elektronik verlässt.

Dazu muss ich sagen, dass bei mir 1/13 oder länger aus der Hand auch mit AS nur mit Glück zu einem guten Ergebnis führt, um das zu beherrschen, fehlt mir sicherlich die Erfahrung und Übung. Das empfinde ich aber nun nicht als Nachteil, denn wie Jens da sehr schön ausgeführt hat gibt es genügend Hilfsmittel ausser AS und Schützenhand, die man auch bei den schwierigen Lichtverhältnissen einsetzen kann.

Gruss
Uwe

Sonnenkind 14.04.2006 13:32

Manchmal glaube ich, verleitet der AS auch dazu, aus falscher Sicherheit schneller und hastiger zu agieren, wie man es normalerweise täte.
Dann ist der Vorteil natürlich auch im Eimer.

John Doe 14.04.2006 16:13

..... und man sollte auch nie die "kleinen Hilfsmittel" vergessen, die uns in der Prä-AS Ära schon gute Dienste geleistet haben, so fällt mir jetzt direkt das Tischstativ ein, das, gegen einen Baum oder einen Türrahmen gestützt, Belichtungszeiten zuliess, die selbst ein AS nicht mehr leisten kann. Manchmal ist es sogar von Vorteil, wenn man noch "echte" Filme kennt, denn die KB-Patronen konnte man ja schlecht "gegenwackeln" lassen, die Gyroskoplösungen für Helis mal aussen vor gelassen.


Gruß Uwe


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